Über die Grundlagen hinaus: 20 aktuelle Social-Media-Tipps für 2022

Beyond the Basics: 20 Fresh Social Media Tips for 2021

Die komplexe digitale Medienlandschaft unterliegt ständigen Veränderungen, auch dieses Jahr ist da keine Ausnahme. Es ist sicherlich von Vorteil, wenn man aktuelle Social-Marketing-Tipps zur Verfügung hat, allerdings ist es gar nicht so einfach, Tipps zu finden, die auch was taugen.

Dabei kann ich Abhilfe schaffen. Da das Thema sehr umfangreich ist, sollten wir uns den Problemen und Herausforderungen jeder sozialen Plattform im Einzelnen widmen.

Social-Media-Tipps für Facebook

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1. Experimentiere mit Facebook-Anzeigen

Facebook-Werbung ist mittlerweile weit verbreitet und eines der beliebtesten Marketing-Tools für digitale Medien, weil es kostengünstig ist. Der Zugang zu einem großen Publikum und die Möglichkeit, Dein Publikum individuell anzusprechen, machen Facebook-Anzeigen für nahezu jede digitale Marketingkampagne zu einer Bereicherung.

Deine Nutzung von Facebook Ads kann die Leistung Deiner Kampagne erheblich beeinflussen. Solltest Du zum Beispiel traditionelle Anzeigen schalten oder Deine Beiträge bewerben? Ist Deine Kampagne auf allgemeine demografische Merkmale ausgerichtet oder richtest Du eine benutzerdefinierte Zielgruppe ein?

Die Entwicklung einer effektiven Werbeanzeige auf Facebook braucht Zeit, führe also Experimente durch, beobachte Deine Leistung und teste verschiedene Techniken.

2. Validiere Deine Zielgruppe

Validierung ist ohnehin eine Priorität im Social-Media-Marketing, doch die Fähigkeit, Kampagnen auf bestimmte Zielgruppen anzupassen, macht die Validierung auf Facebook umso wichtiger. Da Dir Hunderte einzigartige Zielgruppen, Formate und Inhalte zur Verfügung stehen, stärkt die Prüfung jeder Komponente die Integrität Deiner Kampagne.

Wenn Du eine effektive Marketingstrategie auseinandernimmst und analysierst, kannst Du Deine Marketingkampagne ebenfalls neu strukturieren. Nimm Dir die Zeit, um die Merkmale zu bestimmen, die Deinen idealen Kunden ausmachen. Wo halten sie sich auf? Wie alt sind sie? Welche Hobbys haben sie?

Speichere Zielgruppen, die besonders gut auf Deine Marke reagieren, um sie später erneut ansprechen zu können. Diese Zielgruppen können immer wieder für Retargeting-Kampagnen eingesetzt werden.

3. Retargeting mit benutzerdefinierten Zielgruppen

Da es in diesem Artikel ja um Social-Media-Tipps für Facebook und andere Netzwerke geht, muss ich natürlich auch auf Retargeting hinweisen.

Stell Dir vor, Du hättest eine Anzeige für Wanderschuhe geschaltet. Die Anzeige war auf Nutzer ausgerichtet, die zuvor noch nie von Deiner Marke gehört hatten, und darum hat fast niemand auf Deine Anzeige geklickt. Für viele Vermarkter wäre hier Schluss. Zum Glück gibt es einen Weg, um dieselben Leute innerhalb weniger Tage mit einer Retargeting-Kampagne erneut anzusprechen, um sie so vielleicht doch noch von Deinem Produkt zu überzeugen.

Wenn Du Videoanzeigen geschaltet hast, könntest Du sogar Nutzer ansprechen, die sich mindestens 50 % Deines Videos angeschaut haben, auf diese Weise kannst Du Dir sicher sein, dass sie sich wirklich für Dein Produkt interessieren.

4. Nutze Link-Retargeting

Es geht aber noch besser, und zwar mit Link-Retargeting. Wenn Du noch nie von Link-Retargeting gehört hast, musst Du Folgendes wissen.

Mit Link-Retargeting kannst Du das Facebook-Pixel zu Deinem verkürzten Link hinzufügen, der beispielsweise auf einen kuratierten Inhalt verweist. Jeder, der dann auf diesen Inhalt klickt, kann mit relevanten Werbeanzeigen erneut angesprochen werden. Es könnte sich dabei zum Beispiel um Rezensionen, Branchennachrichten oder Medienberichte handeln. Der Kunde kann gezielt erneut angesprochen werden.

Dies funktioniert auch dann, wenn der Link auf eine fremde Webseite führt! Auf diese Weise kannst Du gezielt Inhalte nutzen und die Reichweite Deiner Retargeting-Kampagne erweitern und Deinen Nutzern gleichzeitig einen echten Mehrwert bieten.

Social-Media-Tipps für Instagram

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5. Der tatsächliche Wert gespeicherter Beiträge

Die Funktion, Beiträge zu speichern, wurde eingeführt, um das Nutzererlebnis zu verbessern und sollte eine Alternative zum klassischen “Like” darstellen. Dahinter steckt die Idee, dass Benutzer bestimmte Inhalte aktiv speichern, um sie später schneller wiederzufinden.

Da diese Funktion nun ein wichtiger Teil des Instagram-Algorithmus geworden ist, kann sie kreativ genutzt werden, um das wiederholte Aufrufen Deiner Inhalte lohnenswert zu machen.

Da Instagram in erster Linie eine visuelle Plattform ist, hatten vor allem Creatoren aus der Reisebranche sehr viel Erfolg mit diesem neuen Format. Du kannst dem Nutzer eine noch bessere Erfahrung verschaffen und ihm durch Deinen Inhalt einen zusätzlichen Mehrwert bieten.

6. Experimentiere mit verschiedenen Formaten

Wenn Marken oder Unternehmen Inhalte für Instagram erstellen, konzentrieren sie sich in der Regel auf die Nutzung von Originalbildern. Obwohl fantastische, qualitativ hochwertige Bilder wertvoll sind, könnte man auch ein anderes Format wählen, z. B. GIFs oder Videos, um eine tiefere Verbindung zum Publikum zu schaffen.

Alle Formate, von Memes bis hin zu Mikro-Blogs, können die Verweildauer erhöhen, was zu einer größeren Präsenz und mehr Wachstum innerhalb Deines Social-Media-Kanals führt, es ist also in Deinem besten Interesse, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Formate zu experimentieren.

7. Produziere Deine eigene IGTV-Serie

IGTV ist faszinierend, weil es das Wachstum zeigt, das Instagram im Laufe der Jahre durchgemacht hat. Von Bildern bis hin zu professionellen Videoproduktionen, Unternehmen haben nun Zugriff auf einige unglaubliche Marketing-Tools.

Die Produktion einer Videoserie bietet sich zum Beispiel für die Übertragung von Live-Veranstaltungen, Fragen und Antworten-Sessions, Tutorials, Rezensionen oder sogar eine Live-Talkshow an! Dank Tools wie IGTV kannst Du mit verschiedenen Inhalten experimentieren und gleichzeitig auf wirkungsvolle und sinnvolle Weise mit Deinem Publikum in Kontakt treten.

8. Arbeite mit Mikro-Influencern zusammen

Mikro-Influencer sind wahrscheinlich eine der am häufigsten unterschätzten Ressourcen im digitalen Marketing, können aber massiv zum Erfolg Deiner Kampagne beitragen.

Die meisten Leute denken sofort an Prominente oder bekannte Branchenführer, wenn sie das Wort “Influencer” hören. Das sind definitiv große Ambitionen, es gibt jedoch ein Problem: Die meisten Marken haben einfach nicht die Ressourcen, um Prominente für ihre Kampagne zu gewinnen. Aus diesem Grund empfehle ich die Zusammenarbeit mit Mikro-Influencern.

Versteh mich jetzt bitte nicht falsch, Instagram Ads sind absolut lohnenswert, es gibt jedoch keinen Ersatz für einen Mikro-Influencer, der über eine treue Fangemeinde verfügt. Durch die Zusammenarbeit mit einem Influencer bekommst Du Zugang zu einem viel hochwertigeren Publikum mit weniger Bots und Ghost-Followern.

Social-Media-Tipps für LinkedIn

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9. Veröffentliche regelmäßig neue Beiträge

Wie jede soziale Plattform legt auch LinkedIn großen Wert auf die Verbindungen zwischen seinen Nutzern. Dies mag seltsam erscheinen, wenn man bedenkt, dass es sich eigentlich um ein Netzwerk für Arbeitnehmer und Arbeitgeber handelt.

Du als Marke darfst jedoch nicht in den Hintergrund treten und hinter all den Unternehmensseiten verschwinden, darum ist gerade auf LinkedIn die Entwicklung einer Beziehung zu Deinem Publikum von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund ist das regelmäßige Teilen neuer Beiträge und Updates zu einer Priorität für viele Marken geworden.

Der Aufbau einer Verbindung zu Deiner Zielgruppe geht jedoch über das Teilen von Updates hinaus. Erwäge auch Einführungen in Deine Marke, benachrichtige Deine Benutzer über Neuigkeiten oder teile wöchentliche Blogbeiträge.

10. Probiere Werbung auf LinkedIn aus

Das Experimentieren mit bezahlten Anzeigen ist in jedem Fall sinnvoll, da man die Reichweite der sozialen Plattform mit zielgerichteten Methoden ausnutzen kann.

LinkedIn ist jedoch etwas anders als andere Plattformen. Zum Beispiel ist Werbung auf LinkedIn extrem teuer. Zudem musst Du mit niedrigen Klickraten rechnen (was normalerweise daran liegt wird, dass die Leads dieser Plattform hochwertiger sind und darum weniger Benutzer auf die Anzeige klicken). Hinzu kommt aber auch, dass sehr viele Unternehmen hier werben. Du müsstest schon eine ganz spezifische Zielgruppe ansprechen, damit sich die Investition lohnt. Auf anderen Plattformen findest Du sicherlich bessere PPC-Preise.

Du solltest am besten einen Test durchführen und Anzeigen auf LinkedIn und einer anderen Plattform schalten. Bestimme dann Deine Kosten pro Klick, Reichweite und Konversionsrate, um sicherzustellen, dass LinkedIn wirklich eine gute Investition ist.

11. Vermeide den direkten Verkauf

Typische Verkaufsgespräche und -taktiken funktionieren auf LinkedIn nicht. Du kannst Dich nicht mithilfe brutaler Gewalt zum Branchenführer entwickeln. Konzentriere Dich stattdessen wieder darauf, eine Beziehung zu Deinem Publikum aufzubauen und “Deine Marke zu verkaufen”, nicht Dein Produkt.

Nutzer überfliegen Deine Inhalte in weniger als einer Sekunde, wenn sie nicht sofort einen Mehrwert finden. Vermeide den direkten Verkauf und setze lieber auf ehrliche Kommunikation.

12. Erstelle Multimedia-Inhalte

Videos und andere Multimedia-Inhalte kommen auf LinkedIn hervorragend an, wenn sie richtig eingesetzt werden. Idealerweise sollte der Inhalt sofort zeigen, dass Du das Problem Deiner Zielgruppe auf unmittelbare, greifbare Weise lösen kannst.

Darüber hinaus kannst Du Dich mit Deinem Fachwissen als Vordenker etablieren, indem Du Inhalte teilst, die dem Nutzer helfen, weit verbreitete Branchenprobleme zu lösen. Veröffentliche am besten Videos, Infografiken oder andere wertvolle Inhalte, die zu Deiner Marke passen. Experimentiere, teste und finde heraus, was wirklich funktioniert.

Social-Media-Tipps für Twitter

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13. Social Listening

Twitter entwickelt sich ständig weiter. Da sich auch Gespräche im Laufe der Zeit weiterentwickeln, kann man unmöglich jedem neuen Update, darum empfehle ich, dass Du Twitter vor allem im Bereich Webmonitoring (Social Listening) einsetzen solltest.

Webmonitoring beschreibt die zielgerichtete Beobachtung, Extraktion, Analyse und Aufbereitung von Nennungen zu Unternehmen, Marken, Produkten, Personen, Nachrichten oder Themen im World Wide Web.

Du solltest Dich nicht nur bemühen herauszufinden, was Dein Publikum denkt, sondern Dir auch die Zeit nehmen, in Echtzeit an der Diskussion teilzunehmen, denn das Letzte, was Du willst, ist, von sinnvollen Gesprächen mit früheren und aktuellen Benutzern ausgeschlossen zu werden.

14. Entwickle eine klare Markenstimme

Deine Markenstimme ist wichtig, vor allem auf Twitter. Authentizität ist wichtig, damit sich die Nutzer mit Deiner Marke identifizieren können, und genau dafür ist die Markenstimme zuständig.

Ist Dein Unternehmen eher locker? Lustig? Lehrreich? Finde Deine Markenstimme und probiere unterschiedliche Ansätze aus, um Deine Markenpersönlichkeit zu entwickeln.

15. Führe Umfragen durch

Umfragen sind super, weil sie zwei Ziele gleichzeitig erreichen. Zum einen führen sie zu nutzergenerierten Inhalten (UGC), zum anderen helfen Umfragen, Dein Engagement mit minimalem Aufwand zu steigern.

Wenn das allein nicht schon Grund genug ist, denk daran, dass Umfragen vielseitig eingesetzt werden können. Teste sie am besten auf verschiedenen Landingpages oder in verschiedenen Angeboten. Du hast die Wahl.

16. Schalte Werbung auf Twitter

Es gibt verschiedene Formate für Twitter Ads (gesponserte Tweets, gesponserte Accounts und gesponserte Trends), aber in diesem Artikel möchte ich lediglich auf den Wert von Twitter Ads im Allgemeinen eingehen.

Wie bei den meisten Plattformen zahlst Du auch hier für Leistung. Einer der besten Aspekte von Twitter ist, dass Du ganz spezifische Social-Media-Anzeigen erstellen kannst, die sich am aktuellen Weltgeschehen orientieren. Dies verleiht Deinen Anzeigen ein Gefühl von Dringlichkeit und Authentizität, das Du nirgendwo sonst finden kannst.

Social-Media-Tipps für Pinterest

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17. Schalte Werbung auf Pinterest

Pinterest ein fantastischer Ort, um mit einem bestimmten Publikum in Kontakt zu treten. Wenn Du herausfindest, das sich Deine Kunden auf Pinterest aufhalten, kannst Du ihnen ein einzigartiges Erlebnis bieten. Verwende Bilder, gestalte Deine Werbung möglichst interaktiv und komme am besten sofort auf den Punk.

18. Erstelle Rich Pins

Rich Pins sind eine Art organischer Pin, die Informationen automatisch zwischen Deiner Webseite und Deinen Pins synchronisieren. Es gibt unterschiedliche Arten von Rich Pins:

  • Produkt-Rich Pins beinhalten den aktuellen Preis, die Verfügbarkeit und eine Produktbeschreibung
  • Mit Rezept-Rich Pins kannst Du Deinen Pins die Portionsgröße, die Zubereitungszeit und eine Liste der Zutaten für Rezepte hinzufügen
  • Bei Artikel-Rich Pins kannst Du den Autor eines Artikels oder Blogbeitrages von Deiner Webseite hinzufügen

Das Prinzip ist ganz einfach, erstelle Inhalte, die auf ein bestimmtes Publikum zugeschnitten sind, und entwickle diese Beziehung im Laufe der Zeit weiter.

19. Optimiere für die mobile Nutzung

Die meisten Nutzer greifen mit Mobilgeräten auf Plattformen wie Pinterest zu, darum können wir ein paar sichere Annahmen zur Nutzererfahrung treffen. Zunächst einmal ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Nutzer einen Desktop-Computer verwenden, aus diesem Grund musst Du Deine Inhalte für die mobile Nutzung optimieren.

Um Bilder für Mobilgeräte zu optimieren, solltest Du rechteckige Bilder oder Bilder im Hochformat nutzen. Stelle sicher, dass diese Bilder im Verhältnis 2:3 stehen, damit sie auf mobilen Bildschirmen dargestellt werden.

20. Konzentriere Dich auf Keywords

Wenn Du an Pinterest-Marketing denkst, kommt Dir der Begriff “Suchmaschine” vielleicht nicht sofort in den Sinn. Wenn man dann jedoch bedenkt, das Pinterest ja eigentlich eine Suchmaschine für Ideen ist, macht es durchaus Sinn, dass Keywords eine wichtige Rolle spielen.

Mein letzter Tipp lautet also: Nimm Dir die Zeit, um die Schlüsselbegriffe und Keyword zu finden, die Deinen Pin am besten beschreiben.

Fazit

Social Media Marketing kann ebenso verwirrend wie stressig sein. Mach Dir aber keine Sorgen, auch wenn Du Schwierigkeiten hast, Deine Marketingkampagne zu verbessern und Tipps für die Werbung in sozialen Medien benötigst. Damit bist Du sicherlich nicht allein.

Achte bei Facebook vor allem darauf, dass Du Deine Zielgruppe validierst und regelmäßig Link-Retargeting verwendest. Nutze verschiedene Inhalte und Formate auf Instagram, um ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen. Verwende LinkedIn, um eine Beziehung zu anderen Nutzern aufzubauen und Dich mit anderen auszutauschen. Mit Twitter bleibst Du immer auf dem Laufenden und kannst Dein Publikum regelmäßig aktualisieren. Nutze Pinterest, um mobilen Nutzer ein einzigartiges Erlebnis zu bieten und lege hier besonderen Wert auf die Verwendung von Keywords.

Unabhängig davon, für welche Plattform Du Dich auch entscheidest, Du kannst Dir sicher sein, dass Du der Beherrschung des digitalen Marketings einen Schritt näher gekommen bist, wenn Du meine Tipps befolgst. Übernimm die Kontrolle über Deine Marketingkampagne und prüfe, was funktioniert und was nicht.

Über welche Plattform soll ich als Nächstes schreiben? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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