Das On-Page SEO-Rezept für maximale Inbound Marketingeffizienz

Warum sind so viele Unternehmen geradezu besessen von der Suchmaschinenoptimierung? Ganz einfach. Wenn sie von Anfang an eine gut überlegte SEO-Strategie umsetzen, können sie kostenlosen Traffic auf ihre Webseite schicken.

Heute zeige ich Dir, wie man die „On-Page SEO“ einer Webseite richtig einrichtet, damit Deine SEO-Strategie während der gesamten Lebensdauer Deiner Webseite mit maximaler Effizienz arbeiten kann.

Was ist On-Page SEO?

Der Begriff “On-Page SEO” ist oft sehr vage. Ich wusste nicht, was es bedeutet, als ich es zum ersten Mal gehört habe. Sie Suchmaschinenoptimierung besteht aus drei wichtigen Bestandteilen, mit denen man mehr Traffic gewinnen und eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen erzielen kann.

  1. Du überzeugst andere Webseiten davon auf die Inhalte Deiner Webseite zu verweisen (auch bekannt als “Linkbuilding”).
  2. Du produzierst Inhalte (z. B. Blogbeiträge, Videos oder Infografiken).
  3. Du optimierst den Quelltext, die Seitenstruktur, die Meta-Tags und andere “On-Page” Elemente Deiner Webseite, um diese “suchmaschinenfreundlich” zu machen.

In diesem Artikel werde ich genauer auf Punkt 3 eingehen.

Warum ist die On-Page SEO so wichtig?

Die On-Page SEO ist aus mehreren Gründen wichtig. Ich werde jetzt auf einige dieser Gründe eingehen.

Sie erhöht die allgemeine SEO-Effizienz der Webseite.

Wenn Du all Deine Zeit und all Dein Budget in den Linkaufbau investierst, Dich aber nicht um die On-Page SEO kümmerst, setzt Du Dein Geld nicht klug ein.

Linkbuilding nimmt zwar Einfluss auf das Ranking, doch die On-Page SEO macht mehr aus diesem Ranking (dank gut formulierter Title-Tags und einer überzeugenden Meta-Beschreibung) und schickt am Ende mehr Besucher aus den Suchergebnissen auf Google auf Deine Webseite.

Wenn wir schon dabei sind, dann sollten wir das meiste aus dem Linkbuilding herausholen, oder?

Du kannst sie einmal korrekt einrichten und musst dann keinen Cent mehr dafür ausgeben.

Wenn Du eine neue Webseite baust und alle On-Page SEO-Elemente (wie die H1-Tags, Title-Tags und die Seitenstruktur) richtig einrichtest, musst Du diese Elemente nicht ständig optimieren und prüfen. Wenn die Webseite wächst, wächst die On-Page SEO automatisch mit.

Du generierst gezielteren und relevanteren Traffic.

Dieser Vorteil ist besonders überzeugend. Wenn Du überlegte Entscheidungen triffst und auf Deine On-Page SEO achtest, schickst Du gezielteren und relevanteren Traffic auf Deine Webseite. Wenn Du die On-Page SEO ignorierst, gewinnst Du minderwertigen Traffic.

Sie ist White Hat (risikofrei).

Wenn Du keine überflüssigen Keywords in Deinem Inhalt platzierst (mehr dazu später), ist die On-Page Optimierung die sicherste und risikofreiste Form der Suchmaschinenoptimierung, weil Deine Webseite nicht für unseriöse Methoden und Manipulation bestraft werden kann.

Deine Webseite könnte sogar von Google, Yahoo und Bing verbannt werden. Das passiert zum Beispiel, wenn eine Webseite Links kauft und das System austricksen will. Um eine 100-prozentig sichere SEO Strategie zu garantieren, solltest Du Dich ausschließlich auf On-Page SEO und die Erstellung von Inhalten konzentrieren.

Sie ist benutzerfreundlich.

Wenn Du Dich gut um Deine On-Page SEO kümmerst, kann Deine Webseite problemlos von Menschen und Suchmaschinen navigiert werden. Für eine gute On-Page SEO muss man duplizierte Inhalte löschen, Seiten vereinfachen und eine intuitive Seitenstruktur schaffen.

Eine benutzerfreundliche Webseite überzeugt die Besucher, führt zu mehr Backlinks und wird häufiger in den sozialen Medien geteilt.

Als Nächstes zeige ich Dir, wie man die On-Page SEO gezielt umsetzt.

1. Bestimme ein Keyword, für das Du bekannt sein willst

Ist Dir aufgefallen, dass ich nicht das Wort “Ranking” benutzt habe?

Die SEO ist eine Langzeitstrategie und erfordert somit Zeit. Ein gutes Ranking stellt sich nicht über Nacht ein. Du brauchst eine gut überlegte Marketingstrategie und musst Dich natürlich auch um die Grundlagen kümmern.

Hier geht es zunächst einmal um die Grundlagen Deines Unternehmens. Meistens haben Unternehmer bereits eine Vorstellung davon, für welches „trendige“ Keyword sie gerne in den Suchergebnissen erscheinen möchten. Sie glauben, dass sie haufenweise Traffic gewinnen, wenn sie für diesen Suchbegriff auf Position 1 in den Suchergebnissen auf Google erscheinen. Leider stimmt dieses Keyword oft nicht mit dem Angebot ihres Unternehmens überein.

Besinne Dich zunächst auf Dein Alleinstellungsmerkmal, auch Unique Selling Proposition (USP) genannt. Enthält Dein Alleinstellungsmerkmal eventuell Keywords, die Du benutzen könntest? Werden diese Begriffe gezielt eingesetzt?

Wenn Dein Alleinstellungsmerkmal gut formuliert ist, dann kann der Nutzer es sofort verstehen und in diesem Fall könnte es problemlos für bestimmte Keywords und Begriffe optimiert werden. 🙂

Und wenn das Hauptkeyword nicht so häufig von anderen Unternehmen benutzt wird, kannst Du relativ einfach ein gutes Ranking erzielen.

Ich finde den Seitentitel der Homepage von SEOmoz super (der Seitentitel ist gleichzeitig eins der wichtigsten Seitenelemente, um Deine Webseite bekannt zu machen):

SEOmoz Title Tag

Das Unternehmen produziert SEO-Software (in diesem Fall das Alleinstellungsmerkmal). Der Markt ist relativ klein, darum sollte es relativ einfach sein für einen Begriff wie “SEO-Software” in den Suchergebnissen platziert zu werden. Der Begriff “SEO” wäre schwieriger zu dominieren.

Natürlich gewinnt man seinen Traffic am Ende mit mehreren Keywords und darauf werde ich später noch eingehen, für die allgemeine SEO-Strategie ist es jedoch sehr wichtig sich einen Hauptbegriff, in diesem Fall das Kerngeschäft des Unternehmens, auszusuchen und die Strategie dann rund um diesen Begriff aufzubauen.

Das Hauptkeyword muss dann im Seitentitel und im H1-Tag der Startseite platziert werden. Versuche bitte nicht weitere Keywords in diesen Seitenelementen zu platzieren. Dafür gibt es übrigens einen sehr guten Grund.

2. Keyword Kannibalisierung und Deine Webseitenstruktur

Leg Dir jetzt ein Blatt Papier bereit oder öffne eine Tabelle am Computer.

Organisiere die Seiten Deiner Webseite nach Thema und teile sie in Kategorien ein. Wenn Deine Webseite sehr klein ist, musst Du die Inhalte eventuell nicht extra in Kategorien einteilen. Das wäre sogar besser, weil Webseiten mit weniger als 50 Seiten von einer einfacheren Webseitenstruktur profitieren und ohne Kategorien auskommen.

Jetzt braucht jede Deiner Seiten ein spezifisches Keyword, für das Du Traffic gewinnen willst. Hier ist eine Übersicht zum besseren Verständnis:

  • Das Keyword Deiner Startseite muss Deinem Alleinstellungsmerkmal entsprechen.
  • Deine Produktseiten brauchen ein Keyword, das das jeweilige Produkt beschreibt.
  • Das Keyword der „Über uns“-Seite könnte der Name der Gründer des Unternehmens sein.

Trage alle Seiten Deiner Webseite in die Tabelle ein und teile ihnen dann entsprechende Keywords zu.

keyword to webpage match up

Hier ist die Tabelle einer hypothetischen Webseite mit einem Keyword für jede URL

Wenn mehrere Seiten dasselbe Keyword nutzen, kommt es zur Keyword Kannibalisierung. Dieses Phänomen tritt ein, wenn mehrere Seiten derselben Webseite für dasselbe Keyword optimiert sind. Das kann zu Problemen führen, weil es die Suchmaschinen verwirrt. Die Suchmaschine ist sich nicht sicher, welche Seite sie für den jeweiligen Suchbegriff in den Suchergebnissen platzieren sollte, was dann wiederum Deine Chancen auf die Gewinnung von mehr Traffic für dieses spezifische Keyword reduziert.

Darum solltest Du Deine Webseitenstruktur sehr genau prüfen.

Als Nächstes zeige ich Dir, wie man Seiten optimiert.

3. Title-Tags und die H1-Überschrift

Eins der wichtigsten SEO-Elemente jeder Webseite sind die Title-Tags. Du kannst Dir den Title-Tag mit der Tastenkombination Strg + u (oder Cmd-Option-u / Cmd-u für Mac) in Deinem Browser anzeigen lassen. Der Title-Tag steht zwischen dem Code-Snippet <title> im Quelltext:

SEOmoz title tag

Das erste Wort im Title-Tag sollte immer das Hauptkeyword der jeweiligen Seite gefolgt von Deinem Markennamen sein.

Jetzt musst Du Dich um die Seitenstruktur Deiner Webseite kümmern.

Wiederhole das Keyword in der H1-Überschrift und im Inhalt der Seite, wenn es Sinn macht, weil es der Seite einen extra SEO-Kick in den Suchergebnissen verschaffen kann. Die Seiten Deiner Webseite dürfen jeweils nur eine H1-Überschrift haben.

Jetzt sollte jede URL Deiner Webseite ein Keyword haben, dass jeweils im Title-Tag und in der H1-Überschrift vorkommt. Du darfst dasselbe Keyword nicht zweimal benutzen, demnach braucht jeder Title-Tag und jede H1-Überschrift ein eigenes Hauptkeyword.

overall matchup

Hier sind einige Regeln, an die Du Dich halten solltest, um das meiste aus Deinem H1-Tag rauszuholen:

  • Benutze nur einen H1-Tag pro Seite
  • Platziere das Hauptkeyword der Seite in der H1-Überschrift
  • Schreibe eine einzigartige H1-Überschrift für jede Seite Deiner Webseite (Du darfst dieselbe H1-Überschrift nicht zweimal nutzen)

4. Interne Links

Du kannst den Link Juice Deiner eigenen Webseite nutzen, um bessere Rankings zu erzielen. Verweise dafür aus Deinem Inhalt auf andere Seiten Deiner eigenen Webseite.

Wenn Du beispielsweise eins Deiner Produkte oder eine Deiner Dienstleistungen erwähnst, kannst Du einen internen Link zur entsprechenden Produktseite setzen. Wikipedia ist das perfekte Beispiel dafür.

Wikipedia internal linking example

Das ist ja eigentlich klar, oder? Dennoch wird diese SEO-Strategie oft vernachlässigt. Ich wette, dass Du haufenweise interne Linkmöglichkeiten findest, wenn Du Deine Webseite jetzt mal in Ruhe durchgehst.

Du musst der Suchmaschine zeigen, welche Keywords zu Deinem Angebot und Deinem Unternehmen passen, indem Du diese Begriffe in Deinem Inhalt erwähnst. (Das ist die Basis für den “Linkaufbau”). Vergiss also nicht, interne Links zu setzen.

Glaub aber nicht, dass Du “mehr Punkte sammeln” kannst, indem Du haufenweise interne Links setzt, um die SEO bestimmter Seiten zu steigern, denn die Suchmaschine weiß sehr wohl, wenn es sich um “Spam” handelt und das schadet Deiner Webseite. Als Faustregel gilt: Setze einen internen Link, wenn es sinnvoll ist.

5. Die Meta-Beschreibung

SEOmoz Meta Description Tag

Die Meta-Beschreibung nimmt keinen direkten Einfluss auf die Platzierung einer Seite in den Suchergebnissen, dennoch ist sie EXTREM wichtig für das Suchmaschinenmarketing.

Die Meta-Beschreibung ist ein Textausschnitt, der in den Suchergebnissen angezeigt wird. Du solltest die Beschreibung nicht beschönigen. Die Meta-Beschreibung wird vom Nutzer gelesen, darum sollte sie gut überlegt und schön formuliert sein!

Meta Description in SERP

Der Nutzer klickt nicht immer auf das erste Suchergebnis, stattdessen liest er sich die Meta-Beschreibungen durch und sucht sich dann das Ergebnis aus, das am besten zu seiner Suchanfrage und seiner Absicht passt.

Die Meta-Beschreibungen nimmt also Einfluss auf Deine Durchklickrate. Ich würde Dir empfehlen, die Beschreibung möglichst kurz zu halten, eine klare Handlungsaufforderung zu nutzen und ein Keyword im Text zu platzieren, um dem Nutzer einen guten Grund zu geben auf Dein Suchergebnis zu klicken. (Deine Meta-Beschreibungen sollten immer möglichst genau mit der Nutzerabsicht übereinstimmen.)

Du darfst dieselben Meta-Beschreibungen nicht zweimal benutzen. Google würde dies als Fehler in der Google Search Console anzeigen.

Du kannst Deine Meta-Beschreibungen mit Ubersuggest prüfen. Gib Deine URL ein und klickt dann auf „Suchen“.

Klick dann im linken Seitenmenü auf „Seiten-Audit“, um in die folgende Übersicht zu gelangen:

Die Webseite aus dem oberen Screenshot erhält die On-Page SEO-Bewertung „ausgezeichnet“. Das ist aber noch nicht alles. Scroll jetzt nach unten zum Bereich „Top SEO-Fehler“.

Falls Deine Webseite über duplizierte Meta-Beschreibungen verfügt, werden sie hier angezeigt. Seiten ohne Meta-Beschreibungen werden hier ebenfalls angezeigt. Diese sind auch schlecht für die Klickrate.

6. Keyword-Tags

Meta Keyword Tag

Der “Keyword”-Tag ist seit den 90er-Jahren nicht mehr wichtig, darum musst Du Dir keine großartigen Gedanken darum machen. Wenn Du ihn benutzen willst, solltest Du nur ein Keyword einfügen, weil Google nicht mehr auf diesen Faktor achtet.

Ich bin gegen die Nutzung des Keyword-Tags, weil er fast IMMER mit überflüssigen Keywords vollgestopft wird.Meta Keyword Spam

Das ist Keyword-Spam. Mach das auf keinen Fall.

Damit zeigst Du der Suchmaschine höchsten, dass Du ein Spammer bist. Vergiss nicht, dass Google über Mitarbeiter verfügt, die Webseiten regelmäßig manuell überprüfen. Gehe also nicht davon aus, dass Google das nicht auffallen wird.

*Anscheinend empfiehlt Google die Nutzung des Keyword-Tags für Nachrichtenseiten, was zu viel Verwirrung in der SEO-Welt gesorgt hat.

7. H2-Überschriften

H2 Heading

H2-Überschriften nehmen zumindest ein bisschen Einfluss auf die On-Page SEO. Sie sind zwar nicht so einflussreich wie H1-Überschriften, sollten aber trotzdem benutzt werden.

Ich stoße immer wieder auf Webseiten, die gar keine H2-Überschriften sondern nur H3-Überschriften benutzen. Das ist nicht zu empfehlen. Es gibt einen guten Grund für den H2-Tag, darum sollte er auch benutzt werden, denn er sorgt für eine bessere Strukturierung des Inhaltes Deiner Seite. Du kannst das Design Deiner H2-Überschriften frei wählen, darum gibt es keinen Grund dafür den H2-Tag nicht zu benutzen.

Die H2-Überschrift kann im Gegensatz zur H1-Überschrift problemlos mehrmals auf einer Seite verwendet werden. Du musst Dir nicht zu viele Gedanken um die Platzierung von Keywords in der H2-Überschrift machen. Falls es sich anbietet, kannst Du gerne ein Keyword in der Unterüberschrift platzieren, wichtig ist, dass sie natürlich klingen. Die Unterüberschrift sollte der Suchmaschine eine bessere Übersicht über den Inhalt der Seite verschaffen.

8. Suche nach duplizierten Inhalten

Falls Deine Webseite mehrere URLs für dieselbe Seite erstellt, könnte das zu einem Problem führen.

Viele Webseiten werden mit Contentmanagement-Systeme gebaut (zum Beispiel WordPress, Drupal oder Joomla), um die Verwaltung der Webseite zu vereinfachen. Viele dieser Systeme erstellen jedoch duplizierte Inhalte und diese sind nicht immer sofort erkennbar. Du kannst jedoch prüfen, ob Deine Webseite über duplizierte Inhalte verfügt.

  • Klick auf http://www.xml-sitemaps.com/ und erstelle eine Sitemap. Die Sitemap enthält alle URLs Deiner Webseite. Prüfe die Sitemap und finde heraus, ob sie duplizierte Inhalte enthält.
  • Die Google Search Console findet duplizierte Inhalte und schickt Dir eine Warnung, falls Du einen duplizierten Title-Tag oder eine duplizierte Meta-Beschreibung benutzt.

Michael Gray hat ein tolles Video gemacht, in dem er erklärt, wie man WordPress einstellen muss, damit es nicht zu duplizierten Inhalten kommt.

Der einfachste Weg ist die Nutzung des Canonical Tag.

canonical meta tag

Platziere diesen Tag im Header jeder Seite, die zu duplizierten Inhalten führt. Der Canonical Tag muss die URL der Originalseite enthalten, die in den Suchergebnissen erscheinen soll. Jetzt können die Suchmaschinen die duplizierten Seiten einfach ignorieren.

Hier sind weitere Möglichkeiten:

  • Entferne alle duplizierten Inhalte von Deiner Webseite (wenn dies möglich ist).
  • Platziere einen “No Index” Meta-Tag im Header der duplizierten Seite.
  • Blockiere den duplizierten Inhalt in der Robots.txt-Datei Deiner Webseite.

9. Probleme mit der Weiterleitung der Homepage

Duplizierte Startseiten führen immer wieder zu Problemen.

“ Hä? … Wer duplizierten denn seine Homepage? Das ist ja blöd!”

Vielleicht hast Du auch eine duplizierte Startseite und weißt es nicht einmal. Das kannst Du folgendermaßen überprüfen:

Gibt die Domain Deiner Homepage in die Suchmaschine ein und nutze die folgende Schreibweise: http://www.deinewebseite.com

Gib anschließend die folgende URL ein: http://deinewebseite.com

Wird eine dieser URLs auf eine andere weitergeleitet? Wenn Du keine “Weiterleitung” eingerichtet hast, dann hast Du eine duplizierte Homepage. In diesem Fall hast Du zwei Startseiten mit identischem Inhalt.

Vielleicht hast Du sogar drei: http://deinewebseite.com/index.php

Oder vier! http://www.deinewebseite.com/index.php

(Die jeweilige URL-Erweiterung hängt natürlich immer ganz von der von Dir verwendeten Technologie ab, es muss also nicht PHP sein, es könnte ebenso gut HTML, ASP oder CSM sein.)

Du musst eine 301-Weiterleitung einrichten, um alle Varianten Deiner Startseite auf eine einzige URL weiterzuleiten.

Das Problem lässt sich ganz einfach in der Google Search Console beheben. Öffne dafür die Einstellungen und gib dann Deine bevorzugte Domain, mit oder ohne “www”, ein.

preferred domain

Das Setzen einer bevorzugten Domain in der Google Search Console ist auf jeden Fall zu empfehlen, weil es sich hierbei um eine Best Practice handelt und Problemen vorbeugt.

Du musst Dich für eine URL entscheiden. Die meisten Webseitenbetreiber verzichten auf den Zusatz “www”, weil die URL dann kürzer, einfacher zu merken, und besser auf die Marke zugeschnitten ist.

Du musst Dich für eine URL entscheiden, denn wenn Du Deinen Domainnamen bewirbst (sei es in Deiner E-Mail-Signatur, in einem Gastbeitrag oder in Onlineverzeichnissen, usw.), verlinken die Leute immer auf die Domain, die Du am häufigsten teilst. Da die 301-Weiterleitung nur 90 % Deines Link Juice erhält, solltest Du immer die bevorzugte URL teilen, damit es nach Möglichkeit NICHT zu einer Weiterleitung kommt und Dir auch die übrigen 10 % erhalten bleiben.

10. Keywords in Fettschrift

Das Hervorheben von Keywords mit Fettschrift kann zu kleinen SEO-Vorteilen führen. Dieser Tipp ist nicht kompliziert. Achte auf folgende Dinge:

  • Hebe das Keyword nur einmal mit Fettschrift hervor. (Du darfst das Keyword nicht jedes Mal fett schreiben.)
  • Schreibe nur ein Keyword fett, nicht mehrere unterschiedliche Keywords.

11. Das NoFollow-Attribut

nofollow attribute

Das NoFollow-Attribut ist ein Zusatz im Code-Snippet des Ankertextes, der Google sagt, dass kein „Link Juice“ auf die verlinkte Seite übertragen werden soll. Wenn Du auf eine andere Webseite verweist, bekommt die verlinkte URL jedes Mal einen kleinen SEO-Boost. In Fachkreisen wird das “Link Juice” genannt.

Manchmal möchte man aber KEINEN Link Juice übertragen. Das kann mehrere Gründe haben.

  • Wenn man zu viel Link Juice überträgt, könnte die Leistung der verweisenden Seite beeinträchtigt werden.
  • Wenn man Link Juice auf Spam-Webseiten überträgt, schadet man der Glaubwürdigkeit der eigenen Webseite.

Mit dem NoFollow-Attribut wird kein „Link Juice“ übertragen.

Bis vor ein paar Jahren waren SEO-Experten nahezu vom NoFollow-Attribut besessen. Ich kenne Leute, die sogar extra Tabellen erstellt haben, um den Link Juice zu berechnen.

Das Attribut wurde ursprünglich eingeführt, um Spam vorzubeugen. Mittlerweile weiß man aber, dass man das NoFollow-Attribut benutzen kann, um den Link Juice besser zu nutzen und zu steuern.

Ich sage den Leuten immer, dass man sich nicht zu viele Gedanken um das NoFollow-Attribut machen muss. Dafür muss man sich nur mal Wikipedia anschauen. Hier macht sich auch keiner Gedanken um NoFollow-Attribute, trotzdem wird die Webseite für fast alle erdenklichen Begriffe auf Platz 1 in den Suchergebnissen angezeigt.

Die Nutzung des NoFollow-Attributes kann aus Datenschutzgründen durchaus Sinn machen. Falls Du bestimmte Seiten vor Google verstecken möchtest, ist die Nutzung einer Robots.txt-Datei jedoch sinnvoller.

Du solltest das NoFollow-Attribut aber auf jeden Fall im Kommentarbereich Deines Blogs benutzen, damit Du nicht aus Versehen Link Juice auf Spam-Seiten, Online Casinos oder andere fragwürdige Webseiten weiterleitest.

12. Alt-Tags für Bilder

an alt tag

Dieser Meta-Tag sagt der Suchmaschine, was auf dem Bild zu sehen ist (weil der Suchbot keine Augen hat :). Der Alt-Tag hilft der Suchmaschine dabei den Inhalt der Seite besser zu verstehen und zeigt ihr, dass Deine Seiten und deren Inhalte besser und ausführlicher sind, weil sie nicht nur aus Text bestehen.

Der Alt-Tag kann je nach Branche große Auswirkungen auf die SEO haben. Onlineshops und Handelsunternehmen sollten auf jeden Fall vom Alt-Tag Gebrauch machen.

Der Text des Alt-Tags muss das Bild beschreiben, zudem sollte er nach Möglichkeit nicht dupliziert werden. Beschreibe das jeweilige Bild und benutze, wenn nötig, auch Zahlen.

13. Die 301-Weiterleitung

Die 301-Weiterleitung ist ein sinnvolles SEO-Element. Du solltest Dich auf jeden Fall mit Weiterleitungen auskennen, da Du sie nutzen kannst, um einer Suchmaschine zu zeigen, dass ein Inhalt umgezogen ist.

Es kann durchaus vorkommen, dass Du Deine Webseitenstruktur früher oder später ändern musst. In diesem Fall kommt es zur Veränderung der Seitenstruktur, weil „alte“ Inhalte an anderen Stellen platziert werden müssen. In diesen Fällen musst Du eine 301-Weiterleitung einrichten, damit Google den Inhalt finden kann, denn wenn Du keine Weiterleitung einrichtest, wird stattdessen eine 404-Fehlerseite angezeigt!

Die Einrichtung einer 301-Weiterleitung dauert nur wenige Sekunden. Externe Webseiten verlinken ebenfalls auf Deine Inhalte und wenn Du Deine Seitenstruktur veränderst, führen diese externen Links ebenfalls auf eine 404-Fehlerseite.

Das führt mich zu meinem letzten, superwichtigen On-Page SEO-Tipp.

Lösche alte Inhalte auf keinen Fall ohne guten Grund

Das sollte eigentlich jedem klar sein, dennoch kommt es gerade bei größeren Unternehmen immer mal wieder vor. Ein Unternehmen entscheidet sich dazu, die Webseite zu überarbeiten, weil ein Redesign notwendig ist und der Inhalt aktualisiert und überarbeitet werden muss.

Das ist zwar eine gute Idee, und ich kann die Aktualisierung und das Redesign von Webseiten durchaus empfehlen, allerdings darf man in diesem Fall keine altbewährten Inhalte löschen, die seit Jahren guten Traffic auf die Webseite schicken!

Es ist doch so, man erstellt Inhalte (vor allem Artikel und Blogbeiträge), weil man sie, sobald sie online sind, hervorragend zu Marketingzwecken nutzen kann, unter anderem:

  • Markenstärkung
  • Leadgewinnung
  • Gewinnung von Abonnenten
  • Verkauf von Produkten

FÜR IMMER!

Man muss nur einmal für diesen Inhalt bezahlen (also für die Produktion dieses Inhaltes) und muss dann nie wieder Geld dafür “ausgeben”, es sei denn man schaltet Werbeanzeigen, denn in diesem Fall bezahlt man pro Klick.

Der Inhalt kann theoretisch auf unbestimmte Zeit einen positiven ROI erzielen. Da Google die am häufigsten genutzte Suchmaschine ist, ist das auch heute noch der Fall. (Falls Du Deine Webseite irgendwann mal löschst oder falls Du Dir eine Strafe einhandelst, erzielst Du natürlich keinen positiven ROI mehr.)

Du brauchst ein System, damit alte Inhalte nicht gelöscht werden. Falls Du irgendwann mal auf ein professionelles Team umsteigst, um Deine Webseite neu zu designen, könnte es sein, dass alte Inhalte plötzlich verschwinden (und dann ist der Traffic auch weg). Dann war all die harte Arbeit umsonst. 🙁

Es gibt zahlreiche SEO-Tools, mit denen man eine komplette Webseitenprüfung durchführen kann. Diese Tools erstellen eine komplette Checkliste Deiner Webseite und zeigen Dir, welche Veränderungen durchgeführt werden müssen, um Fehler zu beheben. Du könntest auch eine API-Schnittstelle mit DataForSEO, SEMrush und Raven einrichten, um eine automatisierte Prüfung durchführen zu lassen.

Wenn Du Deiner Webseite ein neues Design geben willst, musst Du wissen, wie 301-Weiterleitungen funktionieren. Achte darauf, dass alle alten Inhalte auf die richtigen Seiten weitergeleitet werden. Besser wäre es natürlich, wenn Du die alte URL-Struktur UND alle alten Inhalte beibehalten kannst und lediglich das Design und das Aussehen Deiner Webseite änderst. Falls das jedoch nicht möglich ist, brauchst Du 301-Weiterleitungen.

Fazit

Die On-Page SEO muss spätestens dann optimiert werden, wenn Deine Webseite ein Redesign bekommt. Es ist nicht weiter schlimm, wenn Deine Webseite noch relativ neu ist, allerdings ist es sinnvoll, sich sofort und bereits im Erstellungsprozess einer neuen Webseite um die On-Page SEO zu kümmern.

Führe am besten sofort eine komplette Webseitenprüfung durch und teste den aktuellen Stand Deiner On-Page SEO. Vielleicht findest Du Fehler, die sich relativ leicht und schnell beheben lassen, aber große Auswirkungen auf Dein Unternehmen haben!

Hast Du Fragen? Vorschläge? Feedback? Dann schreibt doch einfach einen Kommentar.

Über den Autor: Sean Work ist ehemaliger Marketingleiter von KISSmetrics. Du kannst ihm auf Twitter folgen: @seanvwork

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