10 Contentmarketing-Trends für 2022 und darüber hinaus

10 content marketing trends for 2021

Viele Unternehmen investieren bereits seit Jahren ins Contentmarketing und diese Investitionen zahlen sich jetzt aus. Um dieses Wachstum aufrechtzuerhalten, muss man sich jedoch auch auf die sich ständig verändernde Contentmarketing-Landschaft einstellen, denn was letztes Jahr noch funktioniert hat, gehört heute schon wieder der Vergangenheit an.

Unternehmen müssen Trends vorhersehen und Verhaltensänderungen ihrer Zielgruppe, die oftmals auf neuen Technologien oder Updates basieren, verstehen, um ihre Strategie möglichst schnell anzupassen und mithalten zu können.

In diesem Artikel stelle ich die neuesten Contentmarketig-Trends von 2022 vor, die man unbedingt im Auge behalten sollte.

Warum verändert sich das Contentmarketing so häufig?

Das Contentmarketing entwickelt sich ständig weiter, um mit neusten Trends, Technologien und den Anforderungen der Verbraucher Schritt zu halten. Die zunehmende Nutzung von Mobilgeräten, Entwicklungen wie die Sprachsuche und Social Media erfordern unsere Wachsamkeit.

Hinzu kommt, dass sich Plattformen ebenfalls verändern. Etablierte Seiten wie Facebook sprechen nun eine ältere Zielgruppe an, während neue Plattformen wie TikTok ein jüngeres Publikum anziehen. Um diese Zielgruppen effektiv erreichen zu können, müssen Vermarkter ihre Strategien anpassen, um diesen sich ändernden Trends gerecht zu werden.

10 aktuelle Trends im Contentmarketing

Seit neuestem stehen vor allem Anpassungsfähigkeit und Flexibilität im Mittelpunkt des Contentmarketings. Viele der bevorzugten Marketingmethoden haben sich jedoch kaum verändert.

Obwohl viele aktuelle Trends eine Fortsetzung oder Weiterentwicklung bereits bestehender Marketingtrends sind, gewinnen einige erheblich an Einfluss.

1. Der Aufbau einer Gemeinschaft

Über 24 Million Onlineshops und E-Commerce-Unternehmen kämpfen um die Aufmerksamkeit der Kunden. Diese können sie sich nur sichern, wenn sie eine starke Gemeinschaft (Community) aufbauen.

Beim Community-Marketing geht es nicht darum, einen schnellen Verkauf zu erzielen. Es geht vielmehr darum, mit Kunden in Kontakt zu treten, ihr Vertrauen zu gewinnen, Loyalität zu fördern, sowie ein möglicht großes Publikum zu erreichen.

Der Dollar Shave Club (DSC) ist ein hervorragendes Beispiel. DSC bietet ein Abonnement an und betrachtet jedes Mitglied als Teil seiner Community. Zusätzlich zu den sozialen Medien und seinem Blog, verschickt DSC einen monatlichen Newsletter, bei dem die Abonnenten im Mittelpunkt stehen.

Ein weiteres Beispiel ist ProBlogger. Du hast vielleicht schon mal der Jobbörse oder dem Blog dieser Marke gehört. Die Fan-Gemeinschaft, die eine eigene Seite hat, ist jedoch auch ein wesentlicher Teil der Marke. Die Community gibt neuen und etablierten Bloggern die Möglichkeit sich auszutauschen, voneinander zu lernen und zusammenzuarbeiten. Zudem bietet die Gemeinschaft:

  • Networking
  • Webinare
  • Preisnachlässe für Bücher, Tools und Veranstaltungen
  • exklusive Downloads
Content Marketing Trends in 2021 - Building Communities Example of Problogger

2. Die Optimierung von Inhalten für Nischen- und Long-Tail-Keywords

Der Fokus lag lange Zeit auf Langform-Inhalten. Dies hat sich in letzter Zeit jedoch geändert und detaillierte, lange Inhalte rücken immer mehr in den Hintergrund. Der Trend geht nun zu langen Nischen-Keywords, da diese Suchbegriffe spezifischer sind und weniger Konkurrenz haben. Darüber hinaus erleichtert die Verwendung von Long-Tail-Keywords das Ranking auf Google. Das bedeutet mehr organischer Traffic, eine gute Nachricht für Vermarkter, die eine gesättigte Branche bedienen.

Es ist nicht schwierig, geeignete Long-Tail-Keywords zu finden. Es gibt viele kostenlose Programme, die bei dieser Aufgabe sehr hilfreich sind, unter anderem:

Weitere hilfreiche Tools sind:

  • Der Bereich „Ähnliche Suchanfragen“ auf Google
  • Google Suggest
  • Der Bereich „Ähnliche Fragen“ auf Google

Sobald Du Deine Auswahl eingegrenzt hast, kannst Du Dich auf ein bestimmtes Segment Deines Unternehmens konzentrieren und Inhalte zu diesem Thema erstellen.

3. Marketingteam mit unterschiedlichen Fähigkeiten

In den letzten Jahren ist ein ständiger Rückgang laufender Inhalte festzustellen. Erfolgreiche Content-Marken überschwemmen ihr Publikum nicht mit Inhalten, sie verfolgen einen Media-Publishing-Ansatz.

Bei diesem Ansatz ist der Prozess ebenso wichtig wie der Inhalt selbst. Ein Team von Blog-Autoren zu haben, reicht heute nicht mehr aus. Unternehmen müssen eine umfassendere Strategie mit einer vielfältigeren Gruppe von Mitarbeitern entwickeln, die über unterschiedliche Fähigkeiten verfügen, um den Anforderungen ihres Publikums gerecht zu werden.

Gut geschriebene Inhalte reichen nicht mehr aus. Dein Team muss wachsen, um Inhalte zu liefern, die nachgefragt werden. Du diesen Inhalten und erforderlichen Talenten Deines Teams gehören:

  • Videoproduktion und -Bearbeitung
  • Grafikdesign, Illustration und Bildbearbeitung
  • Tonschnitt und Audio-Produktion
  • Content-Optimierung
  • Inhaltsverteilung und Werbung
  • Strategieentwicklung, Umsetzung, SEO und Kampagnenmanagement
  • Kommunikation und Branding

4. Die Wiederverwendung von Inhalten auf mehreren Kanälen

Die Wiederverwendung von Inhalten spart Zeit, hilft Dir dabei, ein größeres Publikum zu erreichen und verbessert die organische Suche.

Du kannst Deine bereits bestehenden Inhalte einfach in ein anderes Format umwandeln und sie so anpassen, zum Beispiel indem Du …

  • Blogbeiträge in ein E-Book oder Newsletter verwandelst
  • YouTube-Videos in Deine Blogbeiträge einbettest
  • Deine Videos transkribierst und in einen Podcast, Newsletter- oder Blogbeitrag verwandelst
  • Infografiken aus Statistiken und relevanten Studien erstellst

ESPN zeigt, wie effektiv die Umnutzung von Inhalten sein kann. Unter der Initiative „We the Fans“ verbreitete der Sender Inhalte über eine Reihe von unterschiedlichen Formaten. Artikel, Podcasts, Videos und die sozialen Medien waren alle Teil der Strategie.

Chad Millman, VP/Redaktionsleiter für digitale Inhalte in den USA, sagt: „Die Idee war, alle Plattformen von ESPN zu nutzen.“

Du solltest dies ebenfalls in Betracht ziehen.

Contentmarketing-Trends für 2022 und darüber hinaus

Ein Blick auf die Zukunft zeigt uns, dass Vermarkter ihre Inhalte auch weiterhin anpassen müssen. Wir werden wahrscheinlich eine stärkere Zunahme bestehender Trends wie Google Discover und Storys sehen, die entwickelt wurden, um Nutzer zu fesseln und sie auf der Seite zu halten.

Lass uns nun einen genaueren Blick auf die neusten Contentmarketing-Trends werfen.

5. Google Discover

Yoast, Search Engine Land und HubSpot sind nur einige der Blogs, die bereits über Google Discover berichten. Früher als Google Feed bekannt, hat sich dieses Feature seit seiner Einführung jedoch stark verändert.

Google Discover findet und kombiniert Nachrichten, Evergreen Content und visuelle Inhalte, um sie mithilfe künstlicher Intelligenz und auf Grundlage Deiner bisherigen Nutzung sowie Vorlieben in einem Feed anzuzeigen, sodass Du nicht mehr aktiv nach Informationen suchen musst.

Google Discover steht Nutzern auf mobilen Geräten und über eine Chrome-Erweiterung zur Verfügung.

2021 content marketing trends discover

Discover wird immer besser und ausgefeilter, dies können auch die Verleger von Vogue und Vice bestätigen.

Damit Deine Inhalte angezeigt werden, müssen sie den Discover-Inhaltsrichtlinien entsprechen, dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass Deine Inhalte auch wirklich in Discover erscheinen.

Google hat jedoch spezifische Richtlinien veröffentlicht, die Nutzern helfen sollen, ihre Inhalte für Discover zu optimieren. Zu diesen Empfehlungen gehören unter anderem folgende:

  • Erstelle Inhalte, die zeitgemäß sind, eine interessante Geschichte erzählen oder einzigartige Einblicke bieten.
  • Versuche nicht, Interaktionen mithilfe von irreführenden oder übertriebenen Angaben in Vorschauinhalten künstlich zu steigern. 
  • Versuche nicht, Nutzer anzulocken, indem du dir menschliche Regungen wie morbide Neugier, Lust am Nervenkitzel oder Empörung zunutze machst.
  • Verwende ansprechende Bilder in hoher Qualität.
  • Verwende Seitentitel, die repräsentativ für den Inhalt, aber kein Clickbaiting sind.

6. Google Web Stories

Storys erfreuen sich aus mehreren Gründen wachsender Beliebtheit. Erstens handelt es sich um großartige Social-Media-Inhalte. Zweitens werden sie auch in der mobilen Suche und Google-Bildsuche angezeigt, was Deine Chancen, gefunden zu werden, erheblich erhöht.

Hinzu kommt ihre wachsende Popularität auf verschiedenen Plattformen, da Funktionen wie Google Stories das Erstellen von interessanten Geschichten für jedermann zugänglich machen.

Wirklich entscheidend ist jedoch, dass Google Web Stories auf den Lebensstil der Verbraucher eingehen und passende Inhalte bereitstellen. Die Verwendung von Accelerated Mobile Pages (AMP) ermöglicht es den Lesern, Inhalte zu überfliegen und durchzublättern, wie sie es auch in den sozialen Medien tun würden.

Ein weiteres Beispiel für neue Story-Features, die man im Auge behalten sollte, ist Instagram Guides. Dieser Bereich bieten kuratierte Inhalte in Form von Videos, Fotos und Texten. Die Idee ist, Inhalte leichter auffindbar zu machen, damit Nutzer Marken und Influencer leichter entdecken können.

7. Ausgewählte Experten

Kommentare von Experten verleihen Deinen Inhalten mehr Glaubwürdigkeit und können helfen, sich von der Masse abzuheben, aus diesem Grund kann das Einfügen von Kommentaren zu einem bestimmten Thema die Leistung Deiner Inhalte erheblich verbessern.

Google verwendet die fachliche Kompetenz von Inhalten zwar (noch) nicht als Rankingfaktor, Evaluatoren berücksichtigen jedoch die Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (EAT-Faktoren) in ihrer Qualitätsbewertung.

Und Google ist jedoch nicht der Einzige, der an qualitativ hochwertigen Inhalten interessiert ist. Verbraucher sind es auch. Laut einer Nielsen-Studie suchen 85 Prozent der Verbraucher vor dem Kauf regelmäßig oder gelegentlich nach Expertenmeinungen.

Darüber hinaus sagen 67 Prozent der Verbraucher, dass unvoreingenommene Empfehlungen von Experten sie eher davon überzeugen, einen Kauf zu tätigen. InPowered, das Unternehmen, das diese Umfrage in Auftrag gegeben hat, sagt, dass wir daraus drei Schlüsse ziehen können. Vermarkter müssen:

  • das Vertrauen ihrer Verbraucher gewinnen und mit Expertenmeinungen auffallen
  • interessante Geschichten teilen, sobald sie das Vertrauen der Verbraucher gewonnen haben
  • auch weiterhin Vertrauen durch Experteninhalte aufbauen und Kunden darum bitten, Bewertungen abzugeben

8 und 9. Generative Medien & Textverarbeitung

Generative Medien sind ein neuer Trend und eine natürliche Erweiterung der Textverarbeitung. Generative Medien sind computergenerierte Inhalte, die mithilfe von künstlerischer Intelligenz erstellt werden, im Gegensatz zur Textverarbeitung handelt es sich in diesem Fall jedoch um Bilder oder Grafiken. Das Prinzip ist jedoch ähnlich.

  1. Ein Designer gibt der Maschine Anweisungen und legt Parameter/Algorithmen fest.
  2. Die Maschine verwendet diese Parameter, um ein Bild zu erstellen.

Der Designer kann die Anweisungen oder den Algorithmus jederzeit ändern, um das fertige Stück zu produzieren.

Tyler Lastovich von Lastly Studios prognostizierte schon vor einiger Zeit das Wachstum der generativen Medien. Lastovich betont, dass wir das volle Potenzial noch nicht erkannt haben, obwohl die Nutzung bereits stark zugenommen hat. Vermarkter könnten diese Technologie zum Beispiel es in folgenden Bereichen einsetzen:

  • kontextbezogene Bilder
  • personalisierte Inhalte
  • realistische Chatbots

Laut Aussagen eines leitenden Analysten von Techna sind Testversionen von generativem Design, Cloud-basierte generative Lösungen und die zunehmende Integration von 3-D-Druck mit generativen Designs nur einige der Gründe für diesen neuen Trend.

10. Inhaltsgesteuerte Personalisierung

Yieldify definiert die Personalisierung von Inhalten als „Prozess des Anpassens von Inhalten, die für den Kunden sichtbar sind, basierend auf seinem Profil oder seinen Vorlieben“.

Jeder potenzielle Kunde, der auf Deine Webseite zugreift, befindet sich in einer bestimmten Phase des Kaufprozesses. Deine Inhalte müssen auf seine spezifischen Bedürfnisse eingehen und den Besucher ermutigen, den nächsten Schritt auszuführen.

Ein gutes Beispiel wäre beispielsweise ein Kunde, der Deine Webseite besucht, um mehr über Deine neue Kücheneinheit zu erfahren. Wenn er dann später auf Deine Seite zurückkehrt, könntest Du ihm ein E-Book mit Tipps zur Auswahl der idealen Küche oder eine Checkliste zur Vorbereitung auf die Umgestaltung einer bestehenden Kücheneinheit anbieten.

Diese Strategie ist nicht optional, sondern ein Muss, wenn Du Deine Kunden wirklich zufriedenstellen möchtest. Untersuchungen von Salesforce zeigen, dass 84 Prozent der Verbraucher sagen, dass es für sie entscheidend ist, wie eine Person und nicht wie eine Statistik behandelt zu werden. Darüber hinaus sagen weitere 59 %, dass ein maßgeschneidertes Erlebnis auf der Grundlage früherer Interaktionen einen entscheidenden Einfluss auf ihre Kaufentscheidung ausübt.

Fazit

Obwohl Daten die in diesem Artikel aufgeführten Trends stützen, solltest Du Dich nicht einzig und allein auf meine Aussagen verlassen. Stelle eigene Nachforschungen an, um zu sehen, wie herauszufinden, wie Du Deine Contentmarketingstrategie verbessern und anpassen kannst.

Historische Daten zeigen uns, wie schnell Trends floppen oder aussterben können. Statt immer nur aktuellen Trends hinterherzujagen, solltest Du lieber selbst recherchieren. Behalte Deine Leistungskennzahlen im Auge und nutze gewonnene Daten aus Experimenten, um Deine Strategie auf die Zukunft vorzubereiten.

Welchen dieser Contentmarketing-Trends möchtest Du in Deine Strategie integrieren?

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