So verwendet man PPC für die Markenbekanntheit

How to Use PPC For Brand Awareness

Das Konzept Markenbekanntheit kann einschüchternd und kompliziert erscheinen, im Grunde genommen geht es aber nur darum, Deine Marke den richtigen Leuten vorzustellen.

Du hast eine großartige Idee oder ein neues Unternehmen gegründet, doch wie bringst Du Deinen Namen in Umlauf? Wie bringst Du die Menschen dazu, Dein neues Produkt wahrzunehmen?

Da gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten, von Werbetafeln und Autoaufklebern bis hin zu Mundpropaganda oder Kaltakquise. Es geht aber auch einfacher. Du kannst Deine Markenbekanntheit mit PPC-Kampagnen (Pay per-Click) erhöhen, die im gesamten Internet ausgespielt werden, einschließlich in den Suchergebnissen, sozialen Medien, Apps und als Banner auf Webseiten.

Was ist Markenbekanntheit und warum ist sie wichtig?

In erster Linie geht es bei der Markenbekanntheit darum, von möglichst vielen Personen wahrgenommen zu werden. In der überfüllten Online-Welt, in der Marken ständig um die Aufmerksamkeit der Nutzer konkurrieren, scheint dies natürlich unmöglich.

Markenbekanntheit ist aber selbst für eine neue Marke oder ein Unternehmen, das eine kleine Zielgruppe anspricht, erreichbar. Denke an das letzte Mal, als Du einen Podcast und den Namen eines neuen Unternehmens gehört hast. Dann hast Du einen anderen Podcast gehört und der Name tauchte schon wieder auf. Nach einer Weile geht einem der Name dieses neuen Unternehmens nicht mehr aus dem Kopf und Du googelst den Namen des Unternehmens, um mehr zu erfahren.

Das ist der Aufbau von Markenbewusstsein. Das Unternehmen musste sich Dir nicht aufdrängen. Du hast es ganz von allein gefunden.

Wie erhöht man das Markenbewusstsein mithilfe von PPC-Kampagnen?

Du kannst PPC-Anzeigen verwenden, um das Markenbewusstsein zu erhöhen, indem Du Deine Marke mithilfe von Anzeigen der richtigen Zielgruppe präsentierst. Du nutzt Deine Anzeige, um potenziellen Kunden zu zeigen, worum es bei Deiner Marke geht. Durch die Nutzung einprägsamer Logos und Namen bleibst Du potenziellen Kunden länger im Gedächtnis.

Du kannst Dir das Ganze wie eine neue Bekanntschaft vorstellen. Die Anzeige ist Dein Namenschild „Hallo, ich heiße …“. Dies ist die Gelegenheit, Dich Deiner Zielgruppe und potenziellen Kunden vorzustellen.

Wenn Du vor allem Reichweite erzielen und möglichst viele Menschen erreichen willst, sind Impressionen wichtiger als Klickraten. Du kannst eine PPC-Kampagne durchführen und beide Werte messen. In diesem Fall würdest Du zuerst prüfen, wie viele Impressionen die Kampagne erzielt und dann, wie viele Menschen tatsächlich auf die Anzeige klicken.

Google selbst empfiehlt für eine Brandingkampagne den Messwert Impressionen.

Ziele einer Brandingkampagne für bezahlte Werbung

Markenbekanntheit kann viele Formen annehmen. Ob Kunden nur Deinen Namen hören, Dein Logo sehen oder Deine Webseite besuchen, Deine Zielgruppe kann Deine Marke auf unterschiedliche Weise erleben.

Aber was sollte das Ziel Deiner Markenkampagne sein?

Bevor wir auf die Einzelheiten eingehen, müssen wir uns einige Fragen zur Marke stellen:

  • Hast Du Dein Produkt bereits auf den Markt gebracht?
  • Wenn nicht, wann ist die Markteinführung geplant?
  • Möchtest Du den Umsatz steigern oder zuerst nur die Markenbekanntheit steigern?
  • Verfügst Du über Newsletterabonnenten oder Follower in den sozialen Medien, die Du bewerben könntest?

Diese Faktoren bestimmen Dein Endziel Deiner Markenkampagne. Du kannst zwischen folgenden Messwerten wählen:

  • Impressionen: Impressionen geben Aufschluss darüber, wie viele Kunden sich Deine Anzeige tatsächlich angesehen haben. Ob sie einfach weiter scrollen oder sich einen Moment Zeit nehmen, um Deine Anzeige zu lesen, ist nicht ausschlaggebend, sie haben sie auf jeden Fall gesehen.
  • Klickrate: Wenn für Dich Branding im Vordergrund steht, ist wahrscheinlich weniger wichtig, wie viele Personen Deine Webseite besucht haben.
  • Click-through-Rate (CTR): Dies ist eine einfache Berechnung, um herauszufinden, wie viele Personen die Anzeige sehen und wie viele klicken.
  • Videoansichten: Wenn Du Videoanzeigen schaltest, solltest Du herausfinden, wie viele Menschen sich das Video ansehen.

Überlege Dir im Vorfeld, ob Deine Anzeige einfach nur passiv wahrgenommen werden soll oder ob die Nutzer aktiv werden sollen.

Tipps zur Steigerung der Markenbekanntheit mit PPC-Anzeigen und bezahlten Kampagnen in den sozialen Medien

Die Steigerung der Markenbekanntheit kann viele neue Möglichkeiten mit sich bringen, Du musst jedoch bedenken, dass Dein ultimatives Ziel darin besteht, einen guten Ruf aufzubauen und Deinen Umsatz zu steigern. Wenn Du Dich auf diese Ziele konzentrierst, kannst Du strategische Entscheidungen für die Zukunft treffen.

Finde heraus, wer Deine Zielgruppe ist

Weißt Du, wer Deine Produkte oder Dienstleistungen kauft? Weist Du, wen Du ansprechen willst und für den Du Anzeigen erstellst?

Dies ist schwierig, wenn man einen neuen Markt erobern oder seine Marke neu ausrichten will, denn dann unterschiedet sich die Zielgruppe eventuell vom aktuellen Kundenstamm.

Sei möglichst genau und erstelle eine Persona Deine idealen Kunden. Wer ist Dein Kunde? Wie alt ist er? Was macht er?

Lerne die Gewohnheiten Deiner Zielgruppe kennen

Wenn Du Deine Zielgruppe gefunden hast, musst Du herausfinden, wie sie sich verhält. Wo verbringen sie ihre meiste Zeit? Welche Apps benutzen sie? Auf welchen sozialen Netzwerken sind sie vertreten?

Konzentriere Deine Bemühungen auf Bereiche, in denen Deine Zielgruppe vertreten ist, denn es wäre Zeit- und Geldverschwendung, Deine Anzeigen Personen zu zeigen, die nicht zu Deiner Zielgruppe gehören. Vergiss nicht, dass auch Emotionen und die menschliche Psychologie eine entscheidende Rolle spielen. Haben Deine Kunden bestimmte Ambitionen? Eifern sie einer bestimmten Person nach? Wie verbringen sie ihre Zeit?

Achte während Deiner Recherche auf potenzielle Nischen. Dies sind kleinere Teilbereiche, auf die Du Deine Anzeigen ausrichten könntest, um potenzielle Kunden noch gezielter anzusprechen. Prüfe, ob die bevorzugten Apps und Online-Tools Werbeflächen verkaufen. Du könntest Deine Anzeigen auch auf beliebten Blogs oder Nachrichtenseiten schalten.

Je genauer Du vorgehst, desto gezielter kannst Du Deine Kampagne auf die gewünschte Personengruppe ausrichten.

Diversifiziere Deine Anzeigen

Da hier um Deine Markenpräsenz geht, solltest Du sicherstellen, Deine Marke über verschiedene Netzwerke zu bewerben, z. B. über Google Ads oder auf Facebook und Instagram oder eine andere Plattform.

Du könntest auch Retargeting-Anzeigen über Google schalten, um gezielt Nutzer anzusprechen, die schon mal Deine Webseite besucht haben.

Verwende die richtigen Keywords und Begriffe

Du Nutzung allgemeiner und breitgefasster Suchbegriffe ist verlockend, weil man ja weiß, dass Nutzer nach diesen Begriffen suchen. Ja, in diesem Fall werden Deine Anzeigen wahrscheinlich besonders häufig ausgespielt, es geht aber viel mehr darum, die richtigen Personen zur richtigen Zeit anzusprechen.

Nutze aus diesem Grund präzise Keywords und Begriffe, damit Deine Anzeigen bei Suchbegriffen ausgespielt werden, die mit höherer Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen.

Vielleicht verkaufst Du ein Produkt, das ein Baby beruhigt, das an Koliken leidet. Jeder, der jemals versucht hat, ein Baby mit Koliken zu beruhigen und dann Deine Anzeige sieht, wird Deine Marke sofort wahrnehmen und sich mit hoher Wahrscheinlichkeit an Dein Produkt erinnern, falls er mal wieder ein Baby mit Koliken beruhigen muss.

Aber wäre es nicht viel besser, wenn Deine Anzeige auftauchen würde, sobald eine Mutter oder einen Vater aktiv nach Mitteln gegen Koliken sucht? Wenn sie dann das nächste Mal mit einem schreienden Baby im Arm dasitzen, erinnern sie sich vielleicht an Dein Produkt und denken: „Oh, stimmt! Das könnte bei Koliken helfen.“

Wenn Du Deine Marke potenziellen Kunden präsentieren kannst, die aktiv nach Deinem Produkt suchen, obwohl sie Deine Marke noch gar nicht kennen, hast Du Dein Ziel erreicht. Genau das kannst Du mit PPC-Kampagnen und bezahlter Werbung erreichen.

Setze Deine Keywords kreativ ein

Das Schöne am Aufbau von Markenbekanntheit durch PPC ist, dass Du mit der Keywordausrichtung wirklich kreativ werden kannst. Hier sind ein paar Ideen, um mehr aus jedem Keyword herauszuholen:

  • Nutze die Keywords Deiner Mitbewerber
  • Nutze Trend-Keywords
  • Nutze Keywords, die mit einem bestimmten Ereignis in Zusammenhang gebracht werden
  • Nutze Keywords, die nicht unbedingt mit Deiner Branche in Zusammenhang stehen

Der Schlüssel zum Erfolg mit dieser Taktik ist die Verwendung kreativer Anzeigen, die dem Nutzer verraten, warum Du da bist und mit einem Wortspiel oder einer unbeschwerten Einführung Aufmerksamkeit erregen. Dies könnte zum Beispiel etwas sein, das Dich relevanter erscheinen lässt.

Verwende die richtigen Informationen

Wenn man seiner Kreativität freien Lauf lässt, kann man das Offensichtliche schnell übersehen. Denk immer daran, das Ziel darin besteht, Deine Markenbekanntheit zu steigern. Du möchtest, dass Deine Marke erkannt wird und dass Deine Marke automatisch als Lösung für ein typisches Problem Deiner Branche in Betracht gezogen wird.

Dies erreicht man nicht, wenn man bestimmte Grundlagen aus den Augen verliert, nimm darum keine großen Veränderungen an folgenden Elementen vor:

  • Dein Logo oder Varianten Deines Logos
  • Dein Slogan oder Tagline
  • Dein Standort (falls Dein Unternehmen standortgebunden ist)
  • Deine Webseite (falls sie nicht so einfach zu finden ist)

Fallbeispiele: Marken, die das Kundenbewusstsein mit PPC und bezahlten Anzeigen in den sozialen Medien gesteigert haben

Möchtest Du ein paar Beispiele aus der Praxis sehen und herausfinden, wie man mit bezahlten Anzeigen die Markenbekanntheit steigern kann? Hier sind ein paar Fallstudien:

LifeLock

LifeLock, das amerikanische Unternehmen zum Schutz vor Identitätsdiebstahl, nutzte eine sehr clevere Strategie, indem es auf Suchbegriffe im Zusammenhang mit der Datenpanne bei Equifax bot. Sie präsentierten ihre Marke als „Retter in der Not“ und erreichte auf diese Weise Kunden, die verzweifelt versuchten, eine Lösung für ihr Problem zu finden.

Hier ist ein Beispiel eines ähnlichen Unternehmens, das Test zur Prüfung von Datenschutzverletzungen anbietet:

data breach brand awareness example

Dies sind zwei Beispiele für die Nutzung aktueller Trends und Ereignisse, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Fiat

Fiat wählte einen anderen Ansatz, indem das Unternehmen verschiedene Anzeigen erstellte, um verschiedene Schlüsselwörter zu testen. Der Autohersteller wollte auf diese Weise herausfinden, wie diese Wörter die Markenbekanntheit steigern können. Dafür verwendeten sie bestimmte Schlüsselwörter, z. B. ihren Markennamen, aber auch allgemeine Suchbegriffe wie „kleines Auto“.

fiat brand awareness ad example

In diesem Beispiel werden Suchbegriffe verwendet, nach denen die Zielgruppe (und somit der ideale Kunde) explizit sucht.

Fazit

Es ist an der Zeit, Deine Markenbekanntheit mithilfe von PPC-Werbung und gezielten Anzeigen zu erhöhen. Mit Google Ads und anderen Plattformen kannst Du sicherstellen, dass Deine Marke immer die richtigen Personen erreicht.

Falls Du nach neuen Wegen suchst, um Deinen Namen in Umlauf zu bringen und Deine Marke bekannter zu machen, solltest Du eine PPC-Kampagne schalten. Wenn Du dabei Hilfe brauchst, steht Dir mein Google Ads-Team jederzeit gerne zur Verfügung.

Auf welche Marken bist Du durch eine Anzeige aufmerksam geworden?

Teilen