Wie die Suchmaschine Google wirklich funktioniert (ein Blick hinter die Kulissen)

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Die Suchmaschine Google ist sehr technisch und kompliziert.

Es gibt hunderte (wenn nicht sogar tausende) Faktoren, die bei der Suche eine wichtige Rolle spielen und bestimmen, was wo erschienen soll.

Google ist für viele wie ein Mysterium und nur sehr wenige Leute wissen, was sich im Inneren verbirgt.

Aber eigentlich sind Suchmaschinen gar nicht so kompliziert.

Wir kennen zwar nicht jeden einzelnen Faktor, aber das müssen wir aber auch gar nicht.

Ich gebe Dir das Know-how an die Hand, um Google glücklich zu machen, besser platziert zu werden und mehr Webseiten-Traffic zu bekommen.

Ich stelle Dir auch die neusten Entwicklungen vor, z. B. RankBrain, Ein Programm das Google erraten lässt, nach was Du wirklich suchst (obwohl Du es gar nicht eingegeben hast).

Zuerst erkläre ich Dir, wie Google genau funktioniert, damit Du siehst, dass es eigentlich gar nicht so kompliziert und schwierig ist.

Wie durchsuchen die Suchmaschinen das Internet?

Google durchsucht (crawlt) das Internet mit seinen sog. ‘Spinnen’ (spiders).

Das sind kleine automatisierte Programme oder Bots, die das Internet nach neuen Informationen durchsuchen.

Die ‘Spinnen’ durchforsten Deine Webseite, von den Überschriften bis hin zu den Texten auf jeder Seite, um mehr über Dich zu erfahren und herauszufinden, was Du machst und wer an Deinem Angebot interessiert sein könnte.

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Hört sich eigentlich ganz einfach an.

Ist aber ganz schön viel Arbeit, weil jede Minute um die 300-500 neuen Webseiten erstellt werden.

Die Herausforderung besteht im Aufspüren der neuen Daten. Dann müssen diese untersucht und die Informationen (möglichst akkurat) in einer Datenbank hinterlegt werden.

Dann muss Google diese Daten anschließend organisieren und das beste Ergebnis anzeigen, wenn jemand eine Suchanfrage eingibt. Und das ist gar nicht so einfach.

Google verarbeitet jedes Jahr über zwei Billionen Suchanfragen. 1999 waren es noch eine Milliarde.

Das ist eine Steigerung von 199.900 % in 17 Jahren!

Die Informationen müssen korrekt kategorisiert, organisiert und richtig dargestellt werden. Und das alles im Bruchteil einer Sekunde.

Die Geschwindigkeit ist besonders wichtig, das sagt Marissa Mayer, als sie noch bei Google gearbeitet hat.

Sie sagt, dass der Traffic von Google Maps in 7 Tagen um 10 % gestiegen war, weil die Seite schneller lud (indem sie kleiner gemacht wurde). In wenigen Wochen stieg diese Zahl auf 25 %.

Google hat das Rennen gewonnen, weil es:

  1. Mehr Informationen findet und verarbeitet,
  2. Bessere Ergebnisse liefert,
  3. Und beide Aufgaben schneller erledigt als jede andere Suchmaschine.

Die “Pipeline”, die die Nutzer mit der Datenbank verbindet, ist extrem gut geworden.

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Google konnte die Führung so schnell übernehmen, weil die Suchergebnisse extrem akkurat sind.

Die Informationen sind einfach besser.

Denk mal darüber nach.

Wenn Du eine Suchanfrage ausführst, hast Du eine bestimmte Erwartung. Vielleicht ist die Antwort ganz simpel, oder Du suchst nach dem Wetterbericht. Vielleicht ist die Antwort auch kompliziert, wie die Antwort auf die Frage: “Wie funktioniert die Google-Suche wirklich?”

Die Suchergebnisse von Google waren den anderen Ergebnissen haushoch überlegen. Die Informationen waren einfach unschlagbar.

Dieser Durchbruch ist auf eine Idee zurückzuführen, die die Mitbegründer von Google bereits im College hatten.

Warum sind Links wichtig?

Die Mitbegründer von Google waren 1998 noch an der Uni in Stanford, als sie eine Arbeit mit dem Titel “The PageRank Citation Ranking: Bringing Order to the Web” veröffentlichten.

Schau’s Dir mal an — Du kannst das ganze Ding hier lesen!

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Der Durchbruch von PageRank basierte auf ein paar simplen Annahmen.

Akademische Arbeiten werden oft anhand der vorhandenen Zitate ‘bewertet’. Je mehr Zitate vorhanden sind, desto glaubwürdiger ist das Thema.

Larry Page und Sergey Brin wollten dieses ‘Bewertungssystem’ auch auf die vorhandenen Informationen im Internet anwenden. Backlinks fungieren als Stimmen. Je mehr Backlinks eine Seite hat, desto maßgebender ist sie, was das jeweilige Thema betrifft.

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Natürlich war nicht nur die Anzahl der Links ausschlaggebend. Die Qualität wurde auch in Betracht gezogen, wer auf die jeweilige Seite verweist.

Wenn Du zwei Links von zwei unterschiedlichen Webseiten erhalten hast, fällt der Link der Webseite mit mehr ‘Autorität’ stärker ins Gewicht.

Die Relevanz wurde auch in Betracht gezogen, um die ‘Qualität’ eines Links besser beurteilen zu können.

Wenn es auf Deiner Webseite um “Hundefutter” geht und diese auf Seiten verlinkt, die sich auch mit den Themen “Hunde” oder “Hundefutter” beschäftigen, ist das mehr wert als der Verweis auf eine Webseite über “LKW-Reifen”.

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Du musst jedoch bedenken, dass dieses Konzept schon über ein Jahrzehnt alt ist.

PageRank war vor Jahren mal aktuell, hat sich seitdem aber beachtlich weiterentwickelt. Heute ist PageRank nicht mehr aktuell.

Heute gibt es neue Algorithmen, wie RankBrain.

Was ist ‘RankBrain’ und wie funktioniert es?

RankBrain ist erst vor wenigen Jahren vom Google-Entwickler Greg Corrado anerkannt worden:

RankBrain ist das drittwichtigste Signal zur Bestimmung der Suchergebnisse.

Google arbeitet bereits seit fünf Jahren an dieser neuen Technologie, damit die Suchmaschine das stetig steigende Volumen der Anfragen verarbeiten kann, ohne an Genauigkeit zu verlieren.

Das Geheimnis von RankBrain ist, dass es von künstlicher Intelligenz Gebrauch macht und lernfähig ist.

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Je mehr Suchanfragen und Informationen verarbeitet werden, desto besser und akkurater sind die Ergebnisse.

Der Google-Algorithmus “greift auf über 10.000 Variationen oder Signale zurück”, sagt Search Engine Land. Das ist ganz schön viel!

Du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass die Verarbeitung all dieser Signale extrem schwierig (wenn nicht gar unmöglich) ist.

RankBrain kann bei der Bewältigung dieser Arbeitslast behilflich sein.

Die zwei wichtigsten Rankingfaktoren sind:

  1. Links (und Erwähnungen)
  2. Wörter (Inhalte und Anfragen)

RankBrain analysiert und untersucht die Verbindung beider Faktoren, damit Google die Absicht der Suchanfrage verstehen kann.

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Nehmen wir einfach mal an, dass Du nach dem Begriff “Ingenieur Gehälter” suchst.

Welchen Ingenieur meinst Du denn?

Du könntest nach einem “Bauingenieur”, “Elektroingenieur”, “Maschinenbauingenieur” oder nach einem “Softwareingenieur” suchen.

Darum muss Google unterschiedliche Faktoren in Betracht ziehen, um die Absicht Deiner Suchanfrage erraten zu können.

Jetzt nehmen wir einfach mal an, das Folgendes auf Dich zutrifft:

  • Du studierst Computerwissenschaften.
  • Deine IP-Adresse verrät, dass Du an der Stanford Universität studierst.
  • Du folgst Tech-Journalisten auf Twitter.
  • Du liest jeden Tag TechCrunch.
  • Und Du hast erst letzte Woche den Begriff “Software Ingenieur Jobs” gegoogelt.

Google verarbeitet diese scheinbar willkürlichen Informationen. Wie ein Puzzle, das plötzlich Sinn ergibt.

Google weiß, welche “Ingenieur Gehälter” relevant sind, obwohl Du gar nicht nach “Gehälter für Softwareingenieure” gesucht hast.

Google kann Deine Fragen beantworten, bevor Du sie überhaupt gestellt hast.

Such einfach mal nach “Pizza”.

Was siehst Du?

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Die Anzeigen stehen wie immer ganz oben.

Dicht gefolgt von den lokalen Ergebnissen, weil Google annimmt, dass Du Pizza essen gehen willst.

Der Knowledge Graph ganz rechts verrät Dir alles, was es über Pizza zu wissen gibt.

RankBrain verarbeitet und filtert die Daten, um Antworten zu präsentieren, bevor die Frage gestellt worden ist.

Verändere einfach mal die Suchanfrage (z. B. “Pizza Hut”). Dann spuckt Google andere Suchergebnisse (SERPs) aus.

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Jetzt weißt Du, wie die Google Suchmaschine wirklich funktioniert.

Du musst kein Experte sein, aber wenn Du das nötige Grundwissen besitzt, kannst Du herausfinden, wie Du Deinen potenziellen Kunden die besten Ergebnisse präsentieren kannst (damit Du besser platziert wirst und mehr Traffic bekommst).

Du solltest auf folgende Dinge achten.

Wie man besser platziert wird: Probleme lösen

Nutzer greifen auf Google zurück, weil sie die Lösung für ein bestimmtes Problem suchen.

Wenn sie nach einer Antwort suchen, dann haben sie eine Frage.

Und wenn sie eine Frage haben, dann haben sie ein Problem.

Deine Aufgabe ist es, dieses Problem zu lösen.

Eigentlich ganz simpel. Wenn Du das Problem besser und schneller lösen kannst, als Deine Konkurrenz, wirst Du besser platziert und bekommst mehr Traffic.

Das schauen wir uns jetzt mal genauer an.

Du kommst nach einem langen Tag nach Hause. Du willst eigentlich nur etwas essen und Zeit mit Deiner Familie verbringen oder Netflix gucken.

Du willst etwas kochen und merkst, dass die Spüle in der Küche verstopft ist.

Mist!

Es ist schon spät und darum willst Du keinen Klempner mehr anrufen. Also öffnest Du Google und gibst “Wie repariere ich eine verstopfte Spüle” als Suchanfrage ein.

Hier sind die Ergebnisse:

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Ganz oben findest Du die Werbeanzeige eines Klempners (falls Du doch lieber einen Experten zu Rate ziehen möchtest).

Gefolgt von der ‘Instant Answer Box’ mit Schritt-für-Schritt-Anleitung. Vielleicht kannst Du Deine Spüle reparieren, ohne die Seite mit den Suchergebnissen verlassen zu müssen!

Falls das noch immer nicht genug ist, werden unten weitere häufige Fragen zum Thema (mit Antworten) angezeigt.

Bleibt nur eine Frage: Wie kannst Du das Problem Deiner Nutzer lösen?

Das zeige ich Dir gleich, aber zuerst will ich Dir zeigen, was Du auf keinen Fall machen solltest:

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“Keyword-Dichte” ist eine überholte Taktik, die mal angesagt war, als Google noch neu und dumm war. Mit dem neuen RankBrain ist Google aber zum Genie geworden.

Keyword Stuffing schadet Dir heutzutage nur. Und außerdem ist das oben angezeigte Ergebnis eine furchtbare “Lösung” oder “Antwort” auf die gestellte Frage.

Da wir das jetzt geklärt haben, zeige ich Dir, worauf Du besonders achten solltest.

Google benutzt den Title-Tag und die Meta-Beschreibung, um zu zeigen, um was es auf Deiner Webseite geht.

Beide Elemente werden auch in den SERPs angezeigt, wenn jemand eine Suchanfrage durchführt.

Darum sollten beide Bereiche Dein Hauptthema enthalten, damit jeder sofort weiß, worum es auf Deiner Webseite geht.

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Willst Du wissen, wo der Inhalt herkommt?

Ein Rechtsklick auf eine Webseite öffnet den Quelltext. Meine Homepage sieht so aus:

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Du kannst den Titel-Tag und die Meta-Beschreibung ganz oben finden.

Ich benutze das WordPress Plug-in Yoast SEO, um diese Informationen für meine Seiten zu hinterlegen.

Mit diesem Plug-in kannst Du einfach eine Überschrift und eine Beschreibung erstellen (Du musst den Code dafür nicht mal anfassen).

Der Seiteninhalt sollte für Menschen geschrieben sein, nicht für Suchmaschinen (Keyword Stuffing, um die Suchmaschinen auszutricksen, wird nicht gern gesehen).

Deine Seite sollte in etwa so aussehen:

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Das obere Beispiel ist meine Antwort und detaillierte Lösung für ein kompliziertes Problem (Keyword-Recherche).

Obwohl es sich um ein komplexes Thema handelt, habe ich versucht eine einfache Schritt-für-Schritt-Lösung zu bieten, damit die entsprechende Person sofort zur Tat schreiten kann.

Google berücksichtigt jetzt auch die Nutzungsdaten Deiner Webseite, um zu bewerten, wie hilfreich Deine Inhalte sind.

Nehmen wir einfach mal an, dass ein Besucher über Google auf Deine Website kommt und vom schlechten Design und der furchtbaren Formatierung abgeschreckt wird. Er verlässt Deine Seite sofort wieder und geht zum nächsten Ergebnis über.

Das ist nicht gut! Google weiß sofort, dass der Nutzer nicht zufrieden war und bietet andere Ergebnisse an, um den Nutzer glücklich zu machen.

Darum haben meine Artikel so viele Absätze und Bilder. Ich will den Leuten dabei helfen, sofort eine Antwort auf ihre Frage zu finden. Sie sollen meine Artikel überfliegen und die Informationen besser verarbeiten können, damit sie die Seite nicht sofort wieder verlassen.

Das ist der Weg zu einem guten Ranking in Google. Gib den Leuten genau das, wonach sie suchen, halte sie länger auf Deiner Seite oder gib ihnen einen guten Grund immer mal wieder vorbeizuschauen. So machst Du Google glücklich.

Wir widmen uns jetzt noch mal der verstopften Spüle.

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Da sind ein paar ziemlich gute Ergebnisse dabei!

Die Ergebnisse enthalten detaillierte Informationen, mit denen man ein weit verbreitetes Problem lösen kann.

Wir wollen uns jetzt mal das SERP-Ergebnis “7 Brilliant Ways to Unclog a Drain (Photos)” von Yahoo ansehen, um herauszufinden, wie sie die zweite Position in den Suchergebnissen erobern konnten.

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Das Ergebnis scheint auf den ersten Blick wirklich gut zu sein, weil es unterschiedliche Methoden mit Fotos enthält. Wir können jeden Arbeitsschritt sehen.

Das schauen wir uns jetzt mal an.

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Wirklich gut!

Mit diesem Inhalt kann der Nutzer sein Problem lösen. Je besser Deine Inhalte den Nutzern bei der Lösung eines bestimmten Problems helfen, desto mehr Likes oder ‘Upvotes’ bekommt der Artikel, weil andere Nutzer ihn auch als hilfreich empfinden.

Links, Erwähnungen und soziale Signale sind wichtig für Google. Diese Signale lassen die Suchmaschine wissen, dass Deine Webseite eine wichtige Quelle für dieses Thema ist.

Dann wird Deine Seite besser behandelt, klettert in den Rankings nach oben, wird von mehr Leuten gesehen und erhält wiederum mehr Likes und Erwähnungen, um weiter zu wachsen.

Darum ist der Prozess von Google so genial.

Google macht seine Nutzer glücklich, indem es ihnen genau das gibt, wonach sie gesucht haben. Und wenn Du alles richtig machst, kannst Du Deinen Webseiten-Traffic mit Google wachsen lassen.

Fazit

Die Suchmaschine Google ist eine der komplexesten Technologien, die es gibt.

Sie verarbeitet ungeheure Datenmengen in Sekundenschnelle und gibt den Nutzer genau das, wonach sie gesucht haben.

Es gibt einen guten Grund dafür, dass die Werbeumsätze auf Google ganze 78 % des gesamten Werbemarktes ausmachen.

Suchmaschinen sind aber eigentlich gar nicht so kompliziert, wenn man mal genau darüber nachdenkt.

Sie möchten ihren Nutzern lediglich die besten Ergebnisse präsentieren.

Die Leute wenden sich an Google, weil sie Antworten und Lösungen suchen. Sie haben ein Problem, das sofort gelöst werden muss, damit sie sich in aller Ruhe weiteren Aufgaben widmen können.

Google ist Meister im Finden von Daten, um genau vorherzusagen, was Du eigentlich willst und wonach Du suchst — sogar wenn Du es selbst gar nicht eingegeben hast!

Was hältst Du von der Datenverarbeitung von Google: hilfreich oder unheimlich?

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