10 Hacks zur Personalisierung Deiner Webseite, die Deine Conversion-Rate förmlich explodieren lassen

Ich will ganz ehrlich sein Ich finde allgemeine Aussagen zum Marketing ganz schrecklich.

Du kennst die sicherlich auch. Bei Aussagen wie “kennen, mögen und vertrauen” zucke ich immer ein bisschen zusammen.

Solche Aussagen sind nichtssagend und darum auch nicht hilfreich oder intuitiv. Außerdem werden die nie von verlässlichen Daten unterstützt.

Dennoch steckt manchmal ein bisschen Wahrheit hinter diesen Aussagen, denn natürlich muss Dein Unternehmen von Deinen Kunden gemocht werden und natürlich musst Du Deine Kunden kennen.

Lass mich das kurz ein bisschen näher erklären.

Accenture hat erst kürzlich Daten veröffentlicht, die zeigen, dass dreiviertel aller Kunden bei Unternehmen kaufen wollen, die …

  • … ihren Namen kennen.
  • … wissen, welche Produkte sie bereits gekauft haben.
  • … sich an ihre vergangenen Käufe erinnern können.
accenture personalization data

Kein Wunder also, dass Gartner voraussagt, dass ‘intelligente Personalization-Engines’ mit einem Gewinnzuwachs von bis zu 15 % rechnen können.

Was heißt das genau?

Es heißt, dass jedes Unternehmen in der Lage sein wird, die Bedürfnisse seiner Kunden zu verstehen und diese in Echtzeit zu erfüllen.

Darum ist die Personalisierung so wichtig.

Der Kunde erwartet es nicht nur, Du kannst ihn auf diese Weise auch dazu bringen, noch mehr Geld auszugeben und öfter bei Dir einzukaufen.

Melde Dich einfach mal bei Amazon an, dann siehst Du, wovon ich spreche.

Was taucht sofort auf der Startseite auf?

  • Personalisierte Produktempfehlungen
  • und Produkte, die zu den gespeicherten Produkten auf Deiner Wunschliste passen
deals recommend for you

Studien zeigen immer wieder, dass die Personalisierung die Kundenakquise steigert.

At Home in The Country machte es Amazon nach und zeigte den Besuchern des Onlineshops Produktempfehlungen. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz um 13 % steigern.

ecommerce similar items personalization

Wenn Du Dein Marketing personalisierst, sind bessere Ergebnisse fast garantiert.

Ich sage “fast”, weil viele Unternehmen mit der Umsetzung zu kämpfen haben.

Zwar sagen 77 % aller Unternehmen, dass Personalisierung essentiell ist, doch 60 % haben Probleme bei der richtigen Umsetzung.

Zum Glück kenne ich ein paar Tricks, die ich jetzt mit Dir teilen werde.

Eins solltest Du jedoch wissen.

Personalisierung fängt immer mit dem Sammeln von Daten an.

Du musst zunächst mehr über Deine aktuellen Bestandskunden erfahren, bevor Du ihnen personalisierte Nachrichten schicken oder benutzerdefinierte Inhalte anbieten kannst.

Wir fangen am besten mit einer kleinen Übersicht zum Sammeln dieser Daten an:

  1. Seitenaufrufe verfolgen
  2. Overlays
  3. Kundenumfragen
  4. Linkklicks
  5. Interaktion mit der Werbekampagne
  6. Ergebnisse taggen und filtern
  7. Intelligente Listen
  8. Standortdaten
  9. Dynamische Inhalte
  10. Verweisquelle

1. Seitenaufrufe verfolgen

Kundenumfragen sind wichtig.

Mit einer Umfrage sammelst Du qualitative Daten und findest heraus, was Deine Kunden wirklich brauchen.

Du findest heraus, was ihre Gewohnheiten sind und welche Vorlieben sie haben.

Ich gehe gleich noch näher darauf ein, wie man mit einer Umfrage Informationen sammelt.

Du kannst aber selten mit einer Umfrage beginnen.

Kunden sind bequemlich und die Beantwortung einer Umfrage nimmt durchaus ein paar Minuten in Anspruch.

Wenn der Kunde nicht so gut mit Dir und Deinem Unternehmen vertraut ist, dann nimmt er nicht an der Umfrage teil.

In diesem Fall ist er einfach nicht bereit, wertvolle Minuten seines Alltags zu opfern, um eine Umfrage auszufüllen, die ihm rein gar nichts bringt, Du musst also anders an die Sache herangehen.

Ich platziere darum gerne personalisierte Botschaften auf bestimmten Seiten meiner Webseite.

Du könntest beispielsweise den Seitenverlauf des Nutzers zur Hilfe nehmen, um die Botschaft zu personalisieren.

Wie das geht, zeige ich Dir später noch, ich möchte es zunächst jedoch einfach halten.

Nehmen wir einfach mal an, ein Besucher hat eine bestimmte Produktseite aufgerufen. Der Nutzer wollte sich die Funktionen anschauen, um herauszufinden, ob Dein Produkt für seine Zwecke geeignet ist.

Das ist neulich bei Drift passiert, weil ich die Funktionsübersicht aufgerufen habe:

drift personalization

Die Überschrift der Seite lautet: “Automatisiere Deinen Verkaufstrichter mit Playbooks”

Hier wird also eine der Funktionen hervorgehoben, mit der Unternehmen bestimmte Schritte im Vertriebsprozess automatisieren können, um Kundentermine zu buchen.

Jetzt rate mal, wie die Botschaft lautete.

Dieselbe Nachricht wurde wiederholt.

“Drift hilft tausenden Unternehmen dabei, ihre Kundentermine automatisch zu buchen…”

Die Handlungsaufforderung ist perfekt auf den Seiteninhalte abgestimmt.

Beim ‘Message Match’ im Marketing wird die Botschaft der Werbeanzeige und die Botschaft der Landingpage aufeinander abgestimmt.

Hast Du gesehen, wie einfach das ist?

Du kennst den Inhalt oder die Botschaft Deiner Seiten ja bereits, Du kannst also davon ausgehen, dass sich die Leute, die Deine Seiten aufrufen, für den Inhalte oder die Botschaft der jeweiligen Seite interessieren.

Das war einfach. Im nächsten Abschnitt nutzen wir die gleiche Strategie, aber einen anderen CTA.

2. Overlays

Pop-up Overlays sind nervig.

Ich finde sie auch nicht toll und sie nerven mich, wenn ich eine Webseite besuche, trotzdem benutze ich sie auf meiner eigenen Webseite, und zwar sehr oft.

Warum?

Weil sie funktionieren.

neil patel exit intent

Lies Dir mal dieses Zitat von Bryan Harris von Videofruit durch:

“Wir haben im vergangenen Jahr eine ausführliche Analyse unseres Umsatzes durchgeführt und festgestellt, dass wir mit Pop-ups, Begrüßungsnachrichten und Opt-in Boxen etwas mehr als 250.000 US-Dollar Umsatz gemacht haben.”

Wenn eine viertel Millionen auf dem Spiel steht, dann würdest Du auch Overlays benutzen.

Der Trick an der ganzen Sache ist, dass man Overlays wie Werbeanzeigen behandeln muss.

Warum funktioniert Bannerwerbung nicht mehr? Weil sie irrelevant ist.

Auf einem Banner werden immer Produkte und Dienstleistungen beworben, die man überhaupt nicht braucht.

Der Trick ist auch hier wieder Message Match.

Du unterbrichst die Besucher Deiner Webseite.

Nehmen wir einen Blog als Beispiel. Ein Blog verfügt oft über tausende Artikel.

Du kannst Deine Botschaft unmöglich auf jeden dieser einzelnen Artikel zuschneiden, darum müssen wir in diesem Fall die Blog-Kategorien benutzen.

Authority Hacker benutzt das Programm OptinMonster, um Botschaften von Tags und Kategorien auslösen zu lassen. Dafür hat das Unternehmen Sonderangebote zusammengestellt, die perfekt zu den Inhalten in den Artikeln der jeweiligen Kategorien passen.

Besucher, die sich einen Artikel aus der Kategorie “Juicing” durchlesen, bekommen ein E-Book zum Thema Juicing angeboten.

limited time offer juicing ebook

Auch ganz einfach, oder?

Die Conversion-Rate dieses Pop-ups lag bei über vier Prozent.

conversion rate single popup

Ich zeige Dir gleich noch ein paar fortgeschrittenere Personalisierungsstrategien.

Du kannst aber bereits sehen, dass die Personalisierung in kleinem Rahmen gar nicht so schwer umzusetzen ist.

Vielleicht machst Du es sogar schon.

Der Trick liegt darin, herauszufinden, wie Du das Overlay relevanter machen und auf die Bedürfnisse des Besuchers zu schneiden kannst.

Manchmal ist es eben besser, mit dem Offensichtlichen anzufangen und Deine aktuellen Webseitenbesucher sind offensichtlich bereits in Deine Inhalte interessiert.

3. Kundenumfragen

Kundenumfragen sind nur dann sinnvoll, wenn man über genügend Kunden und Kontakte verfügt.

Umfragen unterliegen mathematischen Grundprinzipien.

Zum einen fällt die Antwortquote in der Regel relativ gering aus.

Einige Umfragen, z. B. die Net Promoter Scores (NPS) Umfrage, schlagen sich besser, trotzdem wird nur ein Buchteil der angeschriebenen Personen antworten.

NPS response rate

Dann wäre da noch das Problem der statistischen Signifikanz und das Vertrauen der Kunden in Dein Unternehmen.

Wenn die gesammelten Informationen unzureichend sind, könntest Du aus Versehen falsche Entscheidungen treffen, darum musst Du Deine Ergebnisse auswerten, zum Beispiel mit Genroe, um sicherzustellen, dass Deine Stichprobe groß genug ist.

sample size spreadsheet calculation

Wenn Du diese anfänglichen Hindernisse überwinden kannst, sind Kundenumfragen jedoch Gold wert, nicht nur für Dein Unternehmen oder Deine Werbekampagnen, sondern auch, um Deine Botschaft besser auf Deine Kunden zuschneiden zu können.

Ich erkläre Dir jetzt, was ich damit meine.

Du musst das Softwareprogramm, das Du für Deine Kundenumfrage verwendest, mit Deinem CRM-System oder Deiner Marketingplattform verknüpfen.

Ich persönlich bevorzuge Typeform und Gravity Forms, je nachdem, was ich vorhabe.

Beide Programme können mit anderen Systemen verknüpft werden, Du könntest Gravity Forms zum Beispiel mit ActiveCampaign verknüpfen.

Die Antworten Deiner Kunden werden dann automatisch in Dein CRM-System eingespeist und die Informationen des Kunden werden aktualisiert.

Du kannst alternativ auch Zapier benutzen, um zwei Programme miteinander zu verknüpfen.

Du könntest beispielsweise Typeform und HubSpot verbinden.

hubspot typeform integration

Zapier funktioniert nach dem Auslöser-Aktion-Prinzip.

Der Auslöser wäre in diesem Fall das ausfüllen der Kundenumfrage.

Die Aktion ist die Aktualisierung der Daten im CRM-System.

Du könntest auch noch einen Zwischenschritt einfügen und Kriterien festlegen, um bestimmte Ergebnisse herauszufiltern (falls Du Deine Daten beispielsweise nach Leads und Bestandskunden sortieren willst).

typeform submission hubspot

Was passiert in der oberen Grafik?

Die Antworten der Kunden werden ins CRM-System hochgeladen, dabei werden die Daten automatisch segmentiert und je nach Größe der Unternehmens und Branche bestimmten Gruppen hinzugefügt.

business type size value

Du musst selbst gar nichts mehr machen!

Die Segmentieren von Leads und Kunden ist nicht immer einfach, weil man oft nicht genug über seine Kunden weiß.

Wenn Dir der Kunde diese Arbeit jedoch abnimmt, ist es kinderleicht.

Jetzt hast Du eine automatisierte Sequenz erstellt, die auf den Antworten Deiner Kunden basiert.

Die Kunden, die “Solo” + “Developer” angeben, bekommen eine andere Botschaft als Kunden, die “Agentur” + “Design” angeben.

4. Linkklicks

Ich gehe davon aus, dass mir einige meiner Leser beim letzten Tipp widersprochen haben.

“Was passiert, wenn zu wenige Kunden an meiner Umfrage teilnehmen?”

Kein Problem! Ich kenne einen Trick.

Für den folgenden Hack brauchst Du ein Marketing-Automation-Programm, mit dem Du die gesamte Aktion besser organisieren kannst.

Hier sind ein paar gute Optionen: HubSpot, Drip, ActiveCampaign, ConvertKit oder InfusionSoft.

Meistens kann man nicht genügend Kunden von der Teilnahme an einer Umfrage überzeugen.

Oder noch schlimmer, die Kunden reagieren einfach gar nicht mehr auf Deine E-Mails und Nachrichten.

Wie gewinnt man diese Kunden zurück?

Du musst unterschiedliche Strategien ausprobieren. Verschicke zunächst eine E-Mail, die mehrere Links enthält.

Jeder dieser Links enthält ein anderes Wertversprechen.

Der eine sagt “Webseite”, der andere “SEO”.

Ziel ist es, herauszufinden, auf welchen Link die Kunden am häufigsten klicken.

Wenn sie auf “Webseite” klicken, dann weißt Du, dass dieser Kunde beim nächsten Besuch auf Deiner Seite an diesem Thema interessiert ist.

re-engagement tofu

Ich möchte betonen, dass ich nicht von der Personalisierung Deiner E-Mails spreche.

Das ist zwar auch eine gute Strategie, aber hier geht es um die Personalisierung der Botschaft auf Deiner Webseite.

Das ist aber nur möglich, wenn Du Deine Webseitenbesucher besser kennenlernst, aber wenn Du meine ersten Tipps umgesetzt hast, bist Du diesem Ziel schon ein ganzes Stück näher gekommen.

5. Interaktion mit der Werbekampagne

Die meisten Kunden kaufen nicht beim ersten Besuch auf Deiner Webseite.

Unbounce hat eine Studie durchgeführt und herausgefunden, dass nur zwei bis sechs Prozent Deiner Webseitenbesucher beim ersten Besuch auch Deiner Seite etwas kaufen.

lead gen conversion by industry

Die überwiegende Mehrheit der Besucher verlässt Deine Webseite also wieder, ohne eine Aktion durchgeführt zu haben.

Hoffentlich verfolgst Du diese Besucher.

Um eine Remarketing- oder Retargeting-Kampagne durchführen zu können, muss ein Browser-Cookie im Quelltext der Webseite installiert werden. Auf diese Weise kannst Du den Besucher später erneut gezielt ansprechen.

Das ist aber noch nicht alles.

Du musst Deine Remarketing-Kampagne und das Verhalten der Nutzer verfolgen.

Nehmen wir einfach mal an, Du besuchst die Webseite von Hotjar und verlässt sie dann wieder, ohne Dich für den Newsletter anzumelden. Jetzt besuchst Du Facebook und würdest diese Werbeanzeige mit einem Link zu einer ihrer Fallstudien sehen:

hotjar retargeting ad

Toll, oder?

Hotjar will herausfinden, ob Du Dich für die Fallstudie interessierst, auf den Links klickst und Dich zum Newsletter anmeldest.

Das Unternehmen will herausfinden, welches Wertversprechen die besten Ergebnisse erzielt. Hotjar vereinigt fünf Tools in einem Programm und möchte wissen, welches dieser Tools die Kunden am meisten anspricht.

Das Unternehmen könnte jetzt beispielsweise die Funktion zur Datensynchronisation von AdEspresso nutzen, um eine Verbindung zwischen der Werbekampagne und der Kundendatenbank herzustellen.

AdEspresso data sync

Sobald die Verbindung hergestellt ist, werden die Kontaktdaten automatisch getaggt, gefiltert und aktualisiert.

Und jetzt geht der Spaß erst so richtig los.

6. Ergebnisse taggen und filtern

Personalisierte Webseitenbotschaften müssen irgendwie ausgelöst werden.

Es muss also irgendwo einen Datenpunkt geben, der sagt, wie die jeweilige Botschaft personalisiert werden soll.

Ich habe Dir bis jetzt nur gezeigt, wie man Daten sammelt, darum erkläre ich jetzt, wie man die gesammelten Daten gezielt einsetzt.

Dein Marketingprogramm sollte alle Interaktionen des Kunden verfolgen, speichern und die Daten regelmäßig aktualisieren.

Das geschieht meistens über die Verknüpfung von Events, Actionen und Konditionen. Hier ist ein Beispiel aus ConvertKit:

convertkit

‘Konditionen’ sind wie WENN/DANN Befehle.

“Wenn das Eine eintritt, dann soll Folgendes geschehen.”

Dafür legst Du zuerst die Bedingungen fest, die erfüllt werden müssen, damit eine Aktion ausgelöst wird, z. B. der Aufruf einer bestimmten Seite, so wie in diesem Beispiel von Drift:

drift if then statements

Wenn diese Bedingungen erfüllt werden, wird der “DANN”-Befehl ausgelöst, mehr dazu später.

7. Intelligente Listen

“Intelligente Listen” funktionieren auf ähnliche Weise.

Du kannst die Kriterien festlegen, die erfüllt werden müssen, damit der Kontakt einer Liste hinzugefügt wird.

Das funktioniert wie die Segmentation Deiner Kundenkontakte.

Wenn der Nutzer beispielsweise die Preisübersicht aufruft, dann ist er höchstwahrscheinlich an Deinem Produkt interessiert.

page view refine by

Die Liste ist “intelligent”, weil sie sich im Hintergrund immer selbstständig aktualisiert.

Es werden auf der Grundlage bestimmter Interaktionen also ständig neue Kontakte hinzugefügt und oder entfernt.

Wende dieses Prinzip jetzt mal auf den Marketingtrichter an.

  1. Wenn ein Nutzer Deine Webseite zum ersten Mal besucht, wird er der Liste für Remarketing-Werbung hinzugefügt.
  2. Wenn er auf eine Deiner Werbeanzeigen klickt und sich eine Datei herunterlädt, wird er von der ersten Liste entfernt und einer neuen Liste hinzugefügt.
  3. Wenn er sich für die kostenlose Testversion Deiner Software anmeldet, wird er erneut von der aktuellen Liste entfernt und der Liste für neue Leads hinzugefügt.

Hast Du das Prinzip verstanden?

Das hoffe ich zumindest, denn diese Listen werden benutzt, um die Botschaften Deiner Webseite zu personalisieren.

8. Standortdaten

Cara Harshman, der ehemalige Inhaltsleiter bei Optimizely, verkündete auf der Call to Action Conference, dass das Unternehmen einen Anstieg von 117 % bei Personen verzeichnete, die sich ausschließlich aufgrund der personalisierten Webseite für den Service angemeldet hatten.

CTA conference slides

Wie hat das Unternehmen das angestellt?

Es hat zuerst Daten gesammelt!

Dafür wurden die Hauptkunden identifiziert, z. B. Microsoft- oder Target-Mitarbeiter. Dann wurde mit Hilfe dieser Datenbank ein Auslöser bestimmt, der eine personalisierte Botschaft auslöst.

Optimizely hat bereits 25 unterschiedliche Kundensegmente vorbestimmt, die jeweils aufgrund von demografischen Merkmalen oder Verhaltensweisen bestimmten Gruppen zugeordnet werden.

optimizely original personalized

Wenn bestimmte Kundeninformationen fehlen, werden andere Daten genutzt, um den Kunden einer Gruppe zuzuordnen.

Wenn Du die Webseite morgens besucht, wirst Du mit einem freundlichen „Guten Morgen“ begrüßt.

optimizely morning visit

Das Unternehmen greift auf den Standort des jeweiligen Besuchers zurück, um die Begrüßung der Webseite anzupassen.

Basierend auf dem Standort des Nutzers, werden auch unterschiedliche Produkte eingeblendet.

Wenn Du in einem warmen Klima wohnst, siehst Du leichte Bekleidung. Wenn Du in einem kalten Klima wohnst, siehst Du warme Mäntel und Winterstiefel.

warm cold personalization

Optimizely bietet sehr fortgeschrittene Funktionen zur Webseitenpersonalisierung an, weil es zu dem führenden Anbietern dieser Technologie gehört.

Sie sind aber nicht der einzige Anbieter.

9. Dynamische Inhalte

Die meisten Webseiten werden mit einem Content Management System (CMS) erstellt.

HubSpot nennt sein Produkt “Content Optimization System”.

Was ist der Unterschied?

Das System bietet auch Funktionen zur Personalisierung von Inhalten an.

Das Programm besteht aus einem CRM-System und einer Marketing-Automatisierungs-Software. Du kannst ‘intelligente Inhalte’ erstellen, die selbstständig auf Daten zurückgreifen.

hubspot smart content

Die ersten beiden Optionen, Land und Gerätetyp, sind hilfreich, wenn Du über wenig Kundendaten verfügst.

Die eigentliche Power des Programms liegt jedoch in der Kontaktliste und dem Lebenszyklus.

Das bringt mich wieder auf die intelligenten Listen zurück.

Wenn der Kunde einer bestimmten Liste zugeordnet ist, bekommt er andere Botschaften als Kunden, die auf einer anderen Liste stehen.

Dank der Kombination mehrerer ‘intelligenter’ Funktionen, kann die gesamte Personalisierungsstrategie Deiner Webseite automatisiert werden.

Du könntest alternativ aber auch nur Deine CTAs personalisieren, damit nicht Deine gesamte Webseite neu programmiert werden muss. Tausche dafür einfach bestimme Inhalte aus, so wie bei dynamischen Werbeanzeigen.

HubSpot nutzt die hinterlegten Daten, um zu bestimmen, welche Botschaft ausgespielt werden soll.

10. Verweisquelle

Ich habe noch einen letzten Tipp, für den man kein teures Programm braucht.

Du kannst die Verweisquelle als Datenpunkt nutzen, um Deinen Marketingtrichter zu segmentieren.

Ein Besucher, der über eine PPC-Werbeanzeige auf Deine Webseite gelangt, würde in diesem Fall einen anderen Inhalt sehen als ein Besucher, der auf einen Link in den sozialen Medien klickt.

inbound segmentation unbounce

RightMessage ist ein noch relativ neues Programm, mit dem Du die Botschaft auf Deiner Webseite je nach Verweisquelle auf den Besucher zuschneiden kannst.

Du musst also nur eine Landingpage erstellen und kannst den Inhalt dieser Seite dann entsprechend auf Besucher, zum ersten Mal auf Deiner Webseite landen oder über einen Partner oder den Newsletter auf der Landingpage landen, zuschneiden.

rightmessage

Das Programm wurde von Brennan Dunn entwickelt, der den Umsatz seiner Webseite mit dieser Personalisierungstechnik um 70 % steigern konnte.

right message editing

Aber nicht so schnell.

Um diese Ergebnisse zu erzielen, hat Brennan 81 unterschiedliche Variationen erstellt!

Wie?

Indem er allen Schritten aus diesem Artikel gefolgt ist.

Er hat eine ausführliche Kundenumfrage durchgeführt, um herauszufinden, was seine Kunden brauchen.

brennan survey responses

Studien zeigen, dass mehr Landingpages tendenziell mehr Conversions bedeuten. Damit meine ich aber nicht nur neue Angebote, ich meine auch Varianten einer bereits bestehenden Landingpage.

landing page hubspot data

Denk dabei mal an Deine eigenen Verhaltensmuster.

Wie gehst Du von einem Schritt zum nächsten über?

Wenn Du Dir dazu mal wirklich Gedanken machst, fallen Dir sicherlich drastische Unterschiede im Endergebnis auf:

user flow funnel

PPC-Traffic konvertiert gut, weil diese Nutzer bereits gezielt nach Produkten suchen. Sie sind kaufbereit und sollten darum auf eine Landingpage mit einem konkreten Angebot weitergeleitet werden.

Und was ist mit den Besuchern, die einen Deiner Blogbeiträge auf Google finden?

Diese Nutzer möchten sich erst informieren.

Ich suche jetzt mal nach “Content Marketing“:

content marketing SERP

Da ist eine sehr generische Suchanfrage, darum kann man davon ausgehen, dass ich an allgemeinen Informationen zum Thema interessiert bin.

Diese Besucher sollten also nicht auf ein Produktangebot weitergeleitet werden, sondern auf Informationen, die ihnen mehr zur Webseite oder dem Unternehmen verraten.

neil patel learn more cta

Warum zeige ich Dir das?

Weil ich darauf hinweisen will, dass die ursprüngliche Quelle des Webseitenbesuchers bereits auf seine Absicht schließen lässt.

Brauchst Du noch mehr Tipps? Im unteren Video gebe ich drei zusätzliche Ratschläge:

Fazit

Personalisierung ist ein führender Marketingtrend.

Fast jeder ist sich einig, dass die Personalisierung vom Inhalten und Botschaften wichtig ist und fast jede Studie zeigt, dass diese Strategie funktioniert.

Warum sehen dann nicht mehr Webseiten wie die von Amazon aus?

Weil die Umsetzung der Personalisierung viel einfacher ist, als es ursprünglich den Anschein hat.

Es gibt zahlreiche Programme und Tools, die Du dafür benutzen kannst, diese Programme sind zwar recht kostspielig, wenn Du ein großes Projekt planst, es gibt aber auch erschwingliche Lösungen für kleinere Unternehmen.

Leider sammeln die meisten Unternehmen nicht genügend Kundendaten und verfügen darum über zu wenig Datenpunkte.

Diese Unternehmen sammeln oft nur Daten zu demografischen Merkmalen wie das Haushaltseinkommen, aber keine Schlüsseldaten, wie die Antwort auf die Frage: “Was sucht der Kunde auf meiner Webseite?”

Umfragen können eine Antwort auf diese Frage liefern, dafür muss die Stichprobe aber groß genug sein.

Du solltest Dich stattdessen also lieber auf Daten zu Verhaltensweisen und -Mustern Deiner Kunden konzentrieren.

Die Nutzer zeigen Dir, was sie wollen, Du musst nur ihre Klicks und Handlungen analysieren.

Du musst nur wissen, wo diese Informationen zu finden sind.

Welches ist Dein Lieblingsbeispiel zum Thema ‚Webseitenpersonalisierung in Aktion‘?

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