5 SEO-Tipps für E-Commerce-Verkäufer auf Bonanza

5 SEO Tips For Bonanza E-Commerce Sellers

Als E-Commerce-Verkäufer ist man der Gnade der Suchmaschinen ausgeliefert, da diese oft die erste Anlaufstelle sind, über den potenzielle Kunden auf neue Produkte aufmerksam werden. Wenn Dein Onlineshop nicht in den Suchergebnissen erscheint, existierst Du nicht.

Dies ist ein beunruhigender Gedanke, der viele Verkäufer plagt, darum investieren so viele Unternehmen haufenweise Zeit und Ressourcen in die Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Dafür muss man sich natürlich zuerst ein gewisses Grundverständnis der genutzten Plattform verschaffen, denn nur so findet man heraus, wie Suchmaschinen ihre Rankings bestimmen und Deinen Onlineshop indexieren.

Die Bonanza-Plattform ermöglicht das Erstellen einer einfachen E-Commerce-Webseite, zudem ist sie nicht so übersättigt wie eBay und Etsy. In diesem Artikel zeige ich Dir, wie Bonanza funktioniert und wie man mit SEO mehr Traffic in seinen Onlineshop schickt.

Was ist Bonanza und wie funktioniert es?

Bonanza ist eine Plattform für E-Commerce-Verkäufer, mit der man einfach und schnell einen Onlineshop erstellen kann.

Die Vielfalt der angebotenen Produkte ist beeindruckend. Auf Bonanza findet man alles Mögliche, unter anderem Kunst, Bücher, Münzen, Schmuck und weitere Schätze.

What Is Bonanza and How Does It Work

Bonanza ist mit anderen E-Commerce-Plattformen zu vergleichen. Verkäufer bezahlen eine Gebühr auf den Preis und die Versandkosten der verkauften Waren. Die Gebühr wird jedoch erst fällig, wenn der Artikel verkauft wurde, die Kosten werden also nicht im Vorfeld berechnet.

Bonanza verfügt auch über eine Werbeplattform, da es in diesem Artikel jedoch um organischen Traffic geht, werde ich mich ausschließlich auf die Suchmaschinenoptimierung konzentrieren.

5 SEO-Tipps für Bonanza E-Commerce

Du musst potenzielle Kunden zur richtigen Zeit mit den richtigen Informationen versorgen, damit Deine Produkte aufgerufen werden, darum möchte ich Dir zeigen, wie man seine Produktseiten optimiert, um mehr organischen Traffic zu erzielen.

Die Nutzung sinnvoller und starker Keywords

Keywords sind wie immer unverzichtbar. Auch auf Bonanza. Bevor Du Deine Produktseiten jedoch mit Keywords anreicherst, musst Du eine Recherche durchführen, um die richtigen Begriffe zu finden.

Der Google-Keyword-Planer versorgt Dich mit wichtigen Informationen zu jedem Suchbegriff, den Du als Keyword in Betracht ziehst.

Bonanza - Use Strong Keywords in Bonanza Listings

Falls Du Outdoor-Produkte verkaufst und Dein Shop Produkte in der Kategorie „Wandern und Hiking“ anbietet, könnte man davon ausgehen, dass der Suchbegriff „Hiking“ ein passendes Keyword wäre. Das stimmt so aber nicht. 

Dieser Suchbegriff löst Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Suchergebnisse anderer Onlineshops auf Bonanza aus, die ebenfalls Hiking-Equipment anbieten. Dein Shop verschwindet in der schieren Masse der Angebote und hat keine Chance, überhaupt von einem Kunden gefunden zu werden.

Suche stattdessen nach alternativen und besseren Suchbegriffen, die zwar mit dem Thema ‚Wandern und Hiking‘ zusammenhängen, aber Dein Produkt beschreiben, denn Nutzer, die den Überbegriff „Hiking“ oder „Wandern“ auf Google eingeben, gehören nicht zwangsläufig zu Deiner Zielgruppe.

Falls Du Wanderschuhe verkaufst, möchtest Du Kunden ansprechen, die aktiv nach Wanderschuhen suchen. Wenn Du Deine Keywords optimierst und auf Deine Produkte beschränkst, gibst Du der Suchmaschine automatisch zu verstehen, dass Du nur potenzielle Kunden erreichen möchtest, die sich wirklich für Deine Produkte interessieren.

Konzentriere Dich nicht auf Keywords mit besonders hohem Suchvolumen, sondern auf Suchbegriffe, die auf die Kaufabsicht des Nutzers hinweisen.

Falls Du eine ausführliche Keywordanalyse durchführen willst, kannst Du mein Keywordprogramm Ubersuggest benutzen.

Bonanza - Use Ubersuggest for Keyword Research

Hochwertige Produktfotos

Bei der SEO geht es fast immer nur um Text und das geschriebene Wort. Anzunehmen, dass Suchmaschinen nur Texte in Betracht ziehen, wäre jedoch ein großer Fehler. Fotos und Bilder werden ebenfalls gecrawlt und indexiert, aus diesem Grund müssen sie optimiert werden und die richtigen Daten enthalten, um der Suchmaschine zu signalisieren, dass sie dem Nutzer eine ideale Nutzererfahrung bieten.

Vergiss nicht, dass Suchmaschinen ihren Nutzern immer die bestmöglichen Antworten auf ihre Fragen zur Verfügung stellen wollen und wenn Dein Produkt genau das ist, wonach der Nutzer gesucht hat, wird es ganz oben in den Suchergebnissen platziert.

Die Qualität Deiner Produktfotos ist dabei ein entscheidender Faktor. Du brauchst scharfe Fotos vor einen neutralen Hintergrund. Fotografiere Dein Produkt immer aus mehreren Perspektiven, damit sich der potenzielle Kunde einen besseren Gesamteindruck verschaffen kann.

Wähle dann einen beschriebenen Dateinamen aus, der relevante Keywords enthält. Falls die Produktseite das Foto Deiner Wanderschuhe in einem bekannten Nationalpark zeigt, darfst Du die Datei nicht einfach DMG_33223.jpg nennen. Ein beschreibender Name nach dem Format Wanderschuh_Marke_Stil_Name wäre in diesem Fall angebrachter. 

Achte auch darauf, dass Deine Fotos immer die richtige Größe und Dimensionen haben, denn wenn die Datei zu groß ist, lädt die Seite zu langsam und Du verlierst potenzielle Käufer. Zudem müssen visuelle Inhalte immer das richtige Format haben. Falls das Produkt auf einen unsichtbaren Hintergrund stehen soll, musst Du die Datei als PNG speichern. Logos und Symbole sollten immer als SVG-Datei gespeichert werden. Große Fotos müssen in eine JPEG-Datei umgewandelt werden, ein Bildkompressionsverfahren, das die Farben und Schärfe des Originalfotos beibehält.

Du solltest Deine Bilder übrigens immer komprimieren! Du hast bestimmt schon mal Ewigkeiten auf ein Bild gewartet, das einfach nicht laden wollte, oder? Daran ist die Größe der Bilddatei schuld. Leider führen lange Ladezeiten auch zu schlechteren Rankings.

Bilder sollten zudem immer einen Alt-Text (oder Alt-Tag) haben. Der Alt-Text ist eine kurze Bildbeschreibung, die blinden Benutzern von Hilfsmitteln wie Screenreadern anstelle des Bildes vorgelesen werden kann. Suchmaschinen greifen auf den Alt-Text zurück, um das Bild zu verstehen und die Qualität Deiner Seite zu bewerten, falls Deine Fotos also keinen Alt-Text enthalten (oder die Bildbeschreibung keinen Sinn ergibt), verlierst Du potenziellen Traffic.

Produkttitel und Namen

Viele Produkt, die im Internet angeboten werden, enthalten als Titel eine lange Liste mit Keywords und oft keinen sinnvollen, beschreibenden Namen. Das ist eine veraltete Praxis. Ich habe einen einfachen Weg gefunden, um Produkttitel zu erstellen die beschreibend und dennoch leicht zu verstehen sind.

Betrachte Deinen Onlineshop mal aus der Perspektive einer Suchmaschine. Der Produkttitel ist mit der Überschrift eines Blogbeitrages zu vergleichen. Der Algorithmus findet den Titel und bestimmt anhand der gewonnenen Informationen, ob der gefundene Inhalt mit der Suchanfrage des Nutzers übereinstimmt.

Ein Blogbeitrag mit dem Seitentitel „Wandern positiv, warum man wandern sollte wie man Wandern mag“ ist eher verwirrend, oder? Überschriften wie „Die Vorteile des Wanderns“ oder „Wandern hat positive Effekte“ sind leichter verständlich und funktionieren darum auch besser, aus diesem Grund haben Artikel und Blogbeiträge fast immer gut formulierte und beschreibende Überschriften, die Suchmaschinen und Lesern einen klaren Eindruck davon verschaffen, was sie erwartet.

Das Gleiche sollte auch für Deine Produkttitel gelten. Nutze den Keyword-Planer und führe eine Wettbewerbsanalyse durch, um herauszufinden, welche Titel gut ankommen und welche nicht. Der Titel Deines Produktes muss vor allem hilfreich und beschreibend sein, damit der Nutzer und die Suchmaschinen sofort wissen, was Du verkaufst.

Ziehe zudem die unterschiedlichen Phasen der Kundenreise in Betracht, um Nutzer in verschiedenen Schritten des Verkaufszyklus ansprechen zu können. Online-Shopper, die sich nur mal ein bisschen umsehen wollen, müssen erst noch von Deinem Produkt überzeugt werden. Diese Nutzer suchen vielleicht nach „Wanderschuhen“, möchten sich aber erst mal generell erkundigen und haben noch keine besonderen Vorstellungen vom Model. Nutzer, die nach einem spezifischen Model suchen, zum Beispiel “ Columbia Newton Ridge Plus Damen-Wanderschuhe wasserdicht “ sind kaufbereit.

Falls die Nutzer Dein Produkt noch nicht kennen, musst Du sie erst mit Deinem Angebot vertraut machen. Konzentriere Dich in diesem Fall am besten auf die Merkmale, Vorteile und Garantien Deiner Marke, um Deinen Text sowohl hilfreich als auch benutzerfreundlich zu gestalten.

Produktmerkmale und -Vorteile

Produktbeschreibungen sind wichtig, weil sie wertvolle Informationen und somit auch Keywords zu Deinem Produkt enthalten, darum wollen wir uns als Nächstes um diesen Bereich kümmern.

Die Produktbeschreibung muss die wichtigsten Merkmale Deines Produktes enthalten. Aus SEO-Perspektive sind das die Keywords, die der Nutzer in die Suchmaschine eingeben würde, um Dein Produkt zu finden. Ein potenzieller Kunde würde nicht „Schuhe“ eingeben, sondern „hochwertige, bequeme Wanderschuhe“.

Viele Verkäufer glauben, dass die Auflistung der Produktmerkmale ausreicht, das stimmt aber nicht. Die Merkmale sich lediglich ein Teil des Puzzles, denn Suchmaschinen können Dein Produkt nur dann richtig zuordnen, wenn Du ihnen in der Produktbeschreibung etwas Kontext gibst. Es handelt sich nicht nur um hochwertige, bequeme Wanderschuhe. Die Wanderschuhe sind auch winterfest, wasserfest und können stundenlang getragen werden, ohne Blasen zu verursachen.

Bonanza verfügt zwar über einen Bereich, in dem Du wichtige Angaben zu allen Produktmerkmalen machen kannst, dennoch solltest Du diese Merkmale erneut in der Produktbeschreibung nennen. Hier kannst Du noch mehr ins Detail gehen. Der dafür vorgesehene Bereich enthält einen Platz für Größe und Material, jedoch nicht für die Absatzhöhe, diese Angabe müssten also in der Produktbeschreibung selbst gemacht werden.

Versuche dem Kunden ein möglichst genaues Bild von Deinem Artikel zu verschaffen, damit er sich das Produkt im Einsatz vorstellen kann. Auf diese Weise sorgst Du für ein angenehmes Einkaufserlebnis.

Wenn Deine Produktbeschreibung Keywords enthält, sonst aber unlesbar ist, gewinnst Du Deinen organischen Traffic und erzielst auch keine guten Rankings.

Wachstum durch Contentmarketing

Die fehlende Innovation ist besonders frustrierend im E-Commerce-Bereich. Viele Onlineshopbesitzer unterliegen der Versuchung, möglichst alle E-Commerce-Programme und -Tools auszuprobieren, um sich einen Vorteil zu verschaffen, doch wann ist der Zeitpunkt gekommen, um sein Marketing wirklich zu erweitern? Noch wichtiger, wie stellt man das an?

Du möchtest zwar andere Anbieter schlagen, willst Dich aber nicht mit einer kleinen Gewinnspanne zufriedengeben. Du möchtest Deine Branche dominieren und immer auf der ersten Seite der Suchergebnisse erscheinen.

Du brauchst einen Blog, denn nicht mit einem Blog hast Du die Möglichkeit, ausreichend interessante und anziehende Inhalte zu produzieren.

Mit der kostenlosen Version von WordPress.com kannst Du einen Blog einrichten und Artikel zu interessanten Themen schreiben, Leser anzulocken, die sich später auch für Deine Produkte auf Bonanza interessieren könnten. Wenn Du pro Jahr 100 Artikel schreiben kannst, die alle auf Deinen Onlineshop verwiesen, erstellst Du viele Backlinks, die positive Auswirkungen auf Deine Rankings haben.

Bonanza - Grow Using Content Creation

Qualitativ hochwertige Backlinks zeigen der Suchmaschine, dass Deine Seite vertrauenswürdig ist und geben potenziellen Kunden mehr Möglichkeiten, Deine Produkte zu entdecken.

Du kannst mit Deinem Blog auch E-Mail-Adressen sammeln, um potenzielle Kunden später gezielt mit Angeboten oder Produkten anzusprechen.

Fazit

SEO ist ein essenzieller Bestandteil jedes Onlineshops, auch für E-Commerce-Seiten, die mit Bonanza erstellt wurden, denn ohne Suchmaschinenoptimierung erscheinen Deine Produkte nicht in den Suchergebnissen.

Finde heraus, was Deine Kunden brauchen und was sie sich von ihrer Suchanfrage erhoffen. Erstelle dann eine Produktseite, die genau auf Deine potenziellen Kunden zugeschnitten ist und alle wichtigen Informationen zu Deinem Produkt enthält.

Du kannst die Suchmaschinen nicht „austricksen“, mit etwas Zeit und Geduld kannst Du Deine Inhalte jedoch so optimieren, dass sie Traffic auf Deinen Bonanza-Stores schicken.

Führst Du einen E-Commerce-Shop auf Bonanza?

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