6 Blogging-Trends, die Du dieses Jahr unbedingt nutzen solltest

6 Blogging Trends to Capitalize on This Year

Blogs können sehr profitabel sein, vor allem in Kombination mit Contentmarketing.

Über 409 Millionen Menschen lesen jeden Monat mindestens einen Blog, zudem fördern sie das Markenbewusstsein, gewinnen das Vertrauen der Nutzer und erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines positiven Returns on Investment. Darüber hinaus führt ein Blog zu einer 434-prozentigen Zunahme der indexierten Seiten und zu einer 93-prozentigen Zunahme der indexierten Links.

Das bedeutet mehr Traffic und mehr Kunden für Dein Unternehmen. Was will man mehr?

Auf der anderen Seite werden jeden Tag 8,2 Millionen neue Blogbeiträge veröffentlicht, Tendenz steigend. Du musst die neusten Blogging-Trends kennen und eine wasserdichte Contentmarketingstrategie haben, um da mithalten zu können.

Hier sind einige der neusten Blogging-Trends, die Du dieses Jahr unbedingt ausprobieren solltest, und einfache Möglichkeiten, um sie in Deine bestehende Blog-Strategie zu integrieren.

Blogging-Trend Nr. 1: Visuelle Inhalte

Unsere Liste wäre nicht vollständig, wenn ich Dich nicht sofort auf die großartige Wirkung hochwertiger visueller Inhalte hinweisen würde. Visuelle Inhalte sind auf dem Vormarsch, daran besteht kein Zweifel.

Studien haben gezeigt, dass sich Leser selbst drei Tage nach dem Lesen eines Artikels noch an 65 Prozent der visuellen Inhalte erinnern können. Dies sind ideale Voraussetzung für die Steigerung der Markenwahrnehmung und Kundenbindung.

Da Blogbeiträge immer länger und umfangreicher werden, gewinnen Design und interaktive Elemente immer mehr an Bedeutung. Visuelle Inhalte geben Lesern die Möglichkeit, den Inhalte zu überfliegen, ohne den Artikel vollständig lesen zu müssen. Nur 16 Prozent der Leser lesen jedes Wort. Der Großteil überfliegt Deinen Artikel und sucht nach den wichtigsten Informationen.

Wenn Du Deine Leser halten möchtest, musst Du sie fesseln und Deine Inhalte auf anderen Plattformen bewerben, auf diese Weise können die Informationen schneller überflogen werden und der Leser kann sich das Wichtigste besser merken – all dies ist durch die gezielte Verwendung von Bildern.

Die Verwendung von visuellen Inhalten in Blogbeiträgen

Bildern und Videos unterteilen große Textblöcke und bietet dem Leser ein angenehmeres Leseerlebnis sowie neue Formen, sich mit Deinem Inhalt auseinanderzusetzen.

Originalfotos oder -Grafiken sind natürlich immer vorzuziehen, Du kannst gelegentlich aber auch auf Stockfotos zurückgreifen, falls Du kein passendes Bild zu Hand hast. Infografiken sind auch eine gute Wahl, da sie dem Leser die wichtigsten Informationen in einem neuen Format zur Verfügung stellen und schneller verarbeitet werden können.

Hier ist eine gelungene Infografik von Oberlo:

infographic of average blog length from oberlo blogging trends

Videos liegen auch voll im Trend und kommen auch beim Leser sehr gut an, weil sie Abwechslung bieten.

Eine Umfrage von Wyzowl zeigte, dass Nutzer pro Tag im Durchschnitt 2,5 Stunden mit dem Anschauen von Videos verbringen, es wäre also eine gute Idee diese Strategie in Deinem Blog zu berücksichtigen und auf diese Weise die Verweildauer Deiner Besucher zu erhöhen.

Blogging-Trend Nr. 2: Affiliate-Marketing

Ein weiterer Trend, der nicht ignoriert werden sollte, ist die Nutzung von Affiliate-Links in Blogbeiträgen.

Affiliate-Marketing kann eine zusätzliche Einkommensquelle bieten, da der kommerzielle Anbieter Dir (seinem Vertriebspartner) eine Provision zahlt. Ein B2C-Unternehmen könnte beispielsweise einen Blogger damit beauftragen, eine Bewertung über sein neustes Produkt zu schreiben. Der Blogger kann seinen Lesern dann einen Sonderrabatt anbieten, wenn sie das Produkt über den Link im Beitrag kaufen. Dies führt nicht nur zur Steigerung der Umsätze, es verschafft dem Unternehmen auch Zugriff auf eine neue Zielgruppe.

In den USA sind Blogs für über 40 Prozent der gesamten Affiliate-Einnahmen verantwortlich. Affiliate-Partner verdienen durchschnittlich $65.800 pro Jahr, kein Wunder also, dass Affiliate-Marketing der neuste Blogging-Trend ist.

Doch wie setzt man diese Strategie richtig um?

Die Umsetzung von Affiliate-Marketing auf Deinem Blog

Überlege Dir beim Schreiben neuer Beiträge, wie Du die Affiliate-Produkte Deines potenziellen Partners sinnvoll einbringen könntest. Falls Du ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung erwähnst, solltest Du Dich an das Unternehmen wenden und prüfen, ob es Partnerprogramm gibt, dem Du beitreten kannst. Dafür genügt oft eine einfache Google-Suche nach: Produkt + „Affiliate-Programm“.

Wähle am besten nur Produkte aus, mit denen Du vertraut bist und die Du selbst gerne benutzt, weil Du die Leser ja vom Kauf überzeugen musst, und das gelingt mit Ehrlichkeit am besten.

Der Leser möchte mit Sicherheit keinen Verkaufsmonolog hören. Dein Blogbeitrag muss in erster Linie informativ und unterhaltsam sein, nutze aus diesem Grund immer eine Kombination verschiedener SEO-Strategien und visuelle Inhalte.

Das Gesetz verlangt die Offenlegung von der Teilnahme an Partnerprogrammen, aus diesem Grund müssen Affiliate-Links immer klar als solche gekennzeichnet werden.

Blogging-Trend Nr. 3: Kritisches Lesen

Kritisches Lesen ist ein extrem wichtig erneuer Trend, weil die öffentliche Wahrnehmung von Online-Inhalten vor allem im Hinblick auf “Fake News” und dem starken Wettbewerb große Veränderungen durchmacht.

Inhalten, die nicht aus vertrauenswürdiger Quelle stammen, wird nicht vertraut.

Der heutige Nutzer braucht Gewissheit, dass alle Angaben korrekt und fair sind. Der Leser erwartet Zitate, Quellen und Statistiken, um Deine Behauptungen überprüfen zu können. Zudem musst Du den Umfang der online verfügbaren Inhalte berücksichtigen, denn jedes Jahr veröffentlichen mehr Menschen und mehr Marken einen eigenen Blog.

Nutze die SEO und schreibe gut recherchierte, mit Fakten gefüllte Artikel, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Einsatz des kritischen Lesens

Du musst logische, wahrheitsgemäße und qualitativ hochwertige Inhalte schreiben und verlässliche Quellen sowie nachvollziehbare Zitate verwenden.

Du kannst nicht einfach eine Behauptung aufstellen und diese dann nicht mit Beweisen stützen. Auf diese Weise verlierst Du unter Garantie Leser. Nicht nur das, dies kann sogar schlechte Auswirkungen auf Deine SEO haben und Deine Page Authority beeinflussen.

Hier sind ein paar einfache Tipps, die Du befolgen solltest, um auch den Ansprüchen kritischer Leser standhalten zu können:

  1. Schreibe ehrliche Inhalte, die von seriösen Quellen unterstützt werden.
  2. Verwende Backlinks, um Quellen zu zitieren oder erwähne sie in der Fußnote.
  3. Stelle keine Behauptungen auf, die Du nicht beweisen kannst.
  4. Versprich nichts, das Du nicht halten kannst.

Schreibe niemals etwas, was nicht mit glaubwürdigen Quellen verifiziert werden kann, sonst verlierst Du Deine Glaubwürdigkeit. Bleibe stets auf dem Laufenden und verbessere so Deine Markenintegrität.

Blogging-Trend Nr. 4: Mobile-First Format

Viele Blogging-Trends kommen und gehen, aber Mobile-First bleibt. Heutzutage greift fast jeder mit dem Handy auf das Internet zu. Seien es Artikel im Newsfeed auf Facebook, neue Blogs, die auf Instagram entdeckt werden, oder einfach nur Surfen im Web, Deine Kunden sitzen ständig vor ihrem Smartphone, aus diesem Grund ist es entscheidend, dass Deine Webseite, Dein Blog und alle digitalen Inhalte für die Darstellung auf Mobilgeräten optimiert sind, damit Dein Blogbeitrag direkt auf dem Handy gelesen werden kann.

Wenn Deine Webseite nicht mobil-optimiert ist, verlierst Du höchstwahrscheinlich Leser. Eine Studie von Small Biz Genius zeigte, dass 88 % der Konsumenten nicht mehr auf eine Webseite zurückkehren, wenn sie einmal eine schlechte Erfahrung gemacht haben.

Die Erstellung von Inhalten im Mobile-First Format

Um mobil-freundliche Inhalte erstellen zu können, musst Du darüber nachdenken, wie diese auf kleinen Bildschirmen dargestellt werden sollen, denn ein kleiner Satz auf dem Desktop kann auf einem kleinen Mobilgerät wie ein riesiger Absatz wirken, aus diesem Grund sollten umfangreiche Inhalte immer in sinnvolle Absätze unterteilt werden. Schreibe möglichst kurze Sätze und optimiere Deine Webseite für die mobile Nutzung.

Hier sind ein paar Dinge, die dabei zu beachten sind:

  • Gestalte die Navigation so einfach wie möglich
  • Sorge dafür, dass Deine Inhalte einfach überflogen werden können
  • Garantiere besonders schnelle Ladezeiten
  • Verwende ein mobil-responsives Web-Design
  • Verwende keinen Textumbruch für Bilder

Einfache, klar formulierte Inhalte erleichtern das Lesen auf kleineren Geräten und machen Deinen Inhalt für mehr Nutzer zugänglich.

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Blogging-Trend Nr. 5: Geschätzte Lesezeit

Viele Blogs geben die geschätzte Lesezeit ihrer Artikel an, auf diese Weise kann sich der Leser bereits im Vorfeld auf den Inhalt einstellen und den Zeitaufwand besser einschätzen.

Falls das Lesen Deines Blogbeitrages 15 Minuten dauert, der Nutzer aber nur 10 Minuten bis zum nächsten Meeting hat, könnte er den Beitrag für später speichern. Und wenn der Artikel nur zwei Minuten in Anspruch nimmt, freut er sich umso mehr über den einfachen und schnellen Lesegenuss.

Tempesta fand heraus, dass Leser bis zu 40 Prozent mehr Engagement zeigten, wenn der Blog die geschätzte Lesezeit im Vorfeld angibt. Hinzu kommt, dass die Lesezeit ein Rankingfaktor ist, denn je länger die Besucher auf Deiner Seite verweilen, desto höher Dein Ranking in den Suchergebnissen.

Die Nutzung der geschätzten Lesezeit

Die der meisten Erwachsenen schaffen 200-250 Wörter pro Minute. Du kannst die Lesezeit Deines Artikels einschätzen, indem Du die Anzahl der Wörter des Artikels durch 200 oder 250 teilst. Runde das Ergebnis anschließend immer auf. Wenn das Lesen des Beitrags beispielsweise 1,7 Minuten dauern würde, würdest Du die Lesezeit mit 2 Minuten angeben. Auf diese Weise stellst Du sicher, dass die Erwartungen Deiner Leser erfüllt werden und erhöhst die Wahrscheinlichkeit, dass sie den gesamten Beitrag lesen.

Du kannst auch Online-Rechner wie Read-O-Meter oder Decimal to Time Calculator benutzen, um die geschätzte Lesezeit zu ermitteln. Einige Homepage-Baukästen verfügen über Funktionen oder Plug-ins, mit denen man die Lesezeit direkt angeben kann.

Blogging-Trend Nr. 6: TL;DR-Zusammenfassung

TL;DR ist die Abkürzung für “Too long; didn’t read” (Zu lang, nicht gelesen). Früher wurde dieser Zusatz häufig bei Blogbeiträgen als Kommentar hinterlassen, wenn der Text als unnötig lang empfunden wurde.

Die TL;DR-Zusammenfassung ist die Zusammenfassung Deines Artikels und versorgt den Leser mit den wichtigsten Informationen, ohne dass sie den gesamten Blogbeitrag überfliegen oder lesen müssen.

Dieser Trend gewinnt an Bedeutung, weil die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne der Leser immer weiter sinkt. Eine Studie von Microsoft zeigte, dass die Aufmerksamkeitsspanne weltweit seit 2000 zurückgeht. Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne beträgt jetzt nur noch acht Sekunden. Du kannst diesem Trend entgegenwirken und neue Leser gewinnen, indem Du am Anfang Deines Artikels eine TL;DR-Zusammenfassung einfügst.

Dies kann zudem positive Auswirkungen auf Deine SEO haben, weil die Zusammenfassung Fragen oder Einwände der Leser bereits im Vorfeld beantwortet. Ein Kunde, der an einer Beratung interessiert ist, würde nicht den gesamten Artikel lesen sondern direkt zu den Empfehlungen übergehen.

Zudem können Suchmaschinen die TL;DR-Infos als Zusammenfassung für die Suchergebnisse nutzen (dafür gibt es aber keine Garantie), sie hat aber mit Sicherheit positive Auswirkungen auf Dein Ranking, weil die Fragen Deiner Nutzer sofort beantwortet werden und Du mehr Klicks erzielst.

Das Hinzufügen einer TL;DR-Zusammenfassung

Die TL;DR-Zusammenfassung sollte das erste sein, was Deine Benutzer sehen. Du könntest die wichtigsten Informationen mithilfe von Aufzählungszeichen oder als Zusammenfassung mit Absätzen ganz oben in den Blogbeitrag einfügen.

Wichtig ist, dass Deine TL;DR-Zusammenfassung einprägsam ist, um den Leser sofort zu fesseln und seine Aufmerksamkeit auf Deinen Artikel zu lenken. Der Inhalt sollte ebenfalls prägnant, klar und kurz sein. Schreibe bitte keinen langen Aufsatz.

Wenn Du ein Format findest, das funktioniert, solltest Du es in allen Artikel verwenden. Ein standardisiertes Format hilft dabei, Deine Inhalte einheitlich zu gestalten und lässt Deinen Blog zuverlässiger erscheinen.

Es gibt sogar Online-Programme, die TL;DR-Service anbieten. TLDR sagt, dass es Artikel mit einem Klick zusammenzufassen kann. TL;DR-ify bietet ähnliche Dienste an.

Gehören Blogs der Vergangenheit an?

Auch wenn die allgemeine Präferenz der Verbraucher zu visuellen Inhalten tendiert, sind Blogs noch immer eine sinnvolle Contentmarketingstrategie. Die Verwendung von Bildern, Videos, Grafiken und Infografiken kann dabei helfen, Deine Nutzer zu fesseln, die Verweildauer der Besucher zu erhören und Leser glücklich zu machen.

Liegen Blogs auch 2022 noch im Trend?

Blogs sind unglaublich beliebt und ein großartiges Medium für viele Autoren und Vermarkter, die sich als Branchenexperten etablieren möchten. Es gibt derzeit rund 600 Millionen Blogs im Internet.

Wie werden Blogs im Marketing eingesetzt?

Blogs in Kombination mit guter Suchmaschinenoptimierung kann den Traffic einer Webseite steigern. Dies führt zu einem höheren Wiedererkennungswert der Marke und gibt Content-Vermarktern die Möglichkeit, die Wahrnehmung ihrer Marke zu steuern. Aus diesem Grund ist das Blogging zu einem wesentlichen Bestandteil vieler Verkaufsstrategien geworden. Gut formulierte Handlungsaufforderungen können potenzielle Kunden gezielt ansprechen und dazu motivieren, sich in einem Newsletter einzutragen oder Produkte zu kaufen.

Jetzt kennst Du die neusten Trends im Blogging, doch wie möchtest Du das Gelernte umsetzen?

Wenn Du Deine Contentmarketingstrategie verfeinern möchtest, solltest Du möglichst alle der hier gezeigten Blogging-Trends umsetzen. Wenn Du Deine SEO verbessern willst, solltest Du Dich zuerst auf Mobile-First oder visuelle Inhalte konzentrieren.

Die Umsetzung neuer Trends im Blogging wird Dir letztendlich viele neue Chancen aufzeigen.

Auf welchen Blogging-Trend freust Du Dich am meisten?

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