Bessere Durchklickrate mit Bildern in E-Mails

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Die E-Mail ist ein extrem wirksames Marketinginstrument, denn der durchschnittliche ROI einer E-Mail-Kampagne liegt bei 122 %. Diejenigen, die sich vor ein bisschen mehr Arbeit nicht abschrecken lassen, können mit Bildern noch bessere Ergebnisse erzielen.

Und wie geht das? Ich zeige Dir jetzt, wie man Bilder in E-Mails richtig einsetzt.

Bilder in E-Mails: Ja oder Nein?

Natürlich kann man Bildern in E-Mails benutzen, aber sollte man das auch?

Ich möchte Dir zunächst ein paar Fragen stellen, um herauszufinden, ob Dir die Nutzung von Bildern in E-Mails hilft oder schadet. Du kannst mit „Ja“ oder „Nein“ antworten.

  • Wirken sich meine Bilder positiv auf meine Marke aus?
  • Habe ich die Größe meiner Bilder optimiert?
  • Benutze ich genau die richtige Anzahl an Bildern?
  • Hat jedes meiner Bilder einen ALT-Tag?
  • Können meine E-Mails einfach geöffnet werden?

Wahrscheinlich kannst Du einige dieser Fragen nicht einmal beantworten. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass Du Deine Bilder nicht richtig einsetzt, darum wirst Du mit Sicherheit von diesem Artikel profitieren.

Es ist aber nicht so simpel, wie es sich zunächst anhört. Bilder können Deine E-Mails zwar ansprechender und schöner machen, doch wie setzt man sie gezielt ein, um die Durchklickrate zu steigern?

Wie hoch sollte die Durchklickrate einer E-Mail sein?

Die Durchklickrate ist der Prozentsatz der Empfänger, die auf einen Link, ein Bild oder ein Video in Deiner E-Mails klicken, um auf Deine Inhalte zuzugreifen. Die durchschnittliche Klickrate für E-Mails liegt branchenübergreifend bei 2,5 %.

Das mag Dir auf den ersten Blick sicherlich zu niedrig vorkommen, Du darfst aber nicht vergessen, dass wir in diesem Fall von Klickraten sprechen, nicht Öffnungsraten, denn die Öffnungsrate ist der Prozentsatz der Empfänger, die eine E-Mail öffnen und lesen.

Bilder in E-Mails können sich positiv auf die Interaktionsrate auswirken und zu mehr Traffic sowie Umsatz führen.

Der Einsatz von Bildern im E-Mail-Marketing: Das magische Verhältnis

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Viele Vermarkter werden Dir sagen, dass es ein magisches Verhältnis aus Bild und Text gibt. Das stimmt aber nicht. Eins kann ich jedoch mit Sicherheit sagen: Eine E-Mail, die nur aus Bildern besteht, landet unter Garantie im Spamordner.

Und wenn das zu oft vorkommt, kommst Du auf die schwarze Liste.

Das wäre nicht gut.

Das ideale Verhältnis zwischen Bild und Text liegt bei 30 bis 40 Prozent. Mehr könnte den Spamalarm auslösen. Weniger könnte die Lesbarkeit beeinflussen.

Das optimale Verhältnis lässt sich jedoch nur durch Testen ermitteln. Mit einem A/B-Test findet Du schnell heraus, was funktioniert und was nicht.

Die Konsistenz bei der Nutzung von Bildern in E-Mails

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Wie oft hast Du schon was auf Google gesucht, das scheinbar perfekte Ergebnis gefunden, draufgeklickt und dann zu Deiner Enttäuschung festgestellt, dass er Link gar nicht zum erhofften Ergebnis führt?

Das ist natürlich frustrierend.

Du könntest Dich dieses Verbrechens ebenfalls schuldig machen, ohne es zu wissen.

Deine E-Mails müssen Deiner Marke entsprechen und stets konsistent sein.

Du brauchst einen roten Faden, der sich durch jede Deiner E-Mails zieht. Betreffzeile, Nachricht und Design müssen stets einheitlich sein.

Falls Du in Deiner E-Mail-Kampagne eine blaue Schrift und eine bestimmte Schriftart verwendest, musst Du diese Schrift auch auf Deiner Landingpage benutzen.

Personalisierung und Zielgruppenausrichtung

Die Personalisierung Deiner E-Mails ist extrem wichtig.

Warum? 

Weil wir jeden Tag Spam und ungewollte E-Mails bekommen. Die personalisierte E-Mail ist jedoch auf den jeweiligen Empfänger zugeschnitten und wird darum besser angenommen.

Denk mal drüber nach. Wie oft bekommst Du E-Mails, die wie für Dich gemacht sind?

Nicht so oft, oder?

Mit ein bisschen Einsatz, Vorbereitung und Arbeit kannst Du Dir hier einen großen Vorteil verschaffen.

Kein Produkt der Welt hat eine “universelle Anziehungskraft”, darum musst Du die Bilder Deiner E-Mails sorgfältig auswählen, damit sie zu Deiner Zielgruppe passen.

Laut Invesp finden 59 % aller Onlinekäufer ein Angebot interessanter, wenn es gezielt beworben wird und wenn die Marketingkampagne auf sie zugeschnitten ist.

Aber wie personalisiert man die Bilder einer E-Mail?

Die gezielte Ansprache anhand von Vorlieben

Finde heraus, welche Produkte regelmäßig gekauft werden und besonders gut ankommen. Amazon nutzt diese Strategie im Shop und erzielt ziemlich gute Ergebnisse, immerhin machen sie über 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz.

Hier ist ein Beispiel von Wayfair. Der Inhalt basiert auf dem Browserverlauf.

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Die Empfehlung neuer Produkte

Du kannst Deinen Kunden Produkte empfehlen, die auf ihrer persönlichen Kaufhistorie basieren. Du erzielst noch bessere Ergebnisse, denn Du den Kunden persönlich ansprichst, z. B. mit “Persönliche Empfehlungen für [hier Namen einfügen].” Auf diese Weise bietest Du allen Abonnenten ein besseres “Einkaufserlebnis”.

Das wäre so, als würde man in ein Bekleidungsgeschäft gehen und von einer handverlesenen Auswahl an perfekten Outfits begrüßt werden, die alle passen und super aussehen!

Fragen stellen

Wenn Du Dienstleistungen oder digitale Produkte verkaufst, kannst Du den Empfänger fragen, warum er Dein Angebot noch nicht wahrgenommen hat. Gib ihm die Möglichkeit zu erklären, was ihn bisher zurückgehalten hat.

Auf diese Weise ist die E-Mail nicht nur persönlicher, Du sammelst auch hilfreiches Feedback zur Verbesserung Deiner Kommunikation.

Der ALT-Tag ist wichtiger als Du denkst

Mittlerweile sollte jeder wissen, wie wichtig ALT-Tags für Bilder auf Webseiten sind. Doch wie sieht es mit Bildern in E-Mails und Newslettern aus?

Benutzt Du ALT-Tags für alle Bilder Deiner E-Mail-Kampagne?

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Der ALT-Tag kann zu Deiner Rettung werden, falls das Bild nicht heruntergeladen und angezeigt werden kann. Hier sind ein paar Gründe dafür:

  • Wenn das Bild nicht angezeigt werden kann, sieht der Empfänger stattdessen den Text des ATL-Tags.
  • Der ALT-Text liefert Kontext, falls das Bild nicht lädt.
  • ALT-Tags erleichtern Nutzern, die Screenreader oder andere technologische Anwendung benutzen das Lesen Deiner E-Mail, weil Bilder dank des ALT-Texts verstanden werden können.

Und wenn alles andere scheitert, überzeug der ALT-Tag den Empfänger eventuell vom Klick.

Wie stellt man den ALT-Tag bei Bildern in E-Mails ein?

Im Quelltext sieht der ALT-Tag in etwa so aus:

<img src=”deinbild.jpg” border=”0″ alt=”Bessere Durchklickrate mit Bildern in E-Mails” width=”482px” height=”205″ />

Nach “alt=” folgt der ALT-Text. Falls das Bild nicht geladen werden kann, wird stattdessen dieser Text angezeigt.

Der Prozess zum Hinzufügen des ALT-Tags kann je nach verwendetem E-Mail-Programm unterschiedlich ausfallen. Hier ist eine Anleitung zur Nutzung von ATL-Tags für MailChimp.

Das beste Format für E-Mail-Bilder

Für das Format Deiner Bilder stehen Dir unterschiedliche Dateitypen zur Auswahl. PNG, JPEG und GIF sind die am häufigsten genutzten Formate. Ich gehe jetzt kurz auf die Vor- und Nachteile jedes Formats ein.

PNG

Portable Network Graphics (PNG) bieten eine breite Farbpalette, was bedeutet, dass das Komprimieren der Datei keinen Einfluss auf die Bildauflösung hat.

Ein weiterer Vorteil sind die transparenten Ebenen, die es Dir erlauben, das Bild über andere Inhalte zu legen, ohne diese zu überdecken. Du könntest einer E-Mail mit Live-Chat beispielsweise ein Hintergrundbild hinzufügen.

Der einzige Nachteil einer PNG-Datei ist die Größe, denn PNG-Fotos sind aufgrund ihrer hohen Qualität wesentlich größer als JPEGs oder GIFs.

JPEG

JPEGs sind komprimierte Bilddateien, die Kompression kann sich jedoch auf die Qualität des Bildes auswirken. Die übermäßige Datenreduktion lässt das Bild unscharf werden und kann es sogar unbrauchbar machen. Das ist natürlich nicht gut.

Obwohl dieses Bildformat am weitesten verbreitet ist, würde ich es Dir für Deine E-Mails nicht empfehlen.

GIF

Das Graphics Interchange Format (GIF) ist ein Grafikformat für Bilder mit Farbpalette. Da diese Farbpalette jedoch aus max. 256 Farben besteht, könnte das Foto im Vergleich zu einer PNG- oder JPEG-Datei weniger Farbvibranz aufweisen.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass mehrere Einzelbilder in einer Datei abgespeichert werden können und von Webbrowsern als Animationen interpretiert werden. Die Nutzung von GIFs in E-Mails kann die Interaktionsrate steigern und gibt Dir die Möglichkeit, gleich mehrere Produkte in einem einzigen Bild zu zeigen.

So findet man das perfekte Bild

Du musst das perfekte Bild finden, um Deine Botschaft zu übermitteln. Hierfür stehen Dir natürlich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung und jede Option hat ihre Anwendungsmöglichkeit, lass uns darum einen kurzen Blick auf unterschiedliche Bildinhalte werfen.

Diagramme und Grafiken

Statistiken und Daten können sehr nützlich sein, wenn man zum Beispiel ein Argument unterstreichen will, denn ohne entsprechendes Diagramm oder Grafik sind Daten nutzlos. Die Zusammenfassung von Daten in einer überschaubaren Grafik erleichtert dem E-Mail-Empfänger das Verständnis selbst komplizierter Themen und bringt Deine Botschaft besser rüber.

Der Business Newsletter von Inside enthält die Grafik ‚Series A Funding Tracker‘, die zeigt, welche Start-ups über 5 Millionen US-Dollar Finanzierung erhalten haben.

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Die Höhe der Finanzierung wird durch die Farbgestaltung und Größe der Bereiche visuell hervorgehoben.

Mit dem Programm Piktochart kannst Du solche und ähnliche Infografiken ganz einfach und kostenlos selbst erstellen. Du musst nur die Daten eingeben und ein Design auswählen.

Stockfotos

Mit Stockfotos kannst Du Deine E-Mail-Kampagne ganz einfach wirkungsvoller gestalten. Es gibt viele verschiedene Stockfotoplattformen, z. B. Shutterstock, Depositphotos und Pixabay.

Du musst Bilder finden, die jeweils zu Deiner Zielgruppe passen. Falls Du Mütter mit Kleinkindern ansprechen willst, musst Du nach Fotos suchen, die dieser Zielgruppe gefallen würden.

Du kannst nicht einfach irgendein Bild nehmen. Jedes Bild muss einem bestimmten Zweck dienen.

Screenshots

Du kannst Deine E-Mails mit einem schönen Screenshot übersichtlicher und ansprechender machen. Du musst nicht immer Tabellen oder Listen benutzen.

Das Programm Awesome Screenshot bietet Browser-Erweiterungen für Chrome, Safari und Firefox an. Mit diesem Programm kannst Du jederzeit schnell und einfach Screenshots machen. Du kannst die gesamte Seite oder einen kleinen Ausschnitt abfotografieren und als Bilddatei auf Deinem Computer speichern.

Persönliche Fotos

Du könntest Deinen E-Mails eine persönliche Note geben. Das ist eigentlich immer eine gute Idee, denn beim E-Mail-Marketing geht vor allem es darum, Kunden einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren, damit sie Dich und Deine Marke besser kennenlernen.

Du musst aber keinen professionellen Fotografen anheuern, um mit dieser Strategie mehr Umsatz zu machen. Persönliche Fotos sind viel natürlicher und realistischer und vielleicht genau das, was Du brauchst.

Illustrationen

Illustrationen geben Dir besonders viel Spielraum. Mit Illustrationen kannst Du ganz neue Dinge und Ideen ausprobieren, Deiner Marke aber trotzdem treu bleiben.

Hier ist ein Beispiel des Komikers Nate Bargatze. Er benutz eine Illustration, um seine nächste Tour anzukündigen. Die E-Mail enthält neben dem Bild auch eine Handlungsaufforderung mit weiteren Informationen.

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Auf Fiverr und Upwork findest Du freiberufliche Grafiker und Illustratoren zu kleinen Preisen.

Benutzergenerierte Inhalte

Benutzergenerierte Inhalte (auch UGC genannt) sind super, denn 76 % der Verbraucher vertrauen Inhalten, die von „normalen“ Leuten stammen.

UGC sorgt für mehr Vertrauen und Glaubwürdigkeit, weil sich der Nutzer mit dem Inhalt identifizieren kann. Bilder, die echte Kunden und Dein Produkt in der Praxis zeigen, funktionieren tausendmal besser als Stockfotos oder Cartoons.

Du kannst kleine Kompensationen anbieten, damit mehr Kunden ihre Bilder teilen. Kreiere am besten einen Hashtag, den Nutzer beim Hochladen ihrer Fotos verwenden können, damit Du die Bilder schneller finden und in Deiner E-Mail-Kampagne benutzen kannst.

Niemals E-Mails verschicken, die nur Bilder enthalten

Bilder sind zwar wichtig, trotzdem darfst Du auf keinen Fall E-Mails verschicken, die nur Bilder und keinen Text enthalten.

Hier sind die Gründe dafür:

Bilder werden geblockt

Im B2B-Bereich ist das bereits gang und gäbe. Viele Unternehmen blocken Bilder standardmäßig und 43 Prozent aller Empfänger haben die Funktion zum Anzeigen von Bildern sogar ausgeschaltet.

Wenn Du keine ATL-Tags benutzt, wird Deine Kampagne nicht richtig angezeigt.

Die Größe der Datei

Große Dateien sorgen für längere Ladezeiten und können das E-Mail-Programm sogar lahmlegen. Wenn die E-Mail zu lange lädt oder gar nicht geladen werden kann, meldet sich der Empfänger ganz schnell wieder ab.

Veränderungen in der Nutzung

Viele Leute benutzen Sprachprogramme, um sich ihre E-Mails vorlesen zu lassen und diese Programme können ALT-Text oder HTML nicht lesen. E-Mails, die nur aus einer Bilddatei bestehen, sind also unbrauchbar.

Und welches ist jetzt das ideale Format?

Hintergrundbilder mit Live-Text

Ich bin vorhin ja schon kurz auf die Vorteile von PNG-Dateien eingegangen. Jetzt nutzen wir diese Vorteile für unsere E-Mails.

Wenn Du eine PNG-Datei benutzt, kannst Du Deiner E-Mail ein Bild als Hintergrund hinzufügen und dann Live-Text darüberlegen. Selbst wenn der Empfänger Bilder blockiert hat, sieht er den Text und kann die E-Mail so trotzdem lesen.

Wasserdichte CTAs

Die Nutzung einer Bilddatei als CTA ist ein großer Fehler, denn wenn das Bild nicht angezeigt wird oder geladen werden kann, hat Deine E-Mail keine Handlungsaufforderung.

Es gibt eine Technik, die als Bulletproof Buttons bezeichnet wird. In diesem Fall besteht die Schaltfläche mit der Handlungsaufforderung aus einem Code-Snippet, nicht aus einer Bilddatei. Falls die Bilder der E-Mail aus irgendwelchen Gründen nicht geladen werden können, wird der CTA als Text angezeigt.

Fazit

Die Verwendung von Bildern in E-Mails ist eine wirksame Strategie und kann zu besseren Ergebnissen für Deine E-Mail-Kampagne führen, aber nur, wenn Du alles richtig machst.

Die Größe, das Format und das Design der Bilder sind ausschlaggebend, damit die E-Mails ausgeliefert werden können und die erhofften Ergebnisse erzielen.

Halte Dich am besten an alle Tipps, die ich in diesem Artikel mit Dir geteilt habe, dann steigerst Du Deine Durchklickrate und entwickelst einen Prozess, der noch jahrelang Traffic auf Deine Webseite schicken wird.

Brauchst Du Hilfe bei der Entwicklung Deiner E-Mail-Strategie? Dann schreib am besten einen Kommentar.

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