19 psychologische Grundsätze, um die Conversion-Rate Deiner Homepage zu verbessern

conversion rate

Die Psychologie ist wie ein Wundermittel für die Conversion Optimierung.

Nun gut, vielleicht ist das ein bisschen zu idealistisch.

Aber die Psychologie ist ohne Zweifel die wichtigste Waffe in Deinem Arsenal.

Darum schreibe ich ständig über Psychologie.

Wenn Du den unterbewussten Gedankenprozess Deiner Kunden verstehst, kannst Du ihre Aufmerksamkeit gewinnen, Hindernisse, die sie vom Kauf abhalten, aus dem Weg räumen und ihre bewussten und unterbewussten Barrieren durchbrechen.

Ich persönlich liebe die Vielseitigkeit der Marketingpsychologie.

Die Kunden könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch sind sie sich alle ähnlich und ihr Gedankengang ist vorhersehbar.

Natürlich habe alle unterschiedliche demografische Markmale und trotzdem sind alle irgendwie gleich gepolt.

Das National Human Genome Research Institute sagt: “Alle Menschen haben etwa 99,9 Prozent ihres Erbguts gemeinsam.“

Darum ist es extrem vorteilhaft, wenn Du die Gewohnheiten, Neigungen und Vorlieben Deiner Kunden kennst und verstehst, was ihnen wichtig ist.

Wenn Du Deine Homepage mit den psychologischen Grundsätzen im Hinterkopf erstellst, hat das positive Auswirkungen auf Deine Conversion-Rate.

Ich will Dir jetzt die, meiner Meinung nach, 19 wirksamsten psychologischen Grundsätze zeigen, die die Conversion-Rate Deiner Homepage verbessern können.

Los geht’s.

1. Die visuelle Salienz (Auffälligkeit)

Lass uns mit dem Grundwissen anfangen.

Salienz bedeutet in der Psychologie, dass „ein Reiz (z.B. ein Objekt) aus seinem Kontext hervorgehoben und dadurch dem Bewusstsein leichter zugänglich ist als ein nicht-salienter Reiz.”

Hier ist ein Beispiel:

Obwohl viele Punkte zu sehen sind, wird unser Blick automatisch vom roten Punkt angezogen.

Dieser Grundsatz ist so interessant, weil er so primitiv ist.

Als wir Menschen noch nicht so entwickelt waren, war es lebenswichtig für unsere Vorfahren Veränderungen in der Umwelt sofort wahrzunehmen.

Auf diese Weise konnten Raubtiere und Beute sofort identifiziert werden.

Ohne die Salienz hätten wir wahrscheinlich nicht überlebt und uns weiterentwickelt.

Aber wie kann man diesen Grundsatz auf das Design einer Homepage anwenden?

Ganz einfach.

Die wichtigsten Elemente Deiner Homepage sollten sich von den anderen Elementen abheben (z.B. Dein CTA).

Du kannst Deine Konversionen verbessern, indem Du mit unterschiedlichen Farben und Formatierungen arbeitest. Du solltest einen A/B Test durchführen.

Viele Vermarkter sind der Meinung, dass Besucher besser auf einen roten als auf einen grünen CTA reagieren.

Du solltest dafür sorgen, dass die wichtigsten Elemente Deiner Homepage herausstechen.

2.Verarbeitungsflüssigkeit

Wenn Du mir ähnlich bist, dann findest Du die Homepage und Landing-Pages von Apple ästhetisch und ansprechend.

Aber warum ist das so?

Das liegst daran, dass Apple den psychologischen Grundsatz, der als Verarbeitungsflüssigkeit bekannt ist, umsetzt.

Die Verarbeitungsflüssigkeit (englisch cognitive fluency oder cognitive ease) bezeichnet “die Leichtigkeit, mit der unser Gehirn Informationen verarbeiten kann; das beeinflusst unsere Urteilsbildung und bestimmt, wie positiv (oder negativ) uns ein Stimulus vorkommt.”

Mit anderen Worten, Apple überlastet unser Gehirn nicht mit zu vielen Informationen.

Ihr Stil ist minimalistisch und sie nutzen simple, elegante Elemente.

Ihr Stil ist frisch und sauber.

Weißt Du, was ich meine?

Du kannst den Grundsatz der Verarbeitungsflüssigkeit auf Deiner Homepage nutzen, indem Du einen einfachen Trick anwendest.

Biete genügend Weißfläche an.

Wenn Du meine Webseiten kennst oder meine Blog-Beiträge gelesen hast, dann weißt Du, dass ich Weißflächen liebe.

Schau Dir nur mal meine Homepage – NeilPatel.com – an.

Indem Du Deine Homepage nicht mit Informationen überlädst, werden Deine Kunden nicht von den Inhalten überwältigt und Du kannst einen Verarbeitungsfluss anbieten, damit sich Deine Besucher besser auf den CTA konzentrieren können.

Hier ist ein Beispiel:

3. Das Gesetz der guten Gestalt

Dieser Grundsatz baut auf dem vorherigen Grundsatz auf.

Das Gesetz der guten Gestalt (oder Einfachheit bzw. Prägnanz) ist eines der Gestaltungsgesetze der Gestaltpsychologie. „Als Gestaltpsychologie wird eine Richtung innerhalb der Psychologie bezeichnet, die die menschliche Wahrnehmung als Fähigkeit beschreibt, Strukturen und Ordnungsprinzipien in Sinneseindrücken auszumachen.“

Hier ist ein tolles Zitat, das ich im Smashing Magazine gefunden habe. Es fasst das Gesetz der guten Gestalt in einem einzigen Satz zusammen.

Mit anderen Worten, wir Menschen ziehen die simplen Dinge den komplizierten Dingen vor.

Es ist viel einfacher Informationen zu verarbeiten, die einer einfachen Struktur folgen, um eine “kognitive Überlastung” zu vermeiden.

Hier ist ein tolles Beispiel.

Wenn wir komplexe Formen, wie die links sehen, werden diese Formen von unserem Gehirn automatisch vereinfacht, wie die Form rechts.

Du kannst die Auswahlmöglichkeiten, die Du Deinen Besuchern auf der Homepage zur Verfügung stellst, eingrenzen.

Ich habe auf Quick Sprout sogar einen Artikel veröffentlicht, in dem ich erkläre, wie die Reduzierung der Optionen Deine Konversionen verbessern kann. Ich stelle auch Infografiken und Erfolgsmodelle zur Verfügung.

Hier sind ein paar Highlights aus den Artikel.

Du kannst Deine Conversion-Rate um bis zu 10 % verbessern, wenn ein Formular nur drei Felder und nicht sechs, oder mehr, enthält.

Und schau mal, wie die Konversionen fallen, je mehr Felder Dein Drop-Down-Menü hat.

Wenn Du zu viele Auswahlmöglichkeiten auf Deiner Homepage anbietest, fühlen sich die meisten Besucher überwältigt und Deine Konversion leidet darunter.

Das führt zu einer Paralyse durch Analyse. Die „Paralyse durch Analyse (englisch analysis paralysis) beschreibt das übermäßige Analysieren einer Situation, wodurch das Treffen einer Entscheidung herausgezögert oder gar ganz verhindert wird.“

Hast Du schon mal nach einem bestimmten Produkt gesucht und bist von der Anzahl der Auswahlmöglichkeiten und Variationen dann schier überwältigt worden?

Du stehst nur da, packst Dir an den Kopf und weißt nicht, für welches Produkt Du Dich entscheiden sollst.

Du leidest an einer Paralyse durch Analyse.

Du musst den “Sweet Spot” Deiner Kunden finden und die Auswahlmöglichkeiten eingrenzen.

Wo liegt dieser Sweet Spot?

Im Allgemeinen solltest Du nicht mehr als sechs Optionen anbieten.

4. Die “Paralyse durch Analyse” überwinden

Manchmal benötigen die Leute nur einen kleinen Anreiz, um die gewünschte Handlung durchzuführen.

Oftmals musst Du sie nur motivieren, damit sie etwas kaufen.

Robert Cialdini, Psychologie- und Marketingprofessor an der Arizona State University, hat vor einiger Zeit ein Experiment über Überzeugungskraft durchgeführt.

Es war ganz simpel.

Er wollte Spenden für die American Cancer Society sammeln und hat zwei unterschiedliche Spendenaufrufe getestet, um zu bestimmen, welcher besser funktioniert.

Trotz des schwindend geringen Unterschiedes der beiden Aufrufe, hat der zweite Aufruf zu entscheidend mehr Spenden geführt (22 % mehr Spenden).

Das Ganze sah so aus:

Der erste Aufruf führte zu 28 % Spenden und der zweite Aufruf zu 50 % Spenden.

Das heißt, dass “Menschen eher handeln, wenn minimale Parameter gesetzt werden.”

Wenn Du minimale Parameter setzt, kannst Du den Besuchern helfen, ihre “Paralyse” zu überwinden und Deine Conversion-Rate verbessern.

Du könntest zum Beispiel erwähnen, dass Du eine kostenlose Testversion ohne Kaufverpflichtung anbietest oder Du könntest Deinem Kunden einen kostenlosen Versand bei seinem ersten Einkauf schmackhaft machen.

5. Sofortige Befriedigung

Wir Menschen warten nicht gerne.

Das geht Dir sicher auch so.

Die Technologie und all die Informationen, die mit nur einem Klick erreichbar sind, haben uns verändert.

Ich persönlich bin als Erwachsener “ungeduldiger” als ich als Kind jemals war.

Wenn die Kunden etwas wollen, dann wollen sie es jetzt sofort.

Es wurden sogar Experimente mit Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt, die die Macht der sofortigen Befriedigung unter Beweis stellen.

Laut Help Scout, “zeigen unterschiedliche MRT-Studien, inklusive einer Studie über Nikotinabhängigkeit, dass unser präfrontaler Cortex sehr aktiv ist, wenn wir daran denken, auf etwas warten zu müssen. Im Gegensatz dazu ist unser Mittelhirn aktiv, wenn wir daran denken, etwas sofort zu erhalten (und das ist der Teil des Gehirns, den wir aktivieren wollen).”

Aber wie kannst Du das Mittelhirn Deiner Besucher aktivieren?

Das ist ganz einfach.

Benutze Wörter wie “sofort” und “umgehend”.

Hier ist ein gutes Beispiel von Amazon:

Diese Wörter sind extrem überzeugend und sollten positive Auswirkungen auf Deine Conversion-Rate haben.

6. Das Milgram-Experiment

Stanley Milgram war ein Psychologe und Professor an der Yale University.

Er ist für sein psychologisches Experiment bekannt. Er wollte testen, in wie weit Personen autoritären Anweisungen auch dann Folge leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen.

Ich will mich nicht in die blutigen Details vertiefen, aber hier ist ein Screenshot der Prämisse des Experimentes.

Was können wir daraus lernen?

Die meisten Leute folgen den Anweisungen einer Autoritätsperson.

Wenn Du einen Experten oder eine Autoritätsperson davon überzeugen kannst, Deine Marke zu befürworten, ist Dir eine bessere Conversion-Rate so gut wie garantiert.

Dieser Grundsatz ist dem Grundsatz des sozialen Beweises sehr ähnlich.

Es kann ein Testimonial, das Symbol eines Unternehmens, mit dem Du zusammengearbeitet hast, oder eine Bestätigung sein. Du kannst die Autorität anderer Personen nutzen, um Deine Kunden zu einer Handlung zu bewegen.

7. Das Prinzip der Gegenseitigkeit

Es gibt ein altes Schulexperiment, das Süßigkeiten nutzt, um das Trinkgeld in einem Restaurant zu erhöhen.

Das Ganze sieht so aus.

Restaurantbesucher erhalten Pfefferminzbonbons mit ihrer Rechnung.

Einige Besucher bekommen die Bonbons einfach so, ohne Erklärung.

In diesen Fällen steigt das Trinkgeld um 3 %.

Nicht schlecht, aber auch nicht beeindruckend.

Andere Besucher bekommen Bonbons, aber der Kellner hält einen Moment lang inne. Er schaut die Besucher an und erklärt, dass diese Bonbons ein Geschenk sind.

Rate mal, was passiert ist.

Das Trinkgeld ist um 20 % gestiegen!

Das ist beeindruckend.

Du kannst das Prinzip der Gegenseitigkeit nutzen, indem Du einen kostenlosen Mehrwert auf Deiner Homepage bereitstellst.

Das könnte ein kostenloses E-Book, ein PDF oder ein Rabatt sein.

Viele Deiner Besucher werden diesen Gefallen dann erwidern wollen und kaufen mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas.

8. Verlustaversion

Die weisen Worte der 80er Jahre Glam-Metal-Band Cinderella:

You don’t know what you got (till it’s gone).

Spaß beiseite, Verlustaversion ist eins der Grundprinzipien in der Psychologie. Es bezeichnet die Tendenz, Verluste höher zu gewichten als Gewinne.

Mit anderen Worten, wir hassen es zu verlieren.

Hier ist ein Beispiel:

Nehmen wir mal an, Dein Boss sagt, dass Du 500 Euro mehr pro Monat bekommst. Das ist super.

Jetzt nehmen wir mal an, dass Dein Boss sagt, dass Du 500 Euro weniger pro Monat bekommst.

Das ist inakzeptabel und führt höchstwahrscheinlich zu einem Aufstand.

Wir nehmen Verluste sehr hart und werden darum verzweifelt versuchen, sie zu vermeiden.

Darum auch der Name – Verlustaversion.

Du kannst diesen psychologischen Grundsatz auf Deiner Homepage nutzen, indem Du Deinen Besuchern erklärst, was sie verpassen, wenn sie Dein Angebot nicht wahrnehmen.

9. Gesichtserkennung

Jetzt mal was ganz anderes.

Es gibt eine Studie aus dem Jahr 2011, die ich extrem interessant finde.

In der Studie geht es um die A/B-Tests einer Landing-Page und das Marketingunternehmen Highrise.

Wissenschaftler haben unterschiedliche Landing-Page-Stile untersucht, um herauszufinden, welcher besser konvertiert.

Kurzum, die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Seiten mit dem Bild einer lächelnden Person bis zu 102,5 % besser konvertieren!

Hier ist das Original und die Testversion:

Das bestätigt die Wirksamkeit der Gesichtserkennung.

Der Grundsatz ist so wirksam, weil er die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wir Menschen sind von Natur aus darauf ausgerichtet, die Emotionen in den Gesichtern anderer Personen zu lesen.

Wenn dieses visuelle Element auf Deiner Homepage fehlt, solltest Du es auf jeden Fall mal ausprobieren.

10. Mimikry

Das ist so:

Wir Menschen mögen und trauen denen, die uns ähnlich sind.

Denk mal darüber nach.

Würdest Du Dich eher mit jemandem anfreunden, der Dir ähnlich ist und Deine Sprache spricht, oder mit jemandem, der so ganz und gar nicht zu Dir passt?

Die meisten Leute würden sich wohl für die erste Option entscheiden.

Mimikry ist ein weiterer wichtiger Grundsatz, der Dir dabei helfen kann, einen guten Ruf aufzubauen und das Vertrauen Deiner Besucher zu gewinnen.

Es gibt sogar eine Studie aus den Niederlanden, die das Konzept Mimikry und seine Auswirkungen auf die Höhe des Trinkgeldes zeigt.

Zweit Kellnerinnen. Eine nutzt das Grundprinzip Mimikry, indem sie die Bestellung des Kunden wiederholt.

Die andere Kellnerin sagt einfach: „Alles klar, kommt sofort.“

Man fand heraus, dass “Mimikry die Anzahl der Kunden, die ein Trinkgeld geben, von 52 % (nicht Mimikry) auf 78 % (Mimikry) gesteigert werden konnte”.

Wenn Du „die Sprache“ Deines Publikums sprichst und das gleiche Jargon in Deinen Texten benutzt, kannst Du die Lücke schließen und mehr Kunden von Dir überzeugen.

11. Der Ankereffekt

Die Harvard Law School beschreibt den Ankereffekt als “eine kognitive Verzerrung, die daraus resultiert, dass wir Menschen die Tendenz haben, uns zu sehr auf die zuerst gebotenen Informationen zu verlassen (der „Anker“), wenn wir eine Entscheidung treffen”.

Das beinhaltet u.a. auch den anfänglich höheren Verkaufspreis, als der, zu dem das Produkt letztendlich angeboten wird.

Du könntest zunächst also erklären, dass Dein Produkt normalerweise 1.000 Euro kostet.

Aber dann bietest Du das Produkt für 800 Euro an.

Obwohl 800 Euro ganz schön happig sein können, kommt es Deinen Besuchern wie ein Schnäppchen vor, weil das Produkt ja eigentlich 1.000 Euro wert ist.

Steve Jobs hat den Ankereffekt hervorragend genutzt. Er hat diese Strategie angewendet, als er das iPad eingeführt hat.

Hier ist ein Screenshot davon:

Wenn Du mit einem hohen Preis anfängst und dann nach unten gehst, kann es Deine Verkäufe nach oben bringen.

12. Auf den Erfolg anderer Kunden hinweisen

Wolltest Du schon mal ein Produkt kaufen, warst Dir aber nicht sicher, ob Du den Schritt wirklich wagen solltest?

Aber dann wurde Dir eine entscheidende Information präsentiert, die zeigt, wie sehr das Produkt anderen Kunden geholfen hat.

Das kann einen entscheidenden Unterschied machen und Besucher zu einer Handlung motivieren.

Du siehst diese Technik auch oft, wenn Marken Dich dazu auffordern, Dich für den Newsletter anzumelden.

Zum Beispiel Pat Flynn von Smart Passive Income.

Du musst zeigen, wie andere Kunden von Deinem Produkt profitiert haben.

Das ist oft der entscheidende Faktor, um Besucher von Kauf zu überzeugen.

13. Konformität

Es ist leider so, viele Leute folgen dem “Herdentrieb”. Sie haben die Tendenz der Masse zu folgen.

In den 50er Jahren hat Solomon Asch eine Studie durchgeführt, um zu bestimmen, welche Auswirkungen der soziale Duck hat und mit welcher Wahrscheinlichkeit wir uns dem Standpunkt der Mehrheit anpassen.

Einer Gruppe wurde eine Linie dargeboten. Neben dieser Referenzlinie wurden drei weitere Linien gezeigt. Die Aufgabe der Personen bestand darin, einzuschätzen, welche dieser drei Vergleichslinien gleich lang wie die Referenzlinie war.

Was war das Ergebnis?

“75 % der Teilnehmer schlossen sich mindestens einmal der Mehrheit an.”

“32 % der Teilnehmer schlossen sich auch der Mehrheit an, wenn diese ganz klar falsch lag.”

Das Experiment zeigt, dass sich viele Leute mindestens einmal der Mehrheit anpassen.

Du kannst das Grundprinzip der Konformität nutzen, indem Du das Produkt, das die Kunden kaufen sollen, als beliebtestes Produkt hervorhebst.

14. Knappheit

Die Nutzung des Prinzips der Knappheit ist nichts neues im Marketing.

Diese Strategie ist weit verbreitet und zwar aus einem guten Grund.

Es führt zu Ergebnissen.

Hier ist ein tolles Beispiel:

Wenn ein Besucher wirklich an den Schuhen interessiert ist, kauft er sie wahrscheinlich eher, wenn er sieht, dass nur noch zwei Paar übrig sind.

Auch Du kannst das psychologische Prinzip der Knappheit nutzen, um Kunden zu einer Handlung zu motivieren.

15. Benutze Gütesiegel, um Zweifel auszuräumen

Man kann sagen, dass die meisten Kunden heutzutage sehr skeptisch sind.

Warum auch nicht?

Bei so vielen Betrügern und Scharlatanen, die Dein Geld nehmen und dann abhauen, kann es ganz schön schwierig sein, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.

Das ist natürlich ein Problem. Wenn die Kunden Dir nicht vertrauen, leidet Deine Conversion-Rate darunter.

Du kannst die Zweifel und Ängste Deiner Kunden aber ausräumen, indem Du Gütesiegel auf Deiner Homepage anbietest.

Laut Econsultancy, sind Gütesiegel der entscheidende Faktor, wenn es um die Entscheidung geht einer Webseite zu vertrauen oder nicht.

Wenn Du das BBB-Logo auf Deiner Webseite hast, hilft es Dir, schneller Vertrauen zu gewinnen und die Kunden freunden sich mit der Idee an, etwas von Dir zu kaufen.

Du kannst auch eine Über-Uns-Seite anbieten und Deine Kontaktinformationen sollten auf der ganzen Webseite einsehbar sein.

16. Das EllsbergParadoxon

Dieses psychologische Prinzip basiert auf einem alten Experiment (1961) von Daniel Ellsberg. Es ist aber auch heute noch gültig.

Die Prämisse ist ganz simpel.

Die Teilnehmer bekommen zwei unterschiedliche Urnen, die mit roten und schwarzen Bällen gefüllt sind, vorgesetzt.

Die erste Urne beinhaltet genau 50 schwarze und 50 rote Bälle.

Die zweite Urne beinhaltet auch 100 rote und schwarze Bälle, allerdings ist die Verteilung unbekannt.

Die Teilnehmer sollen sich dann eine Urne aussuchen und auf eine Farbe setzen (rot oder schwarz).

Wenn sie die Farbe ziehen, auf die sie gesetzt haben, bekommen sie 100 Euro.

Wenn nicht, dann gewinnen sie auch nichts.

Die Teilnehmer entschieden sich mit überwältigender Mehrheit für Urne A mit dem 50/50 Mix.

Das sagt uns, dass wir das Bekannte dem Unbekannten vorziehen.

Du solltest auf Deiner Homepage also die spezifischen Produktdetails, die die Kaufentscheidung der Besucher beeinflussen könnten, herausstellen.

Sag ganz klar, ob Du eine Garantie anbietest und überlass nichts dem Zufall.

Je transparenter Du bist, desto eher verkaufst Du etwas.

17. Visuelle Hinweise

Brauchst Du eine einfache und dennoch wirksame Lösung, um die Aufmerksamkeit auf Deinen CTA zu leiten?

Du könntest visuelle Hinweise benutzen, so wie hier:

Siehst Du, dass der rote Pfeil Deinen Blick zum Anmeldeformular führt?

ConversionXL hat ausführliche Tests mit Eye-Tracking-Studien zum Thema visuelle Hinweise durchgeführt und herausgefunden, dass ein Pfeil bei weitem die beste Möglichkeit ist, um den Blick eines Besuchers zu lenken.

18. Mit Farben Gefühle wecken

Du hast vielleicht schon meinen Beitrag über die Psychologie der Farben gelesen.

In diesem Beitrag erkläre ich, wie bestimmte Farben unterschiedliche Gefühle, sowohl gute als auch schlechte, auslösen.

Zu verstehen, was Dein Publikum fühlt, wenn sie eine bestimmte Farbe sehen, ist extrem wichtig, weil diese Emotionen das Farbschema Deiner Webseite bestimmen sollten.

Mit der Auswahl der richtigen Farbe kannst Du Deine Besucher für Dich gewinnen und sie dann zu einer Handlung motivieren.

Wirf einfach einen Blick auf diese Anleitung zur Farbauswahl, wenn Du Hilfe bei der Wahl der richtigen Farbe für Deine Homepage brauchst.

19. Die 8-Sekunden-Regel

Wusstest Du, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne kürzer ist, als die eines Goldfisches?

Es stimmt.

Laut einer Studie von Microsoft, “können wir und nach 8 Sekunden nicht mehr konzentrieren, was die Auswirkungen des stetig stärker werdenden, digitalen Lebensstils auf unser Gehirn deutlich macht.”

Das wirklich Überraschende ist, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne eine Sekunde kürzer ist als sie Aufmerksamkeitsspanne eines durchschnittlichen Golffisches, sie 9 Sekunden beträgt.

Ganz schön verrückt!

Wenn Du der “Acht-Sekunden-Regel” folgst, kannst Du die Aufmerksamkeit der Besucher schneller einfangen und sie besser in den Verkaufstrichter einführen.

Das kannst Du mit diesen Techniken machen:

  • Mit einem klaren Alleinstellungsmerkmal (USP)
  • Benutze einen H1-Tag, damit Dein USP leicht identifiziert werden kann
  • Benutze starke Wörter (Du kannst hier eine ausführliche Liste finden)
  • Benutze hochwertige Bilder (Finger weg von kitschigen Stock-Fotos)

Fazit

Verliere nicht gleich die Nerven, wenn Deine Conversion-Rate nicht das ist, was Du Dir erwartet hast.

Unternimm etwas.

Diese ganzen psychologischen Grundsätze aus diesem Artikel sind Beweis dafür, dass Du Deine Conversion-Rate mit ein bisschen Getüftel deutlich verbessern kannst.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Strategien funktionieren und Deine durchschnittliche Homepage in eine echte Conversion-Maschine verwandeln können.

Ich gebe es aber ganz offen zu, Du musst schon ein bisschen experimentieren.

Aber wenn Du die richtige Strategie erst einmal gefunden hast, kannst Du durchstarten.

Kennst Du noch weitere psychologische Grundsätze, die ich vergessen habe?

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