8 erweiterte Werbetipps für Amazon zur Verbesserung Deiner Verkäufe

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Amazon ist der unumstrittene Marktführer der E-Commerce-Plattformen und mit über 12 Millionen Produkten auch die mit dem größten Produktangebot. Sie gehört zu den vertrauenswürdigsten Handelsplattformen.

Über 197 Millionen Kunden loggen sich jeden Monat auf der Plattform ein, um nach Produkten zu suchen. Doch wie kann man sich einen Teil dieses Traffics sichern?

Mit Amazon Ads.

Da der Wettbewerb immer brutaler wird, brauchst Du eine solide Werbestrategie, um Deinen Umsatz zu steigern. Das ist dank Werbung auch mit einem kleinen Budget möglich.

Zwar kennen sich die meisten Händler mit den Grundlagen aus, mit fortgeschrittenen Taktiken würden sie aber viel schneller bessere Ergebnisse erzielen.

In diesem Artikel möchte ich in acht fortschrittliche Amazon-Werbestrategien eintauchen, die Du zu Deinem Repertoire hinzufügen kannst, um Deine Werbeausgaben zu reduzieren, Deine Markenbekanntheit zu steigern und letztendlich mehr Verkäufe zu erzielen.

1. Verwende Long-Tail-Keywords, um Nutzer mit hoher Kaufabsicht zu finden

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Keywordrecherche ist unerlässlich und die Grundlage jeder erweiterten Werbestrategie auf Amazon. Dadurch kannst Du Deine Produkte den richtigen Nutzern präsentieren, die bereit sind, einen Kauf zu tätigen.

Du kannst aber nicht einfach irgendein Keyword benutzen. Du musst schon sicherstellen, dass es sich um ein Long-Tail-Keyword handelt.

Warum ist das wichtig?

Käufer, die nach einem bestimmten Produkt suchen, z. B. nach einem “Holzschneidebrett mit Fächern”, tätigen viel eher einen Kauf als jemand, der eine vage Formulierung wie “Schneidebrett” verwendet. Hinzu kommt, dass man sich auf diese Weise in eine Nische einordnen kann, in der es weniger Konkurrenz gibt. Allgemeine Begriffe wie “Kerze” sind viel zu teuer und der Markt ist bereits gesättigt.

Neuer Händler werden es schwer haben, für solche Begriff in den Suchergebnissen zu erscheinen und einen potenziellen Käufer vom Klick zu überzeugen. Indem Du gezielt nach Phrasen mit weniger Konkurrenz und hoher Kaufabsicht suchst, kannst Du Deine Markenbekanntheit und Deinen Umsatz steigern und nebenbei noch Dein Ranking auf Amazon verbessern.

2. Nutze Sponsored Brands, um Deine Markenbekanntheit zu steigern

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Legst Du nicht besonders viel Wert auf Markenbekanntheit? Du kannst darauf wetten, dass Deine Konkurrenten ebenfalls auf Amazon vertreten sind.

Eine Studie von Search Engine Land zeigt, dass die Werbeausgaben für den Aufbau der Markenbekanntheit in weniger als 12 Monaten von 26 % auf 60 % gestiegen sind.

Doch wie erhöht man die Sichtbarkeit und schafft ideale Voraussetzungen für mehr Verkäufe?

Mit Sponsored Brands.

Das sind personalisierte Anzeigen, die ganz oben in den Einkaufsergebnissen von Amazon erscheinen und so die Bekanntheit Deiner Marke und Deines Produktportfolios steigern.

Schaffe Markenwiedererkennung, indem Du eine benutzerdefinierte Überschrift verwendest, Dein Logo hinzufügst und den Traffic auf Deinen Shop oder eine Produktseite weiterleitest.

Indem Du in die Bekanntheit und den Wiedererkennungswert Deiner Marke investierst, machst Du potenzielle Käufer auf Deine Produkte aufmerksam. Du zeigst Deinen Kunden, dass Du eine Lösung für ihr Problem hast. Kunden erfahren mehr über Dein Unternehmen und Du steigerst im Laufe der Zeit Deinen Umsatz.

3. Analysiere die Rentabilität auf Produktebene, um Deine Gewinnspanne zu steigern

Bevor wir mit einer erweiterten Amazon-Werbestrategie herumexperimentieren, müssen wir anhand der Rentabilität auf Produktebene ermitteln, welche Produkte am meisten von PPC (Pay-per-Click) profitieren würden.

Was heißt das genau?

Die Produktrentabilität ist der Umsatz, den Du mit einem Produkt erzielst, und der Betrag, den der Verkauf kostet.

Nehmen wir mal an, dass die Herstellung einer Campingtasse aus Emaille 5 Euro kostet, die Werbeausgaben pro Kunde belaufen sich aber auf 15 Euro. Um die Rentabilität auf Produktebene zu ermitteln, müssten wir jetzt jedes Produkt in Deinem Shop analysieren und bestimmen, welche die höchsten Gewinnspannen aufweisen, um alle Werbeausgaben dann auf diese Artikel zu konzentrieren.

Erstelle am besten eine Liste und führe dann Kampagnen für diese Produkte durch.

Die Umsetzung dieser erweiterten Strategie wird Dir helfen, kein Geld mehr für Artikel mit geringem Gewinn zu verschwenden, um so mehr Geld zu verdienen.

4. Verwende den erweiterten Bericht zur Anzeigenplatzierung, um Deine Kampagne zu optimieren

Jeder erfolgreiche Verkäufer weiß, dass man auf Amazon nicht immer dieselbe Strategie benutzen kann. Was diese Woche noch erfolgreich war, funktioniert nächsten Monat plötzlich nicht mehr. Du musst Deine Anzeigen kontinuierlich überwachen, analysieren und anpassen, um zu vermeiden, dass sie an Sichtbarkeit verlieren und Deinen Mitbewerbern einen unbeabsichtigten Vorteil verschaffen.

Die Analyse der Anzeigenplatzierung hat sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt. Im Jahr 2018 standen Verkäufern nur drei Optionen zur Verfügung: Werbung auf Amazon, Remarketing außerhalb von Amazon, Top-Suche auf Amazon. Mittlerweile sind es fünf Optionen (weitere befinden sich aktuell im Beta-Test). Die ausführlichen Berichte ermöglichen es Dir, tief in Deine Daten einzutauchen und geben Dir eine bessere Kontrolle über Deine Leistung.

Welche Informationen findet man im Amazon Ad Placement Report?

Der Ad Placement Report ist ein sehr informativer Bericht und ein Muss für jeden, der nach fortgeschrittenen Verkaufstipps für Amazon sucht. Es zeigt Dir genau, welche Anzeigenplatzierungen den Käufern helfen, Deine Produkte zu finden und welche Kampagnen optimiert werden müssen.

Vielleicht stellst Du fest, dass die Platzierung in der Mitte der Seite weniger Budget verbraucht und trotzdem viel mehr Impressionen erzielt als die Anzeigenplatzierung oben auf der Seite.

Der Bericht hilft Dir auch zu ermitteln, welche Keywords die beste Leistung erzielen. Du kannst auf einen Blick erkennen, welche Suchbegriffe einen höheren ROI bringen und welche glanzlose Ergebnisse liefern können.

5. Verwende andere Marketingkanäle, um den Traffic im Amazon-Shop zu steigern

Du darfst nicht alles auf eine Karte setzen. PPC-Kampagnen sind zwar super, um Markenbekanntheit zu gewinnen und den Umsatz zu steigern, Du musst aber auch andere Marketingkanäle nutzen, um genug Käufer zu finden.

Außerdem bietet Amazon seinen Händeln Glaubwürdigkeit und hervorragende Kundenbetreuung. Neue Marke können dies zu ihrem Vorteil nutzen, indem sie ihren Traffic auf ihren Amazon-Shop und nicht auf ihre Webseite weiterleiten.

Du könntest Facebook, Pinterest, Instagram und Google Ads benutzen, um noch mehr Traffic auf Deine Produktlistings und einen höheren ROI für Deinen Store zu erzielen.

Hier sind einige überzeugende Argumente für die Nutzung mehrerer Kommunikationskanäle:

  • Umgehender Traffic
  • Ein umfangreiches Netzwerk, auf dem Deine idealen Kunden zu finden sind
  • Die Shopping-Mentalität von Instagram und Pinterest nutzen, um kaufbereite Nutzer anzusprechen
  • Influencer ermutigen, den Traffic auf Deinen Amazon-Shop weiterzuleiten, indem Du am Amazon-Partnerprogramm teilnimmst

Nutze aber nicht jede Plattform. Suche Dir vielmehr die besten Plattformen aus, die zu Deiner Zielgruppe und Deiner Marketingstrategie passen.

6. Definiere Deine Zielgruppe, um Werbeausgaben zu reduzieren und den Umsatz zu steigern

Bezahlte Werbung und die Identifizierung der richtigen Keywords sind wichtig, jedoch nicht der wichtigste Teil Deiner Strategie.

Es gibt etwas viel Wichtigeres, und zwar Deine Zielgruppe.

Wenn Du Deine Zielgruppe nicht kennst, weißt Du nicht:

  • Welche Keywords verwendet werden müssen
  • Welche Produkte Deine Kunden brauchen
  • Wie man überzeugende Anzeigen erstellt, die Klicks und Conversions erzielen

Ohne klare Vorstellung Deiner Zielgruppe wird keiner dieser erweiterten Amazon-Tipps funktionieren. Die Zielgruppe ist wie das Fundament eines Hauses. Ohne solide Struktur spielt es keine Rolle, wie viele Keywords Du benutzt. Sobald eine starke Brise weht, stürzt das Haus in sich zusammen.

Du musst die demografischen Merkmale und Vorlieben Deiner Kunden kennen, um Dein Produkt in ihren Worten beschreiben zu können. Du könntest zum Beispiel ihr Onlineverhalten analysieren und so herausfinden, auf welchen sozialen Plattformen sie sich am liebsten aufhalten.

Wenn Du beispielsweise Eltern ansprechen willst, die zu Hause bleiben, wäre es sinnvoller, tagsüber Anzeigen zu schalten. Wenn Deine Kunden jedoch ein Vollzeitjob haben, kannst Du sie höchstwahrscheinlich abends nach der Arbeit oder in der Mittagspause erreichen.

Diese Nuancen geben Dir die Möglichkeit, Dich in die Lage Deiner Zielgruppe zu versetzen. Die Entwicklung einer neuen Werbekampagne, die konvertiert, ist plötzlich viel einfacher.

7. Erstelle eine verlockende erweiterte Amazon-Landingpage, die konvertiert

Jeder kann eine Landingpage bauen, aber wie kann man sich sicher sein, dass sie auch konvertiert?

Es gibt zwar keine exakte Formel, dafür aber ein paar Faustregeln, die Du befolgen solltest, um Deine Chancen auf das Vertrauen der Kunden und mehr Umsatz zu erhöhen.

Wenn Deine Landingpage zu langweilig ist (ohne Call-to-Action und zu wenig Text), wirst Du die Kunden nicht für Dein Produkt interessieren.

Hier sind ein paar Dinge, die Du tun kannst, um Deine Amazon-Landingpage zu optimieren:

  • Der sichtbare Seitenbereich: Das ist der Teil der Seite, der sofort sichtbar ist, sobald der Besucher auf der Seite landet. Dies ist einer der wichtigsten Abschnitte, da Du nur eine begrenzte Zeit hast, um Kunden vom Verweilen zu überzeugen, nach unten zu scrollen und mehr über Deine Produkte zu erfahren.
advanced amazon above the fold
  • Dringlichkeit schaffen: FOMO (Fear Of Missing Out) ist eine Form der gesellschaftlichen Beklemmung. Das Phänomen beschreibt die zwanghafte Sorge, ein befriedigendes Ereignis zu verpassen. Du könntest potenziellen Kunden eine zeitlich begrenzte Frist geben, um auf Dein Angebot zu reagieren und Deine Conversions um 33 % steigern. Verwende einen Countdown, um die Frist in den Mittelpunkt zu rücken.
  • Immer eine Handlungsaufforderung verwenden: Der CTA (Call-to-Action) ist das Endziel Deiner Landingpage. Wenn Du dem Besucher nicht sagst, was er machen soll, dann verlässt er die Seite wieder, ohne eine Handlung durchzuführen. Verwende einen klaren und leicht verständlichen CTA wie “Jetzt kaufen”, um den Kauf abzuschließen, bevor der Nutzer die Seite verlässt.
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  • Optimiere Dein Branding: Die Landingpage ist ein Ort, um die Persönlichkeit Deiner Marke zu zeigen und sich von allen anderen Verkäufern abzuheben. Deine Seite darf nicht so aussehen wie alle anderen. Füge Dein Logo in die Kopfzeile ein, verweise auf Deine Webseite und mache es dem Benutzer leicht, sich mit Deiner Marke zu identifizieren. Das ist die einfachste Möglichkeit, Dein Unternehmen unvergesslich zu machen und Deine Markenbekanntheit zu stärken.
  • Verwende Bilder und Videos: Menschen konsumieren unterschiedliche Inhalte, um ein Problem zu lösen. Manche lesen gerne Blogbeiträge, andere bevorzugen Videos. Füge Deiner Seite eine Mischung aus verschiedenen Inhalten hinzu, um unterschiedliche Kunden anzusprechen.
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  • Profitiere von Social Proof: Menschen sind Herdentiere. Wir kaufen bevorzugt von Marken mit einer Erfolgsgeschichte. Aus diesem Grund ist das Influencer-Marketing in den letzten Jahren so erfolgreich geworden. Verwende Produktbewertungen und Erfahrungsberichte Deiner Kunden, um potenziellen Käufern zu zeigen, dass Du kein Betrüger bist und ein Qualitätsprodukt verkaufst.
  • Einfaches Design und unkomplizierte Werbetexte: Wenn die Seite zu überladen ist, springen die Besucher wieder ab. Nutzer haben eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne, darum darfst Du den Kunden nicht mit Informationen überladen. Komm am besten schnell auf den Punkt, verwende kurze Sätze, unterteile den Text mit Unterüberschriften in leicht verständliche Abschnitte und nutze Aufzählungszeichen, damit die Seite einfach überflogen werden kann.

8. Schließe negative Keywords aus

Möchtest Du verschwenderische Werbeausgaben reduzieren? Dann schließe negative Keywords aus der Kampagne aus. Negative Keywords sind Begriffe, für die Du nicht in den Suchergebnissen erscheinen willst, weil sie nicht zu Deinem Produkt passen oder die falschen Kunden anlocken.

Auf diese Weise kannst Du viel Geld sparen. Es wäre ein großer Fehler, Amazon-Werbung zu schalten und diese Taktik nicht zu verwenden.

Wenn Du beispielsweise Leggings verkaufst, möchtest Du wahrscheinlich für folgende Keywords in den Suchergebnissen auftauchen:

  • Leggings für Frauen
  • Leggings mit Taschen
  • Leggings mit hoher Taille für Damen

Begriffe wie “Lululemon Leggings” willst Du eventuell ausschließen, weil Kunden, die diesen Begriff verwenden, nach einer ganz bestimmten Marke suchen und Deine Leggings höchstwahrscheinlich nicht kaufen würden.

Um bessere Ergebnisse zu erzielen, solltest Du Keywords herausfiltern, die viel Traffic, aber nur wenig Verkäufe generieren.

Bist Du Dir nicht sicher, welche Keywords ausgeschlossen werden sollten?

  • Öffne den “Amazon-Suchbegriffsbericht
  • Wähle den “Spend”-Filter aus
  • Suche gezielt nach Keywords, die wenig bis gar keinen Umsatz bringen
  • Schließe diese Begriffe aus der Kampagne aus

Fazit

Wenn Du diese erweiterten Amazon-Tipps befolgst, kannst Du mehr Produkte verkaufen und gleichzeitig Kosten sparen, um ein erfolgreiches E-Commerce-Unternehmen aufzubauen.

Du brauchst kein gigantisches Werbebudget und musst auch nicht Unmengen investieren, um Ergebnisse zu erzielen und Deine Impressionen in zahlende Kunden zu verwandeln.

Du brauchst nur eine gründliche Keywordrecherche und eine gut überlegte Strategie. Dank aber daran, dass die Strategie regelmäßig angepasst werden muss. Deine Erfolgsformel wird sich ständig ändern. Du musst Deine Leistung im Auge behalten und Deine Strategie anpassen, damit Du nicht an Zugkraft oder Umsatz verlierst.

Wie schneiden Deine Angebote nach Umsetzung dieser erweiterten Amazon-Werbetipps ab?

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