Facebook Werbung einfach gemacht: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Facebook ist wahrscheinlich die am meisten vernachlässigte Werbeplattform.

Wie oft hast Du so was schon gehört:

„Facebook ist gestorben seit jedermanns Eltern sich angemeldet haben.“

„Instagram hat eine zehnmal höhere Engagement-Rate!“

„E-Mails vernichten Facebook“

Ja ja, wir haben es verstanden. Facebook ist lahm.

Aber wie kommt es dann, dass deren Umsätze so schnell wachsen?

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(Von einer Infografik auf Hubspot entnommen)

Sie haben mit 1,4 Milliarden aktiven Nutzern pro Monat nicht nur die meisten Nutzer, sondern sie verdienen mit ihrem Werbesystem auch noch genug Geld.

Ich vermute, dass es da draußen jede Menge Heuchler gibt.

Wenn von jeden zehn Dollar, die für Werbung ausgegeben werden, einer davon für Werbeanzeigen auf Facebook benutzt wird, wie kommt es dann, dass außer ein paar Leuten jeder diese Plattform meidet?

Kannst Du meine Überlegung nachvollziehen?

Ich glaube, dass jedes Unternehmen Werbeanzeigen auf Facebook ausprobiert, scheitert und dann über die Plattform herzieht.

Menschen können mit Werbeanzeigen auf Facebook einfach nicht richtig umgehen.

Heute helfe ich Dir dabei.

Ich zeige Dir ein paar Beispiele von Leuten, die mit Werbeanzeigen auf Facebook Erfolg hatten und dann erstellen wir gemeinsam Deine erste Kampagne.

Selbst wenn Du ein kompletter Anfänger bist, hast Du nach dem Lesen dieser Anleitung ein gutes Verständnis dafür, wie Werbeanzeigen auf Facebook funktionieren.

Du kannst Dir das nicht vorstellen? – Glaub mir, ich meine es ernst!

Lass mich ganz vorne anfangen.

Definition

„Wie bitte, Du kannst tatsächlich auf Facebook werben?“

Wenn das Deine erste Reaktion auf die Überschrift dieses Artikels war, dann bist Du etwas spät dran. Aber mach Dir keine Sorgen, ich bringe Dich auf den neuesten Stand.

Da Facebook viele Informationen von seinen Benutzern erhält, weiß man oft sehr genau, was diese mögen, denn sie geben die Daten freiwillig in ihr Profil ein (Dinge wie Alter, Ort und Interessen).

Daher kann Facebook dem Benutzer gezielt Werbeanzeigen von Produkten zeigen, die er vermutlich kaufen würde, von Seiten, die er vermutlich mag, oder von Veranstaltungen, die er vermutlich gerne besucht.

Zum Beispiel trat ich vor Kurzem einer Facebook Gruppe über Udemy, der Plattform für Internet-Kurse, bei.

Logischerweise reagiert Facebook auf meine Wahl und fängt mit der Darstellung von Werbeanzeigen an, die mich dazu auffordern einen Kurs zu besuchen (sie dachten ich würde gerne lernen, wie man Videospiele erstellt).

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Du sagst nun vielleicht: „Warte mal Neil, bist Du Dir sicher, dass das nicht einfach nur ein Post von Udemy ist? Bist Du vielleicht deren Seite gefolgt? Woher weißt Du, dass es sich um eine Werbeanzeige handelt?“

Gute Frage!

Es gibt einige Eigenschaften, die jede Werbeanzeige auf Facebook aufweist und das macht sie unverwechselbar. Daher weiß ich ganz genau, dass es eine Werbeanzeige ist.

Hier sind die Merkmale:

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Unter dem Namen der Seite, die Dir angezeigt wird, siehst Du die Kennzeichnung „Sponsored“.

Außerdem gibt es einen unverwechselbaren „Like Page“-Button in der rechten, oberen Ecke, der in normalen Posts nicht zu sehen ist.

Und schließlich haben alle Werbeanzeigen auf Facebook einen Call-To-Action-Button (auch CTA genannt) in der rechten, unteren Ecke, der eine der folgenden Aufforderungen beinhalten kann:

  • Mehr erfahren
  • Anmelden
  • Herunterladen
  • Kontaktiere uns
  • Jetzt kaufen
  • Jetzt buchen
  • Mehr ansehen
  • Jetzt bewerben

Facebook hat eine vorgegebene Anzahl an CTA-Buttons.

Also merk Dir, Du kannst Werbeanzeigen auf Facebook an den folgenden drei Dingen erkennen:

  1. Eine “Sponsored” Kennzeichnung unter dem Namen der Seite
  2. Die Aufforderung in der rechten, oberen Ecke, der Seite zu folgen
  3. Ein Call-To-Action-Button in der rechten, unteren Ecke

Du wunderst Dich vielleicht, warum Facebook Werbeanzeigen aggressiver und offensichtlicher gestaltet, nicht wie YouTube.

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(Gibt es jemanden, der Werbeanzeigen auf YouTube mag?)

YouTube zwingt Dich, für jedes dritte oder vierte Video, das Du Dir anschaust, eine Werbeanzeige anzusehen. Am Anfang kannst Du sie noch überspringen, aber irgendwann musst Du Dir die ganzen 30 Sekunden angucken.

Bei längeren Videos (>1hr) zeigen sie Dir sogar Werbespots während des Videos (genau wie die Werbesendungen im Fernsehen).

Das Ergebnis: Alle HASSEN Werbeanzeigen auf YouTube.

Ernsthaft.

Kennst Du jemanden, der die nicht blockiert oder vom Computer weggeht und erst wiederkommt, wenn es vorbei ist?

Wir hassen Werbeanzeigen auf YouTube weil sie unsere Nutzererfahrung stören.

Wir möchten ein Video nach dem anderen anschauen, solange wie wir wollen, bis wir aufhören.

YouTube ändert diese Erfahrung gewaltsam, indem es Videos mit Werbeanzeigen unterbricht.

Wir lassen uns nicht gerne stören. In der Tat begegnen uns jeden Tag genug Unterbrechungen, die uns unsere wertvolle Willensstärke kosten und unsere Selbstbeherrschung auf die Probe stellen.

Facebook ist klüger als YouTube.

Sie wollen ihre Werbeanzeigen so nahtlos wie möglich in den natürlichen Ablauf der Nutzererfahrung integrieren.

Ablauf ist eigentlich ein guter Begriff dafür. Denk daran, wie Du auf Facebook navigierst.

Du scrollst immer Deinen Newsfeed runter, entweder mit einer Maus oder mit Deinem Finger. Und da Facebook einfach nur eine Werbeanzeige in Deinem Newsfeed platziert, wirst Du nicht unterbrochen. Du kannst sie Dir angucken oder einfach weiter scrollen.

Deine Nutzererfahrung wird überhaupt nicht verändert.

Anmerkung: Es gibt auch Werbeanzeigen in der Seitenleiste, ähnlich wie Banner, aber sie bedecken nur, was sonst eigentlich ein weißer Raum wäre, und stellen demnach auch keine Unterbrechung dar.

Das Einblenden von Werbeanzeigen, ohne dass sie von einem untrainierten Auge erkannt werden, ist eins von Facebook’s Geheimnissen der hohen Wachstumsrate ihrer Umsätze.

Kurz gesagt, beim Werben auf Facebook bezahlt man, um Reklamen oder Produktangebote im Newsfeed einer speziellen Zielgruppe zu platzieren.

Bevor wir in einige Fallstudien eintauchen und Deine erste Werbeanzeige gestalten, sollten wir eine Grundlage schaffen.

Überblick

Es gibt fünf Arten von Werbeanzeigen auf Facebook:

  • Im Newsfeed auf einem Computer
  • Im Newsfeed auf mobilen Geräten
  • In der rechen Seitenleiste auf Computern
  • Zielgruppen Netzwerk auf mobilen Geräten
  • Auf Instagram

Instagram wurde erst kürzlich hinzugefügt und Ende September 2015 wurde das Werben mit Anzeigen dann für alle zugänglich gemacht.

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Werbeanzeigen im Newsfeed oder der rechten Seitenleiste zu platzieren ist klar, aber wie sieht eine Zielgruppen-Anzeige aus?

Diese Werbeanzeigen werden auf einer normalen Webseite, in Programmen oder sogar in Spielen platziert.

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(Bild von Techcrunch)

Auf diese Weise hat Facebook die auf die eigene Plattform beschränkten Werbemöglichkeiten genommen und auf ihr gesamtes Mediennetzwerk ausgeweitet.

Werbeaktivitäten auf Instagram wurden letztes Jahr für große Marken eingeführt, heutzutage kann jedoch jeder Nutzer auf Instagram werben.

Werbeanzeigen auf Instagram werden in den natürlichen Fluss eingebaut, das auf den gleichen Prinzipien wie die Werbeanzeigen auf Facebook beruht: sie stören die Nutzererfahrung nicht.

Ben und Jerrys hat das hervorragend umgesetzt:

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(Bild von Postano)

Dank einiger kreativer Kampagnen, hat deren Instagram Konto jetzt fast 600.000 Anhänger.

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Es gibt zwei Arten, um Werbeanzeigen auf Facebook zu verwalten und diese verwechseln Benutzer oft.

Als Erstes gibt es den Ads Manager, das normale Dashboard, auf das Du Zugriff hast, sobald Du Dein Konto eröffnest.

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(Die Screenshots wurden freundlicherweise von einem Freund, dem ich vor Kurzem bei seinem Start geholfen habe, zur Verfügung gestellt)

Dies ist die erste Option für Einsteiger und auch Du solltest sie am Anfang nutzen.

Dann gibt es noch den Power Editor für Fortgeschrittene.

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Es handelt sich einfach nur eine andere Möglichkeit, um Deine Werbeanzeigen zu verwalten und gibt Dir zusätzliche Optionen, Deine Werbung anzupassen.

Werbeanzeigen auf Instagram können zum Beispiel nur mit dem Power Editor erstellt werden.

Wenn Du Dich das erste Mal für Werbeanzeigen auf Facebook anmeldest, fordern sie Dich sofort dazu auf, Deine erste Kampagne zu erstellen.

Eine Kampagne ist die abstrakteste und gleichzeitig umfassendste Stufe Deiner Werbeunternehmungen. Das einzige, was hier festgelegt ist, ist Deine Zielvorgabe. Die könnte zum Beispiel das Erhalten von mehr Likes sein, das Erhöhen des Traffics auf eine Webseite, das Konvertieren von potentiellen Kunden zu Käufern , oder das Herunterladen von Programmen.

Wenn Du zum Beispiel für Dein neues Spiel, Pflanzen gegen Zombies, werben und mehr Downloads in der ersten Woche bekommen möchtest, um es beliebter zu machen, dann kannst Du dieses Ziel hier einstellen.

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(Ich warne Dich, lad das bloß nicht runter, es macht süchtig)

Die nächste Stufe sind Ad Sets. Hier kannst Du entscheiden, welche Arten von Werbeanzeigen Du nutzen und welche Zielgruppe Du ansprechen möchtest.

Zum Beispiel könntest Du für dieses Spiel ein Set Werbeanzeigen für Instagram, und ein zweites für den Newsfeed am Computer erstellen.

Danach geht es an die Werbeanzeige. In dieser Stufe gestaltest Du Deine Werbeanzeige und entscheidest, welche Elemente, z.B. Text, Bilder und CTA-Buttons, Du nutzen möchtest.

Du kannst in jedem Set mehrere Werbeanzeigen haben und so testen, welche am besten funktionieren.

Falls Dich das an Google Adwords erinnert, liegt es daran, dass es genau dieselbe Struktur hat.

Nun haben wir alle Grundlagen besprochen, die Du kennen musst, damit Du Dich nicht wie ein Idiot fühlst, wenn jemand von Werbeanzeigen auf Facebook spricht.

Aber bevor ich Dich in einen Experten verwandle, (na ja, im Vergleich zu 90% der restlichen Welt) schauen wir uns an, ob das auch tatsächlich funktioniert.

Drei Fallstudien von erfolgreichen Werbetreibenden auf Facebook

Zum Glück vermasseln nicht alle Unternehmen ihre Werbeanzeigen auf Facebook und daher kann ich Dir ein paar erfolgreiche Kampagnen zeigen.

Zuerst eine, die mich vor einigen Tagen komplett umgehauen hat.

Schau Dir diese Werbeanzeige an:

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(Bildquelle: Leadpages)

Warte kurz… eine Werbeanzeige für ein Giveaway?

Versucht sie Geld aus dem Fenster zu schmeißen? Sie verschenkt bereits etwas und nun zahlt sie auch noch, um dafür zu werben?

Ganz genau.

Und ich vermute, dass sie die Ausgabe nicht bereut.

Diese Kampagne half Marina De Giovanni dabei, in sechs Wochen 17.000 E-Mails zu sammeln.

Innerhalb von zwei Monaten hat sie eine E-Mail-Liste erstellt, für die andere Jahre brauchen!

Um das zu erreichen, verschenkte sie Giveaways im Wert von 300 Dollar pro Monat. Manchmal war es Schmuck und manchmal eine Box mit coolem Make-up, usw.

Dann hat sie eine Landing-Page erstellt, die als Tab auf ihrer Facebook Seite veröffentlicht wurde, damit sich die Leute im Austausch gegen ihre E-Mail-Adresse anmelden und am Gewinnspiel teilnehmen können.

Dann benutzte sie Werbeanzeigen auf Facebook, um mehr Traffic auf ihre Anmeldeseite zu bringen.

Einfach? Ja.

Leicht? Nein.

Effizient? Aber Hallo!

Ja, sie hat Geld ausgegeben, aber nun verdient sie mit ihrem Blog und ihrer E-Mail- Liste Geld, zum Beispiel durch privates Make-Up-Training für 225 Dollar (das übrigens komplett ausgebucht ist).

Die Frage lautet: Würdest Du 1.000 Euro ausgeben, um 10.000 Euro zu verdienen?

Natürlich würdest Du das!

Andere Erfolgsfaktoren der Kampagne waren:

  • Sie produzierte ein Video, um die Leute zu begrüßen und ihnen zu erklären, wie man teilnimmt.
  • Der Traffic bliebt auf Facebook, wodurch sich mehr Leute anmeldeten (denn Nutzer vertrauen Facebook).
  • Das konstante Testen und Verändern der Werbeanzeigen, um die beste Variante zu ermitteln.

Du hast vielleicht schon mitbekommen, dass Du im Monat einen Euro für jeden Abonnenten Deiner E-Mail-Liste verdienen kannst.

Selbst wenn Du nur halb so gut bist, kannst Du mit einer E-Mail-Liste, wir der von Marina, gutes Geld verdienen.

Okay, gut, das funktioniert für Blogger, aber funktioniert es auch für Unternehmen in der Startphase?

Ich zeig Dir, dass es klappt.

Schau Dir diese Werbeanzeige an:

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(Bildquelle: WP Curve)

Design Pickle bietet eine unbegrenzte Grafikdesigns kostenlos an, etwas, das Leute normalerweise skeptisch macht.

Diese Werbeanzeige „Ok, ein kostenloses Design kann nicht schaden“ bescherte Design Pickle einen wiederkehrenden, monatlichen Umsatz von fast 6.000 Dollar.

Die Kampagne zielte auf hochqualifizierte Leads ab, die dann zu dieser Umfrage weitergeleitet wurden.

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Was? So viele Fragen? Bäh!

Schadet das nicht der Conversion Rate?

Ja. Aber sie haben das mit Absicht gemacht. Sie wollten Abstauber aussortieren, damit sie nur Leads erhalten, die sich höchstwahrscheinlich konvertieren lassen.

Eine kostenlose Grafikgestaltung in nur einem Tages macht viel Arbeit und zudem wurde jeder Kunde innerhalb von 24 Stunden nach Auslieferung kontaktiert, um sicher zu stellen, dass er zufrieden ist. Von daher waren das Letzte, was sie brauchten, Tausende von Leuten, die hinterher nichts kaufen.

Ihre Kampagne erzeugte stattdessen ungefähr 500 Leads, von denen 30 ihren Service für 200 Dollar pro Monat abonnierten.

Außerdem schätzen sie ihren Customer Lifetime Value (CLV, das durchschnittlich erwartete Geld, dass ein Neukunde ausgibt) auf ungefähr 1.100 Dollar, was sich in den großartigen ROI von 633% für ihre Kampagne übersetzen lässt.

Okay, okay, es funktioniert also für Blogger und Anfänger. Aber wie sieht es mit den großen Marken aus?

Wie wäre es mit Pedigree? Läuten da die Glocken? Sind das die mit dem Hundefutter?

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(Bildquelle: SIUC English)

Pedigree nutzte Werbeanzeigen auf Facebook, um auf Hunde im Tierheim aufmerksam zu machen, und ließen so ihre Anhänger auf Facebook von 55.000 auf über eine Million steigen, während über 600.000 Dollar an Spenden gesammelt wurden.

Die Liste der Marken, die mit Werbeanzeigen auf Facebook Erfolg haben, wird immer länger.

Adidas, AT&T, Pepsi, Baskin Robbins, American Express…

Inzwischen hat Facebook eine komplette Datenbank mit erfolgreichen Fallstudien.

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So, nun haben wir aber genug angegeben. Wie wäre es, wenn wir uns an die Arbeit machen?

Es ist an der Zeit, Deine erste Werbekampagne auf Facebook zu erstellen.

1. Schritt: Erstell eine Fanseite

Falls Du noch keine Fanseite hast, musst Du unbedingt eine erstellen. Werbeanzeigen auf Facebook können nur einem Unternehmen, niemals einer Einzelperson, zugewiesen werden.

Geh zu Seite erstellen (engl. create page) und wähle eine Option.

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(Facebook ist einer der besten Orte für Personal Branding)

Wenn Du zum Beispiel eine Personal-Branding-Seite, wie meine Facebook Seite, erstellen möchtest, könntest Du „Künstler, Band oder Person des öffentlichen Lebens“ (engl. “Artist, Band or Public Figure“) wählen.

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Dann musst Du eine Kategorie auswählen…

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… und einen Namen aussuchen.

Als nächstes musst Du ein paar Informationen über Deine Seite, Webseite und den Seitennamen eingeben.

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Dann ist es an der Zeit, ein Profilbild auszuwählen. Bitte lächeln!

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Überspring die Option, die Seite zu Deinen Favoriten hinzuzufügen (oder mach es, falls Du in der Stimmung dazu bist).

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Danach kannst Du Deine ideale Zielgruppe beschreiben, damit Facebook ungefähr weiß, wem die Seite vorgeschlagen werden sollen.

Wähle ein Land, oder sogar einen Staat und eine bestimmte Stadt aus, sowie das richtige Alter und Geschlecht der Zielgruppe.

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Bei den Interessen wählst Du aus, was sie mit Dir oder anderen Marken gemeinsam haben. Das können auch andere Influencer Deiner Branche, Produkte oder Unternehmen sein.

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Sobald Du Deine Eingaben speicherst, landest Du auf Deiner Seite. Herzlichen Glückwunsch!

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Aber bevor Du anfängst Werbeanzeigen zu erstellen, solltest Du zumindest noch zwei weitere Dinge tun. Wähle ein Titelbild und erstelle eine Handlungsaufforderung (CTA).

Du kannst ein Titelbild wählen, indem Du auf den Button in der linken, oberen Ecke drückst.

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Dein Titelbild sollte einfach und motivierend sein und im Idealfall, falls Dein Unternehmen mit Deinen Namen verknüpft ist, das Logo zeigen.

Denk nicht zu viel darüber nach.

Du kannst diesen Titelbild-Gestalter benutzen, um Dir eins in nur zwei Minuten zu erstellen.

Falls Du Deine Sache gut machen möchtest (und das solltest Du, denn das Titelbild nimmt 25% der gesamten Seite ein!), schau Dir zuerst Hubspots Dos and Don’ts für Titelbilder an.

Im zweiten Schritt folgt die Handlungsaufforderung (CTA).

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Facebook stellt Dir eine Reihe von vorausgewählten Optionen zur Verfügung, die von Deinem Ziel abhängig sind und den Möglichkeiten der Ad Sets ähneln.

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In meinem Fall macht „Sign Up“ am meisten Sinn, denn ich möchte, dass die Leute meine E-Mail-Liste auf der Webseite abonnieren und genau da gelangen sie auch hin, wenn sie klicken.

Du kannst Dir sogar eine Vorschau für mobile Geräte anzeigen lassen.

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Das war’s! Du bist fertig und kannst mit Deinen ersten Werbeanzeigen auf Facebook loslegen!

 

2. Schritt: Erstell Deine erste Kampagne

Um loszulegen, gehst Du oben rechts auf Deine Fanseite, klickst auf „Promote“ und dann auf „Go to Ads Manager.“

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Dann erscheint das Dashboard, das ich Dir vorhin schon gezeigt habe und dort klickst Du auf „Create Campaign“.

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Dann kannst Du Deine Zielsetzung eingeben. Wie bei Google Ads auch, wollen wir es für den Anfang so einfach wie möglich halten.

Von daher wähle „Send people to your website.“

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Nun gib den Link Deiner Webseite ein. Wenn Du für ein Produkt wirbst, wäre das die Verkaufsseite. Wenn Du für eine Veranstaltung wirbst, benutze die Anmeldeseite.

In meinem Fall sende ich den Traffic direkt auf meine Webseite, da die Leute dort die Möglichkeit haben, meine E-Mail-Liste zu abonnieren.

Anmerkung: Das ist nur ein Beispiel. Ich rate Dir davon ab, Geld auszugeben um an E-Mail-Adressen zu kommen, besonders, wenn Du noch keinen Weg gefunden hast, um mit ihnen Geld zu verdienen. Denk daran, Profit ist das einzige, was zählt!

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Das war’s. So einfach ist das Erstellen einer Kampagne, denn es ist nur der erste Teil einer kompletten Struktur.

Auf zum nächsten Schritt!

 

3. Schritt: Erstell Dein Ad Set

Als nächstes erreichst Du den Bereich für das Erstellen der Ad Sets, in dem Du zunächst eine Zielgruppe festlegen musst.

Je kleiner Deine Zielgruppe, desto besser.

Konzentriere Dich am Anfang auf 10.000 oder weniger Leute. Du kannst das später immer noch ausweiten. Die Kenntnis über die demografischen Informationen Deiner Zielgruppe sind der Schlüssel zum Erfolg.

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Wähle die Städte der Länder, die Du anvisieren möchtest (nur ein Land wäre sogar am besten) und beschränke die Altersspanne auf ungefähr zehn Jahre.

Wenn ich zum Beispiel junge Existenzgründer für meine E-Mail-Liste haben möchte, dann beschränke ich die Altersgruppe auf 24 bis 32 Jahre, wähle nur Männer aus Seattle und schränke dann weiter ein.

Wenn ich eine Statistik finde, die sagt, dass die meisten Existenzgründer alleinstehend sind, dann kann ich auch das für meine Zielgruppenbestimmung benutzen.

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Nach der Auswahl einiger Interessen und Verhaltensmuster, schrumpft meine Zielgruppe sofort auf weniger als 1.000 Leute. Das ist zu wenig, aber Du kannst es ganz schnell erhöhen, indem Du weitere Orte hinzufügst.

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Ich habe ein paar größere Städte hinzugefügt, besonders die mit vielen technischen Existenzgründern, wie San Francisco, New York und Austin.

Und siehe da, meine Zielgruppe springt auf 6.700 Leute. Perfekt.

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Als nächstes musst Du ein Budget festlegen.

Du solltest klein anfangen, erinnerst Du Dich? Das ist nur ein Experiment.

Von daher wähle 3,33 Dollar als tägliche Ausgabe und lass Deine Werbekampagne einen Monat lang anlaufen.

Auf diese Weise gibst Du nicht mehr als 100 Dollar aus.

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Wähle „Link Clicks to Website“ unter „Optimize for“, denn Du möchtest nicht für Anzeigen, sondern für echte Klicks bezahlen.

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Sonst versucht Facebook Deine Werbeanzeige so vielen Leuten wie möglich in Deiner Zielgruppe zu zeigen, anstatt sie zum Anklicken zu motivieren (vielleicht indem sie die gleiche Werbeanzeige mehrmals zeigen).

Setz das Gebot auf 75 Cent unter „Pricing“ fest. Es sollte innerhalb der Empfehlung von Facebook liegen, jedoch eher im unteren Bereich.

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In „Ad Scheduling“ solltest Du es bei „Run ads all the time“ belassen, da Deine Kampagne ein genaues Start- und Enddatum hat. Diese Einstellung könntest Du ändern, indem Du „ongoing“ wählst und die Werbeanzeige am letzten Tag manuell ausschaltest.

Für „Delivery Type“ solltest Du auch „Standard“ wählen.

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O. k. jetzt geht’s ans Eingemachte!

 

4. Schritt: Gestalte Deine erste Werbeanzeige

Jetzt darfst Du die Gestaltung und den Inhalt Deiner Werbeanzeige bestimmen.

Wenn Du mehrere Bilder in eine Werbeanzeige packst, entsteht eine Collage, die dann so aussieht:

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(Image source: Hubspot)

Die Bilder laufen durch Deine Werbeanzeige wie eine Diashow und bieten Dir mehr Platz zum Werben. Du kannst auch Videos benutzen.

Wollen wir das?

Nein, viel zu kompliziert!

Noch einmal: Schlichtheit ist Trumpf!

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Bleib bei einem Bild und wähle dann „Select Images.“

Du kannst entscheiden, ob Du eigene Bilder hochladen oder kostenlose Archivbilder durchsuchen möchtest. Benutz immer Deine eigenen Bilder.

Beachte jedoch die rechte Seitenleiste, da Facebook einige Richtlinien, hinsichtlich der Arten von Bildern, die Du nutzen kannst, hat.

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Die wichtigste Regel ist die 20% Textregel. Facebook erlaubt nicht mehr als 20% Text in Deinem Bild.

Aber es ist schwer einzuschätzen, wie viel 20% sind.

Zum Glück gibt es ein kostenloses Tool, das Dir dabei hilft, das herauszufinden.

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Spiel ein bisschen rum bis es passt. Oder, falls Du Dir diese ganze Mühe sparen möchtest, kannst Du auch einfach ein schönes Portrait von Dir benutzen.

Einen Versuch ist es wert, vor allem, wenn Du auf Deinen Bildern vertrauenserweckend aussiehst. Das ist sogar noch wichtiger, falls Du Deine persönliche Marke aufbauen möchtest.

Sobald Du das Bild geschnitten und es korrekt formatiert hast, siehst Du eine einfache Vorschau Deiner Werbeanzeige.

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Jetzt musst Du den Text für Deine Werbeanzeige schreiben und einen CTA-Button wählen. Deine Fanseite auf Facebook wird automatisch damit verknüpft (es sei denn, Du hast mehrere).

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Überschrift: Das ist einfach. Biete Deinen potentiellen Kunden etwas kostenlos an. Das könnte ein Giveaway sein, wie bei Marina, oder ein E-Book oder, wie in meinem Fall, ein kostenloses Webinar, das ich gerade anbiete. Achte darauf, dass Deine Überschrift die Aufmerksamkeit und das Interesse der Leser weckt.

Text: Versuche zwei Dinge zu integrieren. Einen Call-To-Action und den Social Proof. Claire Pell hat einen guten Rat, was einen großartigen Werbetext ausmacht.

Newsfeed Link Beschreibung (unter „Show Advanced Options“): Bestimme eine klare Handlungsaufforderung, von der Deine Leser profitieren.

CTA-Button: Wähle „Learn More“. Es ist bewiesen, dass das am besten funktioniert.

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(Study done by Adroll)

Hier sind Überschrift und Text, die ich für meine Werbeanzeige ausgesucht habe (das hat nur zwei Minuten gedauert).

Überschrift: Heute ein kostenloses Webinar.

Text: Drei Schritte, die mich benutzt habe, vier Millionen-Unternehmen aufzubauen.

Newsfeed Link Beschreibung: Gewinne einen Einblick, wie ich mein Unternehmen leite, damit auch Du Dein Unternehmen schnell erfolgreich machst.

So sieht die Vorschau der Werbeanzeige aus:

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Klick auf „Place Order“, wenn Du fertig bist (keine Sorge, es passiert noch nichts).

Deine Werbeanzeige ist nun für die Genehmigung freigegeben. Du erhälst eine Nachricht von Facebook, sobald sie genehmigt wurde.

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Danach gelangst Du wieder in Dein Dashboard. Während Du darauf wartest, dass Deine Werbeanzeige genehmigt wird, solltest Du noch einige Kleinigkeiten erledigen.

Zuerst schalte Dein Ad Set noch mal ab.

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Dann gehe zu „Edit Ad Set“ (der Button erscheint direkt neben dem Namen Deines Ad Sets).

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Auf der rechten Seite erscheint ein Tab, der, ganz nebenbei bemerkt, zeigt, wie viele Leute Deine Kampagne wahrscheinlich jeden Tag erreicht.

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(Das gibt Dir einen guten Eindruck davon, was Du erwarten kannst)

Scroll nach ganz unten und entferne alle Markierungen, außer „Desktop News Feed.“image52

Der Grund dafür, nur eine Werbeanzeige in einem Kanal haben zu wollen, ist, dass wir unsere Ergebnisse sonst nicht analysieren können.

Wenn Du Deine Werbeanzeige gleichzeitig auf mobilen Geräten, auf Computern und in der rechten Seitenleiste laufen lässt, erhältst Du kombinierte Daten für alle drei und damit ist es unmöglich herauszufinden, welche Werbeanzeige funktioniert und welche nicht.

Wenn Du nur eine Werbeanzeige in einem Kanal hast, kannst Du nicht viel analysieren – der Erfolg einer Werbeanzeige kann nur durch den Vergleich mit einer anderen bestimmt werden.

Und dafür brauchst Du einen Split-Test.

 

5. Schritt: Erstelle zwei weitere Werbeanzeigen für einen A/B-Test

Geh zu Deiner Kampagne und klick auf den Namen Deines Ad Sets.

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So gelangst Du in Dein Ad Set, in dem Deine erste Werbeanzeige gespeichert ist.

Markiere die Box Deiner Werbeanzeige und klick auf „Create Similar Ad.“

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Ein neuer Ad Screen erscheint.

Facebook weist bereits darauf hin, dass wir etwas anpassen sollten. Aber verändere nicht zu viel…

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Ich muss Facebook verbessern. Du solltest eigentlich nur eine Sache ändern.

Der einzige Weg, um herauszufinden, was funktioniert, ist das Verändern eines einzigen Elementes, von Werbeanzeige zu Werbeanzeige.

Warum?

Stelle Dir vor, Du kannst den Text und das Bild für eine zweite Werbeanzeige ändern. Dann veränderst Du die beiden noch mal und erstellst eine dritte Werbeanzeige.

Woher weißt Du, was bei B besser funktioniert hat als bei A und was bei C besser funktioniert hat als bei B?

War es das neue Bild? Die aktualisierte Überschrift? Vielleicht die Handlungsaufforderung?

Der einzige Weg, um sich absolut sicher zu sein, wo Deine Ergebnisse herkommen, ist das Verändern von nur einer einzigen Sache.

Da Bilder 53% mehr Likes generieren, Kommentare verdoppeln und die Durchklickrate um 84% erhöhen, fangen wir an Bilder zu verändern.

Höchstwahrscheinlich sind sie der größte Erfolgsfaktor Deiner Werbeanzeige. Konzentrier Dich immer zuerst auf die großen Gewinne.

Scroll nach unten und lad ein neues Bild hoch.

Was kann ich außer meines eigenen, schönen Gesichts, noch benutzen?

Der Image-Best-Practices von Facebook zu Folge, erzielen glückliche Leute eine bessere Durchklickrate.

Da ich in meinem Webinar über Geld verdienen spreche, gilt vielleicht Geld + glückliche Leute = Gewinn?

Wie können wir das herausfinden? Durch Ausprobieren!

Da ich mit meiner Werbeanzeige nur Männer anvisiere, nutze ich das Bild von einer Frau, denn wir alle wissen, dass das mehr Klicks erzielen.

Ich benutze einfach dieses Bild von Flickr.

Die neue Werbeanzeige sieht dann so aus:

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Und wenn wir schon einmal dabei sind, erstellen wir noch eine dritte Werbeanzeige. Drei Werbeanzeigen sind eine gute Zahl, um zu testen.

Die nächste halten wir einfach, mit nur einer motivierenden Handlungsaufforderung mit schlichtem Design.

Mit Canva.com machst du das in wenigen Sekunden. Canva hat sogar Vorlagen für Werbeanzeigen auf Facebook, die sofort benutzt werden können.

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Mit diesen Vorlagen habe ich das hier in weniger als zwei Minuten gezaubert:

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Nicht schlecht, oder?

Ok, jetzt legen wir los. Klick auf „Place Order.“

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Und jetzt… wartest Du.

 

6. Schritt: Warte 24 Stunden

Wenn die neuen Werbeanzeigen die Prüfung bestanden haben, schaltest Du Dein Ad Set wieder ein und lässt es einen Tag lang laufen, um die ersten Ergebnisse zu erzielen.

Probier mal Candy Crush aus – ich mache nur Spaß, arbeite an etwas anderem!

 

7. Schritt: Verwerfe die Werbeanzeigen, die nicht funktionieren

Sobald Du Informationen hast und weißt, welche Werbeanzeige am besten funktioniert, schalte die anderen ab. Verwende nur die Werbeanzeige mit der besten Leistung bis diese nicht mehr funktioniert.

Das könnte eine Woche dauern, normalerweise sind es jedoch eher vier bis fünf Tage.

Dann musst Du das Bild und den Text ändern, denn alle relevanten Personen haben Deine Werbeanzeige bereits gesehen.

Das hängt auch von der Größe Deiner Zielgruppe ab.

Wenn Deine Werbeanzeige 500 Leuten pro Tag gezeigt wird, haben die meisten der 3.000 Leuten aus Deiner Zielgruppe die Anzeige nach fünf Tagen gesehen.

 

8. Schritt [optional]: Erhöhe Dein Budget

Bevor Du mehr Geld in Deine Werbeanzeige steckst, achte darauf, dass Du auch Umsätze erzielst!

Wenn Deine Werbeanzeigen direkte Verkäufe erzeugen, ist das perfekt. Falls Du E-Mails oder Programm-Downloads sammelst, achte darauf, dass Deine Berechnungen stimmen und dass die Leute Dich auch wirklich bezahlen, sonst könnte dieser Schritt in Windeseile ein Loch in Deinen Geldbeutel fressen.

Wenn Du jedoch davon überzeugt bist, dass Deine Werbeanzeigen einen positiven ROI erzeugen, kannst Du langsam Dein Budget erhöhen und weitere Anzeigen gestalten.

 

Fazit

Wie Du siehst, sind Werbeanzeigen auf Facebook nicht von einer anderen Welt.

Diese Anleitung zeigt Dir alles, was Du brauchst, um in weniger als einer Stunde anzufangen.

Du hast die verschiedenen Anwendungen und Möglichkeiten kennengelernt, mit denen Du Werbeanzeigen auf Facebook nutzen kannst.

Du kennst die Begriffe und weißt nun, wie Du Deine erste Kampagne erstellst.

Wie willst Du dieses Wissen einsetzen?

Für was willst Du werben?

Erzähl mir von der Überschrift Deiner ersten Werbeanzeige und was Du mit Deiner ersten Kampagne erreichen möchtest.

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