9 Unverzichtbare Google Operatoren für SEO Berater und Content Marketer

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Alle erfolgreichen SEO Berater haben eine Sache gemeinsam:

Die Fähigkeit Probleme zu lösen.

Vom modernen SEO Berater wird verlangt, dass er ein allround-Talent ist. Es wird von dir erwartet, dass Du spezielle Suchmaschinen-Kenntnisse hast, sowie aktuelle technische Entwicklungen, Marketingfähigkeiten und vieles mehr in deine tägliche Arbeit einbeziehst.

Kombiniert mit der Tatsache, dass keine der großen Universitäten gute SEO – Programme anbietet, wird deutlich, dass SEO Berater auf sich alleine gestellt sind, wenn es darum geht, herauszufinden, wie der Hase läuft.

Was tust Du, wenn Du einem Problem begegnest?

Google ist hierbei  für die meisten die erste Anlaufstelle…

… Und das aus gutem Grund. Google ist eines der hilfreichsten Werkzeuge des SEO Beraters im Bereich des Suchmaschinenmarketings.

Nicht jeder Content Marketer weiß jedoch, wie man es effektiv benutzt. Es gibt dutzende Suchoperatoren und Werkzeuge, die dir dabei helfen können, jede beliebige Information zu finden – allerdings musst Du wissen, wie man sie richtig nutzt.

In diesem Post zeige ich dir 9 Google-Suchoperatoren, die Du kennen und regelmäßig anwenden solltest.

Ich werde Dir einige Taktiken zeigen, die dir als Content Marketer bei deiner Arbeit helfen können. Wenn Du all diese Operatoren kombinierst, können sie dir bei einer schier endlosen Zahl an nützlichen Vorgängen zu Gute kommen. Trau dich, kreativ zu werden.

Lad dieses unverzichtbare Google-Operatoren-Cheatsheet herunter, welches Du sofort heranziehen kannst, um dein Suchmaschinenmarketing und Content Marketing zu verbessern.

Verstärke alle diese Operatoren mit einem eleganten Trick

Eine Sache, die ich gerne hervorheben möchte, bevor wir anfangen, ist die Macht des Minuszeichens.

Wenn Du das “-” vor jeden beliebigen Operator, die dir in diesem Artikel präsentiert werden, stellst, verhalten sich diese automatisch gegensätzlich zu ihrer ursprünglichen Funktionsweise.

Du kannst das Minus auch vor jedes beliebige normale gesuchte Wort setzen, wodurch dieses spezifische Wort von deinen Suchergebnissen ausgeschlossen wird.

Wenn Du also beispielsweise an einer Matrix Software, an Haarpflegeprodukten oder Mathematik interessiert bist, kannst Du nach “matrix -movie” suchen.

Das Minuszeichen teilt Google mit, dass Du den Film mit dem gleichen Namen in keiner Weise erwähnt sehen möchtest.

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Sobald Du als Content Marketer beginnst,  dich etwas mit den Operatoren auseinanderzusetzen, wird die Kraft des Minuszeichens schnell deutlich. Es ist wirklich sehr praktisch.

Ich werde es einige weitere Male in diesem Artikel erwähnen, aber es sei bereits jetzt gesagt, dass es auf jedes Wort, jede Phrase und jeden Operator während einer Suche angewendet werden kann.

Hier ist ein Beispiel, um dir die Grenzen des Minuszeichen-Features aufzuzeigen. Was, wenn Du mich auf Quick Sprout gefunden hast und nun weitere Inhalte, welche ich produziert habe, sehen möchtest?

Du würdest vermutlich meinen Namen in Google suchen.

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Das Problem hierbei ist jedoch, dass sich die meisten Ergebnisse auf Quick Sprout beziehen werden. Wenn Du aber die Informationen auf Quick Sprout bereits gesehen hast, wirst Du höchstwahrscheinlich nicht daran interessiert  sein.

Du könntest also meinen Namen suchen und dabei jede Erwähnung von Quick Sprout ausklammern:

Neil Patel -“Quick Sprout”

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Diese Anfrage wird dir Ergebnisse von anderen Seiten liefern.

Sei jedoch vorsichtig mit dem Minuszeichen. In diesem Fall würde kein Inhalt, welcher sowohl meinen Namen als auch Quick Sprout beinhaltet, in deinen Suchergebnissen auftauchen. Viele meiner Gastkommentarbiografien erwähnen, dass ich auf Quick Sprout blogge und würden daher nicht angezeigt werden.

Ich werde dir in Kürze einige bessere Möglichkeiten zeigen, wie man das Minuszeichen verwenden kann.

Verstehen, wie Anführungszeichen funktionieren – “insert keywords here…”

Ein letztes grundlegendes Feature, welches Du als Content Marketer verstehen solltest, bevor wir uns tatsächliche Suchoperatoren ansehen, ist die Nutzung von Anführungszeichen.

Wenn Du regulär nach einem Ausdruck oder einem Satz suchst, ist das eine sehr weitreichende Suche. Google wird jede Seite, die deinen gewünschten Ausdruck oder Satz (egal in welcher Reihenfolge) beinhaltet, berücksichtigen und auflisten.

Suchst Du zum Beispiel:

content strategy

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… bekommst Du Resultate, in denen “Content” und “Strategy” nicht immer gemeinsam auftauchen.

Wenn Du dir 100% sicher sein willst,  dass Du nur Ergebnisse angezeigt bekommst, die die genaue Formulierung, nach der gesucht wurde, beinhalten, musst Du diese in Anführungszeichen setzen.

Suchst Du also nach:

“content strategy”

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… wird jedes einzelne Ergebnis die exakte Formulierung “content strategy” enthalten.

Das hilft dir dabei, irrelevante Resultate auszugrenzen.

1. Vertief dich in jede beliebige Domain – “site:”

Es gibt viele Situationen, in denen Du eine spezifische Website genauer untersuchen wollen wirst.

Hierfür kommt der “site:” Operator gerade wie gerufen.

Dieser Operator ist sehr einfach in der Anwendung. Schreib den Namen der Domain direkt nach dem Doppelpunkt. Wenn ich also beispielsweise jede Seite, die Google zur Website Quick Sprout finden kann, sehen will, würde ich folgendes suchen:

site:quicksprout.com

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Jedes einzelne Ergebnis stammt von der Quick Sprout – Seite.

Du kannst jedoch noch weiter spezifizieren und nur Ergebnisse aus einem bestimmten Ordner hervorrufen. Wenn Du zum Beispiel alle meine Blogposts des Jahres 2013 sehen wollen würdest, könntest Du nach folgendem suchen:

site:quicksprout.com/2013/

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Zusätzlich zu den Ordnern, kannst Du auch ausschließlich auf Subdomains zugreifen.

Um alle meine Blogposts auf Video Fruit, welche über eine Subdomain angeboten werden, zu sehen, kannst Du nach folgendem suchen:

site:blog.videofruit.com

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Die wahre Stärke des Suchmaschinenmarketings liegt in der Nutzung von Operatoren gepaart mit weiteren Werkzeugen.

Eine Liste mit Blogposts einer Webseite zu haben, ist für den Content Marketer oft nützlicher, als endlose Seiten von Suchergebnissen zu durchkämmen.

Es gibt viele kostenlose Scraper-Werkzeuge im Internet, wie zum Beispiel Google Parser. Solltest Du ernsthaft an deren Nutzung interessiert sein, empfehle ich dir Scrapebox. Üblicherweise sind Scraper-Werkzeuge, die  im Internet angeboten werden, sehr beschränkt in den Ergebnissen, die sie produzieren.

Nichtsdestotrotz werden die Suchanfragen hier auf die gleiche Weise eingegeben:

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Sobald Du deine Eingabe bestätigst, wird dir eine Liste deiner Suchresultate in Form von URLs präsentiert, die Du daraufhin in ein Excel oder ein Google Docs Dokument kopieren kannst.

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Mögliche Anwendung #1 – Das Finden von Autoren: Der “site:” – Operator wird von allen SEO Beratern regelmäßig benötigt. Du kannst ihn beispielsweise nutzen, um Autoren anzuwerben oder Kontakte aufzubauen.

Die meisten Nischen haben mindestens eine Seite a la “Boost Blog Traffic”. Das ist eine Seite mit einem hohen Traffic-Aufkommen, die hauptsächlich aus einem ganzen Haufen Gast-Posts von einigen der besten Autoren der Internet-Marketing Community besteht.

Eine große Internetpräsenz wie diese, beinhaltet jedoch eine Vielzahl an unterschiedlichsten Themen. Höchstwahrscheinlich bist Du als Content Marketer an einem spezifischen Thema interessiert.

Hier kannst Du also einfach den Site-Operator nutzen, um die Zahl deiner Suchergebnisse, auf die von dir gewünschten Seiten, zu beschränken. Am Ende deiner Suchanfrage hängst Du dann ein Nischen-Keyword an.

Wenn ich also beispielsweise einen neuen Content Marketing Blog erstellen wollte, könnte ich nach folgendem suchen:

site:boostblogtraffic.com content marketing

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Behalte vor Augen, woraus diese Top-Suchresultate bestehen: Es sind die relevantesten und nützlichsten Ergebnisse zum Thema Content Marketing, weshalb sie einen exzellenten Ausgangspunkt für deine Suche darstellen können.

Ich könnte nun also jeden Artikel aufrufen und den Autor, sowie seine Kontaktinformationen, notieren.

Mögliche Anwendung #2  –  Das Finden von Gast-Post Locations: Ich schreibe oft über die Macht von Gast-Posts.

Einer der besten Wege, um schnell eine Liste der besten Blogs, welche Gast-Posts akzeptieren, zu erstellen, ist die Nutzung des “Site”-Operators in Kombination mit dem Minuszeichen.

Erinnerst du dich daran, wir Quick Sprout ausgeschlossen haben? Lass uns meinen anderen Blog ebenfalls ausgrenzen:

neil patel -site:quicksprout.com -site:neilpatel.com

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Was bleibt, ist ein Mix aus sozialen Profilen, einigen Erwähnungen und all meinen Gast-Posts auf Webseiten wie Entrepreneur.com und Forbes.com.

Du könntest jetzt auch noch “guest post” an das Ende der Suche anfügen, um alle sozialen Profile aus den Ergebnissen auszuschließen, aber das könnte unter Umständen dazu führen, dass Du einige Posts verpasst.

Mögliche Anwendung #3: Das Finden von Bildern: Es gibt viele Gründe, warum Du die Bilder, die eine bestimmte Website nutzt, finden willst.

Möglicherweise willst Du erfolgreiche Konkurrenten analysieren. Vielleicht versuchst Du die Infografik eines anderen zu finden, oder bist an Bildern für einen neuen Post interessiert.

Was auch immer der Grund ist, der “site:” – Operator kann hierbei sehr nützlich sein.

Die Bildersuche unterscheidet sich hierbei in keinster Weise von der Textsuche. Tatsächlich sind viele der Operatoren in diesem Artikel auf beide Sucharten anwendbar.

Wenn Du also beispielsweise an einer Infografik auf Quick Sprout interessiert bist, kannst Du Googles Bildersuche aufrufen und folgendes eingeben:

site:quicksprout.com infographic

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Als Ergebnis hast Du alle meine Infografiken zur direkten Verfügung, anstatt Stunden mit der Suche auf meiner Website zu verbringen.

2. Suchst Du nach einem bestimmen Thema? Nutze “intitle:”

Wenn es darum geht, Inhalte zu vermarkten, musst Du oft anderes Material zu einem bestimmten Thema finden. Alternativ bist Du vielleicht gezwungen, bestimmte Arten von Artikeln (z.B. Listen, Zusammenfassungen, etc.) in deine Recherche einzubeziehen.

Eine Möglichkeit diese Themen zu finden, ist der “intitle:” Suchoperator.

Genau wie beim “site:” – Operator, kannst Du einfach einen Suchbegriff nach dem Doppelpunkt anfügen. Google wird daraufhin nur Ergebnisse anzeigen, welche dein Schlagwort in der Überschrift erwähnen.

So wird beispielsweise die Suche nach:

intitle:”email marketing tips”

… nur Ergebnisse präsentieren, welche den exakten Wortlaut “email marketing tips” in der Überschrift enthalten:

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Jedoch ist Vorsicht bei diesem Operator geboten.

Wenn Du die Anführungszeichen im folgenden Beispiel weglässt:

intitle:email marketing tips

… wird Google zwar Ergebnisse anzeigen, die  das Wort “email” im Titel tragen, die Wörter “marketing” und “tips” werden aber lediglich irgendwo im Verlauf des Artikel erwähnt, nicht jedoch im Titel.

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Das stellt uns vor ein Problem..

Was, wenn Du sicherstellen willst, dass die von dir gesuchten Wörter in der Überschrift auftauchen, deren Reihenfolge für dich jedoch keine besondere Rolle spielt?

In diesem Fall, kannst Du den Operator einfach mehrfach nutzen, wie im folgenden Beispiel:

intitle:email intitle:marketing intitle:tips

In den meisten Fällen reicht die einfache Nutzung des Operators. Wenn du dir aber 100%ig sicher sein willst, das richtige Ergebnis mit deiner Suche zu erzielen, dann greif auf dieses Anwendungsbeispiel zurück.

3. Verfolge Linkbuilding Fußspuren mit “inurl:”

Footprints – oder Fußspuren, sind gewöhnliche Worte oder Phrasen, die auf Webseiten auftauchen.

Einige Footprints auf Seiten, die Gast-Posts akzeptieren, könnten folgendermaßen aussehen:

  • “Gast-Post von”
  • “Reiche einen Gast-Post ein”
  • “Bewirb dich für einen Gast-Post”
  • “Gast-Post geschrieben von”
  • and so weiter…

Während viele dieser Footprints in einzelne Sätze des Artikelinhaltes zu finden sind, sind einige der Besten in der URL des Posts enthalten.

Wenn also beispielsweise die URL eines Posts die Wörter “Gast” und “Post” enthält, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass diese Seite Gast-Posts akzeptiert (oder über das Schreiben von Gast-Posts berichtet).

Wir suchen also zum Beispiel nach:

www.domain.com/apply-guest-post

Mir

Mit dem “inurl:” Suchoperator kannst Du nach derartigen Seiten suchen. Er teilt Google mit, dass Du nur an Ergebnissen interessiert bist, welche die nach dem Doppelpunkt angegebenen Wörter in ihrer URL enthalten.

Um unser vorheriges Beispiel aufzugreifen, könntest Du zum Beispiel nach folgendem suchen:

inurl:”submit guest post”

… um Möglichkeiten für Gast-Posts zu finden:

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Man sollte hierbei jedoch einige Details beachten. So werden zum Beispiel durch die Markierung der Worte “submit guest post” in Anführungszeichen nur Seiten angezeigt, deren URL exakt diese Wörter in der angegebenen Reihenfolge enthalten.

Das ist suboptimal, da die Ergebnisse dadurch eingeschränkt werden könnten.

Um das zu verbessern, kannst Du den gleichen Trick anwenden, den wir zuvor bereits auf den title – Operator angewendet haben, und nach folgendem suchen:

inurl:submit inurl:guest inurl:post

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Dieses Mal wirst Du Suchergebnisse erhalten, welche die gewünschten Footprint-Wörter in beliebiger Reihenfolge, oder mit Worten dazwischen, enthalten.

Wenn Du auf diese Weise hunderte von Seiten durchkämmst, würdest Du vermutlich deine Zeit verschwenden. Schließlich bist Du auf der Suche nach Seiten, die einen Bezug zu deinen Inhalten haben.

Folglich kannst Du die gleiche Suchanfrage durchführen, am Ende der Anfrage jedoch ein spezielles Stichwort anfügen.

Mit dieser Suche zum Beispiel:

inurl:submit inurl:guest inurl:post marketing

… würdest Du nur Ergebnisse zu Gast-Post-Möglichkeiten auf Seiten erhalten, die mit dem Thema Marketing verbunden sind.

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Wenn Du über mehrere Themen schreibst, kannst Du alternativ auch mehrere Stichwörter am Ende deiner Suche anfügen.

Mit diesem einzelnen Footprint, kannst Du hunderte verwertbarer Inhalte finden. Wenn Du dann noch einige weitere Gute findest, bist Du vorerst mit Material versorgt.

Inhalte in einem bestimmten Land finden: Im Laufe der Zeit, wird die Beliebtheit der Personalisierung immer weiter zunehmen. Google liebt es, individuelle Sucher mit zugeschnittene Resultaten zu versorgen.

Einer der gängigsten Wege, um Inhalte zu personalisieren, ist, deren Aufteilung auf verschiedene Orte.

Stell dir vor, dass Mike einen Post über eine Fallstudien-Seite für Ernährung sucht, welche sich ausschließlich mit Optionen bezüglich Bio-Rindfleisch für Kanadier beschäftigt.

Um Seiten und Farmen zu finden, die das verkaufen, könnte er also den “inurl:” Operator nutzen, um ausschließlich Domains zu finden, die Kanadas TLD “.ca” verwenden.

Seine Suche sähe dann in etwa so aus:

grass fed beef inurl:.ca

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… und würde Resultate präsentieren, die ihm dabei helfen können, seinen Post zusammenzustellen.

Du kannst diesen Suchoperator nutzen, um Domains mit beliebiger TLD zu suchen.

4. Auf der Suche nach 2  Dingen gleichzeitig? Finde beide mit – “OR”

Es kann sehr nervig sein, ähnliche Suchvorgänge immer wieder ausführen zu müssen und die Ergebnisse dauernd neu zu durchkämmen, nur um einige wenige neue Informationen zu finden.

Wenn Du zum Beispiel nach Gast-Posts suchst, kannst Du die Suchkette anwenden, die wir uns in einem vorherigen Beispiel angeschaut haben.

Was aber, wenn Du über mehrere Themen berichten möchtest? Wenn diese miteinander verwandt sind, wie etwa SEO und Linkaufbau, kannst Du die Worte vermutlich nacheinander eingeben und hast keine Probleme, zu finden, was Du willst:

inurl:submit inurl:guest inurl:post SEO link building

Wenn Du einen Suchvorgang tätigst, der sich nur um SEO dreht, und dann einen weiteren zum Thema Linkaufbau, würdest Du vermutlich viele Doppeltreffer erzielen. Der oben genannte Vorgang spart dir also einiges an Zeit.

Problematisch wird es, wenn Du mehrere Suchobjekte hast, die in keiner nennenswerten Beziehung zueinander stehen. Wenn Du diese auf die oben gezeigte Weise eingibst, schließt Google Ergebnisse aus, die sich nicht auf beide Objekte beziehen.

Ein Dilemm. Du verpasst wertvolle Inhalte.

Hier kommt der “OR” – Operator ins Spiel.

Durch die Nutzung des “OR” – Operators erkennt Google, dass jede Seite, die sowohl das linke als auch das rechte Stichwort einbezieht, für die Suche relevant ist.

Wenn Du also zum Beispiel nach folgendem suchst:

apples OR oranges

… zeigt Google jede Seite, die entweder “Äpfel” oder “Orangen” enthält. Die Seite muss also keine direkte Verbindung zu beiden Stichwörtern haben, um in deiner Suche aufzutauchen.

Alternativ kannst Du es auch wie folgt machen:

apples|oranges

Die vertikale Linie bedeutet in diesem Fall das selbe wie “OR”. Eine kurze, aber wichtige Randnotiz: das “OR” muss groß geschrieben werden – geschieht dies nicht, erkennt Google es als normales Wort und verwendet es als Teil der Suche.

Zurück zu unserem Beispiel. Wenn Du nur zwei geringfügig oder unverwandte Themen hast, kannst Du den “OR” – Operator benutzen. Beide der folgenden Beispiele funktionieren:

inurl:”submit guest post”  “content marketing” OR SEO

inurl:”submit guest post”  “content marketing”|SEO

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Der “OR” – Operator kann auch mit drei oder mehr Phrasen verwendet werden. Das macht diesen Operator zu einem mächtigen Werkzeug.

Zum Beispiel:

inurl:”submit guest post”  “content marketing” OR SEO OR “email marketing” OR “baking pies”

Finde Marken und Namensnennungen: Wen kontaktierst Du am besten, wenn es darum geht, Links zu deiner Website aufzubauen?

Die besten Leute sind diejenigen, die dich mögen und bereits mit dir verlinkt sind.

Aus unerklärlichen Gründen werden dich nicht alle Webseitenbesitzer kontaktieren, wenn sie deine Seite verlinken. Tatsächlich trifft dies auf die Mehrheit zu.

Leider ist das schlecht für beide, da es den Beginn einer Beziehung darstellen könnte, die für beide Seiten nützlich wäre.

Es gibt jedoch einen Weg, die Kontrolle der Situation zu übernehmen. Wenn Du die Erwähnung von Marken im Auge behältst, kannst Du Verlinkungen und Erwähnungen deines Produkts durch andere finden und sie kontaktieren, wenn sie dies nicht bereits selbst getan haben.

Dadurch kannst Du eine Beziehung zu ihnen aufbauen, was in Zukunft zu vielen weiteren Links führt wird. Wenn Du einen freiberuflichen Autor oder einen aktiven Gast-Poster findest, der deinen Inhalt mag, kann das zu großartigen Links auf renommierten Seiten führen.

Ein Weg, diese Erwähnungen zu finden, ist die Nutzung eines Werkzeugs, wie zum Beispiel Ahrefs oder Majestic, die neue Backlinks finden. Es ist eine effektive Methode, jedoch nicht die einzige.

Du kannst auch Google Alerts nutzen, um darauf hingewiesen zu werden, wenn dich jemand neu verlinkt oder erwähnt. Das Problem hierbei ist, dass Du alte Inhalte höchstwahrscheinlich verpasst.

Zu guter Letzt, bleibt dir die Nutzung von Suchoperatoren!

Leg zunächst fest, nach welchen Wörtern Du suchen willst. Normalerweise ist das der Name deiner Website, der Name eines Autors (oder Autoren) und möglicherweise dein Produktname (sofern Du einen hast).

Wenn ich also nach mir auf Quick Sprout suchen möchte, würde ich folgendes in Erwägung ziehen:

  • Neil Patel
  • Quick Sprout
  • Quicksprout

Durch die Nutzung des “OR” – Operators kann ich nach all diesen Erwähnungen gleichzeitig suchen:

“Neil Patel” OR “Quick Sprout” OR Quicksprout

Es gibt dabei nur ein Problem – ich erhalte eine massive Anzahl an Resultaten zu Quick Sprout und NeilPatel.com. Nicht gerade nützlich.

Um das Ganze etwas nützlicher zu machen, verwenden wir den bereits bekannten “site:” – Operator

Behalte dabei vor Augen, dass Du jedes Ergebnis aus der Suche entfernen kannst, indem Du ein Minuszeichen davorsetzt. So entfernt beispielsweise “-Quicksprout.com” alle Erwähnungen meines eigenen Blogs.

Zusätzlich zu deiner eigenen Seite, empfiehlt sich weiterhin das Entfernen aller Posts auf sozialen Netzwerken. Fertige eine Liste aller Seiten an, die Du von der Suche ausschließen möchtest. Für mich sähe das etwa so aus:

  • site:Quicksprout.com
  • site:blog.kissmetrics.com
  • site:neilpatel.com
  • site:blog.crazyegg.com
  • site:twitter.com
  • site:facebook.com

Abschließend fügen wir alles zu einer einzigen Suchanfrage zusammen:

“Neil Patel” OR “Quick Sprout” OR Quicksprout -site:Quicksprout.com -site:blog.kissmetrics.com -site:neilpatel.com -site:blog.crazyegg.com -site:twitter.com -site:facebook.com

Natürlich ist dies schwierig, da weiterhin einige Gast-Posts auftauchen werden, aber wenn Du diese ebenfalls ausgrenzen kannst, könntest Du einige Erwähnungen finden.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf, kann ich bereits nach wenigen Ergebnissen Namensnennungen finden:

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5. Du findest nicht das Gewünschte? Nutz einen Joker – “*”

Kennst Du das frustrierende Gefühl, nach einem bestimmten Post zu suchen, ihn aber nicht zu finden?

Vielleicht kannst Du dich ja an 3 oder 4 Worte eines Satzes erinnern, aber das ist nicht genug.

In diesem Fall kommt dir der Joker zugute, auch bekannt als Stern “*”.

Fügst Du diesen Stern in deine Suche ein, teilt er Google mit, dass er durch jedes beliebige Wort/Wörter ersetzt werden kann. Manchmal setzt es auch mehrere Wörter an seiner Stelle ein.

Demonstrieren wir dies an einem Beispiel, in dem wir nach Marketingbüchern suchen.

Wenn Du nach folgendem suchst:

top * marketing books

… liefert Google Resultate, die etwa so aussehen:

  • The top 10 marketing books
  • My top 5 marketing books
  • Top content marketing books
  • top direct marketing books

… und so weiter.

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Hier ist ein weiteres Beispiel:

best * marketing resources

Rate mal, was in dieser Suche angezeigt wird:

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Du erhältst allerlei Marketing – Ressourcen von Online Marketing bis Startup Marketing.

6. Der Teufel steckt nicht immer im Detail: Finde eine Reihe von Ergebnissen – “..”

Wenn Du ein Thema für einen Post recherchierst, vor allem für Listenposts, ist dieser Suchoperator sehr nützlich.

Du kannst ihn für eine ganze Reihe von Themen verwenden.

Wenn Du zum Beispiel:

“best 5..50 nutrition” tips

… suchst, werden dir Ergebnisse angezeigt, die folgendes enthalten:

  • best 5 nutrition
  • best 10 nutrition
  • best 22 nutrition
  • best 50 nutrition
  • and everything between 5 and 50

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7. Einige Taktiken erfordern spezifische Dateitypen – “filetype:”

Obwohl es nicht allzu oft vorkommt, kann es praktisch sein, direkt bestimmte Dateitypen zu finden, wenn man will.

Der “filetype:” – Operator bietet dir die Möglichkeit, direkt nach einem der folgenden Dateitypen zu suchen:

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Du kannst dies mit einer regulären Suche oder einem der Suchoperatoren, die wir bereits kennengelernt haben, kombinieren.

Finde Bücher deiner Lieblingsblogger: Eine mögliche Anwendung dieses Suchoperators wäre die Suche nach kostenlosen Ebooks oder Handbüchern, die ein Blogger veröffentlicht hat

Ebooks sind typischerweise die qualitativ hochwertigsten Inhalte, die Blogger produzieren, und können einfach für spätere Verwendung heruntergeladen werden.

Wenn Du beispielsweise Ramit Sethi magst, könntest Du wie folgt nach seinem Blog suchen:

site:iwillteachyoutoberich.com filetype:pdf

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Hierdurch erhältst Du einige dutzende PDFs, die Ramit im Laufe der Jahre publiziert hat.

8. Sei immer auf der sicheren Seite – “cache:”

Als SEO Berater siehst Du dir ständig unterschiedliche Webseiten an, sei es um zu sehen, was die Konkurrenz so treibt, oder um zu schauen, wo Du neue Links herbekommen kannst.

Es ist nervig, wenn eine Seite, die Du brauchst, plötzlich für eine längere Zeit vom Netz genommen wird.

Glücklicherweise hat Google eine temporäre Lösung für dieses Problem – den “cache:” – Operator.

Dieser Operator unterscheidet sich ein wenig vom Rest: Statt, wie üblich, in Google danach zu suchen, fügst Du ihn in die Adress- oder Suchzeile deines Browsers ein. Du musst allerdings Chrome oder Google als Suchmaschine benutzen, damit er funktioniert.

Füge “cache:” vor der gewünschten URL an und Google wird dir eine “gecachete” Version der Seite, und die Zeit ihres letzten Aufrufs, anzeigen.

Zum Beispiel:

cache:http://www.quicksprout.com/2013/06/17/how-i-built-my-first-business-through-email-marketing/

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9. Familie sucht man sich nicht aus – “related:”

Im Internet ist alles auf die ein oder andere Art und Weise miteinander verbunden, genau wie Menschen.

Miteinander verwandte Inhalte zu finden, ist nicht immer leicht.

Der “related:” – Suchoperator kann sehr nützlich sein, wenn es darum geht, ähnliche Seiten oder Inhalte zu finden.

Szenario  #1 – Finde schnell Top-Seiten in einer Nische: Dieser Operator kommt dir zugute, wenn Du nach populären Blogs in einer neuen Nische suchst. Wenn Du einen findest, findest Du sie alle.

Nehmen wir beispielsweise an, dass Du neu im Bereich SEO- und Internetmarketing bist,  jetzt aber auf Quick Sprout gestoßen bist, und dir die Themen gut gefallen.

In diesem Fall kannst Du den “related:” – Operator nutzen, um Seiten zu finden, die viele ähnliche Themen beinhalten.

Such einfach nach:

related:www.quicksprout.com

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Ich würde sagen, Google hat in diesem Fall den Nagel auf den Kopf getroffen. Das erste Ergebnis ist mein anderer Blog, der ähnliche Themen beinhaltet und der Rest der Ergebnisse befasst sich mit SEO, sozialen Netzwerken und Marketing – alles Grundthemen von Quick Sprout.

Szenario #2 – Finde ähnliche Inhalte: Wenn Du einen großartigen Post findest, willst Du meistens weitere derartige Posts lesen.

Nehmen wir beispielsweise an, dass Du diesen Post über 44 Content Marketing Resourcen auf dem KISSmetrics Blog gefunden hast.

Du kannst jetzt einfach nach “content marketing resources” suchen, um weitere Ergebnisse zu finden. Aber leider ist es nicht immer so einfach.

Sehen wir mal was passiert, wenn wir folgendes suchen:

related:https://blog.kissmetrics.com/44-content-marketing-resources/

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Wir erhalten extrem ähnliche Inhalte.

Wenn Du nur nach “content marketing resources” gesucht hättest, würdest Du vermutlich einige gleiche Resultate erhalten, auf der anderen Seite jedoch andere verpassen.

Szenario #3 – Finde mehr potentielle backlink – Quellen: Wenn Du einen großartigen Inhalt hervorgebracht hast, willst Du bestimmt Leute erreichen, die deinen Inhalt verlinken.

Nehmen wir also einmal an, Du hättest einen hervorrangenden Post über 11 Dinge, die man tun muss, um einen Post zu promoten, nachdem er veröffentlicht wurde verfasst.

Jetzt musst Du Seitenbesitzer finden, die deinen Content mögen und verlinken wollen.

Zu Beginn, kannst Du einige Standardstichworte googeln:

  • Post Werbung
  • Taktiken zur Content-Förderung
  • Wie man einen Post bewirbt

Anschließend kopierst Du die URLs der besten Ergebnisse und fügst sie in eine Backlink-Datenbank ein, wie z.B. Ahrefs, ein. Hier kannst Du sehen, wer diese Posts in der Vergangenheit verlinkt hat und somit möglicherweise auch an Deinen Inhalten interessiert sein könnte.

Wenn Du das tust, limitierst Du jedoch die Zahl der Leute, denen Du schreiben könnest. Durch die Nutzung des “related:” – Operators, kannst Du noch mehr ähnliche Inhalte finden – weit über einfache Stichwörter hinaus.

Nutze “related:” mit einer oder mehreren URLs, die Du bereits gefunden hast. Logischerweise erhöht sich die Zahl ähnlicher URLs, die Du findest, mit jeder Nutzung. Du kannst sie anschließend in eine Backlink-Datenbank einfügen und so zahlreiche weitere Kontakte finden.

So habe ich beispielsweise einen Hubspot-Artikel über das Bewerben von Inhalten gefunden und durch die Nutzung des “related:” – Operators mehrere weitere verwandte Artikel entdeckt:

related:http://blog.hubspot.com/marketing/blog-promotion-tactics

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Zusammenfassung

Die Fähigkeit, effektiv zu suchen, ist heutzutage eine der wichtigsten Fähigkeiten für jeden Online-Experten.

Zu wissen, wie Googles unterschiedliche Suchoperatoren funktionieren, ist ein großer Teil davon.

Ihre tatsächliche Anwendung zu üben und herauszufinden, wie sie verwendet werden, ist der andere Teil.

Behalte diese Operatoren stets im Hinterkopf, wenn Du deiner täglichen Arbeit nachgehst, und probiere sie aus, wenn Du nach etwas suchst. Ein bisschen Kreativität und Übung sind gefragt, aber Du kommst sicher schnell dahinter.

Wenn Du einige, oder alle, dieser Operatoren regelmäßig anwendest, lass es mich in einem Kommentar wissen. Es wäre großartig zu hören, wie Du diese Operatoren benutzt.

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