Wie man Blogleser in Leads verwandelt

17 Kommentare, 223 Mal “Gefällt mir” auf Facebook und 88 Retweets auf Twitter.

Du schreibst Artikel und die Besucher Deiner Blogs lesen Deine Blogbeiträge. Sie klicken auf Deine Links und besuchen Deinen Blog. Deine ganzen Bemühungen zahlen sich endlich aus, denn Du bekommst Traffic.

In diesem Artikel möchte ich nicht über die Wichtigkeit eines Blogs sprechen, denn jeder weiß, dass ein Blog heutzutage einfach dazugehört.

  • 85,1 % der amerikanischen Haushalte haben einen Computer und die meisten verfügen auch über ein Smartphone.
  • Unternehmen, die einen Blog führen, erzielen mit 13-mal höherer Wahrscheinlichkeit einen positiven Return on Investment (ROI).
  • Die meisten Unternehmen möchten mehr Traffic uns Leads gewinnen, haben damit jedoch Schwierigkeiten. Mit einem Blog, der regelmäßig aktualisiert wird, können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.
  • Nahezu 80 % aller Nutzer sagen, dass sie Blogs lesen.
  • Unternehmen, die einen Blog führen, generieren 67 % mehr Leads, verfügen über 434 % mehr indexierte Seiten und 97 % mehr indexierte Links, was wiederum zu einer besseren SEO und zu besseren Rankings führt.
  • 70 % aller B2C-Unternehmen nutzen das Blogging als Teil ihrer Marketingbemühungen, übertroffen wird dies nur durch die sozialen Medien (mit 89 %) und E-Mail (mit 86 %). 79 % aller B2B-Unternehmen führen einen Blog, 92 % sind in den sozialen Medien vertreten und 93 % verschicken regelmäßig Werbe-E-Mails.
  • Mehr ist mehr: Unternehmen, die über 16 Blogbeiträge pro Monat veröffentlichen, erzielen fast 3,5-mal mehr Traffic und 4,5-mal mehr Leads, als Unternehmen, die höchstens vier Beiträge pro Monat schreiben.
monthly blog posts to inbound leads

Blogs sind eine beliebte, wirksame und preiswerte Methode, um neue Besucher für die Webseite zu gewinnen. Das sind die guten Nachrichten.

Und die “schlechten” Nachrichten? Traffic ist nur die halbe Miete. Seitenaufrufe, Likes, Tweets und Kommentare sind zwar nett, aber nicht das ultimative Ziel, denn der Traffic muss in Leads verwandelt werden. Laut Forrester Research verlassen 97-98 % aller Besucher Deine Webseite wieder, ohne eine Aktion durchgeführt zu haben.

Vielleicht haben diese Besucher Deinen Blogbeitrag genossen und kommen später wieder zurück, um weitere Artikel zu lesen. Vielleicht bist Du in ihren Augen sogar ein Branchenexperte. Dennoch lesen die meisten Besucher einen Artikel und verlassen Deine Webseite dann wieder. Dagegen muss natürlich etwas unternommen werden, denn Du kannst Dir nicht einfach so 98 % Deiner Webseitenbesucher und potenziellen Leads durch die Lappen gehen lassen

Das Gewinnen von Traffic und Leads machen Deinen Blog erst zu einer sinnvollen Investition. Alles andere, darunter auch Likes, Retweets und Kommentare, sind reine Ego-Kennzahlen. Ein Like schmeichelt vielleicht Deinen Ego, um Dir einen heißen Kaffee leisten zu können, musst Du jedoch Geld verdienen.

Du musst Traffic gewinnen und Leads generieren. Traffic, der nicht in Leads verwandelt werden kann, ist nutzlos, doch ohne Traffic gewinnt man keine neuen Leads

Hier sind die guten Nachrichten: Wenn Du regelmäßig qualitativ hochwertige Artikel auf Deinem Blog veröffentlichst, machst Du ihn zu einer effektiven Lead-Maschine, jedoch nur, wenn Du alles richtig machst.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die einen Blog führen, generieren bis zu 126 % mehr Leads.

businesses that blog

Du musst mehr Traffic gewinnen und zu diesem Thema gibt es zahlreiche Anleitungen. Vergiss aber nicht, dass auch die Leadgenerierung eine essentielle Rolle spielt.

Mehr Traffic + Leadgenerierung = Erfolg im digitalen Marketing

Du darfst Deine Leser aber nicht mit aggressiven Taktiken bombardieren. Niemand mag aufdringliche Staubsaugervertreter.

Du darfst aber auch nicht zu vorsichtig vorgehen, weil Deine Bemühungen dann unbemerkt bleiben und nicht den gewünschten Effekt haben.

Du musst einen guten Mittelweg finden, um mehr Traffic zu gewinnen und diesen dann in Leads zu verwandeln.

Wenn Du willst, dass Deine Webseitenbesucher eine bestimmte Handlung durchführen, musst Du sie nur darum bitten.

Die Handlungsaufforderung

Für viele mag das jetzt überraschend kommen, aber Dein Blogbeitrag muss eine Handlungsaufforderung haben. Jeder Deiner Blogbeiträge braucht eine Handlungsaufforderung. Wenn Du Deine Leser nicht dazu aufforderst, einen Kommentar zu schreiben, dann machst Du was falsch. Du musst Deinen Leser sagen, was sie als Nächstes tun sollen: sich für den Newsletter anmelden, ein Dokument herunterladen, einen weiteren Beitrag lesen, sich für eine Testversion anmelden, das Kontaktformular benutzen, usw.

Bittest Du Deine Besucher darum, eine bestimmte Handlung durchzuführen? Gibst Du ihnen die Möglichkeit, diese Handlung durchzuführen, oder müssen sie alles alleine herausfinden?

Ein Artikel ohne Call-to-Action (CTA) ist verschwendete Zeit. Der Leser ist bereits auf Deinem Blog und er ist an Deiner Marke oder an Deinem Unternehmen interessiert. Jetzt musst Du ihn Dir nur noch schnappen.

Ein guter CTA ist handlungsorientiert, vorteilhaft, visuell, überzeugend und verleiht dem Nutzer im Idealfall ein Gefühl von Dringlichkeit.

Der CTA muss aber auch einfach zu finden sein. Es gibt mehrere geeignete Stellen für Deinen CTA:

  1. Ganz oben auf der Seite
  2. Am Ende eines Blogbeitrages
  3. Im Blogbeitrag selbst
  4. In der Seitenleiste
  5. Als scrollendes Pop-up
  6. Als gleitendes Pop-up
  7. Als seitenüberdeckendes Pop-up

Natürlich darfst Du den Call-to-Action nicht überall gleichzeitig platzieren. Platziere ihn an höchstens ein oder zwei Stellen, um die Reichweite Deines Blogs zu maximieren und Resonanz bei Deinen Lesern zu finden.

Wo die beste Platzierung ist, lässt sich mit einem Test herausfinden. Man kennt das aus der Immobilienbranche, denn auch hier ist der Standort besonders wichtig. Im digitalen Marketing findet man die beste Platzierung mit zahlreichen Tests heraus.

“Fast jede Frage kann mit einer Testkampagne kostengünstig, schnell und endgültig beantwortet werden. Nur so findet man die Antworten auf seine Fragen, nicht mit Argumenten oder Diskussionen. Geh zur letzten Instanz, zu den Käufern Deiner Produkte.” ~ Claude Hopkins

Such Dir ein paar Parameter aus, richte einen A/B-Test ein und finde heraus, was funktioniert. Du kannst unterschiedliche Platzierungen, Farben, Designs, Texte, Angebote und weitere Elemente testen. Finde das wichtigste oder die wichtigsten zwei bis drei Elemente, die sich am stärkstes auf die Generierung von Traffic und Leads auswirken. Mit Programmen wie VWO, Optimizely, AB Tasty und weiteren Anbietern lässt sich so ein A/B-Test schnell und problemlos durchführen.

Nur Du kannst entscheiden, was für Deinen Blog am besten ist, doch mit diesen Programmen kannst Du es schneller und effizienter herausfinden.

Hello Bar

Wenn ein neuer Besucher auf Deinem Blog landet, sieht er zunächst die Inhalte im sichtbaren Seitenbereich. Du hast keine Garantie dafür, dass er weiter nach unten scrollt, es macht also durchaus Sinn, den CTA ganz oben zu platzieren.

Mit Hello Bar kannst Du einen sehr effektiven und dünnen Call-to-Action erstellen, der in der Kopfzeile der Webseite platziert wird. Der CTA ist leicht zu erkennen und statisch, kann dem Nutzer beim Scrollen aber auch folgen, wenn Du willst.

hello bar

Mit Hello Bar konnte das Unternehmen DIYThemes in nur 30 Tagen 1.200 neue Abonnenten gewinnen.

Hello Bar ist eine der bekanntesten Softwarelösungen, es gibt aber noch andere Anbieter, darunter:

  • SalesPanda
  • Sumo SmartBar
  • WP Notification Bar
  • Sleeknote
  • OptinMonster

Es gibt auch zahlreiche kostenlose WordPress Plug-ins, denk aber daran, dass die Qualität von kostenlosen Lösungen nicht immer die beste ist.

Du kannst Hello Bar benutzen, um die Interaktionsrate Deiner Nutzer zu steigern, mehr Abonnenten für Deinen Newsletter zu gewinnen oder neue Produkte und Dienstleistungen zu bewerben.

CTAs im Text

Eine Studie von Chartbeat zeigt, dass die meisten Nutzer nicht den gesamten Blogbeitrag lesen. Ganze 10 % aller Nutzer scrollen gar nicht und die überwiegende Mehrheit geht nicht über 60 % der Seite hinaus.

percent of content scrolled through

Du kannst diese Nutzer aber trotzdem zu einer Handlung aufrufen, und zwar mit einem CTA im Text.

Jetzt denkst Du vielleicht, dass das Problem bereits mit Hello Bar gelöst sei, denn der Call-to-Action wird ja ganz oben auf der Seite platziert. Theoretisch gesehen stimmt das auch, allerdings spielt in diesem Fall die Bannerblindheit eine entscheidende Rolle.

Wir blenden Banner und Werbung unbewusst aus, weil wir uns mittlerweile so sehr an diese Werbeunterbrechungen im Internet gewöhnt haben. Wir “sehen” sie einfach nicht mehr und nehmen sie nicht war. Dieses Phänomen wird als Bannerblindheit bezeichnet und auch Hello Bar bleibt davon nicht verschont.

Mit einem CTA, der im Text platziert wird, und entweder direkt oder indirekt mit dem Blogbeitrag zu tun hat, kann man dieses Problem umgehen. Platziere dafür einfach ein oder zwei CTAs in den ersten 60 % Deines Artikels, dann wird dieser von der überwiegenden Mehrheit Deiner Leser gesehen.

Hubspot gewinnt 47-93 % seiner Leads über Ankertexte im Artikel (und nur 6 % mit Hilfe von Bannern am Ende des Blogbeitrages).

anchor text CTAs

Hebe den Text mit einer größeren Schrift oder einer auffälligen Farbe hervor, er muss aber dennoch zum Beitrag passen, damit der Lesefluss nicht unterbrochen wird. Wenn Du dem Leser einen guten Grund gibst, auf den Text zu klicken, dann gewinnst Du einen neuen Lead.

Die oben erwähnte Studie zeigte auch, dass Ankertexte besonders gut in Kombination mit internen Links funktionieren. Mit dieser Strategie gewann HubSpot ganze 83-93 % ihrer Leads.

internal link CTA

Ein als interner Link getarnter CTA fügt sich nahtlos in den Blogbeitrag ein. Beim Klick wird der Leser auf eine Landingpage weitergeleitet, auf der er sich weitere Informationen zum Thema herunterladen kann.

Platzierung, Platzierung, Platzierung

Neben der Platzierung in der Kopfzeile und im Text, kann der CTA an beliebiger Stelle auf der Webseite platziert werden. Du kannst unterschiedliche Platzierungen ausprobieren und testen, um die besten Stellen zu finden.

Die statische Seitenleiste

Die statische Seitenleiste ist weit verbreitet, weil sie in der Regel gut funktioniert. Fast jeder Blog verfügt über einen CTA in der Seitenleiste, in dem der Leser dazu aufgefordert wird, sich für den Newsletter anzumelden oder Kontakt zum Autor des Artikels aufzunehmen.

Diese Platzierung ist nicht aufdringlich und springt dem Leser nicht sofort ins Gesicht, darum ist diese Handlungsaufforderung nicht nervig. Sie ist einfach da und jederzeit bereit, Traffic in Leads zu verwandeln. Hier ist der CTA meines Blogs:

need marketing help ad

Das ist aber nicht die einzige Taktik, die Dir zur Verfügung steht. Der statische CTA in der Seitenleiste wird oft ignoriert und kann ebenfalls von Bannerblindheit betroffen sein. Außerdem verschindet er aus dem Blickfeld, sobald der Nutzer scrollt, darum sollte dieser CTA mit einer weiteren Taktik kombiniert werden.

AdEspresso erzielte mit einem statischen CTA in der Seitenleiste eine Conversion-Rate von 0,4 %.

Die scrollende Seitenleiste

Ein scrollender CTA ist dem statischen sehr ähnlich, folgt dem Leser beim Scrollen jedoch. Weil sich der Call-to-Action bewegt, fällt er stärker auf und der Leser hat mehrere Gelegenheiten, auf den CTA zu klicken.

AdEspresso konnte seine Conversion-Rate mit dieser Strategie auf 0,76 % steigern und somit fast verdoppeln.

scrolling CTA

Das Slide-in Pop-up oder Overlay

Ein Slide-in Pop-up oder Overlay ist der nächste logische Schritt in der Evolution des Call-to-Action. Das Pop-up wird durch eine Bedingung ausgelöst, z. B. wenn der Leser über eine gewisse Länge der Seite hinausgescrollt hat oder wenn er bereits mehrere Sekunden auf der Seite verweilt ist. Wenn diese Bedingung erfüllt wird, öffnet sich das Pop-up.

Das Pop-up taucht also erst auf, wenn der Leser bereits Interesse am Inhalt gezeigt hat, denn wenn dieser bereits 75 % des Artikel gelesen hat oder mindestens zwei Minuten mit dem Lesen Deines Blogbeitrages verbracht hat, kannst Du davon ausgehen, dass er an Deinem Angebot interessiert ist und musst zuschlagen.

Mit dem Programmen OptinMonster, Sumo und NinjaPopups kannst Du solche Pop-ups erstellen.

AdEspresso konnte mit dieser Strategie eine Conversion-Rate von 2,5 % erzielen. Andere Unternehmen waren sogar in der Lage 10-mal mehr Abonnenten zu gewinnen.

Du kannst verschiedene Einstellungen testen, um die perfekte Kombination für Deine Webseite zu finden.

Das Exit-Intent Overlay

Das Exit-Intent Overlay funktioniert ähnlich, wird aber erst dann ausgelöst, wenn der Nutzer die Webseite verlassen will, also wenn sich der Mauszeiger dem X nähert, um die Webseite zu schließen oder den Browser zu verlassen.

Kannst Du Dich noch daran erinnern, dass ich gesagt habe, dass 97-98 % Deiner Webseitenbesucher die Seite wieder verlassen, ohne eine Aktion durchzuführen? Mit einem Exit-Intent Pop-up kannst Du diese Nutzer doch noch in Leads verwandeln.

Als ich die Webseite von DODOcase verlassen wollte, tauchte dieses Pop-up auf:

exit intent overlay

Das ist ein sog. Lightbox Overlay. Die Box überlagert den Inhalt der Seite und blendet alles andere aus. Sie ist nicht zu übersehen und macht dem Nutzer ein klares Angebot mit zwei Wahlmöglichkeiten.

Du kannst das Exit-Intent Pop-up benutzen, um Deinen Besuchern Sonderangebot zu unterbreiten oder Preisnachlässe anzubieten, Feedback zu sammeln, einen Lead-Magneten zu bewerben oder einen weiteren Blogbeitrag vorzuschlagen. Die Wahl ist Dir überlassen. Biete Deinem Besucher etwas Überzeugendes an, um ihn letztendlich doch noch zu konvertieren.

Hier ist das Exit-Intent Pop-up, das ich auf meiner Webseite benutze:

neil patel exit intent

Ich verlange nicht viel vom Nutzer und biete im Austausch für seinen Namen und seine E-Mail-Adresse einen tollen Inhalt an.

Ich lasse ein Bildschirmvideo im Hintergrund laufen, um zu zeigen, dass ich für den Suchbegriff Online-Marketing auf Platz eins in den Google-Ergebnissen erscheine.

Man kann Softwareprogramme für Exit-Intent Pop-ups kaufen, die sind aber sehr teuer. Du könntest alternativ einen Programmierer damit beauftragen, eins dieser Pop-ups für Deine Webseite zu bauen. Das dauert zwar etwas länger, zahlt sich später aber aus, weil Du auf diese Weise über einen längeren Zeitraum hinweg Geld sparst. Außerdem sammelst Du mit einem guten Overlay mehr Leads und gewinnst mehr Kunden, kannst also einen positiven ROI erzielen.

Die Begrüßung

Wenn ein neuer Besucher zum ersten Mal auf Deiner Webseite landet, kannst Du ihn mit einer angemessenen Begrüßung sofort konvertieren. Du kannst ein Overlay mit einem überzeugenden Call-to-Action einblenden, das die gesamte Webseite überlagert, und den Inhalt erst freigibt, wenn der Besucher klickt.

Ruf die Webseite von ClickMinded auf, um so ein Overlay in Aktion zu sehen.

welcome mat

Sumo und OptinMonster bieten Programme an, mit denen man so ein Overlay erstellen kann. Du kannst Besucher dazu aufrufen, Deinen Newsletter zu abonnieren, Deinen neusten Blogbeitrag zu lesen oder eine Datei herunterzuladen. Dieses Overlay ist dem Exit-Intent Pop-up sehr ähnlich. Der Besucher hat die Wahl auf Dein Angebot einzugehen oder nicht. Einige werden es wahrnehmen, viele jedoch nicht.

AppSumo fand heraus, dass eine solche Begrüßung als Overlay 3-mal wirksamer ist als andere Strategien, um an die E-Mail-Adressen der Nutzer zu kommen.

Mit einer gut durchdachten und ansprechenden Handlungsaufforderung kannst Du Deinen Traffic in Leads verwandeln, das ist aber nicht die einzige Strategie.

Retargeting

Du kannst Dir noch so viel Mühe geben, ein großer Anteil Deines Traffics wird nicht auf den CTA klicken. Vielleicht hatten diese Besucher grade keine Zeit oder sie haben den CTA einfach übersehen.

Jetzt kommt das Retargeting ins Spiel, denn mit dieser Strategie kannst Du verlorene Besucher gezielt erneut ansprechen.

Fürs Retargeting stehen Dir verschiedene Programme zur Verfügung, u. a. ReTargeter, Perfect Audience, PixelMe oder AdRoll.

Um das Retargeting nutzen zu können, muss ein Code-Snippet um Quelltext der Webseite installiert werden. Dieses Snippet platziert einen Cookie im Browser des Webseitenbesuchers, damit dieser verfolgt werden kann.

Das hört sich jetzt schlimmer an als es ist.

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass ein Produkt, das Du Dir auf einer Webseite angeschaut hast, plötzlich als Werbeanzeige auf einer anderen Webseite oder auf Facebook erscheint? Das ist Retargeting.

what is retargeting

Der Pixel folgt dem Nutzer und spielt gezielt Werbeanzeigen aus, um diesen auf die Landingpage oder den Blog zurückzulocken. Du bekommst eine zweite Chance, um diesen Nutzer doch noch zu konvertieren.

Wordstream nutzte das Retargeting und konnte seine Interaktionsrate in 18 Monaten um 300 % steigern und 51 % mehr Leads gewinnen.

Wenn Du bereit bist Zeit, Geld und Energie ins Retargeting zu investieren, dann wirst Du Deine Conversion-Rate erhöhen.

Das erfordert zwar ein bisschen Übung, viele Anbieter verfügen über detaillierte Anweisungen und zeigen Dir, wie man eine Retargeting-Kampagne einrichtet.

Je mehr Chancen Du hast, Deine Webseitenbesucher in Leads zu verwandeln, desto besser.

Exklusive Inhalte

Eine weitere sehr gute Strategie, um an die E-Mail-Adressen Deiner Webseitenbesucher zu kommen, sind exklusive Inhalte.

Du kannst dem Leser entweder im Artikel oder am Ende des Artikels einen exklusiven Inhalt oder eine Erweiterung anbieten. Das könnte beispielsweise ein Template, eine Checkliste oder eine Mustervorlage sein, die der Leser nutzen kann, um das Gelernte aus dem Artikel sofort in die Tat umzusetzen.

free content upgrade

Wie wäre es mit einem Webinar?

dan mcgaw ad on blog

Oder einem kostenlosen Onlinekurs? Wenn Du einen Artikel über Leadgenerierung schreibst, kannst Du dem Leser in der Seitenleiste ein Seminar zum Thema Traffic-Generierung anbieten. Das ist eine sehr gute Kombination.

gated content on quicksprout

Deiner Fantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt, der Inhalt muss nur relevant, hilfreich und unwiderstehlich sein. Bitte den Nutzer im Austausch für den exklusiven Inhalt nur um seine E-Mail-Adresse und vielleicht seinen Namen, denn das erhöht die Chancen, dass er auf Dein Angebot eingeht.

Du musst lernen überzeugender zu sein

Du musst das Vertrauen der Nutzer gewinnen. Die meisten sind zunächst misstrauisch und zurückhaltend, weil sie ihre persönlichen Informationen nicht hergeben wollen, darum musst Du sie überzeugen.

Die sechs Grundsätze der Überzeugung von Dr. Robert Cialdini, bekannt aus seinem Buch Die Psychologie des Überzeugens, sind hierfür sehr zu empfehlen.

Dr. Cialdini stellt in diesem Bruch die sechs Grundsätze des Überzeugens, oft auch als Waffen bezeichnet, vor. Du kannst diese Grundsätze auch in Deinen Blogbeiträgen anwenden.

  1. Reziprozität (Prinzip der Gegenseitigkeit): Dieses Prinzip beschreibt das Gefühl einen “Gefallen erwidern” zu wollen, wenn uns jemand einen Gefallen getan hat. Wenn Du Deine Leser regelmäßig mit tollen Inhalten und praktischen Tipps versorgst, sind sie eher gewillt, Dir ihre E-Mail-Adresse anzuvertrauen.
  2. Commitment und Konsistenz: Wenn Du Deinen Leser von einer kleinen Handlung überzeugen kannst, z. B. das Klicken auf einen weiteren Blogbeitrag, handelt er danach konsequenter. Da er sich bereits zu einer kleinen Handlung verpflichtet hat, neigt er anschließend eher dazu auf eine größere Bitte einzugehen, wie beispielsweise das Hinterlassen seiner Kontaktinformationen.
  3. Soziale Bewährtheit: Hinter diesem Prinzip versteckt sich die Ansicht “zu mehreren ist man sicherer”. Wenn Du Deinen Lesern mit konkreten Zahlen zeigen kannst, wie viele Kunden Dein Produkt bereits nutzen und Dir vertrauen, beispielsweise mit Kundenbewertungen oder Testimonials, kannst Du neue Kunden viel schneller von einem Kauf überzeugen.
  4. Sympathie: Ganz einfach. Wenn wir jemanden mögen oder sympathisch finden, sind wir eher dazu geneigt, sein Produkt zu kaufen. Sei immer höflich, hilfreich, zugänglich, aufgeschlossen, positiv und engagiert.
  5. Autorität: Wir bringen autoritären Figuren wie Lehrern, Polizisten oder Ärzten automatisch mehr Vertrauen entgegen. Wenn Du Dich als Experte auf Deinem Gebiet etablierst, gewinnst Du an Autorität. Schreibe Gastbeiträge für andere Blogs, sei aktiv in den sozialen Medien, trete als Sprecher auf Konferenzen und Veranstaltungen auf, beantworte Fragen auf Quora und teile Deine Erfahrungen und Zertifikate öffentlich, um Deine Expertise unter Beweis zu stellen.
  6. Verknappung: Man will immer das, was man nicht haben kann, darum gewinnt man mit einem limitierten Sonderangebot oft mehr Kunden, darum zeigt Amazon an, wenn ein bestimmtes Produkt nur noch begrenzt verfügbar ist. Diese Strategie sollte aber nur spärlich eingesetzt werden, sonst verliert sie ihre Wirksamkeit und Deine Kunden fühlen sich gar betrogen oder hintergangen.

Du solltest zwar nicht alle sechs Prinzipien gleichzeitig nutzen, kannst für Deinen Blogbeitrag aber ruhig auf ein der zwei dieser Strategien zurückgreifen, um das Vertrauen Deiner Leser zu gewinnen und überzeugender zu wirken.

Ein paar schnelle Tipps

Die meisten Strategien, die ich Dir in diesem Artikel vorgestellt habe, sind Langzeitstrategien. Ich habe aber auch ein paar Tipps parat, mit denen Du sofort mehr Leads gewinnen kannst.

  • Du kannst Deine Produkte in Deinen Blogbeiträgen bewerben, übertreib es damit aber nicht. Aggressive Verkaufstaktiken sind fehl am Platz, dennoch kannst Du Dein Produkt an der richtigen Stelle hin und wieder erwähnen, um neue Kunden zu gewinnen. Wenn Du einen Artikel über Facebook-Werbung schreibst und diese Dienstleistung anbietest, kannst Du ruhig darauf hinweisen …aber nur ein einziges Mal.
  • Du solltest interne Links zu anderen Blogbeiträgen setzen, die mit dem Thema zu tun haben, oder in der Seitenleiste auf weitere Artikel zum Thema hinweisen. Du könntest am Ende des Artikels auch Pfeile platzieren, mit denen der Leser schnell und problemlos zum nächsten oder vorherigen Blogbeitrag gelangen kann. Du musst (a) Deine Expertise unter Beweis stellen und (b) die Leser auf Deiner Webseite halten, um Deinen Traffic in Leads zu verwandeln.
  • Du musst Deinen Blogbeitrag mit Hilfe von Überschriften, Unterüberschriften und Aufzählungszeichen formatieren, um ihn übersichtlicher zu gestalten. Wenn der Artikel überflogen werden kann, springen weniger Leser ab.
  • Du könntest dem Leser am Ende des Artikels eine Zusammenfassung zum Herunterladen anbieten. Wenn der Artikel über 3.500 Wörter umfasst, wäre eine kurze PDF-Datei mit 350 Wörtern keine schlechte Idee. Im Austausch muss der Nutzer nur seine Kontaktinformationen eingeben. Du wirst Dich wundern, wie viele Leser von diesem Angebot Gebrauch machen.

Den besten Ratschlag habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Stell Deinen Lesern stets die besten, hilfreichsten und qualitativ hochwertigsten Inhalte zur Verfügung. Es gibt Millionen von Blogs, doch die meisten sind nicht der Rede wert. Du musst anders sein. Du musst besser sein. Deine Besucher werden immer wieder auf Deine Webseite zurückkehren, wenn Du ihnen tolle Inhalte lieferst. Dann empfehlen sie Dich auch an ihre Freunde und Bekannten weiter, abonnieren Deinen Newsletter, laden Deine Dateien runter oder kaufen Deine Produkte.

Probier meine Ideen einfach mal aus und sag mir dann, wie es gelaufen ist.

Im unteren Video verrate ich, wie man als Blogger seine Leser dazu bekommen kann, Produkte und Dienstleistungen zu kaufen. Schau es Dir an und sag mir, was Du davon hältst!

Fazit

Wenn es richtig gemacht wird, ist das Content Marketing eine der effektivsten Werbestrategien in Deinem Marketingarsenal. Es kann genutzt werden, um einen stetigen Strom an Besuchern auf einen Blog oder eine Webseite zu leiten.

Natürlich musst Du diese Besucher in zahlende Kunden und Deine Leser in Abonnenten verwandeln, doch dafür brauchst Du ihre Kontaktinformationen. Diese kannst Du sammeln, indem Du Deine Leser mit kostenlosen und praktischen Inhalten versorgst. Das heißt aber, dass Du mehr kostenlose Inhalte zur Verfügung stellen musst, denn das gehört nun mal dazu. Wenn Du Deinen Lesern etwas bietest, bekommst Du auch etwas zurück.

Würdest Du meiner Liste noch etwas hinzufügen? Mit welche Strategie hast Du Deinen Traffic in Leads verwandelt?

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