Die 7 Gebote des internen Linkbuildings für bessere Content Marketing SEO

Fast jeder Artikel über Linkbuilding weist zuerst darauf hin, wie schwierig das Linkbuilding ist. Zum einen handelt es sich um ein simples Konzept, das jeder beherrschen sollte, doch zum anderen können Theorie, Praxis und Umsetzung durchaus komplex sein. Es ist beides, einfach und kompliziert. Bei einem sind sich jedoch alle einig: Es ist wichtig.

Strategischer interner Linkaufbau ist eine SEO-Strategie, die sich besonders fürs Content Marketing eignet, darum möchte ich in diesem Artikel speziell auf internes Linkbuilding für Contentmarketing eingehen, da dies die einfachste Methode ist, um der SEO einen schnellen Aufschwung zu geben. Darüber hinaus sollte man seine Blogbeiträge und andere Inhalte immer durch interne Links miteinander verbinden.

Das SEO-Wissen dieses Artikels wird vor allem erfahrenen Webseitenbetreibern zugutekommen, die praktischen Daten helfen aber auch unerfahrenen SEO-Neulingen.

Eine Einführung in den internen Linkaufbau

Ich möchte zuerst Dein SEO-Wissen etwas auffrischen.

Die Definition: Interner Link

Ein interner Link ist ein Hyperlink auf einer Webseite, der auf eine andere Seite innerhalb derselben Webseite verweist. Der interne Link stammt von einer Domain und verweist auch immer auf dieselbe Domain.

Warum interne Links genutzt werden

Interne Links haben drei Aufgaben:

  1. Sie unterstützen die Webseitennavigation
  2. Sie legen die Struktur und Hierarchie der Webseite fest
  3. Sie verteilen Page Authority und Ranking-Power gleichmäßig

Auf den dritten Punkt, wie interne Links die Page Authority und Ranking-Power verteilen, gehe ich später noch genauer ein.

Die Theorie hinter internen Links

Die meisten “soliden Informationen” und “erprobten Strategien” zum Linkbuilding sind im Grunde genommen nur anspruchsvoll klingende Prognosen. Dennoch ist es sinnvoll darüber zu sprechen, wie Google interne Links bewertet und welche Rolle sie im Ranking spielen.

In Theorie stärken interne Links den such-optimierten Gesamtwert einer Webseiten, denn der interne Link gibt den Suchbots einen klaren Weg vor, hält Besucher länger auf der Webseite und verknüpft die Seiten und Blogbeiträge einer Webseite miteinander.

Wie wird der interne Linkaufbau richtig umgesetzt? Hier sind die sieben Gebote des internen Linkbuildings.

Die 7 Gebote des internen Linkbuildings für die Suchmaschinenoptimierung

1. Du sollst ganz viele Inhalte produzieren

Um interne Links setzen zu können. braucht man natürlich erstmal Inhalte. Um eine tolle Strategie für den internen Linkaufbau auf die Beine zu stellen, brauchst Du also zuerst eine gut durchdachte und stabile Content-Marketing-Strategie. Das eine kommt nicht ohne das andere aus.

Wenn Du viele Inhalte produzierst, hast Du viele Seiten, auf die Du verweisen kannst und je mehr Links auf interne Seiten verweisen, desto besser ist Deine Linkstrategie.

Es gibt interne Linkstrategien, die extrem komplizierte mathematisch basierte Formeln, Ebenen und Strukturen für das Linkbuilding voraussetzen, ich bin jedoch der Meinung, dass es nicht so kompliziert sein muss. Für das Setzen interner Links braucht man keine organisierte Tabelle oder trigonometrische Diagramme.

Eine interne Linkstrategie gleicht weniger einen Organigramm und mehr einem Netz.

Es gibt keine “Kreisläufe”, “Silos” oder “Ebenen”. Die interne Linkstruktur besteht nicht aus strukturierten Flussdiagrammen, sondern lediglich aus Links, die auf hilfreiche Inhalte innerhalb derselben Webseite verweisen.

Um mit Keywords angereicherte Inhalte erstellen zu können, auf die man problemlos verlinken kann, brauchst Du eine Strategie. Ubersuggest hilft Dir dabei, geeignete Keywords zu finden, die Du dann nutzen kannst, um qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren.

Schritt Nr. 1 : Gib ein Keyword ein und klick auf “Suchen”.

Schritt Nr. 2 : Klick dann in der linken Seitenleiste auf “Keyword-Ideen”.

Schritt Nr. 3 : Wähle sorgfältig, geeignete Keywords aus.

Für meine Suchanfrage habe ich 292 potenzielle Keywords bekommen. Jetzt muss ich eine Auswahl treffen. Dafür suche ich mir die Keywords raus, die über ein hohes Suchvolumen verfügen (über 1.000 ist schon mal ein guter Anfang), und einen möglichst niedrigen Schwierigkeitsgrad (SEO-Difficulty) haben. Diese Auswahlkriterien erhöhen meine Chancen, auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu erscheinen. Ein ausreichend hohes Suchvolumen sagt mir, dass sich die Mühe lohnt.

Die interne Linkstruktur kommt in der Regel ganz natürlich zustande, man kann sie jedoch mit dem gezielten Einsatz von Long-Tail-Keywords unterstützen.

Wenn Du beispielsweise einen Blogbeitrag über das Thema “Wie man wasserdichte Handyhüllen miteinander vergleicht” geschrieben hättest, würdest Du wahrscheinlich die Keywords ‘wasserdichte Hülle für iPhone 6s Plus’ und ‘wasserdichte Hülle für iPhone 7s’ benutzen. Wenn Du dann einen neuen Artikel über diese Modelle schreibst, könntest Du hier einen internen Link zu diesen Artikeln setzen.

2. Du sollst Ankertexte benutzen

Für das Setzen eines internen Links ist immer die Nutzung eines Ankertextes zu empfehlen. Bildlinks können zwar auch benutzt werden, jedoch nur, wenn die Bilder einen Alt-Tag haben und nicht die Hauptquelle Deiner Links sind.

Und da wir grad beim Thema Alt-Tags, hier ist ein toller Ratschlag von Sean Work:

Sean Work comment on alt tags

Ankertexte sind natürlich wieder ein Thema für sich. Man darf die Texte nicht überoptimieren. Sie müssen sich natürlich anhören und flüssig lesen lassen. Keine Tricks. Nicht zu viel nachdenken. Einfach einen internen Links setzen, wenn es angebracht ist und fertig.

Hier ist ein Artikel zum Thema Linkbuilding, den Du Dir durchlesen solltest.

3. Du sollst Deep Links setzen

Ein Deep Link verweist auf eine „tieferliegende“ Unterseite. Es gilt: Je tiefer, desto besser.

Es gibt auch zwei Links, die vermieden werden sollten:

  • Startseite. Die meisten Webseiten verlinken viel zu oft auf die Startseite. Ein interner Link auf eine andere Seite würde viel mehr für die SEO Deiner Webseite tun, als ein weiterer Link auf die Homepage.
  • Kontakt. Viele Unternehmen, die noch nicht viel Erfahrung im Content Marketing haben, machen diesen Fehler. Da sie wissen, dass jeder Blogbeitrag eine Handlungsaufforderung benötigt, schreiben sie “Nehmen Sie Kontakt auf, um mehr über unsere Dienstleistungen zu erfahren!” und setzen dann unter dem Ankertext “Nehmen Sie Kontakt auf” einen Hyperlink zur Kontaktseite. Verweise nur dann auf Deine Kontaktseite, wenn es absolut notwendig ist.

Setze möglichst wenige interne Links auf Top-Level-Pages, das sind Seiten, die bereits im Navigationsmenü verlinkt sind.

Die besten — und natürlichsten Links für eine Content-Marketing-Strategie — sind Deep Links, die auf tieferliegende Seiteninhalte verweisen.

4. Du sollst Links benutzen, die sich natürlich in den Inhalt der Seite einfügen

Interne Links sind benutzerfokussiert, da sie dem Besucher einer Webseite hilfreiche Informationen zur Verfügung stellen und diesem somit einen Mehrwert bietet. Dieser letzte Punkt ist ausschlaggebend, der Link Juice, der gleichmäßig über die gesamte Webseite verteilt wird, ist nebensächlich. Der Link muss dem Leser einen Mehrwert bieten.

Ein Nebenerzeugnis von internem Linkbuilding ist die Steigerung der Interaktionsrate der Webseite. Wenn der Besucher auf einen Link stößt, der hilfreich zu sein scheint, klickt er auf den Link. Das könnte auch ein externer Link sein, solange er zum jeweiligen Kontext passt. Wenn es sich jedoch um einen internen Link handelt, wird er auch eine andere Seite Deiner Webseite weitergeleitet, auf der er sich dann ebenfalls mit dem Inhalt beschäftigt.

Dave Davies erklärt das in diesem Artikel auf Search Engine Watch ganz gut.

Wenn Du einen internen Link setzt, gibst Du der Suchmaschine zu verstehen, dass der verlinkte Inhalt so relevant und wichtig ist, dass der Webseitenbesucher problemlos von A nach B gelangen soll. Der verlinkte Inhalte ist so wichtig, dass der Besucher vielleicht sogar innehält und direkt zur verlinkten Seite übergeht.

Interne Links im Seiteninhalt zeigen sowohl Suchmaschinen als auch Nutzern, dass der verlinkte Inhalt relevant ist. Die Leser werden Dir dankbar sein, darum sind interne Links hilfreich, auch für die SEO.

Eine klassische Win-Win-Situation.

5. Du sollst relevante Links setzen

Ich habe ja bereits darauf hingewiesen, dass interne Links nicht so kompliziert sind, wie viele Leute meinen. Sie müssen jedoch bewusst gesetzt werden. Links sollten nicht aus Spaß gesetzt werden. Ein interner Link muss immer relevant sein und auf einen Inhalt verweisen, der zum Thema der verweisenden Quelle passt.

Nehmen wir einfach mal an, dass eine meiner Seiten von Hundefutter handelt. Auf einer anderen geht es um die Nistgewohnheiten von Sittichen. (Das ist natürlich nur ein Beispiel.)

Sollte ich beide Seiten miteinander verlinken?

Hundefutter und die Nistgewohnheiten von Sittichen haben nichts miteinander zu tun, darum würde ein interner Link in diesem Fall wenig Sinn machen.

Wenn ich jedoch eine Seite hätte, auf der es um Futter für Sittiche geht, wäre ein Link auf der Seite über Nistgewohnheiten angebracht. Da es auf beiden Seiten um “Sittiche” geht und sich die Inhalte sehr wahrscheinlich überschneiden, macht ein interner Link in diesem Fall durchaus Sinn.

Verweise wenn möglich nur auf relevante Seite und Inhalte.

6. Du sollst DoFollow-Links benutzen

DoFollow-Links sind die beste Wahl für interne Links, weil sie das Linkprofil einer Webseite stärken.

Früher setzte man fast ausschließlich No-Follow-Links, um den Link Juice nur auf bestimmte, ausgewählte Seiten weiterzuleiten. Diese Form des Pagerank Sculpting eignet sich jedoch nicht als SEO-Strategie.

Im Jahr 2005 führten sie Suchmaschinen erstmals das Konzept NoFollow-Link ein, die mit dem Attribut rel=nofollow gekennzeichnet sind. In der Theorie soll ein NoFollow-Link “keine Auswirkungen auf das Raking der Seite in den Suchergebnissen haben”. Wikipedia sagt: “nofollow ist eine Anweisung innerhalb des HTML-Codes, welche Suchmaschinen anweist, Verweise auf andere Seiten nicht in die Berechnung deren Linkpopularität einzubeziehen.”

Trotz der anfänglichen Verwirrung, die die Einführung von No-Follow-Links mit sich brachte, stimmen die meisten Leute mittlerweile zu, dass es eine gute Idee war. Danny Sullivan erklärt, dass NoFollow-Links Webseite dabei helfen können, “Probleme mit Suchmaschinen vermeiden können, wenn diese Suchmaschinen glauben, dass die Webseite an unseriösen SEO-Methoden oder Link-Schemes beteiligt ist.”

Trotz der Vorteile, die NoFollow-Links mit sich bringen können, solltest Du bei internen Verweisen jedoch kein NoFollow-Attribut setzen, da der Link Juice ungehindert von einer Seite zur nächsten fließen muss. Ein NoFollow-Link würde das jedoch verhindern.

7. Du sollst eine angemessene Anzahl interner Links setzen

Du brauchst gar nicht viele Links, um ein starkes internes Linkprofil zu erstellen. Google sagt Folgendes dazu: “Jede Seite sollte über eine angemessene Anzahl an Links verfügen.”

Frage: “Was ist eine ‘angemessene Anzahl’?

Antwort: “Das weiß keiner so genau.”

Viele intelligente Leute haben bereits versucht, diese Frage zu beantworten, doch nicht mal Matt Cutts hat sich klar zu diesem Thema geäußert. Er sagt: “Ich würde um die 100 Links empfehlen” und “in einigen Fällen macht es vielleicht sogar Sinn, mehr als hundert Links zu setzen.”

Sind es jetzt höchstens 100 Links? Vielleicht meint er 100 Links auf der gesamten Webseite, Fußzeile, Kopfzeile, Navigationsmenü, Werbung und alles andere mit eingeschlossen? In diesem Fall würde man schnell auf 100 Links kommen.

Für das interne Linkprofil würde ich empfehlen, je nach Länge des Blogbeitrages immer drei bis vier Links pro Artikel zu setzen. Meine Artikel bestehen oft aus mehr als 1.500 Wörtern und ich habe auch kein großes Navigationsmenü, darum setze ich manchmal sogar zehn bis 20 interne Links pro Artikel, wenn es Sinn macht.

Es gibt keine genauen Vorgaben. Wichtig ist, dass immer der Nutzer im Vordergrund steht, darum hängt die Anzahl der internen Links vom Nutzer und den bereitgestellten Informationen ab.

Platziere bitte keinen massiven Link-Blöcke in der Fußzeile!

Diese Strategie war vor ein paar Jahren vor allem in der Immobilienbranche sehr weit verbreitet. Die wichtigsten Links wurden nahe der Fußzeile platziert, manchmal waren es sogar bis zu 50 Links. Problematisch wird es jedoch, wenn die Webseite tausende von Unterseiten hat, denn dann hat man schnell abertausende “Spam”-Links, für die man von Google bestraft werden kann. 2013 haben sich viele Webseite dadurch massive Strafen eingehandelt.

Fazit

Wenn man sich beim internen Linkaufbau an die sieben Gebote aus diesem Artikel hält, wird es zum Kinderspiel. Es muss weder kompliziert noch überwältigend oder besonders schwierig sein. Mit internen Links stärkst Du Dein Linkprofil und verbesserst Deine SEO. Du solltest auch alte Inhalte und Blogbeiträge prüfen, da es sich lohnt auch hier neue interne Verweise zu setzen.

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Neil Patel

source: https://neilpatel.com/de/blog/dia-7-gebote-des-internen-linkbuildings/