So erstellst Du Deine erste professionelle Webseite

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Du möchtest also Deine erste professionelle Webseite erstellen. Super! Ich zeige Dir, wie das geht und was dabei zu beachten ist.

Was Du beim Bau Deiner ersten Webseiten beachten solltest

Du brauchst einen Domainnamen und einen Webhosting-Anbieter, damit Deine Webseite online gehen kann. 

  • Die Domain ist der Name Deiner Webseite und Deine Internetadresse, über die Besucher Zugang erhalten. Ich habe mir zum Beispiel die Domain neilpatel.com ausgesucht (die Domain wird auch oft als URL bezeichnet).
  • Der Web-Host ist ein Drittanbieter, der gegen eine Gebühr Speicherplatz für Deine Webseitendaten auf einem seiner Server bereitstellt.

Auf Bluehost kannst Du Dir einen Hosting-Plan aussuchen und Deinen neuen Domainnamen gleich mitbestellen.

Gibt es die Webseite auch kostenlos?

WordPress.com bietet kostenlose Webseiten an.

Um den kostenlosen Plan nutzen zu können, kannst Du aber keinen Domainnamen registrieren und musst auch keinen Webhosting-Anbieter auswählen, da Deine Webseite automatisch als Subdomain von WordPress.com generiert wird. Dies bedeutet, dass Deine URL www.deineseite.wordpress.com heißen würde.

Falls Du Deine Webseite langfristig nutzen willst, solltest Du jedoch eine eigene Domain (z. B. www.deineseite.de) beantragen, weil das natürlich besser aussieht. In diesem Fall musst Du Geld für das Hosting und den Domainnamen einplanen.

Eine kurze Anleitung zum Bau Deiner ersten Webseite

Bist Du bereit und möchtest loslegen? Dann folge diesen acht Schritten, um Deine Webseite zu erstellen und dabei nichts Wichtiges zu vergessen.

Schritt Nr. 1: Die Zielsetzung

Warum brauchst Du eine Webseite? Als Portfolio für Deine Arbeitsproben? Möchtest Du einen Nischenblog gründen? Willst Du einen Onlineshop eröffnen? All dies ist mit WordPress kein Problem, denn das Contentmanagement-System ist flexibel anpassbar.

Wie möchtest Du von Deiner Zielgruppe genannt werden? Das wäre der Name Deiner Webseite. Und wie können sie Dich finden? Das wäre Deine Domain (URL).

Da Deine Domain das Aushängeschild Deines Unternehmens ist, musst Du hier gut überlegen.

Eine starke Domain hat eine Verbindung zum Unternehmen, dem Produkt oder der Dienstleistung. Sie muss eingängig, einprägsam und einfach zu verstehen sein. Kürzer ist fast immer besser.

Wie findet man den richtigen Domainnamen?

Das möchte ich anhand von einem Beispiel der zwei in diesem Artikel erwähnten Unternehmen erklären.

Der Name WordPress ist kurz, ikonisch und ruft Bilder von Text („Wort“) und möglicherweise einer Druckmaschine („Presse“) in den Kopf. Es ist sofort klar, dass das Geschäftsmodell dieses Unternehmens auf dem Teilen von Inhalten basiert.

Der Name Bluehost beinhaltet das Wort “Host” und gibt somit zu verstehen, dass es sich um einen Hosting-Anbieter handelt. Die Kombination der Wörter “Blue” und “Host” ist simpel und zugleich einprägsam.

Beide Namen passen zur Marke und sind leicht zu merken.

Schritt Nr. 2: Der Hosting-Plan

Die Vorteile von Hosting mit Bluehost an Stelle von WordPress.com sind die höhere Sicherheit, Leistung (Geschwindigkeit) und bessere Updates für Deine Webseite.

Ich würde Dir Shared WordPress Hosting empfehlen, weil dieser Server speziell auf WordPress Webseiten ausgerichtet ist, das heißt mehr Sicherheit und höhere Ladegeschwindigkeit, anders gesagt: Es ist für alles gesorgt

Öffne die Preisübersicht, um Deinen Plan zu wählen.

Bluehost bietet vier Hosting-Pläne an: Basic, Plus, Choice Plus und Pro. Jeder Plan beinhaltet ein kostenloses SSL-Zertifikat (das bedeutet noch mal mehr Sicherheit für Deine Seite) und genügend Speicherplatz. Die meisten Webseiten kommen mit einem geteilten Server (Shared Hosting) aus.

Such Dir einen Plan aus, der in Dein Budget passt. Du kannst bei Bedarf später jederzeit auf einen anderen Plan wechseln.

Schritt Nr. 3: Domain registrieren

Wenn Du Dir einen Hosting-Plan ausgesucht hast, musst Du Deine Domain registrieren.

Falls Du Deine Domain bereits gekauft hast, kannst Du sie ins rechte Feld eintragen. In diesem Fall musst Du eventuell Deinen DNS-Eintrag ändern, um sicherzustellen, dass der Domain-Server auf Bluehost verweist, damit Besucher auf Deine Webseite zugreifen können.

Wenn Du Dir eine neue Domain auf Bluehost aussuchen willst, kannst Du den gewünschten Namen links eingeben. Die Registrierung einer Domain ist im Preis inbegriffen und im ersten Jahr kostenlos. Nach Ablauf des ersten Jahres muss die Domain jedoch erneuert werden, damit Deine Webseite weiterhin zugänglich ist.

Gib alle nötigen Informationen ein, um die Bestellung Deiner Domain abzuschließen.

Such Dir ein starkes Passwort aus (am besten nicht dasselbe Passwort, das Du für den Zugriff auf Deinen Webseiten-Baukasten verwendest) und installiere dann WordPress.

Schritt Nr. 4: WordPress installieren

Die Verknüpfung von Bluehost und WordPress ist ganz einfach. Öffne das Bluehost Control Panel, klick auf “MOJO Marketplace” und wähle “One-Click Installs” aus.

Jetzt wirst Du auf die Skript- und Plattform-Seite weitergeleitet. Klick auf das WordPress-Symbol, dies findest Du unter “Blogs” ganz oben, um den Installationsbereich zu öffnen und klick dann auf “Start”, um mit der Installation zu beginnen.

  • Wähle Deine Domain aus und gib an, wo sie installiert werden soll.
  • Stelle im Bereich “Check Domain” sicher, dass Deine Domain auf Dein Konto verweist. Dieser Schritt ist vor allem dann wichtig, wenn Du Deine Domain nicht direkt bei Bluehost gekauft hast. Du kannst die Warnung “Dateien werden überschrieben” getrost ignorieren und das Kontrollkästchen ohne Bedenken aktivieren, denn da es sich um Deine erste Webseite handelt, kann nichts überschrieben werden. 
  • Wähle dann unter “Show Advanced Options” Deinen WordPress-Account aus und logge Dich ein, falls Du bereits ein Konto hast und aktiviere “Automatically create a new database for this installation”.
  • Akzeptiere die Geschäftsbedingungen.
  • Fast geschafft! Klick jetzt noch auf “Install Now”.

Du wirst nun zur Fortschrittsseite weitergeleitet. Nach Abschluss der Installation siehst Du hier Deine Webseiten-URL, die URL für die Administrator-Anmeldung, Deinen Benutzernamen und Dein Passwort. Du solltest diese Übersicht ausdrucken und an einem sicheren Ort aufbewahren.

Jetzt kannst Du Dich bei WordPress anmelden! Klick dafür auf die Admin-URL im Dashboard und wähle ein Design für Deine neue Webseite aus.

Schritt Nr. 5: Themes ausprobieren und testen

Das Design Deiner Webseite wird als “Theme” bezeichnet. Jedes Theme besteht aus Elementen, die Dein Layout, alle visuellen Bestandteile und andere Designfeatures Deiner Webseite beeinflussen.

WordPress bietet kostenlose und Premium-Themes an. Premium-Themes müssen gekauft werden.

Achte bei der Auswahl Deines Themes auf Folgendes:

  • Das Design: Ist das Design übersichtlich? Ist es responsiv und kann problemlos auf Mobilgeräten geöffnet und navigiert werden? Findet sich der Nutzer schnell zurecht?
  • Kompatibilität: Ist das gewählte Theme mit der aktuellen WordPress-Version und den nötigen Plug-ins kompatibel?
  • Back-End: Wir das Design weiterentwickelt? Wie einfach ist der Zugriff auf Support und Dokumentation? 

Die meisten Designvorlagen verfügen über eine Live-Demo, damit Du das Theme ausprobieren und testen kannst, um Dir einen guten Eindruck zu verschaffen.

Wenn Dir ein Design gefällt, klick auf “Activate theme”, um es zu installieren. Du kannst später jederzeit Plug-ins installieren, um Deiner Webseite weitere Funktionalitäten hinzuzufügen oder bei Bedarf zu einem anderen Theme wechseln, sobald Du Dich besser mit WordPress auskennst.

Schritt Nr. 6: Plug-ins aussuchen und hinzufügen

Das Theme Deiner Webseite ist die “Verpackung” oder das Outfit, das Deiner Seite ihre äußere Erscheinung gibt. Die Plug-ins sind die Accessoires, die das Outfit ergänzen und perfekt machen.

Plug-ins geben Deiner Webseite weitere Funktionalitäten, wie beispielsweise ein Kontaktformular, Kommentarfunktionen oder Suchmaschinenoptimierung (SEO) und funktionieren einwandfrei im WordPress Back-End. Einige Zusatzfunktionen wurden für spezielle Zwecke entwickelt, z. B. E-Commerce oder Blogs, die meisten eignen sich jedoch für jede Webseite. Einige Plug-ins sind kostenlos, andere müssen bezahlt werden.

Du brauchst wahrscheinlich einen WordPress-Business-Plan, um Plug-ins nutzen zu können. Aspekte von Jetpack und Akismet (siehe unten) sind in Deinem Blog enthalten.

Beliebte Plug-ins:

  • Jetpack: Dieses Plug-in verbessert Deine Sicherheit, Leistung, Marketing und Design. Es unterstützt unter anderem bei der Ladegeschwindigkeit, dem Speichern von Bildern und SEO. 
  • Akismet: Dieses Plug-in ist ein “Spam-Filter”, der Deine Blogbeiträge, Nachrichten und Trackbacks vor Spam schützt.
  • All-in-One SEO Pack oder Yoast SEO: Hierbei handelt es sich um SEO-Plug-ins, mit denen die SEO Deiner Webseite optimiert werden kann, damit Deine Inhalte und Produkte weiter oben in den Suchergebnissen erscheinen.
  • WP Forms oder Ninja Forms: Mit diesen Plug-ins kannst Du ganz ohne technische Vorkenntnisse innerhalb von Minuten Kontaktformulare anlegen.

Achte bei der Auswahl Deiner Plug-ins immer auf folgende Dinge: Viele Nutzer, positive Bewertungen und konstante Updates weisen darauf hin, dass das Plug-in regelmäßig überarbeitet und aktualisiert wird. 

Schritt Nr. 7: Webseite bauen

In WordPress gibt es zwei wichtige Unterschiede in Bezug auf die Organisation Deiner Inhalte: Seiten und Posts.

  • Seiten bilden das Hauptframework Deiner Webseite und werden im Allgemeinen in der Navigationsleiste angezeigt, um einen einfachen Zugriff zu ermöglichen. Es gibt eine Reihe wichtiger Seiten, die Du anlegen solltest, darunter die Startseite, die Über-uns-Seite und die Kontaktseite.
  • Posts sind einzelne Inhalte (Blogbeiträge) mit jeweils einer eindeutigen URL, die gemeinsam Deinen Blog bilden. Viele Webseitenbetreiber entscheiden sich für einen Blog um ein zentrales Thema der Webseite, das ist aber kein Muss. Viele Unternehmen nutzen Blogs als Tool fürs Contentmarketing, und WordPress ermöglicht die Zuweisung als sekundäre Seite (siehe Schritt Nr. 8).

Du kannst Dich von anderen Webseiten inspirieren lassen, um Deine Inhalte zu gestalten. Achte dabei auf die genutzten Funktionen und die Seitenstruktur. Stelle Dir die folgenden Fragen:

  • Wie werden die Inhalte organisiert? 
  • Welches sind die Hauptseiten? 
  • Wird der Blog hervorgehoben?
  • Besteht die Webseite aus Unterseiten und, wenn ja, aus welchen?
  • Wo befindet sich das Kontaktformular? 
  • Werden Median verwendet, um die Nutzererfahrung zu optimieren?

Hier sind die Schritte zur Erstellung Deiner ersten Seite (idealerweise die Startseite):

Wenn Du die Hauptseiten angelegt hast, solltest Du Dir Gedanken um die benötigten Funktionen machen. Versetze Dich dafür in die Lage eines Besuchers und überleg Dir, was sich ein Kunde wünschen würde.

  • Was werden die Besucher auf meiner Webseite machen? Welche Bereiche sind weniger nützlich?
  • Wie sollte ich meine Seiten, Inhalte und Medien strukturieren, um eine ideale User Experience (UX) zu garantieren?
  • Wie muss die Seitennavigation aussehen, damit wichtigen Informationen sofort zugänglich und leicht zu finden sind?
  • Welche Informationen benötigen potenzielle Kunden, um mein Angebot zu verstehen?
  • Wie kann ich das Vertrauen meiner Nutzer gewinnen? 

Du musst nicht sofort alle Inhalte hinzufügen, denn weniger ist manchmal mehr. Da sich Deine Webseite im Laufe der Zeit weiterentwickeln wird, kannst Du sie jederzeit anpassen, erweitern und bei Bedarf neue Inhalte hinzufügen.

Zusätzliche Seiten

Das Design und die Gestaltung Deiner Webseite sind Dir überlassen. Je nach Standort und Branche sind unter Umständen jedoch bestimmte Elemente vorgeschrieben, zum Beispiel:

  • Kontaktinformationen (Impressum)
  • Infos zum Umgang mit Cookies
  • E-Commerce: Nutzungsbedingungen, Rückerstattung, Datenschutzrichtlinien

Achte darauf, dass Deine Webseite alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt und immer aktuell ist.

Schritt Nr. 8: Gestaltung der Startseite und Navigation abschließen

Wünscht Du Dir eine eher traditionelle Webseite oder einen Blog?

WordPress lässt Dir die Wahl zwischen einer statischen (gleichbleibenden) oder dynamischen Startseite (zeigt die aktuellsten zehn Blogbeiträge an). Die dynamische Version ist die Standardeinstellung.

Falls Du eine statische Startseite benutzen willst, musst Du in der linken Seitennavigation auf “Site” klicken und “Pages” auswählen. Klick dann auf “Add new page” und wähle als Layout “Use Blank Layout” oder eine Mustervorlage aus. Gib der neuen Seite einen Namen und klicke anschließend auf “Publish”.

Klick als Nächstes auf den Bereich “Design” und wähle “Customize” aus.

Probiere jetzt am besten unterschiedliche Elemente aus und füge einen Seitentitel, eine Tagline und ein Icon hinzu. Bearbeite die Kopf- und Fußzeile und wähle die Farbgestaltung Deiner Webseite aus. Klick dann auf “Homepage Settings”, aktiviere die Funktion “A static page” und wähle die neue Seite aus.

Jetzt fehlen nur noch die Inhalte!

Sobald Du Deiner Webseite weitere Seiten hinzufügst, z. B. Kontaktseite und Über-uns, erscheinen diese ebenfalls in der Navigation. Klick unter “Customize” auf “Menus”, um Deine Seitennavigation zu bearbeiten.

Und was kommt dann?

Du hast Deine erste Webseite erstellt. Herzlichen Glückwunsch zu diesem neuen, aufregenden Kapitel!

Du solltest Dich jetzt mit WordPress vertraut machen und neue Seiten sowie Blogbeiträge erstellen. Nutze den Block Editor, dieser nutzt Gutenberg Blocks, um Deiner Webseite neue Inhalte hinzuzufügen und sie mit interessanten Informationen zu füllen.

Da die Webseite Dein Unternehmen repräsentiert und das Aushängeschild Deiner Marke ist, musst Du stets auf die äußere Erscheinung achten, darfst dabei jedoch nicht die Navigation und Nutzererfahrung aus den Augen verlieren. Du kannst Deine Seite jederzeit überarbeiten und anpassen. Probiere ruhig ein wenige rum, bis Du die perfekte Lösung für Deine Zielgruppe gefunden hast.

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