Machst Du einen dieser 10 SEO-Fehler?

Seo word collected of wooden elements with the letters

Die folgende Situation kommt Dir bestimmt bekannt vor.

Du hast Dich dazu entschieden die SEO als primäre Traffic-Strategie zu nutzen und optimierst Deine gesamte Webseite, damit Du täglich kostenlos tausende neue Besucher von Google, Bing und Yahoo bekommst. Dann führst Du eine Keywordrecherche durch, um neue Begriffe zu finden, mit denen Du noch mehr Traffic gewinnen kannst. Voller Vorfreude optimierst Du Deine Webseite, baust neue Links auf und freust Dich schon darauf, dass Deine Webseite bald im Ranking steigt.

Und das tut sie auch… ganz langsam.

Sie ist in den vergangenen Wochen und Monaten durchaus in den Suchergebnissen gestiegen, erscheint aber trotzdem erst auf Seite zwei oder drei der Suchergebnisse. Du kannst machen was Du willst, sie taucht einfach nicht auf Seite eins auf. Jetzt fragst Du Dich natürlich: „Woran liegt das?“

Das ist uns allen schon mal so ergangen. Man kann die SEO zwar innerhalb weniger Wochen umsetzen, die Beherrschung dieser Strategie, damit man beliebte Keywords und Suchbegriffe dominiert, nimmt jedoch sehr viel Zeit in Anspruch. Du hast noch viel zu lernen, doch mit ein paar einfachen Veränderungen kannst Du das gewünschte Ranking auf Seite eins wahrscheinlich doch noch erreichen.

Oft muss man nur ein paar Fehler beheben, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Ich zeige Dir jetzt zehn der am häufigsten vorkommenden SEO-Fehler und erkläre Dir, wie Du sie beheben kannst.

Fehler Nr. 1: Du wertest Deine Ergebnisse nicht aus

Bei der SEO geht es nicht ausschließlich darum möglichst viel Traffic zu gewinnen. Es geht vor allem um die Kundengewinnung.

Viele Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich auf die Gewinnung von Traffic und benutzen extrem beliebte und sehr hart umkämpfte Keywords, wundern sich dann jedoch, warum ihre Webseite nicht in den Suchergebnissen auftaucht. Der Traffic ist aber nicht immer ausschlaggebend. Keywords, die über ein geringeres Suchvolumen verfügen, eignen sich oft besser, weil sie spezifischer sind und besser konvertieren, wenn man also für mehrere dieser Keywords in den Suchergebnissen erscheint, kann man trotzdem Umsatz machen.

Um diese gut konvertierenden Keywords zu finden, muss man seine Ergebnisse verfolgen und analysieren. Benutze ein Analyseprogramm und richte Conversion-Tracking ein, um die Ergebnisse unterschiedlicher Keywords miteinander zu vergleichen. Die gewonnenen Erkenntnisse kannst Du dann nutzen, um Deine Webseite zu optimieren und Keywords, die nicht die gewünschten Ergebnisse bringen, entfernen.

Fehler Nr. 2: Deine Webseite ist nicht für die lokale Suche optimiert

Lokale Unternehmen mit einem Standort in einer bestimmten Stadt oder Region bedienen lokale Kunden und sollten sich aus diesem Grund unbedingt mit der lokalen Suche vertraut machen. Die meisten Suchmaschinen, darunter auch Google, verarbeiten lokale Suchbegriffe anders als allgemeine Keywords.

Führe am besten eine lokale Keywordrecherche durch und baue die neuen Keywords dann in Deinen Title-Tag und die Meta-Beschreibung Deiner Seiten ein. Platziere Deine Adresse und Telefonnummer am besten in der Fußzeile Deiner Webseite, damit diese Informationen in den lokalen Suchergebnissen angezeigt werden. Trage Dein Unternehmen dann noch in lokale Branchenverzeichnisse ein, z. B. Yelp, Merchant Circle, Google Places, FourSquare und andere lokale Webseiten.

Fehler Nr. 3: Deine Webseite ist nicht auf die richtigen Keywords ausgerichtet

Dieser Fehler kommt häufig vor, denn viele Unternehmen machen einen der folgenden Fehler:

  • Sie benutzen globale Keywords, obwohl sie lokale Kunden ansprechen wollen.
  • Sie benutzen generische Keywords und gewinnen Besucher, die gar nicht an ihren Produkten interessiert sind.
  • Die genutzten Keywords locken Besucher an, die nach kostenlosen Informationen suchen und nicht kaufbereit sind.
  • Die genutzten Keywords sind sehr hart umkämpft und die Suchergebnisse auf der ersten Seiten werden von Großunternehmen dominiert, die über ein großes Budget und eigene SEO-Experten verfügen, um ihre Position zu verteidigen.

Deine Keywords sollten möglichst spezifisch sein. Du kannst natürlich generische Keywords verwenden und damit sogar erfolgreich sein, aber wie lange würde es dauern, bis sich erste Ergebnisse einstellen würden und wie realistisch ist es?

Aus diesem Grund ist es oft besser, möglichst spezifische Keywords zu verwenden, weil man auf diese Weise schneller Traffic gewinnen und bessere Rankings erzielen kann.

Ein Web-Designer würde also nicht das Keyword „Web-Design“ verwenden, sondern ein spezifischeres Keyword wählen, zum Beispiel „Web-Design für Immobilienmakler Los Angeles„, da man mit diesem Keyword schneller bessere Ergebnisse erzielen könnte. Du kannst Deine Webseite später problemlos für weitere, allgemeinere Keywords optimieren, wenn sie wächst und an Autorität gewinnt.

Es ist ganz einfach geeignete Long-Tail-Keywords zu finden. Öffne Ubersuggest und gib ein Keyword ein, z. B. „Web-Design„.

Klickt dann auf „Keyword-Ideen“ und erhalte Zugriff auf eine Liste mit über 500 Long-Tail-Keywords.

Schau Dir diese Liste jetzt genau an und achte auf die folgenden Bereiche:

  • Suchvolumen: Das durchschnittliche monatliche Suchvolumen des jeweiligen Keywords
  • Kosten pro Klick (CPC): Die Kosten pro Klick auf Google Ads
  • PD: Paid-Difficulty, auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 100 (hoch)
  • SD: Search-Difficulty, auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 100 (hoch)

Suche Dir jetzt Begriffe heraus, die über ein hohes Suchvolumen und einen möglichst niedrigen Schwierigkeitsgrad (SD unter 40) verfügen.

Klick dann oben auf „Ähnlich“, um über 65.000 weitere Keywords zu erhalten. Mit dieser Liste bist Du erst Mal ne Weile beschäftigt!

Fehler Nr. 4: Deine Title-Tags und Meta-Beschreibungen sind nicht optimiert

Ich bin immer wieder verwundert, wenn ich Unternehmen sehe, die ihren Namen als Title-Tag auf jeder Seite benutzen. Das ist ein großer Fehler, der sehr viel Schaden anrichten kann.

Jede Seite Deiner Webseite muss einen einzigartigen Title-Tag haben, nicht nur aus SEO-Gründen. Der Title-Tag wird auch als Vorschau für die sozialen Medien genutzt oder, wenn jemand die Seite im Browser speichert, darum sollte der Title-Tag möglichst beschreibend und genau sein.

Ein Web-Designer könnte beispielsweise den Title-Tag „ABC Web-Design Agentur – Web-Design Services“ für die Homepage benutzen und die Title-Tags der anderen Seiten dann entsprechend anpassen:

  • WordPress Personalisierung – ABC Web-Design Agentur
  • Benutzerdefinierte Web-Templates – ABC Web-Design Agentur
  • Web-Design für E-Commerce – ABC Web-Design Agentur

Jeder Title-Tag wurde mit einem spezifischen Keyword optimiert, das zur jeweiligen Seite passt, der Name des Unternehmens taucht aber trotzdem weiterhin in jedem Title-Tag auf. Der Name steht in diesem Fall hinten.

Die Meta-Beschreibung ist auch wichtig. Sie sollte aus höchstens 160 Zeichen bestehen und muss möglichst genau sein.

Die Beschreibung muss möglichst einzigartig und überzeugend sein. Jede Seite Deiner Webseite, darunter auch die Startseite, muss eine auf sie zugeschnittene Meta-Beschreibung und relevante Keywords enthalten, die den Nutzer davon überzeugt auf Dein Suchergebnis zu klicken. Hier sind zwei Beispiele:

  • Meta-Beschreibung für eine Startseite: Die ABC Web-Design Agentur bietet Web-Design Dienstleistungen für kleine Unternehmen, u. a. WordPress Personalisierung, benutzerdefinierte Web-Templates, Webdesign für E-Commerce und mehr.
  • Meta-Beschreibung für die Seite ‚WordPress Personalisierung‘: Die ABC Web-Design Agentur bietet WordPress Personalisierung, darunter personalisierte WordPress-Templates, Anpassung von Theme-Templates und mehr.

Du kannst Deine Title-Tags und Meta-Beschreibung mit Ubersuggest überprüfen.

Gib Deine URL ein und klick auf „Suchen“.

Klickt in der linken Seitenleiste auf „Seiten-Audit“. Scroll dann bis zum Bereich „Top SEO-Fehler“.

Wie man im oberen Screenshot erkennen kann, hat meine Webseite 13 duplizierte Meta-Beschreibungen und 8 Seiten mit duplizierten Title-Tags. Das könnte zwar am gewählten Design liegen, dennoch sollte ich diesen Fehler prüfen.

Hier sind die acht Seiten mit duplizierten Title-Tags:

Ich kann jetzt auf jede Seite klicken, um ein Drop-Down- Menü zu öffnen und mir Details anzeigen zu lassen.

In diesem Fall liegt kein Problem vor, weil die duplizierten Title-Tags mit der Strukturierung meines Blogs zu tun haben.

Fehler Nr. 5: Du benutzt keine Ankertexte für interne Links

Kennst Du diese blau hinterlegten Texte auf Webseiten? Da steht meistens „hier klicken“ oder ein ähnlich generischer Text.

Aus SEO-Perspektive ist das reine Platzverschwendung. Die Nutzung interner Verweise ist zwar toll, weil man auf diese Weise eventuell mehr Klicks bekommt, man hat aber mehr Erfolg, wenn man seine Ankertexte besser anpasst.

Wenn Du beispielsweise einen Blogbeitrag schreiben würdest und auf Deine Übersicht mit Dienstleistungen für Handelsunternehmen verweisen willst, könnte der Ankertext „Web-Design Dienstleistungen für Handelsunternehmen“ oder ähnlich lauten. Wenn Du den Ankertext eher in Form einer Handlungsaufforderung gestalten willst, sollte diese ein relevantes Keyword enthalten, zum Beispiel „Hier klicken, um unsere Dienstleistungen für Handelsunternehmen kennenzulernen“.

Fehler Nr. 6: Du benutzt immer denselben Ankertext

Du musst Deine Ankertexte optimieren, solltest aber nicht immer denselben Ankertext benutzen. Das sieht nicht nur komisch aus, es könnte sogar zu einer Abstrafung führen, weil die Suchmaschine eventuell denkt, dass Du sie „austricksen“ willst.

Sorg also für etwas Abwechslung. Benutze unterschiedliche Begriffe, den Namen Deines Unternehmens und manchmal auch die URL als Ankertext, um diese möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Benutze also nicht immer dasselbe Keyword im Ankertext.

Fehler Nr. 7: Du konzentrierst Dich auf Link-Quantität, nicht Qualität

Du solltest zwar möglichst viele Backlinks für Deine Webseite aufbauen, musst dabei aber auch auf Qualität achten.

Ein einziger Link von einer Webseite mit hoher Domain Authority ist oft mehr wert als Tausende Links von minderwertigen Onlineverzeichnissen. Qualitativ hochwertige Links sind zwar schwieriger zu bekommen, aber genau aus diesem Grund sind sie so viel Wert, denn die Suchmaschinen vertrauen ihnen. Links von vertrauenswürdigen Webseiten lassen auf die Qualität des verlinkten Inhaltes schließen.

Achte beim Linkaufbau auf folgende Dinge:

  • Deine Links sollten von relevanten Branchenwebseiten stammen.
  • Deine Webseite sollte nicht zu viel ausgehende Links haben.
  • Achte darauf, dass Du keine Backlinks von Pornoseiten, Glücksspielseiten oder Onlineapotheken bekommst.

Du kannst das kostenlose Programm SEOquake benutzen, um Dein Linkprofil zu analysieren und die Domain Authority der Webseiten, die auf Deine Seiten verweisen, zu überprüfen.

Fehler Nr. 8: Deine Inhalte sind schlecht geschrieben

Viele Unternehmen wollen Geld sparen und finden darum möglichst günstige freiberufliche Autoren oder benutzen Programme zur automatischen Erstellung von Artikeln.

Warum ist das wohl keine gute Idee?

Klar, man hat dann zwar viele neue Inhalte, aber welchen Eindruck hinterlässt man wohl beim Nutzer? Der Nutzer merkt sofort, ob der Artikel gut recherchiert und gut geschrieben ist. Wenn der Inhalt schlecht ist, verlierst Du sofort das Vertrauen des Nutzers und hast somit auch einen potenziellen Kunden verloren.

Wenn Du keine Zeit hast Deine Artikel selbst zu schreiben, musst Du freiberufliche Autoren finden, die in der Lage sind gut recherchierte Blogbeiträge zu schreiben, auf die man stolz sein kann. Für qualitativ hochwertige Blogbeiträge muss man natürlich ein bisschen mehr Geld bezahlen, dafür lohnt sich diese Investition aber auch, weil man mehr Kunden gewinnt.

Fehler Nr. 9: Deine Artikel sind nicht gut genug und darum verlinkt niemand auf Deinen Inhalt

Die Realität ist nicht immer schön. Selbst tolle Artikel erzielen nicht unbedingt Links, obwohl sie es verdient hätten.

Wenn Du willst, dass andere Webseiten auf Deine Artikel verweisen, muss dieser Artikel schon außergewöhnlich gut sein. Artikel, die Listen, Videos, Anleitungen oder Infografiken enthalten, haben bessere Chancen.

Eine Web-Design Agentur könnte zum Beispiel folgende Artikel veröffentlichen:

  • Die 100 schönsten E-Commerce Webseiten
  • Wie man ein Widget in WordPress einrichtet
  • Die Geschichte des Web-Designs [Infografik]

Fehler Nr. 10: Das Design Deiner Links ist nicht gut gewählt

Verwendest Du ein benutzerdefiniertes Design oder eines dieser häufig verwendeten Templates?

Es gibt über Hunderte verschiedener Webseiten und Web-Verzeichnisse, die gerne auf Deine Webseite verlinken, wenn diese ein besonders interessantes oder schönes Design hat. Suche am besten gezielt nach Blogs, die das Design von Webseiten aus bestimmten Branchen bewerten (zum Beispiel für Webseiten aus der Bildungs- oder Gesundheitsbranche) und bitte sie dann darum Deine Webseite ebenfalls zu bewerten.

Besucher die über eine solche Webseite auf Deine Seite zugreifen, werden zwar nicht zu Kunden (es sei denn Du bietest Web-Design Dienstleistungen), die zusätzlichen Links wirken sich aber dennoch positiv auf Deine Domain Authority aus. Du kannst Dein außergewöhnliches Design bei Verzeichnissen einreichen und auf diese Weise relativ einfach ein paar qualitativ hochwertige Links aufbauen.

Weitere SEO-Fehler

Hast Du Dich einem oder vielleicht sogar mehrerer der SEO-Fehler auf dieser Liste schuldig gemacht? Oder hast Du einen anderen Fehler gemacht und kannst mir verraten, wie Du ihn beheben konntest?

Falls Du noch mehr über das Thema SEO erfahren willst, solltest Du Dir unbedingt diese SEO-Anleitung durchlesen.

Über den Autor: Kristi Hines ist freiberufliche Autorin, Bloggerin und Social Media Enthusiastin. Auf ihrem Blog Kikolani geht es um Themen aus dem Bereich Blog Marketing, darüber hinaus teilt sie zahlreiche Strategien für die sozialen Medien und Blogging-Tipps.

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