Der Vermarkter-Leitfaden zu LinkedIn Stories

The Marketer's Guide to LinkedIn Stories

Jetzt hat auch das Netzwerk LinkedIn nachgelegt und bietet endlich Stories an und Du fragst Dich sicherlich, wie Du sie nutzen kannst, um das Wachstum Deines Unternehmens zu fördern.

Du hast sicherlich bereits gemerkt, wie wirksam Stories auf Instagram sind. Über 500 Millionen Menschen benutzen diese Funktion täglich, da bleibt eigentlich nur die Frage, wie man sie strategisch nutzen kann, um sein Unternehmen zu bewerben.

In diesem Artikel werde ich Dir zeigen, wie LinkedIn Stories funktionieren und wie Du sie nutzen kannst, um Dein Unternehmen bekannt zu machen.

Was sind LinkedIn Stories?

Wenn Du schon mal eine Story auf Instagram, Facebook oder Snapchat gesehen hast, weißt Du, wie LinkedIn Stories aussehen, denn sie funktionieren nach demselben Prinzip. Du kannst ein Video mit bis zu 20 Sekunden Länge teilen, um dies ist dann 24 Stunden lang verfügbar und kann von Deinen Followern aufgerufen und angesehen werden.

LinkedIn Stories updated

Nutzer können beliebig viele Stories teilen und somit einen Einblick in den Alltag ihres Unternehmens oder Büros bieten und potenzielle Kunden neugierig zu machen.

Aber warum ausgerechnet Stories? Warum hat jetzt auch LinkedIn, eine Plattform, die hauptsächlich auf Networking und eine professionelle Zielgruppe ausgelegt ist, diese Funktion eingeführt?

Weil Unternehmen heutzutage Inhalte teilen müssen, denn je mehr Inhalte sie teilen, desto stärker und bekannter wird ihre Marke. Stories geben Dir als Unternehmer die Möglichkeit, interessante Momente aus Deinem beruflichen Alltag zu teilen, um potenzielle Kunden auf Deine Arbeit und Produkte aufmerksam zu machen, das hatte sich Pete Davies, Seniordirektor für Produktmanagement, zumindest sicherlich so gedacht.

Das neue Format dient in erster Linie der Kundenbindung und dem Informationsaustausch mit Deinen Kontakten auf LinkedIn.

Warum sollten Unternehmen jetzt Stories auf LinkedIn teilen?

Ich möchte jetzt kurz auf die Gründe für Stories auf LinkedIn eingehen, denn sie können durchaus eine gute Unternehmensstrategie sein. Falls Du bereits Stories auf Facebook und Instagram teilst, sollte diese neue Funktion kein Problem für Dich darstellen, denn Dir fällt sicherlich schnell etwas Interessantes ein. Hier sind ein paar gute Grunde für Stories auf LinkedIn.

Einblicke Hinter die Kulissen gewähren

Du kannst neue Nutzer und potenzielle Kunden auf Dein Unternehmen aufmerksam machen, indem Du interessante Einblicke hinter die Kulissen gewährst.

Zeige Deinen Followern, wer sich hinter Deiner Marke verbirgt, um eine persönliche Verbindung herzustellen, denn wenn die Nutzer erkennen, dass es sich nicht nur um eine anonyme Marke handelt, sind sie eher dazu geneigt, mit Dir zusammenzuarbeiten.

Du könntest sogar kleine Einblicke in Deinen Herstellungsprozess oder Deine Strategie gewähren.

Wenn Du beispielsweise einen online T-Shirt Druck betreibst, könntest Du Deinen Fans zeigen, wie die Shirts bedruckt werden und ihnen nebenbei erklären, warum Dein Prozess besser ist als der anderer Drucker.

Dies ist die perfekte Gelegenheit, um Dich von Deinen Mitbewerbern abzugrenzen, ohne aufdringlich oder überhoben zu wirken.

Einblicke in den echten und unzensierten Arbeitsalltag gewähren

Jeder strebt Perfektion an und immer muss alles perfekt sein. Man braucht die beste Ausrüstung und darf nie einem Fehler machen. So war das früher, doch das ist heute zum Glück nicht mehr so.

Du solltest nicht davor zurückscheuen, Deinen unzensierten und ehrlichen Arbeitsalltag zu dokumentieren, denn so stellst Du eine bessere Verbindung zu Deinem Publikum her. Falls Du diese Strategie bereits anwendest, machst Du alles richtig und falls nicht, solltest Du keine Zeit mehr verlieren.

Du musst auch keine Angst haben, mal Fehler oder Probleme zu zeigen, denn in diesem Fall kannst Du die Situation direkt nutzen, um zu zeigen, wie man diese Probleme überkommt.

Auf diese Weise zeigst Du die menschliche Seite Deiner Marke und genau das wünschen sich Kunden heutzutage. Authentizität.

Du kannst natürlich auch Deine Erfolge und Triumphe teilen, zum Beispiel wenn Du einen neuen Vertrag mit einem Großkunden unterzeichnet hast. Mache einfach eine Story und teile interessante Einzelheiten zum neuen Projekt.

Natürlich solltest Du keine sensiblen Daten teilen. Lasse Deine Fans einfach an Deinem Erfolg teilhaben und mache sie so neugierig.

Interaktionsrate steigern

LinkedIn Stories sind gut fürs Engagement. Auf Instagram führen 25 % aller Stories zu einem Besuch auf der Webseite des Unternehmens und da LinkedIn eine Plattform für die Unternehmenskommunikation ist, können wir dasselbe Prinzip anwenden.

Die neue Funktion hat viel Potenzial.

Zwar führen Stories nicht immer direkt zum Kauf, steigern aber den Wert Deiner Marke.

Du kannst Dich direkter und intensiver mit Deinen Followern austauschen und auf diesem Weg neue Möglichkeiten für Dein Unternehmen schaffen.

Wenn Du zum Beispiel Leiter einer Marketingabteilung wärst und die Story eines anderen Unternehmens mit hilfreichen Tipps für eine SEO-Strategie siehst, könntest Du anschließend Kontakt zu diesem Unternehmen aufnehmen und ebenfalls ein paar Deiner Tipps teilen.

Die meisten Unternehmen werden Deine Nachricht wahrscheinlich ignorieren und Dir keine besondere Beachtung schenken, doch einige interessierte Nutzer rufen eventuell Dein Profil auf und falls Du aktiv bist und ein aktuelles LinkedIn-Profil hast, knüpfst Du auf diese Weise sicherlich ein paar neue Kontakte.

Wie macht man eine LinkedIn Story?

Das ist ganz einfach und funktioniert so ähnlich wie auf anderen Plattformen.

Du kannst eine Story nur über die LinkedIn App für Mobilgeräte posten. Navigiere dafür in der mobilen App zu Deiner LinkedIn-Startseite und tippe oben im Bereich Stories auf das Symbol für „Hinzufügen“. Tippe dann auf das Profilfoto, das mit Deiner Unternehmensseite verbunden ist.

LinkedIn Stories Post

Klick dann auf den Kreis, um ein Foto oder ein Video aufzunehmen.

Deine Story erscheint anschließend ganz oben mit den Stories Deiner Kontakte und gibt Dir die Möglichkeit, Dein Unternehmen zu präsentieren und bekannt zu machen.

Vergiss nicht, dass Dir diese Funktion nur in der mobilen App zur Verfügung steht.

Was macht eine erfolgreiche LinkedIn Story aus?

Jetzt fragst Du Dich bestimmt, was eine gute Story ausmacht und wie sie aussehen muss. Darauf möchte ich im Folgenden etwas genauer eingehen.

Wir nehmen wieder Instagram als Beispiel. 50 % aller Unternehmen weltweit teilen mindestens eine Story pro Monat. Das solltest Du ausnutzen, indem Du eine Strategie entwickelst, um kostenlos auf Dein Unternehmen aufmerksam zu machen.

Eine Story muss folgende Bedingungen erfüllen, um erfolgreich zu sein.

Lenke die Aufmerksamkeit der Nutzer auf Dich

LinkedIn blendet kein Miniaturbild als Vorschau ein, so wie auf Instagram oder Facebook, darum ist der erste Klick immer die größte Hürde. Da Du keinen Thumbnail auswählen kannst, muss Dein Profilbild die gesamte Überzeugungsarbeit leisten.

LinkedIn ist ein professionelles Netzwerk für Berufstätige und Unternehmer, darum sollte Dein Profilbild aus einem professionellen Foto bestehen. Bitte keine Bilder Deiner Katze, Deines Autos oder Bilder aus dem letzten Sommerurlaub.

Hier ist professionelles Auftreten gefragt, darum musst Du Dich entsprechend kleiden. Eine Werbeagentur, die sich auf Werbung für landwirtschaftliche Betriebe spezialisiert hat, würde zum Beispiel anders auftreten als ein Berater, der ein Boutique-Café als Kunde gewinnen will.

Teile das Wichtigste zuerst

Da Nutzer in der Regel nur 40 bis 60 % Deiner Story sehen, musst Du sie bereits in den ersten Sekunden fesseln, denn wenn die Story langweilig anfängt, dann ist der Nutzer sofort wieder weg und schaut sich den Rest gar nicht erst an.

Teile das aufregendste Video zuerst. Da das Video insgesamt nur 20 Sekunden lang sein darf, kannst Du die ersten fünf Sekunden nutzen, um direkt in die Kamera zu sprechen und Augenkontakt mit dem Zuschauer aufzunehmen.

Wenn Du professionelle Agenturen mit über 100.000 Euro Jahresumsatz ansprechen willst, musst Du Dein Video so einleiten. Gehe in den ersten Sekunden auf potenzielle Probleme ein, die diese Agenturen haben könnten, damit sie sich auch die verbleibenden 15 Sekunden Deines Videos anschauen.

Halte Deine Zuschauer

Die meisten Zuschauer springen nach 10 Sekunden ab. Sie gehen entweder zur nächsten Story über oder verlassen Dein Profil, darum musst Du versuchen, Deine Zuschauer möglichst lange zu halten.

Du könntest zum Beispiel interessante Statistiken teilen oder Gäste einladen, um Deinen Inhalt noch besser zu machen und Deine Zuschauer länger zu halten. Dafür musst Du natürlich wissen, wer Dein idealer Kunde ist und wofür sich die Zuschauer interessieren, darum sollte jedes Unternehmen eine Buyer Persona haben.

Die Buyer Persona ist Dein idealer Kunde und kann mit Fotos, demografischen Merkmalen, detaillierten Informationen sowie Herausforderungen oder Wünschen möglichst genau der Realität angenähert werden.

Du musst herausfinden, wer zu Deinen Kunden gehört, um herauszufinden, welche Inhalte sie konsumieren möchten und für welche Themen sie sich interessieren.

Close It Out

Stories sind zwar informell, können aber dennoch auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet sein, denn letztendlich möchtest Du die Nutzer, die sich Deine Stories anschauen, irgendwie konvertieren.

Da es sich um kostenlose Werbung für Dein Unternehmen handelt, solltest Du die Gelegenheit voll ausnutzen.

Denk daran, dass die meisten Zuschauer zu ungeduldig sind und sich nicht mal die vollen 20 Sekunden Deines Videos anschauen werden, darum sind die Nutzer, die bis zum Schluss durchhalten, wirklich an Deinem Unternehmen und Deinem Angebot interessiert.

Du könntest zum Beispiel eine Story aus einem Deiner Blogbeiträge machen, indem Du die wichtigsten Punkte und Erkenntnisse hervorhebst. Wenn der Zuschauer dann mehr erfahren will, kann er Deine Webseite besuchen und sich Deinen Artikel durchlesen.

Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, denk aber daran, dass Deine Story zum Schluss immer eine Handlungsaufforderung enthalten muss.

Du musst die Zuschauer nicht sofort zum Kauf Deiner Produkte auffordern, solltest ihnen aber immer sagen, was sie als Nächstes tun sollen.

Wie man Zuschauer in Kunden verwandelt

Falls Du ein Profil auf LinkedIn hast, nutzt Du es bestimmt aus beruflichen und professionellen Gründen, denn dafür ist die Plattform schließlich gedacht. Networking, Kontakte knüpfen und potenzielle Kunden finden.

Hier ist ein Video mit ein paar tollen Tipps zu diesem Thema:

Du holst das meiste aus Deinen LinkedIn Stories heraus, indem Du die folgenden Grundregeln beachtest.

Bleibe Deiner Marke immer treu

Facebook-Nutzer bewegen sich auf Mobilgeräten 41 % schneller als auf dem Desktop. Obwohl uns für LinkedIn noch keine offiziellen Daten bereitstehen, können wir davon ausgehen, dass die Verhältnisse ähnlich sind, darum musst Du Deine Marke möglichst schnell etablieren.

Deine Marke muss Wiedererkennungswert haben. Der Nutzer muss Dein Alleinstellungsmerkmal bereits in den ersten Sekunden Deiner Story erkennen, verstehen und sich später daran erinnern können.

Falls Du jeden Morgen vor der Arbeit joggen gehst, könntest Du darüber zum Beispiel eine Story machen und erklären, wie Sport Deine Arbeitsleistung steigert.

Biete dem Zuschauer einen Mehrwert

Mit einem Lead-Magneten verwandelst Du interessierte Nutzer am schnellsten in Kunden. Das muss nicht unnötig kompliziert sein. Stelle Deinen Zuschauern einfach ein paar hilfreiche Informationen zur Verfügung oder zeige ihnen, wie sie ein bestimmtes Problem lösen können.

Berücksichtige auch hier Deine Buyer Persona und überleg Dir, mit welchen Herausforderungen Deine Kunden täglich zu kämpfen haben. Bei welchem Thema kannst Du Deinen Kunden behilflich sein? Vielleicht suchen sie ja genau nach Deinem Produkt oder Deinem Service. Das wäre natürlich perfekt.

Lege Dir einen Plan zurecht

Nur weil LinkedIn Stories informeller Natur sind, sollte man sie nicht spontan und ohne Planung teilen. Du musst immer ein klares Ziel verfolgen, das gilt natürlich auch für Deine Stories.

Wenn Du das nicht tust, schadest Du Deiner Marke und verlierst womöglich auch noch potenzielle Kunden, weil sie nicht sofort erkennen, welche Vorteile Du ihnen bieten kannst.

Deine Inhalte und Stories sollten immer geplant und gut vorbereitet werden. Da diese Planung Zeit sowie eine gute Organisation erfordert, könntest Du einen Redaktionskalender anlegen, um Deine LinkedIn Stories vorzubereiten.

Fazit

LinkedIn Stories sind eine tolle neue Funktion der Plattform, und wenn man den Worten des Seniordirektors für Produktmanagement glauben schenken kann, soll LinkedIn dadurch weniger einschüchternd erscheinen und informeller werden.

Hast Du schon mal zu den Ersten gehört, die eine neue Strategie oder ein neues Produkt ausprobiert haben? Dann hast Du jetzt die Gelegenheit, denn LinkedIn Stories sind noch relativ neu und werden bisher nicht von vielen Unternehmen genutzt. Nutze die Gelegenheit, um Deine Zielgruppe zuerst anzusprechen.

Warum warten? Probiere LinkedIn Stories am besten sofort aus und verschaffe Dir auf diese Weise einen Wettbewerbsvorteil.

Hast Du schon mal Stories auf LinkedIn geteilt?

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