Web-Design: Der vollständige Leitfaden

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Web-Design war früher mal sehr kompliziert, das ist jetzt aber nicht mehr der Fall. Als ich vor Jahren mit dem Entwurf meiner ersten Webseite begann, gab es nicht so viele Ressourcen. Es gab im Grunde nur zwei Möglichkeiten. Man konnte entweder die Grundlagen der Programmiersprache erlernen oder einen Designer engagieren. Das Erste ist extrem schwierig und zeitaufwendig, das Letzte sehr teuer.

Nach einem kurzen Versuch, meine Webseite selbst zu entwerfen, gab ich schließlich mein gesamtes Geld für einen Designer aus. Mehr, als ich ausgeben wollte, aber ich hatte ja keine Wahl. Heutzutage stehen Webseitenbetreibern mehr Ressourcen zur Verfügung. Es ist möglich, eine professionelle Webseite zu entwerfen, ohne einen Designer einzustellen oder Programmieren zu lernen.

Egal, ob Du ein Anfänger bist oder einfach nur nach einer neuen Möglichkeit suchst, Webseiten zu gestalten, hier bist Du genau richtig, denn in diesem Artikel erkläre ich, wie man Schritt für Schritt eine neue Webseite erstellt.

Mein Lieblingsbaukasten für neue Webseiten

Wix ist mein Lieblingsprogramm für das Erstellen neuer Webseiten. Es handelt sich im Wesentlichen um eine alternative Methode, wenn man Webdesign vollständig umgehen will.

Wix bietet einen kostenlosen Homepage-Baukasten, der es jedem ermöglicht, eine Webseite von Grund auf neu zu erstellen und zu gestalten, ganz ohne Erfahrung, Programmier- oder Designkenntnisse. 

Ich liebe Wix, weil es mühelos zu bedienen ist. Das endgültige Design sieht trotz einfacher Nutzung immer professionell aus. Deine Besucher würden immer davon ausgehen, dass Du einen Designer engagiert hast. 

Diese Mühelosigkeit gilt für alle wichtige Elemente, um die Du Dich nicht selbst kümmern möchtest, wie beispielsweise Sicherheit und Zuverlässigkeit. Wix kümmert sich auch um diesem Bereich, sodass Deine Webseite immer geschützt ist und jederzeit über Deine Server bereitstellt wird.

Die automatisierte Datensicherung stellt sicher, dass Du nie bei Null anfangen musst, falls mal die Verbindung abbricht.

Ein weiterer Grund, warum ich Wix so oft empfehle, ist seine Vielseitigkeit. Es kann die Designanforderungen jeder Art von Webseite erfüllen, von einfachen Blogs bis hin zu Portfolios, Onlineshops, Restaurants oder Webseiten für kleine Unternehmen. Viel andere Baukästen verfügen nicht über dasselbe Maß an Vielseitigkeit.

Im Folgenden erfährst Du, wie man mit Wix eine kostenlose Webseite entwirft.

Schritt Nr. 1: Erstelle ein Konto auf Wix

Zuerst musst Du Dich bei Wix anmelden. Öffne Wix.com und erstelle ein Konto. Die Anmeldung ist kostenlos und Du musst nicht einmal Deine Kreditkarteninformationen angeben.

Klick auf “Eigene Website erstellen”, um loszulegen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Plattformen kann der Anmeldevorgang bei Wix in Sekunden abgeschlossen werden. Du musst kein langes Formular ausfüllen. Du musst nur Deine E-Mail und ein Passwort eingeben. Alternativ kannst Du Dich auch mit Deinem Google- oder Facebook-Konto anmelden, um diesen Schritt zu umgehen.

Nach der Anmeldung führt Wix Dich automatisch durch den Prozess zur Erstellung einer Webseite.

Schritt Nr. 2: Wähle Deine Branche aus

Jetzt musst Du angeben, für was Du eine Webseite entwerfen möchtest. Deine Antwort wird einen erheblichen Einfluss auf Deine Designvorlagen haben. Ein persönlicher Blog und Onlineshop haben zum Beispiel ganz andere Ansprüche an das Web-Design dasselbe gilt für das Portfolio eines Fotografen oder Künstlers im Vergleich zu einem lokalen Restaurant.

Wix erleichtert die Auswahl. Du wirst aufgefordert, Deine Branche aus einer Vielzahl möglicher Optionen auszuwählen.

Auf Basis Deiner Auswahl wählt Wix dann automatisch passende Vorlagen aus. Wenn Du beispielsweise „Onlineshop“ auswählst, erhältst Du ein Layout, das bereits Produktseiten und Produktkategorien sowie einen Checkout-Prozess beinhaltet. 

Nach Auswahl Deiner Kategorie stehen Dir zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Website von Wix ADI erstellen lassen
  • Website mit dem Editor erstellen

Die erste Option eignet sich hervorragend für Leute, die es eilig haben. Du beantwortest nur ein paar Fragen und Wix entwirft basierend auf Deinen Antworten eine Webseite für Dich.

Es ist wirklich beeindruckend, wie schnell die Seite fertig ist. Innerhalb weniger hast Du ein brandneues benutzerdefiniertes Design, das auch noch wunderschön aussieht und nur noch mit Deinen eigenen Inhalten angepasst werden muss. Ansonsten ist sie Seite voll funktional.

Für die Zwecke dieser Anleitung wähle ich jedoch die zweite Option, da wir ja lernen wollen, wie man eine Webseite mit dem Editor erstellt. Dies gibt Dir mehr Kontrolle und Freiheit über jeden Aspekt Deines Designs.

Schritt Nr. 3: Wähle ein Design aus

Es ist viel einfacher, mit einer Designvorlage zu beginnen, als eine leere Vorlage zu nutzen. Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, um die verschiedenen Designvorlagen durchzugehen. Welcher Stil spricht Dich am ehesten an? Welches Design passt zu Deiner Marke?

Wix verfügt über Hunderte fertiger Designs. Dies kann anfangs etwas überwältigend sein, begrenze Deine Suche daher zunächst auf die Art von Webseite, die Du erstellen willst.

Ich wähle die Kategorie “Unternehmen”, die an sich aber auf zu weit gefasst ist, darum kann ich meine Suche jetzt noch weiter eingrenzen. Dafür stehen mir die folgenden Unterkategorien zur Verfügung: Beratung & Coaching, Dienstleistungen, Werbung & Marketing, Finanzen und Recht, Immobilien und vieles mehr. Jede dieser Kategorien verfügt über eigene Designvorlagen.

Wenn ich beispielsweise „Online-Shop“ auswähle, kann ich meine Auswahl noch weiter einschränken, indem ich auf eine der folgenden Unterkategorien wie Mode, Schmuck & Accessoires, Elektronik, Haus & Dekor, Kinder & Babies oder Sport & Freizeit klicke.

Wenn ich einen Blog entwerfen möchte, stehen mir Optionen wie persönlicher Blog, Essen & Reise, Mode & Schönheit oder Podcast zur Verfügung.

Die von Dir gewählte Vorlage bildet die Grundlage für den Rest Deiner Webseite, darum musst Du Dir die Zeit nehmen, ein passendes Design auszuwählen. Du darfst diesen Schritt nicht überstürzen. Du kannst verschiedene Designelemente später jederzeit nach Wunsch anpassen, mit der richtigen Vorlage ist das aber viel einfacher.

Schritt Nr. 4: Bearbeite Dein Design

Deine Besucher bilden sich im Bruchteil einer Sekunde eine Meinung über Deine Webseite. Darum ist das Design so wichtig, denn alles beginnt mit dem richtigen Layout.

Die Vorlagen von Wix sind bereits optimiert und auf eine benutzerfreundliche Navigation ausgerichtet. Du hast aber die Freiheit und Flexibilität, jederzeit Änderungen vorzunehmen.

Für unser Beispiel bearbeite ich eine Vorlage aus der Kategorie „Beratung & Coaching“. Nehmen wir an, ich möchte die Position der Überschrift auf der Homepage verschieben. In diesem Fall klicke ich einfach auf das Kästchen im Editor und ziehe die Überschrift an die gewünschte Stelle. 

Vielleicht möchte ich die Handlungsaufforderung „Mehr erfahren“ rechts neu positionieren. Ich kann auf das Element klicken und die Schaltfläche ebenfalls an eine beliebige Stelle ziehen.

Verschiebe ruhig ein paar Elemente, um zu üben. Auf diese Weise machst Du Dich mit dem Editor vertraut und fühlst Dich später wohler. Wenn Du die Änderungen nicht übernehmen möchtest, kannst Du jederzeit zum ursprünglichen Design zurückkehren.

Schritt Nr. 5: Bereite Deine Inhalte vor

Deine Inhalte sind ein wesentlicher Bestandteil des Designs Deiner Webseite. Du kannst Dein Design nicht vollständig fertigstellen, ohne zu wissen, welche Inhalte zu sehen sein werden. Sammle darum Fotos, Videos, Grafiken, Logos, Slogans, Texte und alles andere, was Du auf Deiner Webseite zeigen möchtest.

Hier ist ein Beispiel:

Ich befinde noch immer in derselben Vorlage. Eines der ersten Dinge, die ich tun würde, ist, das Foto einem Bild auszutauschen. Doch bevor ich das tue, muss ich mir noch Gedanken über den Text machen.

Das Design lässt standardmäßig genügen Weißraum. Weißraum ist ein wichtiges Element im Web-Design, mir gefällt dieser leere Bereich jedoch nicht, also habe ich zwei Möglichkeiten.

  • Ich kann ein Foto in voller Länge (wie oben) verwenden und einen neuen Absatz in den leer stehenden Bereich einfügen.
  • Ich kann ein kleineres Foto verwenden (z. B. ein Portrait) und nur einen Textabsatz beibehalten.

In beiden Fällen könnte ich so den leeren Abschnitt beseitigen. Siehst Du, wie sich eine Komponente auf eine andere auswirkt? All dies wird von deinem Inhalt beeinflusst. Die Anpassung Deines Designs ist viel einfacher, wenn Du Deine Inhalte im Voraus vorbereitest.

Schritt Nr. 6: Definiere Deine Markenstrategie

Überlege Dir, wie die Besucher Deiner Webseite Deine Marke wahrnehmen sollen. Diese Dinge entscheiden über das Farbschema, die Schriftarten und andere Designkomponenten. Sie wirken sich direkt auf Dein Markenimage aus.

Klick links im Menü auf “Website-Design”. Das ist die Schaltfläche mit dem “A” und dem Tropfen.

Hier kannst Du Dein Farbschema festlegen und die Farben oder das Textdesign Deiner Seite ändern. Lege die Schriftarten sowie die Größe Deiner Überschriften und Absätze fest.

Mit gefällt die aktuelle Farbgebung ganz gut. Sie passt zu einem Unternehmensberater. Das Design ist modern und sieht professionell aus. Wenn Du jedoch eine Webseite für Kinder entwerfen würdest, müsstest Du leuchtenden Farben und große, fette Schriftarten wählen.

Wenn Du Deine Logos und andere Materialien bereits in Schritt 5 hinzugefügt hast, kannst Du jetzt sicherstellen, dass das Farbschema der Seite gut zum Rest des Inhalts passt.

Schritt Nr. 7: Füge neue Seiten hinzu

Deine Seiten haben jeweils einzigartige Layouts, unterliegen aber den gleichen Branding-Prinzipien, sollten also dem Design Deiner Startseite folgen, darum stehen Dir bei der Auswahl neuer Seiten bereits einige Variationen zur Verfügung.

Klicke auf das entsprechende Symbol im linken Menü, um eine neue Seite hinzuzufügen und klicke dann auf „Seite hinzufügen“.

Neue Seiten sind wie eine leere Leinwand, mit Ausnahme Deiner Kopf- und Fußzeile. Du könntest jeder Seite einen „Streifen“ hinzufügen, um nicht bei null anzufangen, je nachdem, was die Seite enthalten soll. Klick dafür auf das “+” und wähle eine passende Vorlage aus.

Streifen sind im Grund genommen Mini-Vorlagen, wende darum die gleichen Prinzipien an, die Du in Schritt 3 gelernt hast, um die ideale Vorlage zu finden.

Dies ist nur eine der vielen Möglichkeiten, neue Seiten zu entwerfen. Wix verfügt bereits über so viele großartige Optionen, dass es sich gar nicht lohnt, eine Seite von Grund auf neu zu entwerfen.

Schritt Nr. 8: Achte auf die Benutzerfreundlichkeit

Manchmal verliert man während des Designprozesses den Fokus auf die Nutzer, die Benutzererfahrung (UX) darf aber auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Die Besucher Deiner Webseite haben bestimmte Erwartungen an das Design. Das Navigationsmenü muss sich beispielsweise oben befinden. Zudem erwarten sie, dass die Fußzeile Kontaktinformationen enthält und dass das Logo auf die Startseite zurückführt.

Hier ist das Beispiel eines einfachen Navigationsmenüs:

Die Webseite aus dem oberen Beispiel hat nur vier Seiten, darum hat das Menü nur vier Bereiche. Man könnte bei Bedarf ein oder zwei Weitere hinzuzufügen, mehr wäre aber zu viel. Stell Dir vor, diese Webseite hätte 10 oder 20 Menüpunkte. Das wäre eine Katastrophe. Der obere Teil wäre viel zu unübersichtlich und Besucher würden nie finden, wonach sie suchen. Insgesamt wäre es eine schlechte Benutzerführung.

Beachte beim Design Deiner Seite stets die Benutzerfreundlichkeit, die Platzierung Deiner CTAs, Leerraum, Web Architektur und weitere Dinge. Versuche nicht, das Rad neu zu erfinden. Befolge die Regeln des Webdesigns, dann musst Du Dir um die User Experience (UX) keine Gedanken machen.

Schritt Nr. 9: Optimiere das Design für Mobilgeräte

Laut Statista greift etwa die Hälfte aller Nutzer mit einem mobilen Geräte auf das Internet zu, es besteht also die Chance, dass jeder zweite Besucher Deiner Website mit einem Smartphone oder Tablet auf Deine Webseite zugreift.

Achte darauf, dass Dein Web-Design mobilfreundlich ist, andernfalls springen die Besucher sofort wieder ab und Du gewinnst keine neuen Kunden. Zum Glück hat Wix auch dafür eine einfache Lösung gefunden.

Klicken im Editor oder auf der Vorschauseite auf das „Handy“-Symbol, um von der Desktop-Ansicht in die mobile Ansicht zu wechseln. 

Wix optimiert Deine Website automatisch für Mobilgeräte, trotzdem ist es eine gute Idee, selbst zu prüfen, ob alles an der richtigen Stelle ist. Wenn Du eine Änderung vornehmen möchtest, kannst Du das mobile Design Deiner Webseite bearbeiten, ohne die Desktop-Version zu verändern.

Schritt Nr. 10: Veröffentliche Deine Webseite

Wenn die Webseite fertig ist, musst Du sie nur noch veröffentlichen.

Die Webseite muss nicht perfekt sein, um sie veröffentlichen zu können. Du kannst jederzeit zurückkehren und neue Seiten hinzufügen oder Änderungen vornehmen. Sobald die Startseite, das Impressum, die Info-Seite, die Kontaktseite und weitere Kernelemente stehen, sollte die Webseite jedoch veröffentlicht werden, damit Du anfängst, Traffic zu generieren. Stelle nur sicher, dass Du keine unvollständigen Seiten veröffentlichst.

Klick oben rechts im Dashboard auf die blaue Schaltfläche „Veröffentlichen“.

Wie bereits erwähnt, Deine Webseite ist absolut kostenlos, es gibt jedoch einen Haken. Benutzer, die sich für die kostenlose Version entscheiden, können sich keine Domain aussuchen. In diesem Fall besteht die Domain immer aus dem Namen Deines Wix-Kontos, gefolgt vom Branding von Wix und dem Namen Deiner Webseite.

Hier ist ei Beispiel: http://neilpatelbeispiel.wixsite.com/meinewebsite-1

Für Unternehmen ist das natürlich keine Option. Du könntest die kostenlose Webseite in diesem Fall höchstens verwenden, um neue Dinge auszuprobieren oder mir dem Design herumzuspielen. Wenn Du Deine Seite jedoch veröffentlichen willst, musst Du einen kostenpflichtigen Tarif wählen und ein Upgrade durchführen.

Nach dem Upgrade kannst Du eine Domain wählen, Du kannst diese entweder direkt über Wix kaufen oder bei einem Drittanbieter erwerben. Wenn Du noch keine Domain hast, ist es einfacher, diese direkt über Wix zu erwerben, da dann alles über eine einzige Plattform verwaltet werden kann.

Fazit

Das Web-Design hat sich im Laufe der Jahre wirklich weiterentwickelt. Was einst eine große Herausforderung oder ein kostspieliges Wagnis darstellte, kann jetzt mit Leichtigkeit bewerkstelligt werden.

Website-Builder wie Wix machen den Entwurf neuer Webseiten von Grund auf nahezu überflüssig. Technisch nicht so versierte Benutzer und Personen ohne Designerfahrung können eine Vorlage auswählen und ihre Webseite dann einfach mit ihren eigenen Inhalten füllen. Man muss keine Programmiersprachen mehr lernen und keinen Designer einstellen.

Melde Dich bei Wix an, befolge die oben aufgeführten Schritte und erstelle innerhalb weniger Minuten eine professionelle Webseite. So einfach ist das!

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