In 7 Schritten zum besseren, schnelleren und effizienteren Autor

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Ich sag es nicht gerne, tue es aber trotzdem.

Schnelligkeit und Qualität haben selten etwas miteinander zu tun.

Tolle Inhalte, sowohl in Umfang als auch in Qualität, brauchen ihre Zeit.

Wir Vermarkter müssen aber in der Lage sein, umwerfende Inhalte in Rekordzeit zu erstellen.

Wie der CEO von Salesforce bereits sagte: “Schnelligkeit ist die Währung im Business.”

Je schneller Du tolle Inhalte erstellen kannst, desto schneller leitest Du potenzielle Kunden durch Deinen Verkaufstrichter, erlangst Markenbekanntheit und verbesserst jeden erdenklichen Bereich Deines Unternehmens.

Wir wissen, dass Suchmaschinen umfangreiche und ausführliche Inhalte bevorzugen.

Die durchschnittlich Anzahl der Wörter des Top-Ergebnisses auf der ersten Seite von Google ist 1.890.

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Du musst an der Effizient Deines Schreibprozesses arbeiten.

Das ist aber gar nicht so einfach.

Ich habe im Laufe der Zeit immer wieder unterschiedliche Techniken benutzt, um qualitativ hochwertige Inhalte noch schneller schreiben zu können.

In diesem Artikel werde ich Dir zeigen, wie auch Du diese Herausforderung meistern kannst.

Du kannst Folgendes erwarten:

  1. Veröffentliche öfter bessere Inhalte.
  2. Schreibe schneller, ohne Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen.
  3. Gehe mehr Risiken ein und spare noch mehr Zeit.

Wenn Du diese Techniken nutzt, solltest Du mindestens eine Stunde pro Artikel einsparen können.

Lass uns am besten gleich loslegen.

1. Unterteile den Schreibprozess in verdauliche Häppchen, um Ablenkungen zu vermeiden

Kennst Du den Produktivitäts-Killer Nummer 1?

Multitasking.

Leute, die versuchen mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, sind 40 % weniger produktiv, brauchen 50 % länger, um Aufgaben zu erledigen und begehen bis zu 50 % mehr Fehler.

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Das gilt auch für den Schreibprozess.

Du kannst folgende Fehler begehen:

  1. Der Versuch, zwei Dinge gleichzeitig zu erledigen. Zum Beispiel schreiben und gleichzeitig Fernsehen gucken.
  2. Der sofortige Übergang von einer Aufgabe zur anderen, obwohl beide Aufgaben unterschiedliche Herausforderungen darstellen.
  3. Der Übergang von einer Aufgabe zur anderen, ohne die erste abgeschlossen zu haben. Ein klassisches Beispiel ist die Überarbeitung Deines Textes noch während des Schreibvorgangs.

Jedes mal, wenn Du von einer Aufgabe zur nächsten übergehst, muss Dein Gehirn Schwerstarbeit leisten.

Und was kommt dabei heraus?

Du bist gestresst, müde und schiebst gewisse Aufgaben, die Du sonst schnell erledigen könntest, immer wieder vor Dir her.

Du solltest gewisse Aufgaben in Kategorien unterteilen, um Deinen Schreibprozess zu optimieren.

Hier sind die Bereiche, auf die Du Dich jeweils gebündelt konzentrieren solltest:

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Das schauen wir uns jetzt mal genauer an.

Schritt Nr. 1: Einen Redaktionsplan erstellen.

Der Redaktionsplan ist ein besonders wichtiger Bestandteil des Schreibprozesses.

Mit so einem Plan kannst Du dafür sorgen, dass all Deine Inhalte auf ein gemeinsames Ergebnis hinarbeiten, damit Du Deine Unternehmensziele erreichen kannst.

Hier ist ein Beispiel von HubSpot:

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Du solltest eine Liste mit Themen, die nach Priorität geordnet sind, zur Hand haben.

Eine gute Überschrift nimmt ein bisschen Zeit in Anspruch. Du solltest die Überschrift bereits in diesem Schritt erstellen und nicht erst, wenn Du mit dem Schrieben begonnen hast.

Du kannst die Ideenfindung mit dem Blog Topic Generator vom HubSpot beschleunigen.

Gib einfach ein Thema ein und klick auf “Give Me Blog Topics”.

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Dann spuckt das Tool ein paar gute Ideen aus. Ein paar davon hören sich komisch an, Du musst sie eventuell umschreiben.

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Schritt Nr. 2: Daten sammeln.

Du betreibst Recherche, um Deine Idee zu verfeinern und sicher zu stellen, dass Dein Artikel auch Substanz hat.

Je mehr Recherche, desto besser.

Eine datengetriebene Recherche ist sogar noch besser.

Eins sollte Dir jedoch klar sein.

Gute Daten sind schwer zu finden und brauchen ihre Zeit.

Du musst nicht nur die Originalquelle ausfindig machen, Du musst auch überprüfen, ob diese Quelle authentisch und glaubwürdig ist.

Gibt es eine einfache Lösung?

Leg Dir eine „Swipe Datei“ mit Statistiken an.

Ich liebe Swipe Dateien. Du kannst wichtige Informationen an einem einzigen Ort zusammentragen und musst anschließend keine Zeit mehr mit der Suche verschwenden.

Und so kannst Du Daten für Deine Swipe Datei finden:

Merk Dir all die wichtigen Webseiten Deiner Nische.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=DC8LZx4zNKU]

Deine Chancen stehen gut, dass einige dieser Webseiten die Informationen, nach denen Du suchst, bereits zusammengetragen haben.

Branchen-Blogs sind dafür besonders gut geeignet.

Beliebte Artikel beinhalten normalerweise Daten. Du kannst relevante Statistiken ausfindig machen, indem Du Inhalte, die sich mit Deinem Thema befassen, durchsuchst.

Du kannst auch Statistiken finden, die für Deine Branche relevant sind.

Hier ist die Formel einer einfachen Suchanfrage: [Nische] + Statistik + [Jahr].

Jetzt schauen wir uns mal die Ergebnisse an, die ich bei meiner Suche nach “Content-Marketing-Statistiken 2017” gefunden habe.

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Klick einfach auf eins der Ergebnisse und schon stehen Dir eine Menge Informationen zur Verfügung.

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Richte Google Alerts ein.

Du kannst Google Alerts zu Deinem persönlichen Assistenten machen.

Melde Dich in Deinem Konto an und richte einen Alert für relevante Daten ein.

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Wenn Deine Suchanfrage nicht spezifisch genug ist, wird Dein Postfach mit irrelevanten Daten überhäuft.

Du kannst aber dafür sorgen, dass das nicht passiert.

  • Setze Deine Suchanfrage in Anführungszeichen. Wenn Du einen Alert für Content Marketing und nicht für „Content Marketing“ einrichtest, wirst Du immer dann benachrichtigt, wenn sowohl das Wort “Content” als Auch das Wort “Marketing” auftauchen. Das willst Du sicher nicht.
  • Du kannst Deine Suche auf bestimmte Quellen eingrenzen, die Du als glaubwürdig erachtest. Zum Beispiel “Content Marketing” + “HubSpot Statistik” ODER “Content Marketing” + “Neue Studie Harvard”.
  • Du solltest Dir die Ergebnisse lieber wöchentlich schicken lassen, nicht täglich.

Durchsuche Onlinepublikationen.

Eins solltest Du über Branchen-Blogs wissen.

Sie sind eine tolle Datenquelle, aber wirklich jeder greift auf diese Quelle zurück.

Du kannst einzigartige Informationen viel besser in Onlinepublikationen, z. B. in Magazinen oder Katalogen, finden.

Die sind auch ganz einfach ausfindig zu machen.

Rufe Issuu.com auf und gib Dein Keyword ein.

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Du kannst ganz viele kostenlose Publikationen finden, meistens Magazine, die sich mit Deinem Thema befassen.

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Mach auch von Datenbanken Gebrauch.

Es gibt keine bessere Quelle als Datenbanken, wenn man nach Informationen sucht.

Dabei ist es auch ganz egal, nach welchen Inhalten Du suchst – seien es Infografiken, wissenschaftliche Studien oder Präsentationen – Du kannst sie meistens in Datenbanken finden.

Hier sind ein paar Beispiele:

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Schritt Nr. 3: Deinen Artikel skizzieren.

Das ist ganz einfach.

Wenn Du weißt, was Du schreiben willst, füllt sich das Papier fast wie von selbst. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn Du Dir erst ein paar Ideen einfallen lassen musst.

Eine gute Skizze kann Dir dabei helfen, Dir einen Überblick über Deinen Artikel zu verschaffen.

Du solltest so ausführlich wie möglich sein. Die Recherche ist extrem wichtig, um anschließend ins Detail gehen zu können.

Auf diese Weise kannst Du jeden Punkt genau festhalten, ohne Dich von Schreibprozess ablenken zu lassen.

Die Tage, in denen Du zwischen zehr unterschiedlichen Tabs hin und her gewechselt hast, sind gezählt. Jetzt kannst Du Deine Ablenkungen minimieren und viel Zeit sparen.

Schritt Nr. 4: Deinen Artikel entwerfen.

Hast Du dieses Sprichwort schon mal gehört? – „All good writing is rewriting.”

Das Sprichwort besagt, dass der Entwurf dazu dient, die Wörter aufs Papier zu bringen. Die Vollendung und Perfektion findet erst während der Überarbeitung statt.

Ich kann dem nur voll und ganz zustimmen. Dennoch bin ich der Meinung, dass auch Dein Entwurf gut und überlegt sein sollte.

Dann ist Dein Entwurf der Endversion schön sehr ähnlich und sollte nicht mehr so viel Überarbeitung benötigen.

Eine umfangreiche Überarbeitung ist oft kontraproduktiv.

Da wird das jetzt geklärt haben, will ich Dir noch schnell ein paar Tipps geben, um Dir zu zeigen, wie Du schnell einen guten Entwurf erstellen kannst.

  • Benutze kurze Sätze.
  • Mach von Aufzählungszeichen und Listen Gebrauch.
  • Folge einem roten Faden.
  • Verwende Themensätze. (Das sind die Sätze, die eine Hauptidee in einem einzigen Absatz zusammenfassen.)
  • Benutze Übergangssätze.

Schritt Nr. 5: Deinen Artikel überarbeiten.

“Zuerst schreiben, dann überarbeiten.”

Diese uralte Regel ist denkbar einfach, aber effektiv.

Wenn Du Deine Inhalte bereits während des Schreibens überarbeitest, legst Du Dir selbst Steine in den Weg. Dann machst das Schreiben auch ganz schnell gar keinen Spaß mehr.

Darüber hinaus erfordert das Schreiben eines Artikels andere Fähigkeiten als das Überarbeiten eines Artikels.

Sie erfordern auch unterschiedliche Einstellungen gegenüber des Textes.

Ich erkläre jetzt, was ich damit meine.

Das Schreiben unterscheidet sich sehr stark von der Überarbeitung eines Textes.

Während des Schreibprozesses willst Du Deine Ideen zu Papier bringen. Bei der Überarbeitung Deines Textes willst Du unnötige Wörter eliminieren.

Das Schreiben sollte fließen. Die Überarbeitung erfordert Disziplin.

Kannst Du den Unterschied erkennen?

Darüber hinaus solltest Du einen kleineren Bildschirm für die Überarbeitung Deines Artikels benutzen.

Warum?

Das Lesen langer, horizontaler Linien für oft dazu, dass Wörter einfach übersprungen werden. Fehler werden dann oft übersehen.

Wenn Deine Inhalte gebündelter sind, lässt sich Dein Blick nicht so leicht ablenken.

Du kannst potenzielle Fehler viel schneller und besser finden.

Profi-Tipp:

Du solltest Deine Arbeitswoche gut planen, und bestimmte Tage ausschließlich bestimmten Aufgaben widmen.

Du könntest den Montag der Ideenfindung widmen, dienstags recherchieren und mittwochs schreiben.

Hört sich langweilig an?

Ist es aber nicht. Du kannst trotzdem noch andere Aufgaben erledigen.

Es hilft Dir lediglich dabei, Deine Tage besser zu organisieren, um Deine Arbeitswoche produktiver zu gestalten.

2. Dokumentiere Deinen Arbeitsprozess, um jede Aufgabe gekonnt abzuschließen

Ein systematisches Vorgehen ist wichtig.

Das Schreiben ist ein kreativer Prozess, der mit Standardprozessen ausbalanciert werden sollte.

Stell Dir nur einmal vor, Du müsstest Dir die Regeln zur Erstellung ansprechender Überschriften jedes mal erneut ins Gedächtnis rufen.

Ganz schön frustrierend, oder?

Darum halte ich meinen Arbeitsprozess gern schriftlich fest.

  • Du musst Dir nicht mehr den Kopf zerbrechen.
  • Du kannst Dich auf Deine eigentliche Aufgabe konzentrieren und musst nicht mehr so viel über die Umsetzung nachdenken.
  • Du kannst Deine Aufgaben erfolgreicher abschließen.

Das geht so:

Schritt Nr. 1: Halte die unterschiedlichen Arbeitsschritte, die Du bei der Erstellung eines Artikels durchlaufen musst, schriftlich fest.

Dazu gehört die Erstellung von Überschriften, die Keyword-Recherche, das Skizzieren Deines Artikels, der Entwurf Deines Artikels, die Recherche von Inhalten und die Überarbeitung der Inhalte.

Schritt Nr. 2: Halte den Prozess jeder Aufgabe jetzt Schritt-für-Schritt fest.

Hier ist ein Beispiel:

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3. Erstelle ein Mission Statement (Leitbild) für Deinen Artikel

Bevor Du mit dem Schreiben beginnst, solltest Du das Ziel Deines Artikels immer ganz klar vor Augen haben.

Soll der Leser eine Transformation durchmachen?

Welche Informationen möchtest Du Deinem Leser mit auf den Weg geben?

Es gibt gute Gründe dafür, warum Du immer ein klares Ziel vor Augen haben solltest:

  • Du kannst Deinen Artikel rückentwickeln (Reverse Engineering), um den Lesern eine ultimative Botschaft mit auf den Weg zu geben.
  • Du kannst Dir viel einfacher praktische Schritte einfallen lassen, um Deinen Beitrag nützlich zu machen.
  • Du erliegst nicht so schnell der Versuchung, eine weitere Information, die unbrauchbar ist, in den Artikel einzubauen.

Du musst auch gar nicht so viel Zeit in Dein Mission Statement stecken.

Du kannst Dir einfach Dein Thema ins Gedächtnis rufen und dann entscheiden, was Du Deinen Lesern beibringen willst.

In diesem Artikel möchte ich Dir zum Beispiel ein paar Strategien mit auf den Weg geben, damit Du noch schneller bessere Artikel schreiben kannst.

Das ist mein Mission Statement.

Jetzt weiß ich, dass jeder meiner Sätze auf dieses Ziel hinarbeiten sollte.

4. Maximiere Deinen Flow

Warst Du schon mal so sehr in eine bestimmte Aufgabe vertieft, dass die Zeit nur so dahingeflogen ist?

Dieser Zustand wird auch als Flow bezeichnet.

Du bist am produktivsten, wenn Du diesen Zustand erreichen kannst.

Aber wie stellst Du das am besten an?

Die meisten Leute können es nicht erzwingen.

Es passiert einfach.

Du kannst aber ein paar Dinge unternehmen, um diesen Zustand schneller zu erreichen.

  • Sämtliche Ablenkungen eliminieren. Du solltest alle sozialen Netzwerke schließen, Dein Handy auf stumm schalten, eine ruhige Umgebung aufsuchen und alle möglichen Ablenkungen vermeiden.
  • Negative Gedanken vermeiden. Du versagst mit absoluter Sicherheit, wenn Du selbst an Dir zweifelst. Du solltest positive Bestätigungen anstreben und Reibungen vermeiden.
  • Widme Dich voll und ganz Deiner Aufgabe, um immer die Kontrolle zu behalten. Du solltest Dir immer der Arbeit bewusst sein, die jede Aufgabe mit sich bringt, bevor Du Dich dieser Aufgabe widmest. Auf diese Weise wächst Dir die Arbeit nicht so schnell über den Kopf. Wie lange nimmt das Schreiben eines Artikels wirklich in Anspruch?
  • Lass Deinen Ideen freien Lauf. Du musst nicht immer den Anfang Deines Artikels zuerst schreiben. Tu Dir keinen Zwang an, wenn Du lieber mit der Zusammenfassung beginnen möchtest! Wenn man die Zusammenfassung zuerst schreibt, ist das sogar extrem befriedigend.
  • Konzentriere Dich für längere Zeit auf eine Aufgabe. Übung macht den Meister. Die mentale Einstellung, die nötig ist, um den Zustand der vollen Konzentration zu erreichen, braucht Übung.
  • Sei Dir stets der nächsten Schritte bewusst. Nichts ist so schlimm, wie das Gefühl verloren zu sein. Darum sind Skizzen auch so wichtig.

5. Schreibe in Intervallen

Der Tag hat nur 24 Stunden.

Das lässt sich nicht ändern. Jedoch können die Aufgaben, die wir innerhalb eines bestimmten Zeitfensters erledigen, starke Auswirkungen auf unsere Produktivität haben.

Hast Du schon mal von den “Parkinsonschen Gesetzen” gehört?

Es besagt, dass “sich die Arbeit genau nach dem Maß ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht”.

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Lass mich das kurz erklären.

Wenn Du Dir drei Wochen zur Erledigung einer bestimmten Aufgabe gibst, dann brauchst Du wahrscheinlich auch genau drei Wochen, um diese Aufgabe zu erledigen.

Und wenn Du Dir drei Stunden Zeit nimmst, um einen Artikel zu schreiben, dann schaffst Du es wahrscheinlich auch, ihn in diesen drei Stunden fertig zu stellen.

Dafür musst Du Dir ein gewissen Zeitfenster jeden Tag einräumen, um Dich auf das Schreiben zu konzentrieren.

Es gibt noch weitere Methoden, auf die Du zurückgreifen kannst, um Deine Produktivität innerhalb eines bestimmten Zeitfensters zu maximieren.

Meine Lieblingsmethode ist die “Pomodoro-Technik”.

Die Technik besteht aus 25-minütigen Arbeitsintervallen mit 5-minütigen Pausen. Nach jeweils vier Arbeitsintervallen machst Du eine längere Pause.

Die Technik besteht aus fünf Schritten:

  • Die Aufgabe schriftlich formulieren.
  • Den Kurzzeitwecker auf 25 Minuten stellen.
  • Die Aufgabe bearbeiten, bis der Wecker klingelt.
  • Kurze Pause machen (5 Minuten).
  • Nach jeweils vier pomodori (Intervallen) eine längere Pause machen (15–20 Minuten).

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Dieses System beruht auf dem Arbeits-Belohnungsprinzip. Du arbeitest schneller, erholst Dich besser und kannst Dich besser auf Deine Aufgaben konzentrieren.

Hier sind zwei Strategien, um das Meiste auf der Pomodoro-Technik herauszuholen.

1. Zerlege große Aufgaben in kleinere Teilaufgaben.

Da Du jetzt weißt, wie Du Deine Zeit am besten einteilst, kannst Du Deine Aufgaben in verdauliche Häppchen aufteilen.

Ich zeig Dir, wie das geht.

Nehmen wir einfach mal an, dass Du einen Artikel mit 5.000 Wörtern schreiben willst.

Du hast den Artikel in zehn Bereiche, inklusive Einleistung und Zusammenfassung, unterteilt.

Jeder Bereich sollte um die 500 Wörter enthalten.

Natürlich kannst Du Dich nicht haargenau an diese Vorgaben halten, weil einige Bereiche ausführlicher behandelt werden müssen als andere.

Aber wenigstens hast Du Zielvorgaben, an denen Du Dich orientieren kannst.

Jetzt kannst Du Dir vornehmen, jeden Bereich in einem 25-minütigen Intervall fertig zu stellen.

Auf diese Weise kannst Du Deinen Artikel viel schneller fertigstellen.

2. Verfolge Deine Schreibtätigkeit in einer Excel-Tabelle.

Wenn Du lernen willst, schneller zu schreiben, musst Du Deine Fortschritte messen können.

Mit der Pomodoro-Technik kannst Du Deine Fortschritte super im Auge behalten.

Du könntest Deine Tabelle in etwas so aufbauen:

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Diese Version ist besonders gut für Anfänger geeignet.

Du kannst aber noch mehr ins Detail gehen, wenn Du willst.

  • Wann beginnt und wann endet jedes 25-minütige Intervall? Auf diese Weise kannst Du feststellen, ob Deine Schreibzeit ideal ist.
  • Welche Tools benutzt Du, um Deinen Prozess zu beschleunigen? Greifst Du auf Diktatsoftware, Apps zur Überarbeitung von Texten oder auf einen Textbaustein-Helfer zurück?
  • Welcher Aufgabe hast Du Dich gewidmet? Der Skizze, dem Schreiben oder der Überarbeitung?
  • Wo hast Du Dich dieser Aufgabe gewidmet? Oftmals haben Autoren einen Lieblingsort, an dem sie sich besser konzentrieren können. Du solltest herausfinden, wo dieser Ort ist und diese Erkenntnis dann ausnutzen.

6. Leg „Swipe Dateien“ an

Ich habe die Swipe Datei eben schon mal kurz erwähnt.

Sie dient aber nicht nur der Sammlung von Daten.

Du kannst sie auch für andere Aufgaben Deines Schreibprozesses nutzen.

Ich persönlich kann Folgendes empfehlen:

Schritt Nr. 1: Halte die Übergangssätze, die Du häufig benutzt, schriftlich fest.

Es gibt nur eine bestimmte Anzahl an Formulierungen, um von einem Absatz zum nächsten überzugehen.

Du solltest diese Formulierungen schriftlich festhalten.

Hier sind in paar Beispiele von Brian Dean:

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Er nennt sie auch “Bucket Brigades” (z. Dt. Eimerketten). Sie dienen dem Übergang von einem Abschnitt zum nächsten — sie machen Deine Texte lesbarer und fesselnder.

Nutzer verbringen im Durchschnitt 4 Minuten auf Backlinko. Brian führt diese Tatsache auf seine „Bucket Brigades“ zurück.

Probier es einfach mal selbst aus!

Schritt Nr. 2: Sammle Artikel, die Du als gelungenes Branchenbeispiel betrachtest.

Jeder Schriftsteller sollte immer eine gelungene Auswahl guter Inhalte als Inspiration zur Hand haben.

Gibt es einen Blog, den Du verfolgst?

Oder einen Blogger, dessen Stil Du besonders gern magst?

Sammle ein paar ihrer besten Artikel und schau sie Dir an, bevor Du Dich dem Schreiben Deiner eigenen Beiträge widmest.

Das gibt Deiner Kreativität einen kleinen Schub und verhilft Dir zu ein paar guten Ideen.

Es ist auch hilfreich, wenn Du vielfältige Informationen sammelst.

Das Lesen und das Schreiben gehen Hand in Hand.

Je mehr Du über ein Thema weißt, desto einfacher fällt es Dir darüber zu schreiben.

7. Automatisiere so viele Arbeitsschritte wie möglich

Wie schnell die Ideen auch fließen mögen, Du musst sie dennoch alle irgendwie schriftlich festhalten.

Tools, die bestimmte Arbeitsschritte automatisieren, sind in diesem Fall sehr hilfreich.

Hier sind ein paar Optionen:

Diktatsoftware.

So eine Software ist extrem hilfreich.

Du sprichst schneller als Du schreiben kannst.

Außerdem lässt sich so ein Diktat nicht gleichzeitig überarbeiten, darum kannst Du Dich voll und ganz auf den Schreibprozess konzentrieren.

Meine Lieblingssoftware ist die Spracheingabe von Google Docs. Die ist erstaunlich akkurat und kostenlos. Dir stehen eine Menge Sprachbefehle zur Verfügung, um Deine Artikel zu formatieren und zu überarbeiten.

Du kannst auch die Diktierbefehle von Mac oder die Spracherkennung unter Windows verwenden.

Textbaustein-Helfer.

Mit einem Textbaustein-Helfer (Text Expansion Tool) kannst Du ein paar Buchstaben eingeben und die Wörter erscheinen automatisch.

Du kannst personalisierte Tastenkombinationen festlegen, um schneller auf Textbausteine, die Du häufig benutzt, zugreifen zu können.

Hier sind ein paar Beispiele:

  • Branchenspezifische Fachbegriffe. Wenn Deine Inhalte auf einer bestimmten Branche basieren, tauchen ein paar Fachbegriffe bestimmt immer wieder auf.
  • Übergangssätze. Du kannst auch Tastenkombinationen für die Übergangssätze Deiner Swipe Datei einrichten.

Soll ich Dir ein paar Anbieter aufzählen?

TextExpander, Breevy und TypeIt4Me gehören zu den besten.

Rechtschreibprüfung und Grammatik.

Natürlich kann das den Prozess der Überarbeitung nicht ersetzen.

Dennoch kannst Du auf Anbieter wie Grammarly zurückgreifen, um Deinen Überarbeitungsprozess zu beschleunigen. Das Programm erkennt grammatikalische Ungereimtheiten und Du kannst Dich dann voll und ganz der eigentlichen Überarbeitung widmen.

Ich kann Dir auch die Hemingway App ans Herz legen. Sie hilft Dir nicht nur bei grammatikalischen Problemen, sie verbessert auch die Lesbarkeit Deiner Artikel.

Mit diesen Tools kannst Du ne Menge Zeit sparen.

Fazit

Das Schreiben ist eine Fähigkeit, die wir drauf haben müssen.

Gerade wir Vermarkter stehen unter dem Druck, immer schneller, immer bessere Inhalte zu erstellen.

Zum Glück kann man das ganz leicht in den Griff bekommen.

Wenn Du die Qualität Deiner Beiträge verbessern und gleichzeitig schneller schreiben willst, kannst Du die Methoden aus diesem Artikel nutzen.

Sie werden Dir dabei helfen schneller zu schreiben, ohne dass Deine Inhalte dabei an Qualität einbüßen.

Es braucht schon ein bisschen Übung. Wenn Du Dir aber wirklich Mühe gibst, kannst Du in kürzester Zeit umwerfende Inhalte erstellen.

Wie sieht Dein Schreibprozess aus? Auf welche Techniken greifst Du gern zurück, um Zeit zu sparen?

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