In 6 einfachen Schritten zur eigenen Webseite

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Das Erstellen einer Webseite ist im Laufe der Jahre viel einfacher geworden. Es ist billiger, schneller und unkomplizierter als je zuvor. Aber was benötigt man wirklich, um eine Webseite zu erstellen?

Eine stabile Internetverbindung und ein oder zwei Stunden Deiner Zeit reichen bereits aus. Du benötigst weder Erfahrung im Bereich Webentwicklung; noch ein großes Budget.

In dieser Anleitung zeige ich Dir, wie man in nur einem Tag eine völlig neue Webseite erstellen kann. Befolge einfach die 6 einfachen Schritte und vermeide herkömmliche Anfängerfehler.

Übersicht: Eigene Webseite in 2 Minuten

Hier ist die Zusammenfassung zur Erstellung einer Webseite. Jeder der folgenden Schritte wird später noch genauer ausgeführt und erklärt.

Beginne mit der Auswahl eines Webhosting-Anbieters. Für Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und einfache Einrichtung empfehle ich Bluehost. Dieser Service kostet nur ein paar Euro im Monat und hat alles, was man benötigt, um eine professionelle Webseite zu erstellen.

Jetzt benötigst Du eine Domain, die das Thema Deiner Webseite zusammenfasst. Eine .de- oder .com-Domain ist am besten, weil diese Domainendungen vertrauenswürdig sind.

Ich mag Bluehost, weil dieser Provider eine kostenlose Domain im ersten Jahr anbietet. Auf diese Weise sparst Du Geld und musst Dich nicht auch noch um einen Domänennamen-Registrar kümmern.

Wenn Du Deinen Domainnamen registriert hast, musst Du ein Content-Management-System (CMS) auswählen. Hier kämen beispielsweise WordPress, Joomla oder Drupal in Betracht. Ich bevorzuge WordPress, weil es mit einem Klick auf dem Server von Bluehost installiert werden kann.

Jetzt hast Du eine funktionierende Webseite. Herzlichen Glückwunsch!

Wir sind aber noch nicht fertig.

Als Nächstes müssen wir uns um die Vermarktung Deines Unternehmens kümmern. Da Branding heutzutage von entscheidender Bedeutung ist, benötigst Du ein Logo, musst Deine Webseite auf Deine Marke zu schneiden, eine Marketingstrategie entwickeln und Google Analytics installieren. Eben die aufregenden Dinge, die Du bestimmt schon kennst.

Jetzt möchte ich aber noch mal genauer auf jeden dieser Schritte eingehen. Gehe gerne direkt zu einem Abschnitt über, der Dich besonders interessiert.

  1. Wähle Dein Webhosting
  2. Wähle einen einzigartigen und relevanten Domainnamen aus
  3. Wähle einen Homepage-Baukasten oder ein CMS
  4. Bearbeite Deine Webseite und verleihe ihr ein einzigartiges Erscheinungsbild
  5. Schütze Deine Webseite
  6. Konfiguriere Deine Webseite und füge relevante Inhalte hinzu

Schritt Nr. 1: Wähle Dein Webhosting

Erinnerst Du Dich noch an die Bücherregale in der Bibliothek Deiner Schule oder Uni? Ein Webhosting-Unternehmen ist das Bücherregal, die Bibliothek ist das Internet.

Ein Hosting-Anbieter speichert Deine Webseite auf einem Server und stellt sie den Besuchern im Internet zur Verfügung. Diese Unternehmen bieten monatliche oder jährliche Server-Abos für gemeinsam genutzte Server, dedizierte Server oder virtuelle private Server an. Wähle einfach einen Plan aus, der Deinen Sicherheits- und Support-Anforderungen entspricht.

Wenn Du keine persönlichen oder finanziellen Daten sammelst oder speicherst, kannst Du den günstigsten Plan auswählen und Geld sparen.

Aber wie findet man den richtigen Provider und den perfekten Plan?

Ladegeschwindigkeit

Wenn Du Deine Webseite monetarisieren möchtest, benötigst Du einen stabilen und schnellen Server.

Schnelle Webseiten bieten viele Vorteile. Sie erzielen bessere Rankings, helfen bei der SEO und maximieren Conversions. Auch hier würde ich wieder Bluehost empfehlen. In diesem Fall würde ich jedoch vom Shared Hosting oder günstigen Tarifen abraten.

Beim Shared Hosting musst Du Dir den Server mit anderen Webseiten teilen, wodurch es zu verzögerten Ladezeiten kommt, außerdem könntest Du den Server mit Spam-Seiten teilen, was gar nicht gut wäre.

Du bekommst immer das, wofür Du bezahlst. Für 5 EUR pro Monat kannst Du keine exzellente Sicherheit, Geschwindigkeit und Betriebszeit erwarten. Da müsstest Du schon etwas mehr zahlen.

Ich meine nicht, dass Du immer den teuersten Plan kaufen solltest, vermeiden aber die günstigsten Pläne.

Betriebszeit

Der Server sollte immer ordnungsgemäß funktionieren, andernfalls kann niemand auf Deine Webseite zugreifen.

Ein guter Hosting-Anbieter bietet seinen Kunden eine Verfügbarkeitsgarantie. Wenn diese Garantie 99 % beträgt, könnte die Webseite bis zu 3,5 Tage im Jahr ausfallen. Anbieter, die mit 99,99 % oder 99,999 % Betriebszeit werben, haben geringere Ausfallzeiten von wenigen Stunden oder Minuten pro Jahr.

Entscheide Dich für einen Anbieter, der eine gewisse Garantie bietet. Auf diese Weise wirst Du entschädigt, falls Deine Webseite ausfällt.

Kundendienst

Bei technischen Schwierigkeiten benötigst Du einen schnellen und effizienten Kundensupport per Chat, E-Mail oder Telefon. Meiner Erfahrung nach ist E-Mail jedoch der absolut schlimmste Weg, um Probleme zu lösen. Es ist viel besser, sofortige Unterstützung per Telefon oder Live-Chat zu erhalten.

Wähle einen Hosting-Provider, der 24/7-Support anbietet. Auf diese Weise kannst Du Deine Webseite innerhalb weniger Minuten wieder online bringen, falls etwas schiefgeht.

Prüfe Dein Service-Level-Agreement (SLA), um Dir ein Bild von der Art des Supports zu machen, den Du erhältst. Du findest die nötigen Informationen meistens auf der Webseite des Providers.

Entscheide Dich für einen Hosting-Anbieter, der eine kostenlose Probezeit anbietet – nur so kannst Du Dir ein echtes Gefühl für den Service verschaffen. Und probiere den Kundenservice unbedingt ein paar Mal aus, auch wenn Du keine Hilfe benötigst. Wenn der Hosting-Anbieter nur langsam antwortet, wird sich die Servicequalität auch nach dem Kauf wahrscheinlich nicht verbessern, darum ist die kostenlose Testphase so wichtig.

Bei Bluehost kannst Du innerhalb des ersten Monats kostenlos kündigen, wenn Du nicht zufrieden bist. DreamHost bietet eine 97-tägige Geld-zurück-Garantie.

Skalierbarkeit

Skalierbarkeit ist aus zwei Gründen wichtig. Erstens muss Dein Hosting organisch wachsen können, um es bei Bedarf zu erweitern. Zweitens sollte Deine Webseite in der Lage sein, plötzlich auftretende Traffic-Peaks zu bewältigen.

Stelle Dir die folgenden Fragen, um herauszufinden, ob der Hosting-Service flexibel genug ist:

  1. Kann ich meinen Plan ohne Ausfallzeiten von einem gemeinsam genutzten Server auf einen virtuellen privaten Server umstellen, falls meine Besucherzahlen ein bestimmtes Niveau erreichen?
  2. Wie einfach ist das Upgrade?
  3. Kann der Server saisonale Schwankungen problemlos verarbeiten und bewältigen?

Finde einen Hosting-Service, der diese drei Dinge problemlos gewährleisten kann.

Besuche Foren, um mehr über die Erfahrungen anderer Personen mit bestimmten Anbietern zu erfahren. Vergleiche dann verschiedene Dienste und Preise, um den richtigen Plan basierend auf Deinen Bedürfnissen und Deinem Budget zu finden.

Wenn Du einen Hosting-Provider gefunden hast, kannst Du mit Schritt 2 fortfahren.

Schritt Nr. 2: Wähle einen einzigartigen und relevanten Domainnamen aus

Vergiss den perfekten Domainnamen – den gibt es nicht. Einige Namen sind besser als andere, aber letztlich ist der Name ein kleiner Teil Deines Geschäfts. Der Inhalt Deiner Webseite ist wichtiger.

Die Domain ist die Adresse Deiner Webseite im Internet. Meine lautet NeilPatel.com und spiegelt meine persönliche Marke wider. Du kannst Deine Domain frei wählen, vorausgesetzt, sie bezieht sich auf Dein Unternehmen, die behandelten Themen, um die es auf Deiner Seite geht, oder Deinen Namen.

Die Möglichkeiten sind endlos!

Halte Dich an die folgenden Regeln:

  • Relevanz
  • Kurz und einprägsam
  • Vermeide Zahlen
  • Wähle die Domainendung .de oder .com
  • Stelle sicher, dass der von Dir gewählte Name noch verfügbar ist

Alternativ könntest Du die folgenden Methoden anwenden, um eine geeignete Domain zu finden.

Methode 1 – Kreativität

Viele Menschen verfügen über die Kreativität, um sich selbst einen perfekten Domainnamen auszudenken. Wenn Du über diese Kreativität verfügst, brauchst Du nur einen Domainnamen-Registrar, um Deine Domain zu kaufen.

Ich würde Bluehost empfehlen, weil Du hier ein Jahr lang eine kostenlose Domain zu Deinen Hosting-Plänen erhältst und die Verfügbarkeit Deiner Domainnamen prüfen kannst.

Vermeide Domainnamen mit Bindestrichen (z. B. neil-patel-marketing.com), wenngleich diese besonders günstig sind. Viele Nutzer finden dies verwirrend.

Methode 2 – Verwende ein Programm oder eine Software

Einige von uns sind nicht so kreativ, und das ist nicht schlimm. Wenn Dir kein geeigneter Domainnamen einfällt, kannst Du einen Namensgenerator ausprobieren. Gib einfach ein oder zwei Schlüsselwörter ein und drücke auf den Knopf. Der Generator sucht jetzt nach Namen, die aus diesen Wörtern zusammengestellt sind.

Bei Bluehost kannst Du die Verfügbarkeit Deiner gewünschten Domain schnell prüfen. Gib den Domainnamen in das dafür vorgesehene Feld ein und klicke auf „Weiter“. So einfach ist das.

Denk daran, dass Dein bevorzugter Domainname vielleicht schon vergeben ist. Tausche in diesem Fall ein paar Wörter aus, finde ein Synonym oder füge ein Verb hinzu.

Wenn Du eine Domain gefunden hast, kannst Du Dich um den Homepage-Baukasten kümmern.

Schritt Nr. 3: Wähle einen Homepage-Baukasten oder ein CMS aus

Wenn man auf Google nach Homepage-Baukasten oder CMS sucht, wird man regelrecht von Optionen erschlagen.

CMS steht für Content-Management-System. Ein Content-Management-System ist eine Software zur Erstellung, Bearbeitung, Organisation und Darstellung digitaler Inhalte (Webseiten). Du kannst Deine Webseite dank gebrauchsfertiger Designvorlagen selbst erstellen, bearbeiten und problemlos anpassen.

Hier sind einige Baukästen und Content-Management-Systeme:

  • WordPress ist das mit Abstand beste Content-Management-System. Es ist beliebt, benutzerfreundlich und einfach zu bedienen. Überdies verfügt die Plattform über mehr als 58.000 Plug-ins, mit denen Du Deiner Webseite neue Funktionen hinzufügen kannst.

Denk daran, dass WordPress.com und WordPress.org nicht dasselbe sind. WordPress.com ist die Webseite eines Drittanbieters, mit der man kostenlose Blogs erstellen kann. Auf WordPress.org findest Du die WordPress-Software zum Herunterladen, um sie auf Deiner Webseite zu installieren.

  • Wix ist ein hervorragender Homepage-Baukasten. Mit diesem System kann so ziemlich jeder in Sekundenschnelle eine Webseite erstellen, sei es ein Restaurant, lokales Unternehmen, Freiberufler oder Portfolio. Wix bietet zudem Zuverlässigkeit (99,98 % Betriebszeitgarantie) und Sicherheit (wie rund um die Uhr Überwachung und Optimierung).

Für große Webseiten fehlt es Wix jedoch an erweiterten Funktionen, um plötzlich auftretende Traffic-Mengen zu verarbeiten.

  • Drupal ist ein Content-Management-System, das gewisse technische Kenntnisse voraussetzt. Dafür bietet es jedoch einen besonders hohen jedoch Grad an Anpassung.

Obwohl ich Drupal Anfängern nicht empfehlen würde, ist es zweifellos die beste Option, falls erweiterte Funktionen und Anpassung oberste Priorität haben. Du könntest einen Webentwickler finden und ihn mit dem Bau Deiner Webseite beauftragen, um Drupal zu nutzen.

Jetzt hast Du eine funktionierende Webseite, die nur noch angepasst werden muss.

Schritt Nr. 4: Bearbeite Deine Webseite und verleihe ihr ein einzigartiges Erscheinungsbild

Jeder Website-Builder verfügt über Designvorlagen. Viele dieser Themes sind kostenlos, andere kostenpflichtig, letztere sehen aber oft professioneller aus und geben Dir mehr Flexibilität im Bereich Anpassung und Gestaltung. Die meisten Designs sind nicht teuer und können für unter 100 EUR erworben werden.

WordPress und Wix verfügen über großartige Designs, für Premium-Vorlagen solltest Du jedoch auf StudioPress nach einem passenden Theme suchen.

Themes basieren auf dem jeweiligen CMS, können jedoch angepasst werden, um Deiner Webseite ein einzigartiges Aussehen zu verleihen und weitere Funktionen hinzuzufügen. Schließlich sollte die Webseite eines Künstlers anders aussehen als die eines SaaS-Unternehmens oder Restaurants.

Die visuelle Darstellung ist unglaublich wichtig, da Deine Besucher Deine Webseite in Sekundenbruchteilen anhand ihres Aussehens beurteilen. Wenn Deine Webseite veraltet oder nicht vertrauenswürdig aussieht und nicht ihren Erwartungen entspricht, sind sie sofort wieder verschwunden.

Glücklicherweise gibt es ganz viele tolle Designvorlagen, aus denen Du wählen kannst. Lies Dir am besten die Bewertungen durch, bevor Du Dich für eine bestimmte Vorlage entscheidest und lasse Dich niemals von der visuellen Attraktivität des Designs trügen. Deine Webseite soll natürlich gut aussehen, dennoch sind Schriftarten und Farben nicht so wichtig wie die Funktionalität.

Ferner kannst Du das Aussehen Deiner Webseite jederzeit verändern. Ändere es nur nicht zu häufig, da dies der SEO und Deinem Branding schaden kann.

Schritt Nr. 5: Schütze Deine Webseite

Der beste Weg, Deine Webseite zu schützen, ist die Verwendung eines untergeordneten Themes (Child Theme). Das untergeordnete Design ist ein Stylesheet, das separat von den restlichen Dateien des Designs auf dem Webserver gespeichert wird. Dies schützt die Webseite nicht nur vor Angriffen, sondern auch vor wiederholten Änderungen, wenn Du das Design aktualisierst.

Denk daran, dass verschiedene Website-Builder unterschiedliche Namen für Child Themes haben. Bei WordPress heißen sie „Child Theme“, bei Drupal „Sub-Theme“. Andere Systeme (wie Joomla) bieten diese Funktion nicht an. In diesem Fall müsstest Du Dein Design kopieren und diese Kopie als Backup speichern.

Schritt Nr. 6: Konfiguriere Deine Webseite und füge relevante Inhalte hinzu

Jetzt haben wir uns um die technischen Details gekümmert und können uns endlich auf die interessanten Dinge konzentrieren.

Richte zuerst die Navigation ein, damit Deine Besucher wissen, worum es auf Deiner Webseite geht und die gewünschten Inhalte schneller finden können. Wähle dann ein Farbschema für Deine Webseite aus, übertreibe es aber nicht. Meine Hauptfarben sind Orange und Weiß.

Organisiere, trenne und markiere die wichtigsten Bereiche Deiner Webseite, damit sie auffallen und schneller gefunden werden. Installiere Plug-ins, um Deiner Webseite weitere Funktionen hinzuzufügen.

Hier ist eine kurze Übersicht der Dinge, die Du benötigst, um Dein Unternehmen zu vermarkten, um mit Deiner Webseite Geld zu verdienen:

  • Du benötigst ein professionelles Logo. Das Logo repräsentiert Deine Marke, sollte also mit Vorsicht gewählt werden.
  • Schreibe nun die Inhalte Deiner Webseite, einschließlich der Startseite, der „Über uns“-Seite und weiterer wichtigen Seiten.
  • Installiere Google Analytics, um Deine Besucher zu verfolgen.
  • Beginne mit der Planung Deiner Marketingstrategie, indem Du die Vorlieben und Abneigungen Deiner Besucher herausfindest.

Du musst Dich ums Online-MarketingContent-Marketing und um den Linkaufbau kümmern, der übrigens oft vernachlässigt wird. So förderst Du das Wachstum, gewinnst neue Leads und erreichst Deine Geschäftsziele.

Fazit

Das Erstellen einer Webseite ist nicht immer einfach, aber je mehr Erfahrung man sammelt, desto einfacher wird es.

Obwohl ich auf alle notwendigen Schritte eingegangen bin, findest Du auf Google und YouTube sicherlich weitere Tipps und Hinweise, um Probleme zu lösen. Glaub mir, im Internet gibt es für so ziemlich alles eine Anleitung.

Die Wahl des Webhosting-Anbieters, des Homepage-Baukastens, die Gestaltung der Webseite und das Marketing sind nur die Spitze des Eisbergs. Du kannst nicht über Nacht Erfolg erwarten. Mit ein bisschen Geduld wirst Du aber schon bald echte Fortschritte sehen.

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