Deine Anzeigen werden ignoriert: 7 intelligente Strategien, um Bannerblindheit zu überwinden

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Als Blogger hast Du Dich vielleicht dazu entschieden, Deine Webseite mit Google AdSense zu monetarisieren, weil es stressfreier ist. Dazu hast Du einen Antrag bei Google eingereicht. Sobald Dein Konto genehmigt wurde, musstest Du nur einen Code auf Deiner Webseite einfügen.

Wenn Du genügend Traffic auf Deiner Webseite erzielst, verdienst Du kontinuierlich Geld, selbst wenn Du schläfst.

Hast Du Banner Werbung auf Deiner Webseite ? Diese fünf Strategien helfen Dir dabei, Bannerblindheit zu überwinden.

Das ist ein Traum. Richtig?

69% aller inländischen Umsätze der US-Nachrichtenmedien stammen aus der Werbung.

Auch neue Medienorganisationen sind von Anzeigen abhängig. Die internen Zahlen von Insidergeschäften ergaben, eine Steigerung der Umsätze durch Werbeeinnahmen auf über $20 Millionen. Und für Gawker, waren es ungefähr $15 bis $20 Millionen.

Banner Werbung ist nicht neu. Diese Werbung gibt es seit über 18 Jahren. 

Es ist eine so beliebte Methode, sodass ein typischer US-Internetnutzer über 1.903 Banner Anzeigen pro Monat gesehen hat (seit 2012).

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Wenn Du Werbung als Einnahmequelle verwendest, dann musst Dir gerade das Herz aufgehen. 

Oder?

Aber bevor Du diese alarmierenden Statistiken nicht gelesen hast, solltest Du Dich nicht zu früh freuen…

  • Ein comScore Report von 2009 hat ergeben, dass nur 8% der Nutzer 85% aller Klicks ausmachen.
  • Laut eMarketer ignorieren 18 bis 34-jährige eher Online Anzeigen wie Banner und solche auf Social Media und Suchmaschinen, als traditionelle TV-Werbung, Radiowerbung und Zeitungsanzeigen zu ignorieren.
  • 54% der Nutzer klicken nicht auf Banneranzeigen, weil sie diesen nicht vertrauen und ganze 33% der Internetnutzer finden sie total unerträglich.

Kein Wunder, dass die Gesamtanzeigen CTR in 2013 kontinuierlich von 44% der ersten Bannerazeige auf weniger als 0,06% abgenommen hat (durchschnittliche Klickrate von Display Ads in allen Formaten und Platzierungen).

Autsch.

Das ist keine gute Nachricht. 

Nicht nur für Webseitenbetreiber.

Wenn Du ein Vermarkter bist und Dich auf Outbound Marketing verlässt (wie 53% aller HubSpot Kunden), dann ist auch das beängstigend. 

Der wesentliche Grund für ein niedrigeres CTR und die Werbeblockierung von Nutzern ist, dass die meisten Anzeigen langweilig, irrelevant und aufdringlich sind.

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Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. 

Es gibt ein größeres Internetphänomen, das dazu führt, dass selbst gute Anzeigen ignoriert werden – Bannerblindheit.

Lass uns diesen Beitrag damit beginnen zu erklären, wie Dich dieses Phänomen dazu bringt, unbewusst (oder bewusst) bannerähnliche Informationen zu ignorieren. 

Später werde ich in diesem Beitrag 5 Strategien teilen, die Dir dabei helfen, Aufmerksamkeit auf Deine Anzeigen zu lenken.

Warum schirmen wir selektiv Informationen ab (insbesondere Bannerwerbung), während wir im Internet surfen?

Die Fähigkeit, wichtige Informationen abzurufen, ist sehr praktisch. 

Also möchte ich Dein Gedächtnis testen. 

Erinnerst Du Dich an die letzte Banneranzeige, auf die Du geklickt hast? 

Nicht?

Das ist okay.

Erinnerst Du Dich denn an die letzte Banneranzeige, die Du gesehen hast?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Du das nicht tust. 

Das bedeutet nicht, dass Du ein schlechtes Gedächtnis hast. 

Du ignorierst bewusst oder unbewusst bannerähnliche Informationen, während Du auf Webseiten surfst und dieses Phänomen nennt sich Bannerblindheit. 

Hier geht es nicht nur um Dich.

Laut einer Studie von Infolinks in 2013, leiden 86% der Konsumenten an Bannerblindheit.

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Benway und Lane entdeckten diesen Schutzschirm der Webbenutzer als erstes, als sie 1998 einen Webnutzungstest durchgeführten. 

In diesem Experiment baten sie die Teilnehmer auf einer Webseite nach bestimmten Informationen zu suchen. 

Selbst wenn alle nützlichen Informationen auf Bannern präsentiert wurden, wurden diese von den Teilnehmern nicht bemerkt. Selbst die Positionierung der Banner spielte dabei keine Rolle. 

Das war die erste Studie, die große und bunte Banner als Web-Design-Richtlinien vorschlug, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu erregen.

Ein wesentlicher Grund für diese Blindheit war wahrscheinlich, dass die Teilnehmer bestimmte Aufgaben zugewiesen bekommen hatten.

So interagierten sie mit den Webseiten nur auf die Art und Weise, um an die relevanten Informationen zu gelangen. 

Lass uns einen Blick auf die aktuellere Studie von Nielsen werfen. Hier sind die Heatmaps von Eye-Tracking-Studien für 3 Aktivitäten – schnelles Scannen, teilweises Lesen und gründliche Recherche.

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Alle oben genannten Interaktionen zeigen, dass Banner diesen Leuten ganz egal sind. Egal, ob sie eine Webseite schnell scannen, um Fakten zu checken, oder ob sie eine (ausführliche) Überprüfung von Tatsachen durchführen, es ergab das gleiche Ergebnis. 

Das Fazit ist – Webnutzer schauen nicht auf Webseiten-Elemente, die aussehen wie eine Werbeanzeige. 

Was denkst Du, hat diese Blindheit ausgelöst?

Gemäß Carrie A. Lee, ist es die Reizüberflutung, mit zahlreichen Informationen aua diversen Quellen, der wir stetig ausgesetzt sind.

Bannerblindheit ist unser Schutzmechnismus gegen Informationsüberflutung.

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Heute ist das Internet ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Routine. Also haben wir mentale Techniken für das Surfen im Internet entwickelt. 

Jedes Mal, wenn Du auf einer neuen Webseite landest, um wichtige Informationen zu finden, benutzt Du dieseTechniken, um nach Teilen auf dieser Webseite zu suchen, die vielversprechend aussehen. Meistens sind das Orte, an denen Du vorher schon einmal wertvolle Informationen gefunden hast. 

Solche webbezogenen Assoziationen, um verschiedene Kategorien oder Aufgaben zu vervollständigen, nennt man kognitives Schema.

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Eine bannerähnliche Informationspräsentation passt nicht in Dein Schema, weil Du zuvor bereits schreckliche Erfahrungen gemacht hast, wenn Du auf eine Banner-Anzeige geklickt hast. 

Eine Studie von Havas Media hat herausgefunden, dass Bannerblindheit sogar bereits begonnen hat Facebook zu infiltrieren. 

Nur 20% der Geschichten im News-Feed generierten eine emotionale Reaktion von 50 Teilnehmern in einem Stream über “lustige Job-Titel,” persönliche Inhalte wie Selfies, Fotos von Neugeborenen und gesponserte Anzeigen von echten Marken wie Cadbury und Shopcade.

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Egal, ob Du ein Vermarkter oder ein Verleger bist, ich denke nicht, dass Du sehen möchtest dass Deine Anzeigen von Deiner Zielgruppe ignoriert werden. 

Möchtest Du Dein kostbares Geld sparen?

Dann lass uns einen Blick auf diese 5 Strategien werfen, mit denen Du Bannerblindheit überwindest und die besten Ergebnisse mit erzielst. 

Wie bekommst Du die Aufmerksamkeit von Besuchern, die es gewöhnt sind, Banner-Anzeigen zu ignorieren? Hier sind 5 Schritte…

Als Web-Publisher, der Werbeanzeigen als Geschäftsmodell verwendet, möchtest Du mehr Klicks auf Deine Anzeigen bekommen. Als Vermarkter möchtest Du maximale Markenpräsenz zu einem optimalen Preis bekommen (und Deine CPC so weit es geht senken).

Es gibt ein Problem, das dazu führt, dass Deine Besucher Deine Bannneranzeigen ignorieren – Bannerblindheit. 

Hier sind 5 Strategien, um das Phänomen Bannerblindheit zu überwinden und Deine Anzeigen bemerkbar zu machen.

Anmerkung: Ich möchte euch beiden helfen – Herausgeber und Vermarkter. Wenn Du ein Herausgeber bist, kannst Du die Strategien, die ich hier als alternative Werbeart teile, als einen Anzeigentyp betrachten, den Du für die Monetarisierung Deiner Webseite testen kannst. 

1. Getarnte Werbung – Kannst Du Dich daran erinnern, wo Du die meisten Anzeigen siehst? 

Ein Ort ist definitiv die rechte Sidebar. Ein Weiterer mag oben auf der Webseite sein. Das sind die traditionellsten Orte, um Anzeigen zu platzieren und mehr Sichtbarkeit zu bekommen. 

Aber welcher Teil der Webseite erhält mehr Engagement?

Es ist der redaktionelle Strom – die Kerninhaltsbereiche.

Der beste Ort, um Anzeigen zu platzieren ist der, wo Du diese getarnt in Deine Web-Inhalte einbetten kannst. 

Ein wesentlicher Grund für die Wirksamkeit von getarnten Anzeigen ist, dass sie persönlich und einzigartig sind (im Vergleich zur programmierten Verteilung von auf Algorithmen basierenden Anzeigen).

Wenn Du skeptisch bist, und Dir nicht sicher bist welche Ergebnisse Du von getarnten Anzeigen erhalten kannst, dann wirf einen Blick auf diese Statistiken:

Infolinks hat in seiner Eye-Tracking-Evaluierung herausgefunden, dass getarnte Anzeigen 47% schneller und von 451% mehr Leuten angesehen werden, als Banneranzeigen.

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Wie Du sehen kannst, die aufgewendete Zeit für Inhaltsbereiche überstieg die Zeit in den Banneranzeigenbereichen um 4000%.

Kein Wunder, dass getarnte Anzeigen auch zu einem 9% höheren Auftrieb der Markenaffinität und 18% höheren Auftrieb der Kaufabsicht führen, als Bannerwerbung.

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70% der Internetkonsumenten wollen mehr über ein Produkt durch Inhalte als durch traditionelle Werbung erfahren. 

Sie sind auch eher dazu bereit, getarnte Anzeigen statt Banneranzeigen mit Freunden (oder Familie) zu teilen. 

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Aufgrund der höheren Klickraten und des Engagements (speziell auf dem Handy), erwartet man einen jährlichen, wird ein stetiger Anstieg der Ausgaben für getarnte Anzeigen erwartet.

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Ich vermute, dass Du die Wirksamkeit dieses Modells nun erkennst. 

Möchtest Du das Beispiel eines Herausgebers sehen, der Erfolg damit hat?

Dann guck Dir BuzzFeed an.

In 2013 wurden über 700 getarnte Anzeigenkampagnen durch die neue Medienorganisation verkauft (ihre Einnahmen stiegen in der gleichen Zeit von $40 auf $60 Millionen).

Die durchschnittlichen Kosten pro Anzeigenkampagne, die BuzzFeed den Marken berechnet hat, lagen bei $92.300. Jedoch war BuzzFeed sehr gut darin, Millionen Dollar für die Anzeigen seiner Klienten zu erzielen. Schau Dir das Werbebudget an, das BuzzFeed über die Jahre ausgegeben hat (hauptsächlich für Facebook Werbung):

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Selbst Forbes hat festgestellt, dass 20% der in 2013 erzielten Einnahmen aus ihren getarnten Werbeangeboten – der BrandVoice Plattform – stammen. 

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Wenn Du Dir Sorgen darüber machst, wie Du die Effektivität dieser getarnten Anzeigen messen kannst, gibt es einige gute Kennzahl: Traffic Social Shares, und durchschnittliche Sitzungsdauer.

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Bereit auf den fahrenden Zug getarnter Werbung aufzuspringen?

Ich möchte Dir kein rosiges Bild malen. 

Lass uns einen Blick auf die wichtigsten Anforderungen dieses Modells werfen. 

Es gibt einen starken ethischen Konflikt, ob getarnte Werbung vollständige Offenbarung benötigt, wenn man diese in den Inhalt integriert.

Selbst NNGroup hat entschieden, dass obwohl ein unethisches Design die Aufmerksamkeit gezielt auf Anzeigen lenken kann, es den Wert der Werbenetzwerke reduziert.

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Bist Du verwirrt, wie Du Anzeigen dazu bringen kannst, dass sie wie ein Teil Deiner Inhalte aussehen?

Wirf einen Blick auf die untere Infografik zu Veränderungen der Lieferkette von UPS, eine Umfrage der Fast Company aus 2012.

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Ich wette, viele von euch haben den grauen Schriftzug “ADVERTISEMENT” oben in der Infografik übersehen. 

Und das ist das Problem. Die meisten Konsumenten können zwischen redaktionellen Inhalten und Anzeigen nicht unterscheiden. Sie identifizieren getarnte Werbung als Artikel.

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Wenn die Leser herausfinden, dass ein Inhalt von einer Marke gesponsert wird, fühlen sie sich getäuscht.

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Möglicherweise verlieren sie, nach der Veröffentlichung eines Inhaltes, der von einer Marke gesponsert wurde, das Vertrauen und die Webseite verliert an Glaubwürdigkeit.

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Getarnte Werbung hat ein Transparenzproblem und kann über einen langen Zeitraum hinweg zum Verlust von Kunden führen. Ich empfehle, dass Du Vorsicht walten lässt, wenn Du getarnte Werbung publizierst.

Der erste Schritt wäre, einen Inhalt zu wählen und den Leser klar darüber zu informieren, dass die Geschichte gesponsert ist. Eine gute Möglichkeit, um redaktionelle Inhalte von Markeninhalten zu trennen, ist ihnen eine andere Plattform zu bieten, wie Forbes mit Brand Voice.

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Mach es Dir zum Ziel, Mehrwerte und Einblicke zu bieten, die Deiner Zielgruppe helfen (so wie der obige Artikel).

2. Teste nicht die traditionellen Anzeigengrößen und -Orte – Standard Display-Banner-Anzeigen sind 728 × 90, Leaderboards und Rectangles sind 300 × 250.

Für gewöhnlich sind diese an zwei Orten platziert.

Das Leaderboard befindet sich an der Spitze des Inhalts.

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Und das mittelgroße Rectangle befindet sich in der rechten Seitenleiste.

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Aber sind diese Größen und Positionen die einzig wirksamen, um die Besucher Deiner Webseite anzusprechen?

Nein.

Denke daran, dass Webnutzer jetzt schon daran gewöhnt sind, diese Anzeigengrößen in diesen Positionen zu sehen. 

Da die meisten Anzeigenblöcke nichts mit ihren aktuellen Aufgaben zu tun haben, geben die Benutzer den Werbeplatzierungen einen Laufpass. 

Infolinks hat festgestellt, das mehr Konsumenten dazu neigen, über den Rand zu hinauszuschauen. Im Vergleich zum unteren Teil des Inhaltsbereiches, sahen 156% mehr Leute den oberen Inhaltsbereich.

Aber wo genau bekommst Du maximale Sichtbarkeit und Engagement?

Infolinks fand heraus, dass 75% der Befragten unkonventionelle Platzierungen von inSearch Ads im unteren Teil des Bildschirms gut fanden (knapp über der Falzlinie).

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Wie Du sehen kannst, wurde die linke Ecke von den meisten Besuchern gesehen – von 72% der Verbraucher.

Sei beim Testen solcher unkonventionellen Werbeplatzierungen nicht skeptisch.

Du kannst versuchen, in den Ecken und Margen Deiner Webseite zu werben…

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und vielleicht sogar zwischen Deinen Inhaltsbereichen.

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Du kannst auch die New-Age (ich wage zu sagen, störenden) Pop-ups – Begrüßungsanzeigen – ausprobieren.

Sie eignen sich hervorragend, um die Ad-Impressions zu steigern und jeder Nutzer bekommt diese nur einmal pro Tag zu sehen. 

Du könntest denken:

Sind diese Begrüßungsanzeigen nicht furchtar behindernd für den Nutzer? Wie können sie überhaupt Engagement erhalten?

Schauen wir uns zwei namhafte Herausgeber an, die Begrüßungsanzeigen verwenden.

Der erste Herausgeber ist Forbes.

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Im Jahr 2012 behauptete Bruce Upbin (Chefredakteur von Forbes), dass der Umsatz der teuren Willkommensanzeigen den Ärger wert war, den er für die Nutzer verursachte.

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Der zweite Herausgeber, der Willkommensanzeigen nutzt, ist Atlantic.

Scott Havens (SVP für Digitales und Finanzen bei The Atlantic) hat gesagt, dass Vermarkter eher dazu bereit sind, drei bis vier Mal mehr für solche interaktiven ganzseitigen Willkommensanzeigen zu zahlen, als für On-Site Werbeanzeigen, weil sie damit mehr Erfolg haben. 

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Wie Du sehen kannst, sind Willkommensanzeigen extrem wirksam und können Deine Display-Anzeigen-Umsätze wesentlich erhöhen. Aber Du solltest die Verwendung auf Deiner Webseite nur in Betracht ziehen, wenn Du eine anerkannte Marke bist. 

Wenn Du gerade erst fängst oder keinen guten Traffic hast: 

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Der Verlust von Traffic, eine geringere Anzahl wiederkehrender Besucher und eine höhere Absprungrate, könnte zu einem Rückgang im Ranking der Suchergebnisse führen.

Welche Werbeplatzierung und Größenoption Du auch wählst:

Denk stets daran, nicht unter zu gehen, indem Du Deine Nutzer mit Anzeigen bombardierst.

Die Nutzererfahrung ist von großer Bedeutung. Die Relevanz zwischen dem Inhalt Deiner Webseite und den Anzeigen, die Du schaltest, ist ausschlaggebend.

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Infolinks hat festgestellt, dass inhaltsbezogene Anzeigen die Erinnerung an Deine Marke um 82% erhöhen.

Versuch diese unkonventionellen Anzeigen unter Berücksichtigung der Benutzerabsicht zu implementieren und Dein Engagement steigt. 

Beispiel: Ein Leser sieht gerne eine Werbeanzeige, die ihm dabei hilft, nach seinem Produkt zu suchen oder mehr Informationen über das Thema liefert, über das er sich informieren möchte.

Eine Studie von Meditative ergab, dass 40% der Befragten an einer Aktion teilnahmen, weil die Anzeige auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten war oder sich auf das bezog, worüber sie gelesen haben. 

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3. Erstelle ein beeindruckendes Design – Ein überzeugendes Werbedesign zieht die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich, erhöht Dein Engagement und erreicht mehr Klicks. 

Auf der anderen Seite, wenn Du einen falschen Fehler als Pop-up zeigst, verlierst Du sofort an Glaubwürdigkeit. 

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Hier sind 5 Design-Prinzipien, die Dir dabei helfen, über bisherige Grenzen für Banner-Anzeigen hinaus zu denken und Deine CTR steigern.

1. Halte Dein Design einfach und platziere ähnliche Elemente zusammen – Überlade Deine Anzeigen nicht mit irrelevanten Informationen und Bildern. Die Verwendung von zu vielen Farben, ausführlichen Texten und blinkenden Bildern schreckt den Nutzer ab.

Um Aufmerksamkeit zu erlangen, musst Du nur folgendes beachten:

Denk an das wichtigste Verkaufsargument Deines Produkts, eine kurze Beschreibung, unterstützende Bilder und eine überzeugende Handlungsaufforderung.

Dann unterstreiche die Bedeutung jedes der oben genannten Elemente und platziere diese entsprechend.

Hier ist eine einfache Hierarchie, die Du befolgen kannst.

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Du kannst auch mit den Größen herumspielen, um spezifische Elemente hervorzuheben. Guck Dir an, dass die Lampe und die Tasche extra groß gemacht wurden, um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken!

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Denk daran, es geht nicht nur um freie Fläche. Du musst auch relevante Informationen gruppieren, wie es in den Visitenkarten unten zu sehen ist. Das nennt man auch Grundsatz der Nähe.

Das linke Design ist trotz der freien Fläche schwach, weil die Elemente nicht logisch gruppiert sind. Du musst die Karte mehrere Male überfliegen, um Informationen zu sammeln.

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2. Verwende einen ausreichenden Kontrast zum Rest der Webseite. – Du lenkst sofort die Aufmerksamkeit der Besucher darauf, indem Du Deine Anzeigen vom Schema Deiner Webseite abhebst. 

Wenn Seiten hell sind, ist es besser, dunkle Farben für Deine Anzeigen zu benutzen, und umgekehrt.

Denk daran, dass das Kontrastprinzip nicht nur bei Farben greift. Auch Bildsprache und Typografie können Nutzer dahin lenken, wo Du sie haben möchtest. 

Probier die guten alten Serife in Kombination mit Schriften ohne Serife aus.

Als Beispiel die Anzeige unten, mit gegensätzlichen Schriftarten.

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Denk daran, nicht zu ähnliche Schriftarten wie Helvetica und Arial zu verwenden. Sie schaffen keinen Kontrast, sondern stören den Lesefluss. 

3. Eine auffällige Handlungsaufforderung – Wenn Du den Besucher konvertieren möchtest, musst Du ihn dazu bringen, sich mit Deiner Anzeige zu befassen. 

Deine Handlungsaufforderung sollte sich nicht nur von Deiner Anzeige abheben, sondern klar den Vorteil vermitteln.

Schau Dir die Gillette Banner-Anzeige unten an. Das Banner hat ein sauberes Layout mit leicht erkennbarer Handlungsaufforderung.

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Vergleiche das jetzt mit der anstrengenden, unübersichtlichen Banner-Anzeige unten.

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Wow.

Tut es Deinen Augen auch weh?

4. Verwende menschliche Gesichter oder direkte Hinweise – Internetnutzer mögen lachende Gesichter von Menschen und lassen sich gerne von direkten Hinweisen leiten. 

Schau Dir die Banner-Anzeige von nimbb unten an. Die Handlungsaufforderung ist bereits herausragend, aber der kleine Pfeil verleitet den Besucher zum Klicken.

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Um die Interaktion auf Deiner Werbung zu steigern, kannst Du auch menschliche Gesichter mit Augen verwenden, die zu Deinem Produkt führen.

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5. Erstelle interaktive Anzeigen – Ich empfehle Dir nicht, schäbige Gifs zu verwenden. Du kannst Deinen Nutzern mehr als nur eine elektronische Plakatwand liefern. 

Im Stream der Rich-Media-Inhalte kannst Du mit interaktiven Bannern, die entweder unterhaltsam sind oder Deinem Publikum einen Mehrwert bieten, experimentieren.

Verwende nicht die gleiche Werbung für alle Besucher, präsentiere ihnen lieber eine Nachricht, die auf ihrem Standort und ihr Surfverhalten zugeschnitten ist. 

Ein gutes Beispiel für interaktive Werbung ist Pringles. Sie haben einen Werbebanner erstellt, das die Leute dazu gebracht hat zu klicken – 97 Klicks um genau zu sein. 

Und sie erhielten eine überwältigende Resonanz dieser Leuten – sie teilten die Werbebanner in allen Social-Media-Kanälen und Blogs.

Guck Dir das Video unten an und sieh Dir an, wie Du mit einer Werbeanzeige eine echte Beziehung zu Deinen Kunden aufbauen kannst. 

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=btTw9rHxilg]

Wenn Du noch mehr Inspiration suchst, dann lies Dir diesen Artikel von Mashable mit 10 weiteren tollen Werbebannern durch.

6. Starte Remarketing-Kampagnen  Stell Dir folgende Situation vor. Ein Besucher hat auf Deiner Webseite ein Produkt mit “gefällt mir” markiert. Er holt seine Kreditkarte raus und fängt an das Bestellformular auszufüllen.

Aber dann klingelt sein Telefon und die Umstände führen dazu, dass er seinen Computer ausschaltet.

Du hast gerade einen Verkauf verloren, weil der Warenkorb stehen gelassen wurde. Und solch ein Verlust aufgrund von Ablenkungen kommt häufiger vor, als Du denkst. Für 67,19% der E-Commerce-Webseiten ist das ganz typisch.

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Ebenso schmerzhaft ist es, Deinen erstmaligen Webseitenbesucher zu verlieren. Möchtest Du nicht lieber eine sich wiederholende Traffic-Quelle von Deiner E-Mail-Liste?

An Deine existierenden Kunden zu verkaufen ist viel profitabler als Neukunden zu erwerben. 

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Du kannst Retargeting-Anzeigen verwenden, die dem Nutzer im Internet folgen.

Wie funktioniert das?

Indem Du einen speziellen Tracking-Code verwendest, um Cookies auf dem Computer Deines Besuchers zu platzieren. 

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Du fragst Dich vielleicht, warum Retargeting-Anzeigen effektiver als normale Werbeanzeigen sind. 

Das ist so, weil die Nutzer Interesse an Deinem Produkt gezeigt haben, z.B. einen kleinen Schritt auf Dich zu gemacht haben. 

Aus diesem Grund ist es wahrscheinlicher, dass der Nutzer einen größeren Schritt machen wird, wie z.B. bei Dir einzukaufen (oder andere Aktivitäten auszuführen, die Du als Konversionen betrachtest), besonders kurzfristig gesehen. 

Es ist das Überzeugungs-Prinzip des Engagement und der Konsistenz von Robert Cialdini in Aktion.

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Eine Marketing Land Umfrage von 2013 hast festgestellt, dass Retargeting-Anzeigen von 3 von 4 Verbrauchern bemerkt wurden.

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Wenn sie bemerkt werden, ist die durchschnittliche CTR für eine Retargeting-Anzeige 7% (das ist 10 Mal so viel wie die durchschnittliche Display-Anzeigen CTR von 0,06%).

Der beste Teil von Retargeting-Werbung ist, dass sie extrem wenig kostet.

Ich habe in Retargeting-Werbung investiert, um meine Quick Sprout Leser zu NeilPatel.com zu locken. Und ich habe das für unter $2 CPMs getan.

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Da Du aktuelle Daten über das Nutzerverhalten und den geografische Standort der Nutzer verwendest, bietest Du eine personalisiertere Erfahrung und Deine Chancen für Konversionen sind höher. 

Remarketing-Kampagnen können für die Markenerinnerung sehr lukrativ sein, man kann eine Erhöhung von bis zu 1046% in der Markensuche erhalten.

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Ein Beispiel ist Magoosh, das in 6 Monaten 1.123 Konversionen erhielten. Ihre Retargeting-Kampagne erzielte 486% ROI, indem $58.608 zurechenbare Einnahmen generiert wurden und das für $11.000 für die laufende Kampagnen. 

Retargeting-Anzeigen haben auch Herausforderungen.

  • Da Du einen Benutzer ansprichst, der Deine Seite verlassen hat, musst Du ihn mit verschiedenen Angeboten, ansprechenden Bildern und dynamischen Handlungsaufforderungen überzeugen. Nur dann kannst Du ihn zurückgewinnen. 
  • Du musst die Häufigkeit Deiner Anzeigen testen. Wenn Du keine optimale Häufigkeit festlegst, dann fühlt sich ein Benutzer von Deinem Unternehmen gestört und genervt.

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Stopp die Ansprache der Kunden, die Deine Anzeige schon mehrere Male gesehen haben und denk daran, konvertierte Kunden aus diesen Retargeting-Kampagnen auszuschließen.

Wenn Du an der Einführung einer Remarketing-Kampagne interessiert bist, dann kannst Du mit meinem Schritt-für-Schritt Handbuch anfangen.

7. Investiere in Videoanzeigen Liest Du gerne, selbst wenn Du mit Deinem Smartphone durch das Internet surfst?

Ich nicht.

In einem Monat wird ein durchschnittlicher Internetnutzer ca. 32 Videos ausgesetzt. In der Tat macht das Gucken von Videos ein Drittel der Online-Aktivität aus. 

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Also macht es Sinn, das videoliebende Publikum mit Videos anzusprechen. 

Laut dem Media Mind’s Report von 2012, hatten Videos eine Click-Through-Rate von 1,03% im Gegensatz zu traditionellen Bannern mit 0,1% im selben Jahr.

Wenn Du die Ergebnisse betrachtest, die über die CTR hinausgehen, ist auch die Abschlussrate der Videos höher als die für traditionelle Banner. Ein Millennial Media Bericht stellte fest, dass mobile Videoanzeigen 5 mal ansprechender waren als Standardbanner.

Bright Roll hat in seiner Umfrage von 120 US Werbeagenturen herausgefunden, dass 31% der Agenturen daran glauben, dass online Videowerbung effektiver ist als TV. 

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Videos verbessern das Verständnis für ihr Produkt um 74% und ein durchschnittlicher Nutzer verbringt jeden Monat 16,49 Minuten damit, Videoanzeigen zu gucken. 

Schau Dir die Erinnerungs- und Aktionsstatistiken an, die durch online Videos generiert wurden. 

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Würdest Du gerne die mögliche Markenpräsenz kennen, die Videoanzeigen mit sich bringen?

Lass mich die Ergebnisse von einer erfolgreichen Facebook Videoanzeigen-Kampagne teilen. 

Heineken Light hat in 3 Tagen über 35 Millionen Menschen mit Facebook Videoanzeigen erreicht (54% ihres Publikums). 

Das sind schlappe $ 0,07 pro Ansicht.

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Ich hoffe, dass Du jetzt davon überzeugt bist, Dein Produkt in Form eines Videos zu präsentieren. Sie sind nahtlos und erhalten großes Engagement über verschiedene Kanäle.

Videowerbung ist selbst in ablenkenden Umgebungen effektiv. Du kannst eine Videoanzeige sehen, während Du zum Büro gehst oder während Deiner Mittagspause, und später Du darauf zurückkommen. 

Sobald Du das Video erstellt hast, kannst Du die Anzeige auf Facebook und YouTube teilen.

Beide Plattformen haben brillante Optionen zur Zielgruppenausrichtung. Schau Dir die Schnittstelle der Facebook Kampagne unten an, die auf Geschlecht, Standort und Verhalten zugeschnitten ist. 

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Wenn Du ein Video erstellst, musst Du das Surfverhalten Deiner Zielgruppe berücksichtigen. 

iPhone-Nutzer sehen sich zum Beispiel 2,4 Minuten Videos an, während Android-Nutzer bis zu 3 Minuten gucken. 

Die Länge des Videos hat eine Auswirkung auf das Engagement. Richtig? 

Wistia stellte diese proportionale Beziehung zwischen % der durchschnittlich geschauten Zeit und der Länge der Videos fest, indem Millionen von Daten von 2009-2012 analysiert wurden. 

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Wie Du sehen kannst, erhalten kürzere Videos mehr Engagement. 

Wenn Du eine Videowerbung für Dein Produkt erstellst, versuche ihn unter 60 Sekunden zu halten. 

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=ugo7Y2lRsxc]

Manchmal kannst Du Deine Kreativität aber nicht kurz fassen. Du kannst längere Videoanzeigen erstellen, solange sie interessante Geschichten erzählen, die Deine Leser unterhalten und ihre Emotionen wecken. 

Wirf zum Beispiel einen Blick auf das fast 3 Minuten lange Video von Dove. Es hat eine sozial-psychologische Perspektive und erhielt dadurch großes Engagement. 

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=XpaOjMXyJGk]

Bevor Du damit beginnst Dein erstes Video zu erstellen, sollte ich Dich warnen: 

Um sicherzustellen, dass die Videoqualität optimal ist, musst Du eine Menge Geld investieren. Eine Videoanzeige mit schlechter Qualität erzielt große Abneigung und kann Dein Markenimage beeinträchtigen.

Wenn Du ein Herausgeber auf der Suche nach Videonetzwerken bist, um Deine Videoansichten zu monetarisieren, dann lies diesen Artikel auf MonetizePros. Du brauchst viele Videoansichten, um einen guten Umsatz zu machen. 

Fazit

Bannerblindheit ist ein ernstes Problem. Es ist wahrscheinlicher einen Flugzeugabsturz zu überleben oder im Lotto zu gewinnen, als einen Werbebanner anzuklicken. 

Als Vermarkter willst Du keine kostspieligen Anzeigen schalten, die ignoriert werden. Wenn Du Herausgeber eines Werbeunternehmens bist, möchtest Du nicht ständig weniger Klicks für Deine Anzeigen erhalten. 

Aber Du kannst interaktive Banner erstellen oder Videoanzeigen, oder eine andere Strategie, die ich in diesem Artikel über Bannerblindheit erwähnt habe, ausprobieren. 

Wenn Du Mehrwert und relevante Aanzeigen bietest, die der Absicht Deiner Nutzer dienen, solltest Du gute Klicks erhalten, selbst auf Deine Werbeanzeigen. 

Ich würde gerne Deine Meinung hören. Was sind Deine Strategien als Herausgeber, die Du benutzt hast, um Bannerblindheit zu überwinden und wie erstellst Du Anzeigen, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und mit denen Du als Vermarkter Klicks erzielst?

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